Der Aufruhr der Anderen

“….Die USA besitzen immerhin noch genug Gewicht, um Israeli und Palästinenser an den Verhandlungstisch zu zwingen. Die Europäer haben nicht einmal das. Britisch-französische Planspiele für eine Einmischung in Syrien scheiterten kläglich. Die Europäer müssen sich fragen, welchen Einfluss sie im Nahen Osten noch haben und ob die Umwälzungen nicht auch eine Neubewertung des belasteten Verhältnisses zu Israel nahelegen….” (Sehr präzise Analyse der Lage im Nahen Osten in der NZZ)

2 comments

  1. aneagle

    Der NZZ Artikel unterstellt Europa und insbesondere der europäischen Aussenpolitik eine folgerichtige logisch-analytische Strategie. Nur, so etwas besitzt Europa nicht!

    Dass die Europäer in Israel die einzige Demokratie der gesamten Umgebung inclusive intakten Bürgerrechten von Frauen haben, hat sie bei der Wahl ihrer Partner in Nahost bisher nicht sonderlich beeinflußt. Dass die Werte, die Israel vertritt im wesentlichen die des westlichen Abendlandes sind, schon gar nicht.
    Und das entspricht ausnahmsweise mal ganz den Ansichten seiner Bürger und Politiker.

    So bezeichnen in Umfragen 70% der Deutschen und ebenso viele Österreicher mit schöner Regelmäßigkeit. Israel als den einzigen Grund für Krieg im Nahen Osten und arabisch-extremistischen Terror in aller Welt Allen Berichten von Gewalt + Terror von A wie Afghanistan bis S wie Saudiarabien zum Trotz, Und diese europäische Grundhaltung ist nicht auf Deutschland und Österreich beschränkt.

    Positive europäische Erwartungshaltungen und Vorurteile sind auch gegen die wirklichen Ergebnisse arabischer Frühlingsrevolutionen, Bürgerkriege und machtstrategischen Miliztruppen wie Taliban, Hisbollah etc. gänzlich immun. Wer Interviews mit Lady Ashton hört fragt sich nicht nur auf welchem Planeten diese Dame lebt, sondern hat auch eine Antwort darauf, warum Europas Ansichten so wenig Beachtung finden.

    Gut, auch Frau Reding hat sichtlich ihre ganz eigene Welt, aber das ist innereuropäisch, da muß man sich nicht laufend fremdschämen. Europa aber muß sich vorhalten lassen jahrelang einer kläglich larviereden Nahostvision anzuhängen, die bisher niemandem von Nutzen war und ist. Und solange Europa zu eitel (und wahrscheinlich zu uninteressiert ) ist, eine zumindest für Europa nützliche Linie zu entwickeln, gilt das Sprichwort: “Schweigen ist Gold”.

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