Den Neos gewidmet…

„Wir müssen ein neues liberales Programm anbieten, das sich an die Vorstellungskraft wendet. Wir müssen den Aufbau einer freien Gesellschaft wieder zu einem intellektuellen Abenteuer machen, zu einem Akt des Mutes. Was uns fehlt, ist eine liberale Utopie, ein Programm, das weder eine bloße Verteidigung bestehender Verhältnisse ist noch ein verwässerter Sozialismus, sondern ein wirklich liberaler Radikalismus, der die Mächtigen nicht schont, der nicht allzu pragmatisch ist, und der sich nicht auf das beschränkt, was heute politisch durchsetzbar erscheint. Wir brauchen intellektuelle Führungspersönlichkeiten, die bereit sind, sich für ein Ideal einzusetzen, mögen die Aussichten auf ihre baldige Umsetzung auch noch so gering sein. Es müssen Menschen sein, die bereit sind, an ihren Prinzipien festzuhalten und für deren volle Verwirklichung zu kämpfen, mag der Weg auch noch so lang erscheinen.

Die Aussichten für die Freiheit sind in der Tat dunkel, wenn es uns nicht gelingt, die philosophischen Begründungen einer freien Gesellschaft wieder in den intellektuellen Diskurs einzubringen; wenn es uns nicht gelingt, die Einrichtung einer freien Gesellschaft zu einer Aufgabe zu machen, die die Genialität und Vorstellungskraft unserer fähigsten Köpfe herausfordert. Wenn es uns aber gelingt, jenen Glauben an die Kraft der Ideen wiederzuerlangen, der das Kennzeichen des Liberalismus zu seinen Glanzzeiten war, dann ist der Kampf nicht verloren.“ (Friedrich A. von Hayek)

8 comments

  1. FDominicus

    Nun denn, ist neu für mich, daß ich mit zu den “intellektuellen Führungsperönlichkeiten” zählen “darf”.
    Hört sich wirklich ganz toll an, so wie der Philosph bla bla bla hat gesagt – “betet ihn an”

    Das an die Neos gerichtet, hat eine gewisse zynische Komponenten. Und wenn ich mal so nach D schaue, dann gibt’s das ein Randgruppe am Rand der politischen Parteien, die das beherzigt haben.

    Aber …

  2. Thomas Holzer

    Ob die “Führungspersönlichkeiten” der NEOS und deren Lemminge -auch Wähler genannt- diese Sätze überhaupt verstehen, wage ich zu bezweifeln.
    Und einen “liberalen Radikalismus” scheuen in diesen Zeiten sowieso fast alle wie “der Teufel das Weihwasser”.
    Was in unseren Zeiten von der Masse nachgefragt wird, so diese überhaupt etwas nachfragt, wohl eher kritiklos angenommen wird, ist sämtliches linke “Gedankengut”, welches als “Mitte” deklariert wird (siehe “Mutti Merkel”, verbunden mit überbordendem Etatismus. “Man” will ja abgeholt werden, selbst (nach)denken, nochmals (nach)denken, dann u.U. selbst entscheiden, ist ja wirklich zu viel verlangt.

  3. Anton Aushecker

    Thomas F. – nachdem das mit dem Team Stronach mit ziemlicher Sicherheit nichts mehr wird, ruhen die Hoffnungen wirklich auf der pinken Strolz-Truppe. Solange deren Jugend viel zu sagen hat, könnte es wirklich was werden. Problematisch wird es, wenn die schon bei Team Stronach und am anderen Ende bei den LIFs nicht zum Erfolg betragenden Glücksritter nun dort wieder andocken.

  4. rubens

    Ich beherzige das. Ich kämpfe. Ich hab den Mut. Meine Heimat ist Team Stronach, dort streben wir nach diesem Ideal.

    Wer macht mit?

  5. Thomas Holzer

    Tote Pferde sollte man nicht mehr reiten 😉
    Mit den Herren Lugar, Steinbichler, Hagen, den Frauen, Schenk, Dietrich, Weigerstorfer und Nachbaur ist wahrlich “kein Staat” zu machen…………..und der Herr Dr. Franz neigt ja auch zumindest ab und zu zu doch recht obskuren Aussagen……….

  6. aneagle

    Was sollen ausgerechnet die NEOSozialisten mit einem Hayektext? Dieses Etatistengrüpplein, dessen Ränder vom LIV und den Grünen schon bis zur Mitte durchwachsen sind, versteht davon kein Wort, kann eventuell mit dem Text für Pisa üben. Auch ihr strolziges Aushängemaskottchen wird den Deibel tun und seinen Parlamentssitz vorzeitig gefährden, da sei die Politikerrente davor! Nein, nein Hayek ins Regal, Neos ins Parlament !

  7. Rennziege

    Sofern ein Nudelsieb als Faraday’scher Käfig zu dienen vermag, der vor Sozialismus, Opportunismus und Wählerbetrug abschirmt, sollten nicht nur die Neos diese schmucke Kopfbedeckung tragen, um v. Mises, v. Hayek (verwegener Gedanke: eventuell sogar Adam Smith) wenígstens ansatzweise kennenzulernen.
    Dies aber auch von den Schulmeisters, Faymanns, Schellings, H.-Hoseks, Prölls und Straches zu erhoffen ist freilich vergebliche Liebesmüh. Alles Genossen in verschiedenen Kostümen.

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