8 Gedanken zu „Der 6.Juni 1944, live miterlebt

  1. Rennziege

    Vieles davon ist für mich neu, aber die Kanadier und dieser Link bringen’s mir bei.
    Ich lege eine dankbare Schweigeminute ein für die Briten, Amerikaner, Kanadier, Südafrikaner, Neuseeländer, Polen (Liste unvollständig), die zu Zehntausenden qualvoll verstümmelt wurden und starben, um Europa von den großdeutschen Gangstern zu befreien.
    Aber auch die Gegenseite verdient eine Minute des Gedenkens: Die meisten Soldaten der Wehrmacht waren keine erklärten Komplizen des “Führers”, sondern glaubten der flächendeckenden Propaganda, die alle Verbrechen verschwieg.
    Siehe dazu:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/interview-mit-guenther-rall-ueber-helden-1.408068
    (Ein aus Wien stammender Luftwaffe-Pilot, hochdekoriert, erzählt.)

  2. Thomas Holzer

    Sehr beeindruckend die Zeremonie in Quistreham, heute!
    Abgesehen vom widerkäuendem Herrn Obama

  3. Rennziege

    6. Juni 2014 – 17:15 Thomas Holzer
    Echt sensatiionell, dieser Schwanengesang Obamas. Wusste gar nicht, dass Enten zu den Wiederkäuern gehören, aber für lame ducks trifft das offenbar zu.
    Inzwischen arbeitet der einstige Messias daran, seine Frau im kommenden Herbst auf einen Senatssitz von Illinois zu hieven:
    http://www.nbcchicago.com/blogs/ward-room/Speculation-Builds-on-Michelle-Obama-Senate-Run-262032821.html
    Nicht zu vergessen: In Chicago, Illinois (wo sein Berater und Teleprompter Rahm Emanuel with a little help from from his friend mittlerweile ein höchst fragwürdiger und verklüngelter Bürgermeister ist), sammelte der ruhmreiche Barack seine einzige Berufserfahrung vor der Präsidentschaft: als community organizer, sprich: als knallroter Sozialarbeiter. Entsprechend missbraucht er das höchste Amt der westlichen Welt.
    Aber offenbar sind nun auch seine Vasallen im Weißen Haus gegen ihn. Ansonsten hätten sie ihn daran gehindert, einen längst erkannten Deserteur und Taliban-Kollaborateur als “Held” gegen fünf hochgefährliche Dschihadisten einzutauschen und ihn (samt seinen islamischen Eltern) im Rose Garden des Weißen Hauses zu feiern.
    (Laut Kompaniekollegen dieses Deserteurs mussten sechs US-Soldaten auf der zweimonatigen Suche nach dem Entlaufenen über die Klinge springen.)

  4. LePenseur

    Chère Rennziege,

    wieviele Schweigeminuten legen Sie dann für den großbritannischen Gangster und den kindergelähmten US-Sozen ein, die nach der Befreiung Europas von den »großdeutschen Gangstern« die Hälfte desselben dem sowjetrussischen Gangster in den Rachen warfen?

    Wobei die Mutmaßung nicht verwegen ist, daß Kontinentaleuropa es v.a. dem langjährigen Sperriegel Deutschland-Italien (mit seinen dezidiert bolschewikenfreindlichen Regierungen) und dem Sieg Francos im spanischen Bürgerkrieg verdankte, doch nicht flächendeckend eingerötet zu werden. Denn darauf wird gerne vergessen: Spanien hatte vor Franco ein linkes Volksfront-Regime. Ein ebensolches (wenngleich demokratischer maskiertes) herrschte in Frankreich. In Deutschland gab es vor Hitler eine der größten Kommunistischen Parteien des Abendlandes. Die britischen Labour Party war schwer marxistisch eingestellt. Der Austromarxismus Österreichs zwar eine quantité negligeable, aber eben Realität. Eine Bolschewisierung Europas war also Anfang der 30er-Jahre keineswegs unwahrscheinlich.

    Das ist natürlich keine Rechtfertigung für spätere Nazi-Untaten. Aber wer Schweigeminuten als Dank dafür einlegt, daß Soldaten starben, um Europa von den großdeutschen Gangstern zu befreien, darf diese Minuten auch zur Besinnung benutzen, darüber nachzudenken, warum die ach so edelmütig selbstlosen Westalliierten Stalin dann die halbe Beute überließen. Haben Sie dafür eine gute Idee?

    Ach, herrje, schrieb ich jetzt »Beute«? Ja! Seine Beute war der Osten, die Beute der Amis war der Westen (die Briten hatten sie schon vorher politisch längst eingesackt — bis heute »special relationship«, bekanntlich …). Da ging’s nicht um »Anspruch auf Freiheit in Blut geschrieben«, sondern um Machtinteressen. Knallhart. Wie heute in der Ukraine, in Syrien und anderswo.

    Schöne Reden passen für Hochzeiten und ggf. Beerdigungen. Aus dem berufenen Mund eines Geistlichen hat sowas durchaus seinen Charme, das bestreite ich nicht.

    Aus dem Mund eines der handelsüblichen Politgangster von heute klingt es für mich hingegen nur ekelerregend. Wie eine asketische Fastenpredigt von Strauss-Kahn …

  5. Thomas Holzer

    @LePenseur
    Das Verhalten von Churchill war vor allem der Einsicht in Realpolitik geschuldet, das Empire hat sich leider selbst! aufgegeben.
    Und ja, nicht nur damals, und nicht nur vor 1000 Jahren, sondern auch heute geht es nur! um Interessen, um Machtpolitik; nur weil alle Parteienvertreter im Deutschen Bundestag “Friede, Freude, Eierkuchen” verkünden und beschwören, und eine “moralische” Politik beschwören, heißt dies noch lange nicht, daß der Rest der Welt diesem Geschwafel folgt; die Grünen (nicht nur) haben ja den “Slogan” “lieber rot als tot” mehr als nur verinnerlicht

  6. LePenseur

    @Thomas Holzer:

    das Empire hat sich leider selbst! aufgegeben.

    Warum »leider«? Als Freiheitsfreund und Libertär-Konservativer ist mir jedes Empire weniger lieb und teuer! Wer immer noch den Traum vom »benevolent hegemon« träumt, sollte nach zwei Weltkriegen und v.a. der Zeit danach eigentlich schön langsam aufwachen …

    Möglichst viele konkurrierende Klein- und Mittelstaaten. Das bringt der Welt Fortschritt und dem Einzelnen Freiheit (oder wenigstens eine mit noch zumutbarer Mühe wechselbare Unfreiheit).

  7. Rennziege

    6. Juni 2014 – 19:14 LePenseur
    Danke für Ihre Replik, auf die ich stundenlang antworten könnte, weil Sie real- und geopolitisch gar nicht weit daneben liegen. Doch das war nicht mein Thema. Ich gedachte (und gedenke immer noch ein bisschen) der jungen Menschen, die in der Normandie verheizt wurden, oft erst um die zwanzig Jahre alt, denen ihr weiteres Leben geraubt wurde.
    An die Politiker und Generäle, in warmen Stuben weitab vom bitteren Geschehen, von ebenso ungefährdeten Lakaien bedient, habe ich keine Sekunde lang gedacht. Die waren immer schon eine Kaste für sich und sind es heute mehr denn je.

  8. Thomas Holzer

    Leider, weil, verglichen mit dem Kommunismus, das Empire wahrlich liberal war; (und ja, geschichtliche Ereignisse sollten immer aus deren Zeit “heraus” gedacht werden.)

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