Den “Kapitalismus-Kritikern” gewidmet

Was ist das Elend des ‚Frühkapitalismus’ Englands gemessen an den schrecklichen Opfern des kommunistischen Experiments, und was bedeutet die kurze Spanne, in der damals die Engländer auf die Steigerung des Massenwohlstandes und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu warten hatten, gegenüber dem langen … Leidensweg der Massen des kommunistischen Staates? (Wilhelm Röpke)

6 comments

  1. Thomas Holzer

    Politischer Eigennutz war und ist und wird niemals edler sein als wirtschaftlicher Eigennutz; der wesentliche Unterschied zwischen den Zweien besteht darin, daß Ersterer wesentlich mehr Menschenleben auf dem Gewissen hat (auch wenn die Politikerdarsteller, welche den politischen Eigennutz als gesellschaftlichen Eigennutz predigten und leider weiterhin predigen, natürlich ein ziemlich unausgeprägtes Gewissen ihr Eigen nennen dürfen)

  2. Fragolin

    Das Elend des Frühkapitalismus führt in den Wohlstand, es geht bergauf. Das Aufzehren des Wohlstands im Kommunismus fürht in das Elend, es geht bergab. Das ist der Treppenwitz daran: ausgerechnet jene, die den Kapitalismus stürzen wollen, um den Fortschritt zu bringen, stürzen die Menschen in Rückschritt und jene, denen sie Rückwärtsgewandtheit vorwerfen, machen den Fortschritt möglich.
    Und nur wenigen fällt es auf.

  3. stiller Mitleser

    das “bergauf” war für die Kämpfer der 10-hours-bill und deren Verbündete aus dem aufgeklärten Bürgertum natürlich noch nicht abzusehen, so wie das “bergauf” gegenüber den Leidtragenden einer Entwicklung von den Gewinnern ja immer behauptet wird, die Wahrheit kennt man nur ex post…

  4. Erich

    Mit dem Kommunismus (Sozialismus) ist es wie mit dem Islam: dem Volk werden unter Schalmeienklängen allerlei schöne Dinge erzählt damit niemand auf die Idee kommt, sich mit dem theoretischen Hintergrund auseinanderzusetzen. Reiner, gelebter Sozialismus bedeutet nun einmal kein Privateigentum bis hin zur Zerschlagung der Ehe und Familie; alles durch den Staat gelenkt (wobei offen bleibt, wer die “Weisen” sind, die die Anordnungen des “Staates” erarbeiten). Das funktioniert schlussendlich nur durch brutale Gewalt damit alle ihre höchstmögliche Leistung für alle anderen erbringen.
    Ich glaube, dass hier schon einmal auf Igor Schafarewitsch “Der Todestrieb in der Geschichte – Erscheinungsformen des Sozialismus” hingewiesen wurde. Speziell im 3.Teil geht er intensiv auf Marx, Engels, Bakunin u.a. ein und diskutiert, ob dem Sozialismus letztendlich nicht der Drang zur Selbstzerstörung innewohnt. Abschreckende Beispiele gab und gibt es leider genug auf dieser Welt.
    Wir sehen das an Kern und Stöger bzw. Haupt und seinem Team und vielen anderen, wie wir immer wieder glauben sollen, dass es einen sanften Sozialismus gibt, der uns viel Freiraum und Eigentum lässt und uns durch das segensreiche Wirken des “Staates” das Paradies auf Erden ermöglicht. Die Grünen rechne ich übrigens hier dazu.

  5. mariuslupus

    Nur ein geschichtlicher Vergleich: Russland zwischen 1900 und 1914, Sowjetunion 1922 bis 1941. Situation der Bauern und der Gesamtbevölkerung.

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