7 comments

  1. Klaus Kastner

    Wenn man Amerikaner wie z. B. Bernie Sanders oder AOC im Fernsehen sieht und hört, könnte man tatsächlich meinen, der Sozialismus à la Venezuela steht in Amerika vor der Tür. In Wirklichkeit ist vieles von dem, was diese beiden fordern, für uns in Österreich Selbstverständlichkeit. Z. B.: staatliche Krankenversicherung für alle (und Versicherungsbeiträge von allen), kostenlose Bildung (inkl. Universitäten), etc. Dass jetzt noch ein New Green Deal dazugekommen ist, ist eine Zeiterscheinung, die wir auch in Europa erleben.

    Über die Jahre hinweg hat man Amerika kritisiert, dass es dort keine allgemeine Krankenversicherung gibt, dass sich nur Wohlhabende leisten können, ihre Kinder auf Universitäten zu schicken bzw. dass Studenten beim Studienabschluss wegen ihrer Schulden pleite sind, etc. Man muss aufpassen, dass man jetzt nicht etwas Sozialismus nennt, was gar kein Sozialismus ist.

    Wenn aber jemand wie Kevin Kühnert die Vergemeinschaftlichung von BMW und anderen fordert, na, dann sind wir schon im Sozialismus.

  2. astuga

    Ja und nein.
    Die oftmals als New Democrats gehandelte Linke hat durchaus auch weitergehende und radikalere Agenden.
    Und angesichts des Zustandes und der enormen Geldverschwendung, sowohl in unserem Kranken- wie Bildungssystem, muss man sich fragen, wie lange das noch gut gehen wird. Anderswo in der EU funktioniert der Sozialstaat ja sogar noch schlechter.
    Das wird von Leuten wie AOC und Bernie natürlich komplett ausgeblendet und verschwiegen.
    Übrigens kommen fast alle Fortschritte im Gesundheitsbereich bzw der Medizin gerade aus den USA.
    Und in den USA müssen sich die zigtausenden Studenten mit nutzlosen akademischen Abschlüssen diese wenigstens auch selbst bezahlen.
    Soll aber natürlich nicht heißen, dass die USA jetzt in allem als Vorbild gesehen werden sollten.

  3. astuga

    Ergänzung: die Ausgangslage ist zudem in den US-Bundesstaaten bei allem sehr unterschiedlich.
    Wie ja etwa auch einige Bundesstaaten die Todesstrafe früher abgeschafft haben als die Europäer…
    Kalifornien kann man mittlerweile mit Fug und Recht als sozialistischen Alptraum bezeichnen (illegale Migranten haben dort zB. Anspruch auf kostenlose Gesundheitsversorgung).
    Selbst nach unseren Massstäben.

  4. Mourawetz

    In unserem Bildungssystem passiert genau das gleiche wie ehemals in den kommunistischen Ländern. Es wird am Markt vorbei produziert. Statt Berufe, die am Arbeitsmarkt benötigt werden, gibt es Orchideenfächer

  5. Kluftinger

    @ Mourawetz
    Die Orchideenfächer sind nicht das Problem, sondern die Anzahl jener die diese Fächer studieren.
    Während die absolute Zahl der Unistudenten steigt, bleibt die Anzahl der Technik-Studenten in etwa gleich.
    Das ist das Problem. (Da haben wir noch nicht über die Qualität der Lehre gesprochen).

  6. Mourawetz

    @Kluftinger
    Wie kann es dann sein, dass unzählige Fachkurse privat zu horrenden Preisen angeboten werden? Die Uni ist zwar gratis aber unbrauchbar. Bildung muss gratis sein?

  7. sokrates9

    Mourawetz@ Unser Bildungssystem zielt vor allem darauf ab die zugewanderten Halbalphabeten zu integrieren. Die sind schuld, dass wir unter OECD – Niveau “grundeln” Dass es aber darum gehen müsste eine Elite zu fördern um in die Nähe der asiatischen Schüler zu kommen, auf so eine Idee kommt im gleichmacherischen österreichischen sozialistischen Scuhlsystem niemand!

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