Demokratisch in die Pleite

Allen, die sich jetzt fragen, wie es kommt, dass die Italiener ihr Land in den Abgrund wählen, darf ich dezent mein unlängst erschienenes Buch “Prolokratie – Demokratisch in die Pleite” zur Lektüre empfehlen, das sich zwar nicht direkt mit Italien beschäftigt, wohl aber derartige politische Phänomene beschreibt. Erhältlich in Ihrer Buchhandlung, für politisch unkorrekt gelaunte bei amazon oder hier.

48 comments

  1. Der Unternehmer

    Haben die Italiener ihr Land tatsächlich an den Abgrund gewählt? Ich kann diese Auffassung nicht teilen. Ich kann auch die Auffassung nicht teilen, dass wir in einer Prolokratie leben.

    In Wahrheit herrscht eine Macht- und Funktionselite, die sich am Volksvermögen schonungslos bereichert und in Vasallentreue brav
    die Befehle aus den USA und der EU-Zentrale befolgen. GoldmanSachs und JPMorgan gehen heute in den europäischen Hauptstädten in den Regierungszentralen ein und aus.

    Wie überall war die Wahlbeteiligung gering. Wenn diejenigen Italiener, die zur Wahl gegangen sind, mehrheitlich offenbar keinen Investmentbanker
    mehr als Regierungschef haben wollen, dann zeugt das davon, dass man dort den klaren Menschenverstand noch nicht verloren hat. Und das ist ein Zeichen der Hoffnung.

    Italien muss, wie Spanien und Griechenland, will es nicht weiter wirtschaftlich abstürzen, Euro und EU verlassen.

  2. Prometheus

    Ich habe die “Prolokratie” von Ortner gelesen und stimme dem Buch weitestgehend inhaltlich zu.
    Aber ich sehe den Konnex zum Ausgang der Wahlen in Italien nicht, da hier eine demokratisch nicht legitimierte Regierung abgewählt worden ist. Demokratische Wahlen (der letzte Pfeil in unserem Köcher) scheut die (EU-)Elite wie der Teufel das Weihwasser, auch diesmal haben sie einen Denkzettel serviert bekommen (es wird nicht der letzte sein). Es besteht kein Grund die klugen Italiener als unmündige und desinteressierte Stimmberechtigte zu bezeichnen – das Gegenteil ist der Fall!

  3. WRL

    Ich stimme Ihnen ja auch zu – nur verwenden Sie bitte nicht mehr den Begriff “Elite” wenn sie von Politikern etc sprechen. Danke.

  4. gms

    Der Unternehmer :
    In Wahrheit herrscht eine Macht- und Funktionselite, die sich am Volksvermögen schonungslos bereichert ..

    Das ist schon richtig, doch ohne die Handlanger an der Wahlurne wäre der Täterverbund nicht vollständig. Verschüttet wurde die Milch am Anfang des 20sten Jahrhunderts (erster Weltkrieg, erste Zentralbanken, erste Symptome des Wohlfahrtsstaates, Metastasierung der Bürokratie), spätestens jedoch in den 70ern und dem damaligen Zünden des Nachbrenners zur Entmündigung der Staatsinsassen unter lautem Beifall selbiger.

    Heute kann man dem organisatorisch vollständig umzingelten Bürger jedoch zumindest vorwerfen, nicht vehementer aus der Belagerung auszubrechen zu wollen. Fortgesetzter Selbstbetrug fühlt sich eben eindeutig kuscheliger an.
    Der in jeder Hinsicht betrogen werden wollende Mensch findet im aktuellen ~demokratistischen~ System sein perfektes Habitat und bildet daher mit den Obertanen eine sadomasochistische Zweckgemeinschaft. Auch wenn die Menschheit Satelliten ins Universum hinausschickt, so wohnt das handelsübliche Kleinhirn immer noch auf den Bäumen. Dies behirnt zu haben ist das Erfolgsrezept der “Macht- und Funktionselite”.

    Und weil wir gerade so gemütlich beisammenstehen: Blogs wie dieses hier spielen der Dressurelite wider dem ersten Anschein nach sogar in die Hände, konkurriert doch jedes Dampfablassen hier mit effektiveren Mitteln, den Besatzungsmächten das Wasser abzugraben.

  5. Der Unternehmer

    @WRL
    Ich sprach auch von einer Macht- und Funktionselite.

    Mit einer wirklichen Elite haben diese Damen und Herren rein gar nichts zu tun.

  6. Der Unternehmer

    @gms
    Wir haben zwar Wahlen, aber wenn die PArteien nahezu gleich sind, können Sie eben nicht mehr auswählen. Und darum geht es ja.

    Und außerdem, von unserer Form der Demokratie halte ich sowieso nicht sehr viel. Ich halte sie für eine ungeeignete Staatsform.

  7. FDominicus

    @Der Unternehmer
    Italien muss, wie Spanien und Griechenland, will es nicht weiter wirtschaftlich abstürzen, Euro und EU verlassen. – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=21285#sthash.HuyWxtPZ.dpuf

    Hier muß man ein bedenken. Sollte Italien aus dem Euro austreten, rechnen genau wie viele hier mit einer nicht Fiat-Währung als Nachfolger? Keiner?

    Nun das heißt dann nur, die Italiener bezahlen diesen Ausstieg mit einer Vernichtung Ihrer Geldvermögens. Ich halte Diebstahl für keine Lösung. Und daher wird sich erst mal für den normalen Geldhalter dieser Ausstieg auf Negativste bemerkbar machen.

    Der Weg der immer wieder angedeutet wird. ist der folgende. Italien steigt aus wertet Ihre Währung ab und “voila” ist man wieder wettbewerbsfähig. Nicht nur ich halte dagegen..

    Nein die Lösung wird sich früher oder später auf folgende Art ergeben:
    Anpassung der Ausgaben an die Einnahmen.

    Einnahmen kann man nicht endlos steigern und Ausgaben können ebenso nichts Uferlose ausarten. Wir sehen doch eines kristallklar. Der Boom speziell in den PIIGS Ländern basiert auf einer Kreditexpansion ohne Vergleich in Friedenszeiten.

    Nicht und niemand kann einen solchen Boom auf Dauer überstehen. Irgendwann bricht so etwas zusammen und dann ist es keine Lösung mehr “noch irgendwo etwas” zu holen. Dann fängt man ganz ganz unten wieder an.

    Die Lösung für Italien ist so “trivial” wie für jedes andere Land mit derartigen Schuldenbergen
    – weniger ausgeben (weniger Bürokraten und Politiker, Kriege)
    – weniger klauen (Steuern)
    – weniger Staat (Kosten, Kosten und noch mal Kosten)
    – mehr Markt (speziell natürlich Geldmarkt )

    Entweder man akzeptiert diesen Weg und versucht Ihn so schnell wie möglich anzugehen. Oder man bezahlt eben mit dem Zusammenbruch des gesamten Systems. Gibt es da System in dieser Form nicht mehr, kann sich jeder seine “Ansprüche” abschminken.

    Nichts und niemand wird folgendes je widerlegen können:
    “Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung einer Kreditexpansion – oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem. ”

    Sie können die Versuche in den folgenden Ländern derzeitig noch aus der Zuschauerperspektive betrachten:
    1) Argentinien
    2) Bolivien
    3) Kolumbien

    Auch Erhard wird man nie wiederlegen können:
    “Die Menschen haben es zwar zuwege gebracht, das Atom zu spalten, aber nimmermehr wird es ihnen gelingen, jenes eherne Gesetz aufzusprengen, das uns mit unseren Mitteln haushalten lässt, das uns verbietet, mehr zu verbrauchen, als wir erzeugen können – oder erzeugen wollen.” – 1964

    Derzeitig kann man mit eigenen Augen und (leider) am eigenen Leib erfahren, wie recht diese Menschen hatten/haben. Perfekt gezeichnet wurde das Verhalten der derzeitigen “Eliten” m.E. in Atlas Shrugged. Schauen Sie sich nur die verschiednen Regeln an und man kann eine Ahnung bekommen, was uns alles noch so blüht.

  8. rubens

    @gms
    In der Tat bindet das Dampfablassen Zeit, doch sollte dies ein Anfang sein, ein Aufbruch zu neuen Ufern.

  9. Christian Peter

    @FDominicus

    Schwachsinn. Mit mangelnder Budgetdisziplin der Euro – Länder hat die
    Krise gar nichts zu tun, sondern mit dem irrwitzigen Experiment der
    Einführung einer Gemeinschaftswährung in Europa. Länder wie Italien,
    Griechenland oder Spanien werden im Korsett des Euro niemals wettbe-
    werbsfähig werden, denn eine (erforderliche) interne Abwertung um
    40 % kann keine Volkswirtschaft überleben.

  10. Der Unternehmer

    @FDominicus
    Und wenn die Italiener im Euro bleiben werden sie nichts verlieren ? Der Zusammenbruch des Euro ist unabwendbar, auch wenn er noch einige Zeit durch üble Tricks nach hinten verschoben werden kann.

    Die Menschen aller Fiat – Money – Länder werden komplett enteignet werden.

  11. Lodur

    “Die Lösung für Italien ist so “trivial” wie für jedes andere Land mit derartigen Schuldenbergen
    – weniger ausgeben (weniger Bürokraten und Politiker, Kriege)
    – weniger klauen (Steuern)
    – weniger Staat (Kosten, Kosten und noch mal Kosten)
    – mehr Markt (speziell natürlich Geldmarkt )”

    Falsch. Die einzig richtige und ökonomisch vernünftige Lösung (nicht nur) für Italien wäre:

    – Kollektivierung der Produktionsmittel
    – Kollektivierung der mit ihnen assoziierten Grundstücke, Immobilien und des Finanzwesens
    – Kontrolle über Finanzwesen, Produktionsmittel, Grund und Boden sowie Immobilien durch die Arbeitnehmer und Konsumenten
    – Umstellung auf eine bedürfnis- und Überwindung der tauschwertorientierten Produktion, die auf den Profitbedürfnissen einzelner basiert
    – Verteilung von Arbeit nach gesamtgesellschaftlichen und nicht nach individuellen Profitbedürfnissen
    – Installation eines demokratischen Rätesystems, das die korrupte, hyperbürokratische bürgerliche Parteiendemokratie überwindet, mit direkt vom Volk gewählten Räten, die rechenschaftspflichtig und jederzeit abwählbar sind
    – Kurz: Die Überwindung der kapitalistischen, tauschwertorientierten Produktionsanarchie durch eine bedürfnisorientierte, demokratische Planwirtschaft und demokratisch-humanistische Gesellschaft

  12. FDominicus

    Christian Peter :
    @FDominicus
    Schwachsinn. Mit mangelnder Budgetdisziplin der Euro – Länder hat die
    Krise gar nichts zu tun, sondern mit dem irrwitzigen Experiment der
    Einführung einer Gemeinschaftswährung in Europa. Länder wie Italien,
    Griechenland oder Spanien werden im Korsett des Euro niemals wettbe-
    werbsfähig werden, denn eine (erforderliche) interne Abwertung um
    40 % kann keine Volkswirtschaft überleben.

    Die Schuldenberge sprechen da seine ganz andere Sprache. Da Sie diese Dinge nicht wahrhaben wollen erübrigt sich wohl jeder weiter Diskussion.

  13. FDominicus

    @Lodur
    Mit dem Eigentum haben Sie es nicht so. Europas erfolg basiert zu 95 % darauf. Ich habe auch nichts dagegen, daß Sie es in Ihrem Land so machen. Nur stehe ich nicht auf Ihre Enteignungen. Das Sie offensichtlich für großflächigen Diebstahl sind, ist ziemlich eindeutig…

    Daher erübrigt sich auch jede weiter Diskussion mit Ihnen, jedenfalls über dieses Thema.

  14. Lodur

    @FDominicus
    “Mit dem Eigentum haben Sie es nicht so. Europas erfolg basiert zu 95 % darauf. Ich habe auch nichts dagegen, daß Sie es in Ihrem Land so machen. Nur stehe ich nicht auf Ihre Enteignungen. Das Sie offensichtlich für großflächigen Diebstahl sind, ist ziemlich eindeutig…”

    Der Erfolg der herrschenden Klassen basiert auf dem Eigentum an den Produktionsmitteln, zweifelsohne. Enteignung findet tagtäglich im stinknormalen, alltäglichen kapitalistischen Wertschöpfungsprozess statt, indem der vom Arbeitnehmer produzierte Mehrwert im Eigentum bzw. in der Verfügungsgewalt der Arbeitgeber bleibt. Und die Immobilien-, Geld- und Bodenkapitalisten schneiden in Form von Zins, Pacht und/oder Miete auch noch kräftig mit. Dass Liberale wie Sie, also Anarchokapitalisten mit einem Hang zum gesellschaftspolitischen Konservatismus, das als gerecht empfinden, ist auch nichts Neues.

  15. Lodur

    “Die Staatsverschuldung der EU – Peripherie ist nicht das Problem,
    sondern deren mangelnde Wettbewerbsfähigkeit.”

    Produktivitätsrate wird erhöht, sprich der Arbeitnehmer muss länger und effizienter arbeiten. Löhne und Sozialleistungen werden gesenkt. Steuern ebenfalls. Alle Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge werden privatisiert. Wettbewerbsfähigkeit, sprich Ausbeutungspotenzial, ist hergestellt. Und das menschenverachtende Spiel der Diktatur des Kapitals kann weitergehen.

  16. FDominicus

    Der Unternehmer :
    @FDominicus
    Und wenn die Italiener im Euro bleiben werden sie nichts verlieren ? Der Zusammenbruch des Euro ist unabwendbar, auch wenn er noch einige Zeit durch üble Tricks nach hinten verschoben werden kann.
    Die Menschen aller Fiat – Money – Länder werden komplett enteignet werden.

    Nun im Augenblick gibt es den Euro noch und solange es ihn gibt schützt er speziell die Geldbesitzer in den schwächeren Ländern. Der Euro wird selbstverständlich irgendwann untergehen. Nur wird es kaum besser wenn wir dann statt eine Zwangszahlungsmittel wieder 27 oder so haben. Der ehrliche Weg ist nun einmal, sparen, danach investieren und Produkte anbieten die nachgefragt werden. Christian Peter hat mit der Wettbewerbsfähigkeit schon recht, nur rechtfertigt das noch lange keinen Diebstahl.

    Italien und Griechenland hätten beide
    – den Zugang zu den Märkten weniger verbarrikadieren können.
    – eine neue Goldwährung einführen können (ja dann wären die Löhne eben auch um 40 – 50 % gefallen, es macht aber einen Unterschied ob das offen geschieht oder durch die offenbar auch von Christian Peter favorisierte Geldentwertung.

    Das wurde vorher nicht gemacht weil man sich “auf einmal” billiger verschulden konnte. Somit hat man den Weg gewählt der niemals klappen wird, über eine Kreditexpansion. Mit einem Geld als Wert wäre das so nicht möglich gewesen. Aber das Scheingeldsystem macht es möglich und es ist genau dieser Betrug der es so populär macht.

    Der Ausstieg der Ihnen vorschwebt ist ganz einfach:
    – Die xy steigen aus dem Euro aus
    – werten Ihre Währung ab
    – und dann klappt alles schon

    Und genau in der Form bin ich dagegen. Es heißt nämlich im Endeffekt diejenigen die an ein Land gebunden sind und dort entweder wenig haben und/oder gespart haben sollen aufgrund derjenigen die entweder mehr haben oder alles auf den Kopf gehaut haben saniert werden. Diebstahl wird nicht besser wenn er durch staatliche Willkür durchgeführt wird.

    Fallen die Schuldner aus, hat das ein Problem der Gläubiger zu sein, und niemanden anderes. Es ist asozial das diejenigen die innerhalb Ihre finanziellen Grenzen gelebt haben für die zahlen müssen/sollen/dürfen die
    schon vorher auf Ihre Kosten gelebt haben. Und genau dieser Weg ist der Weg über den Ausstieg aus dem Euro mit dem Einstieg in ein anders Zwangzahlungsmittelsystem.

  17. wollecarlos

    Lodur :
    “Die Staatsverschuldung der EU – Peripherie ist nicht das Problem,
    sondern deren mangelnde Wettbewerbsfähigkeit.”
    Produktivitätsrate wird erhöht, sprich der Arbeitnehmer muss länger und effizienter arbeiten. Löhne und Sozialleistungen werden gesenkt. .

    Na, da iss er ja wieder, unser Lodur mit seinen Weiß-Heiten!

    Man möchte ja zu gerne wissen, in welcher Gegend dieser Welt er lebt (oder dahin-vegetiert!).

    “Die Produktivitätsrate” wird seit Menschengedenken permanent erhöht, diese Lodur’sche Erkenntnis ist also nicht neu.

    Aber dass “der Arbeitnehmer länger arbeiten muss” ist neu.

    Noch vor 50 Jahren gab es (mindestens in D) noch die 48-Stunden-Woche mit Samstagsarbeit (“Samstags gehört Papi mir”, ein sehr anschaulicher Kampfspruch der Gewerkschaften), dann wurde die 40-Stunden-Woche eingeführt, dann die 38-Stunden-Woche….

    Auch die Einkommensstatistiken zeigen genau das Gegenteil auf von dem, was dieser verirrte Kopf schreibt.

    Wenige Klicks im Netz können das beweisen.
    Wenn man kann.
    Mit der Info-Menge umzugehen.

    Kann es sein, daß Lodur keine Statistiken lesen kann.
    Und dann natürlich auch nicht verstehen!

    Nein, “es kann” nicht, es ist offensichtlich so!

  18. rubens

    @wollecarlos
    Sicher in Österreich, aus einem linksozialistischen Haushalt stammend und einer Schuldausbildung, wo die Schule schon vor der Reform bildungsversaut war.

  19. Lodur

    @wollecarlos
    Jöööh, der alte, ignorante Querulant ist wieder da! Faktum ist, dass in den Krisenländern Portugal, Spanien, Griechenland und auch Italien Gesetze zur Erhöhung der Normarbeitszeit verabschiedet werden bzw. worden sind, um die Produktivität weiter zu steigern, sprich die Volkswirtschaften “wettbewerbsfähiger” zu machen. Gleichzeitig gibt es die Auflage der Troika (EU-Kommission, EZB, IWF), Kosten zu reduzieren, sprich Löhne und Sozialleistungen zu senken. Und ja, auch in Österreich denken Wirtschaftskammer, Wirtschaftsbund und Industriellenvereinigung laut darüber nach, den Durchrechnugszeitraum, um auf die tägliche Normalarbeitszeit von erlaubten acht Stunden bzw. die wöchentliche Normalarbeitszeit von erlaubten 40 Stunden zu kommen, gesetzlich zu erhöhen.

    Ja, ja, der Klassenkampf von oben ist bittere Realität.

  20. Lodur

    @rubens
    Im Gegensatz zu Ihnen bin ich ökonomisch gebildet und versiert, und das nicht nur in der marxistischen Volkswirtschaftslehre, sondern auch in den Klassikern des Wirtschaftsliberalismus. Ich habe, im Gegensatz zu unsachlichen Querulanten wie Ihnen, die Funktionsweise der kapitalistischen Marktwirtschaft verstanden, ihre Widersprüche und Dysfunktionalitäten erkannt, und mich über rationale Alternativen zu ihr beschäftigt.

  21. Lodur

    @wollecarlos
    “Auch die Einkommensstatistiken zeigen genau das Gegenteil auf von dem, was dieser verirrte Kopf schreibt.”

    Und wieder liegen Sie falsch.

    Hier ein Bericht über die Einkommens- bzw. Lohnentwicklung in Österreich in den letzten 10/11 Jahren aus der politisch unverdächtigen “Wiener Zeitung”, für die auch Herr Christian Ortner, der Hausherr dieses Blogs, schreibt.

    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/480894_Einkommen-schwaecheln-seit-Euro-Einfuehrung.html

    Zitat daraus: “Während der vergangenen zehn Jahre hat die Inflationsungleichheit zugenommen. Güter und Dienstleistungen, die von ärmeren Haushalten angeschafft werden, haben sich tendenziell stärker verteuert als die Güter und Dienstleistungen, die von einkommensstarken Haushalten nachgefragt werden. Das bedeute konkret, dass in Österreich die ärmsten Haushalte am stärksten verloren haben, das reichste Zehntel noch am wenigsten (kumuliert um 10 Prozent). Anders als in der Mehrzahl der anderen Länder haben in der Alpenrepublik aber alle Einkommensgruppen verloren. Durchgängig auf der Verliererseite des ersten Euro-Jahrzehnts befanden sich auch die deutschen und irischen Haushalte. Bei den Griechen, Spaniern, Portugiesen sowie (untypischerweise) Finnen haben alle Einkommensschichten gewonnen. Zu den Verlieren gehören auch die französische und italienische Mittelklasse.”

    Und das bei einem Wirtschaftswachstum in Österreich von durchschnittlichen 1,6% pro Jahr zwischen 2000 und 2012.

    http://wko.at/statistik/eu/europa-wirtschaftswachstum.pdf

    Also, WER kann hier NICHT lesen? WER ist hier tatsächlich VERIRRT?

    Was Unsachlichkeit und Unwissen betrifft, beantrage ich hiermit, dass Sie als der offizielle Nachfolger der Rennziege anzusehen sind.

  22. Lodur

    @wollecarlos
    Die Lohnquote am Volkseinkommen sank in Österreich von 1995 bis 2011 von 76 auf 68 Prozent. Die Dividendenausschüttung der Aktiengesellschaften hatte sich dagegen im selben Zeitraum auf zehn Prozent der Unternehmenswertschöpfung verdoppelt. Neben Österreich hielten auch Deutschland und die Niederlande seit Jahren ihre Lohnsteigerungen unter dem Produktivitätszuwachs und steigerten somit ihre Wettbewerbsfähigkeit auf Kosten sinkender Reallöhne.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Benya-Formel

    http://wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/1219777/index

    Aufwachen, wolle! Schluss mit Siesta und Augen auf für die sozioökonomische Realität!

  23. wollecarlos

    Lodur :
    @wollecarlos
    Faktum ist, dass in den Krisenländern Portugal, Spanien, Griechenland und auch Italien Gesetze zur Erhöhung der Normarbeitszeit verabschiedet werden bzw. worden sind,

    Aha, “Faktum”…

    Na, dann wird es Ihnen leicht fallen, diese Fakten zu belegen, mit hieb- und stichfesten Beweisen.

    Lodur :
    @wollecarlos
    …auch in Österreich denken Wirtschaftskammer, Wirtschaftsbund und Industriellenvereinigung laut darüber nach, den Durchrechnugszeitraum, um auf die tägliche Normalarbeitszeit von erlaubten acht Stunden bzw. die wöchentliche Normalarbeitszeit von erlaubten 40 Stunden zu kommen, gesetzlich zu erhöhen.

    “nachdenken” ist ja, sehr gut, Sie sollten sich daran ein Beispiel nehmen. Aber “nachdenken” besagt ja nichts darüber, ob das Ergebnis dieses “nachdenkens” auch Realität wird, oder nicht.
    Können Sie folgen?

    Nehmen Sie sich selber als Beispiel:
    Sie denken permanent darüber nach, wie man die faschistischen marxistischen Ideale einführt. Aber sind diese eingeführt? Eben nicht, Gott-sei-Dank!

    Nächstes Beispiel für Ihre absurde Art, Ihre Ansichten unters Volk zu bringen:

    In #18 behaupten Sie, daß die Arbeitszeiten verlängert wurden.
    Nun, nachdem man Sie auf Ihre Dummheit aufmerksam machte, machen Sie einen Rückzieher, und geben zu, daß (wohl in Österreich) die “Normalarbeitszeit” 40 Wochenstunden beträgt.
    Also weniger, als in den 50-er und 60- Jahren, gar nicht zu reden von den Zeiten um 1850, wo 18-stündige tägliche Arbeitszeiten üblich waren, sogar am Samstag und Sonntag.

    Daß die Anzahl der Jahresurlaubstage von 10 auf 14 Tage und nunmehr auf rund 30 Tage (Sonntag und -teilweise- Samstage nicht mitgerechnet!!), unterschlagen Sie ebenfalls.

    Lug und Trug , die offensichtliche Maxime der heutzutage lebenden Marxismus-Ideologen.

  24. wollecarlos

    @Lodur
    Originalton LODUR #24:
    “@rubens
    Im Gegensatz zu Ihnen bin ich ökonomisch gebildet und versiert”

    Originalton LODUR # 17:
    “Löhne und Sozialleistungen werden gesenkt.”

    Originalton LODUR # 26:
    “Die Lohnquote am Volkseinkommen sank in Österreich von 1995 bis 2011 von 76 auf 68 Prozent.”

    Da vergleicht dieser “ökonomisch gebildete und versierte” Wirtschaftweise reale Zahlen mit Quoten!

    Kein Wunder, daß Marx und Consorten kein Bein auf die Erde bringen.

  25. Lodur

    @wollecarlos
    Sie sind und bleiben ein Ignorant! Selbst Statistiken, harte Fakten und Zahlen gelten für Sie NICHT.

    “Die Lohnquote am Volkseinkommen sank in Österreich von 1995 bis 2011 von 76 auf 68 Prozent.”

    Das heißt, dass der Anteil der Löhne am Volkseinkommen um 8% sank.

    “Löhne und Sozialleistungen werden gesenkt.”

    Das bezieht sich auf die jetzige Steigerung der “Wettbewerbsfähigkeit” der krisenhaften Volkswirtschaften von Griechenland, Spanien, Portugal und Italien, denn dort kam es zwischen 2001 und 2010/11 zu Einkommens- bzw. Lohnsteigerungen, die in der Relation zum Wachstum der dortigen Produktivitätsraten zu hoch waren, sprich den Profitbedürfnissen des dort investierenden Kapitals zuwiderliefen.

    Und meine Kommentare bezogen sich darauf, dass in Österreich nicht nur die Reallöhne, sondern auch der Lohnanteil am Volkseinkommen sank. Deshalb habe ich diese Fakten in zwei unterschiedlichen Kommentaren gepostet, damit keine Missverständnisse entstehen. Aber “geistige Leuchten” wie Sie glauben, dass sie mit ihrer Rabulistik besonders gebildet wirken, wenn sie alles bewusst missverstehen und nach ihrem eigenen Gutdünken verdrehen, so wie es ihnen in den Kram passt.

    Mit Ihnen gebe ich mich ab jetzt nicht mehr ab. Sie können mir antworten so viel Sie wollen. Ab jetzt ignoriere ich Sie für immer. Mit unsachlichen, ungehobelten Karikaturen von Bildungsbürgern, die alles nach ihrem Belieben verdrehen und umdeuten, dabei auch noch glauben, besonders gebildet zu sein, kann und will ich nichts zu tun haben.

  26. wollecarlos

    @Lodur
    Wie oft haben Sie schon geschrieben..:
    “Mit Ihnen gebe ich mich ab jetzt nicht mehr ab.”

    Aber Ihr Mitteilungsbedürfnis ist größer, als Ihr Lernbedürfnis.

    Und außerdem:
    Wenn nicht ICH mich -aus christlicher, mitleidiger Nächstenliebe- mit Ihnen befassen würde, wer dann?

    Es ist außerdem belustigend, wenn Jemand, der von sich behauptet “ökonomisch gebildet und versiert” zu sein, Quoten und reale Zahlen durcheinanderbringt.

    Aber solche Dinge sind wir ja von Ihnen gewohnt.

    Bis später, denn -ich wette- Sie werden weiterhin wie eine Klette an diesem Blog (und an mir) haften bleiben wollen.

  27. Lodur

    @wollecarlos
    “Es ist außerdem belustigend, wenn Jemand, der von sich behauptet “ökonomisch gebildet und versiert” zu sein, Quoten und reale Zahlen durcheinanderbringt.”

    Sind Sie so blöd oder tun Sie bloß so? Seit wann sind Quoten in Zahlen ausgedrückt keine realen Zahlen? Ihnen mangelt es sogar an den Grundlagen der Arithmetik und Zahlenlehre. Was Sie meinen sind offensichtlich Nominallöhne. Und von denen habe ich nie etwas im Österreich-Kontext geschrieben. Ich behandelte die Reallöhne, also die inflations- bzw. kaufkraftbereinigten Löhne. Im Kontext von Griechenland, Spanien und Portugal sinken jedoch im Zuge der Sparmaßnahmen sogar die Nominallöhne. Und da der sinkende Lohnanteil am Volkseinkommen mit sinkenden Reallöhnen zusammenhängen kann, jedoch nicht muss, habe ich diese Phänomene in unterschiedlichen Kommentaren behandelt.

    So, jetzt habe ich alles geklärt. Ab jetzt ignoriere ich Sie wirklich!

  28. wollecarlos

    @Lodur
    Sehen Sie, die Wette habe ich gewonnen!
    Und Sie SCHON WIEDER verloren !

    Wie sagt man so schön zu Ihnen?

    Sie sind ein LOOSER

  29. wollecarlos

    @Lodur
    Schon mal gehört?

    Selbst wenn die Quote sinkt, kann das Realeinkommen steigen.

    Und in der Realität war und ist es ja auch so…!

    Aber das ist für einen “ökonomisch gebildeten und versierten” Dummbatz, wie Sie einer sind, wahrscheinlich zu hoch.

  30. wollecarlos

    @ Lodur
    Ich berichtige # 32:

    Sie sind ein LOOSER.
    Im wirtschaftlich-politischen Teil Ihrer Existenz.
    Im Privaten -was ich nicht beurteilen kann- mögen Sie ein nettes Kerlchen sein.

  31. Lodur

    @wollecarlos
    “Selbst wenn die Quote sinkt, kann das Realeinkommen steigen.”

    Korrekt, z. B. bei sinkender Inflationsrate.

    Allerdings sind in Österreich und in vielen anderen EU-Mitgliedsstaaten die Realeinkommen laut offiziellen Statistiken in den letzten 10 – 15 Jahren gesunken.

    “Sie sind ein LOOSER.
    Im wirtschaftlich-politischen Teil Ihrer Existenz.
    Im Privaten -was ich nicht beurteilen kann- mögen Sie ein nettes Kerlchen sein.”

    Sie sind abslout widerlich. Beleidigend, provokant und Fakten ignorierend. Wirtschaftsblatt, Wiener Zeitung oder die Statistik Austria lügen wohl in ihren Augen. Sie sind nur ignorant und provokant.

    Langsam frage ich mich, warum Sie trotz Ihrer fortwährenden Beleidigungen nicht gesperrt werden. Bei anderen hier postenden Usern reichte dafür weitaus weniger.

    Jetzt ignoriere ich Sie WIRKLICH für IMMER!

  32. wollecarlos

    @Lodur
    @Lodur
    Wie oft haben Sie schon geschrieben..:
    “Mit Ihnen gebe ich mich ab jetzt nicht mehr ab.”

    Nun heißt Ihr Schlag – Wort “Jetzt ignoriere ich Sie WIRKLICH für IMMER!”

    Aber Ihr Mitteilungsbedürfnis ist größer, als Ihr Lernbedürfnis.

    Und außerdem:
    Wenn nicht ICH mich -aus christlicher, mitleidiger Nächstenliebe- mit Ihnen befassen würde, wer dann?

    Es ist außerdem belustigend, wenn Jemand, der von sich behauptet “ökonomisch gebildet und versiert” zu sein, Quoten und reale Zahlen durcheinanderbringt.

    Aber solche Dinge sind wir ja von Ihnen gewohnt.

    Bis später, denn -ich wette- Sie werden weiterhin wie eine Klette an diesem Blog (und an mir) haften bleiben wollen.

    Übrigens: Die von Ihnen genannten “offiziellen Statistiken der letzten 10 – 15 Jahren hätte ich gerne mal benannt.
    Wirklich…. !

  33. Libertas

    Dieser wollecarlos wird langsam wirklich peinlich. Er tut mit seinem provokanten Gehabe und seiner Rabulistik wirklich keinem einen Gefallen, und schon gar nicht dem Liberalismus. Herr oder Frau Lodur hat NIE Quoten und Reallöhne durcheinander gebracht, da er den sinkenden Anteil der Löhne am Volkseinkommen und die sinkenden Reallöhne in unterschiedlichen Postings behandelt hat. Abgesehen davon sind in Zahlen ausgedrückte Quoten auch reale Zahlen, oder etwa nicht? Mir kommt der Verdacht auf, dass dieser unsachliche Querulant nicht einmal den Unterschied zwischen Real- und Nominallöhnen kennt bzw. nicht weiß, was das per definitionem eigentlich ist.
    Anstatt dass Herr wollecarlos das unsägliche Fiat-Money-System, die hemmungslose Schuldenpolitik der Regierungen und die nicht marktkonforme Rettung von “systemrelevanten Banken” als Ursache für diese Entwicklungen einwirft, und nicht das Versagen der kapitalistischen Marktwirtschaft dafür verantworltich macht wie Lodur, unterstellt er ihm Argumente, die er so nie gebracht hat.
    Entweder kann Herr wollecarlos nicht sinnerfassend lesen oder er will seine Unkenntnis durch lächerliche, peinliche, stumpfsinnige Provokationen kaschieren.

  34. kh80

    @Libertas
    Jedes Wort an diese Witzfigur ist sinnlos. Der Typ will nur provozieren. Leidet wahrscheinlich an Einsamkeit und giert nach Aufmerksamkeit. Und das um jeden Preis. Um den der Vernunft, Ernsthaftigkeit, Höflichkeit und Sachlichkeit.

  35. Libertas

    @kh80

    kh80 :
    Der gehört in die Geschlossene, falls er nicht schon von dort aus postet.

    Na geh, nicht so streng sein. Schließlich gibt es ja die offene Psychiatrie für diejenigen, die für sich und andere keine Gefahr darstellen. 😉

    Der Herr wollecarlos ist einfach nur ungebildet und peinlich. Statt sachlicher Argumenten kann er deshalb nur rabulistische Unterstellungen liefern.

  36. wollecarlos

    Lodur…

    Wenn das der olle Karl wüsste, daß einer seiner Jünger Kapitalist ist…!
    Pseudonym-Kapitalist!

  37. kh80

    Der Kasperl muss immer das letzte Wort haben, egal wie entbehrlich es auch sein mag.

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