Der Aufstand der Industrie

Von | 23. Dezember 2015

“….Wenn die industrielle Basis wegbricht – was mittelfristig bei einem Anhalten der wirtschaftspolitischen Lähmung durchaus im Bereich des Möglichen liegt –, dann werden das alle spüren….” (hier)

11 Gedanken zu „Der Aufstand der Industrie

  1. sokrates

    Verlängerung der Sanktionen gegen Rußland! Wo gibt es da Diskussionen, die EU bestimmt, eh wurscht sind halt 40.000 Arbeitsplätze weniger!
    Dafür wurde ein oberösterreichischer Mostbauer bestraft, weil er “ungestempelte”Eier verwendete! Die Argumentation diese Eier kommen von glücklichen Hühnern aus der Umgebung, da kann man sich keine Stempelmaschine leisten, wurde mit dem Hinweis dann verwenden sie halt Eipulver beendet! ( Eipulver kommt zu 90% aus der Ukraine wo Hühner in Käfigen, massiv gefördert von der EU, gehalten werden…)

  2. Falke

    Noch viel schlimmer geht es (oder wird es ab 2016) den KMU, die ja bekanntlich den Großteil der heimischen Arbeitsplätze sichern. Durch die großartige “Steuerreform” werden diese ja ganz besonders arg schikaniert, vor allem die Gastwirtschaft und die Hotellerie; da ist vor allem der “Wunderwuzzi” Schelling schuld, aber natürlich auch Pühringer, der erstens im Vorstand der ÖVP sitzt und zweitens sogar Mitglied der “Steuerreformkomission” war.

  3. Michael Haberler

    mich hat’s eh gewundert, dass die solange still halten und nicht schon längst einen Aufstand angezettelt haben, der sich gewaschen hat

  4. mariuslupus

    Empfohlene Lektüre: NZZ , 23.Dezember 2015 ” Bonjour Tristesse “, Seite 27, zum Niedergang der französischen Industrie. Die Produktion der französischen Autoindustrie hat sich seit 2000 halbiert. Erfolg der Sozialisten in Frankreich. Exempla trahunt, Sozialisten aller Länder vereinigt euch. Ziel: Desindustrialisierung. Folge: Steigende Arbeitslosigkeit. Nächste Folge: Zunahme der Sozialhilfeempfänger.
    Wo wollen die Sozis hin ?

  5. Ehrenmitglied der ÖBB

    Es müsste schon mit dem Teufel zugehen,wenn sich die Sorgen der Oberösterreicher nicht bis zum oberösterreichischen Wirtschaftsminister durchsprechen würde. Und der stets lächelnde allmächtige Kammerpräsident dürfte auf Nachhauseweg in sein Heimat-Bundeland auch etwas davon erfahren?
    Aber politisch haben die Industriellen richtig agiert, bei den beiden Vorgenannten verpuffen derartige Argumente, beim Sepp in Linz eher nicht!

  6. Mona Rieboldt

    @mariuslupus
    “Zunahme der Sozialhilfeempfänger”
    Bei Steigerung der Arbeitslosenzahlen wird der Staat da kaum noch Geld haben für Sozialhilfeempfänger. Der Staat hat kein Geld, nur das, was er der Bevölkerung unter Androhung von Strafen, abnimmt. Und ob die Deutschen dann bereit sind, derart viele Asylanten auszuhalten, wage ich zu bezweifeln. Auch in Deutschland kann die Wirtschaft schlechter werden.

  7. mariuslupus

    @Mona Riebold
    Keine Angst die Deutschen werden weiter vor der Obrigkeit kuschen. Nicht den Sozialhilfeempfänger geht es an den Kragen, sondern dem Mittelstand. Die Sozialhilfeempfänger und die Emigranten sind die zukünftige Stütze des Staates.

  8. gms

    Leitw.lf,

    > Najoo … vielleicht spüren wir das ja längst.. [der-seltsame-umsatzsteuerschwund]

    Gute Analyse von Flassbeck, doch leider unvollständig, zumal sie aussenhandelsbedingte Veränderungen nicht berücksichtigt. Nichts liegt mir ferner, als ausgerechnet einem staatlichen Auftragslügner wie Konrad Pesendorfer beizuspringen, aber unsere Handelsbilanz, obwohl seit Ewigkeiten defizitär, entwickelt sich in den letzten Jahren günstiger, was ein Verringern der Umsatzsteuereinnahmen in Relation zum BIP zumindest partiell erklärt. Zugleich greift in den letzten Jahren ein weiterer Effekt, wonach Erwirtschaftetes vermehrt zur Schuldenrückzahlung genutzt wird (Stw.: Verringerung der Giralgeldmenge) und Gelder zugleich auf Kosten des mehrwertsteuerplichtigen Konsums in anders belastete Güterklassen fließen.
    Ebenfalls nicht berücksichtigt wurde die sinkende Sparquote der Privaten, wobei dies allerdings die amtlichen Zahlen eher wieder blasser aussehen läßt.

    Egal wie man’s dreht und wendet und welche Aspekte man zur Nachschärfung noch einbezieht, der Befund, wir würden zwar immer mehr erwirtschaften, davon aber in Relation für uns selbst zunehemend weniger nutzen können, wird von Gefühl und Statistik gleichermaßen gestützt.

    Die Schattenwirtschaft läßt sich ziemlich korrekt abschätzen, wie nahezu idente Ergebnisse bei unterschiedlichen Verfahren zur Ermittlung nahelegen. Schattenwirtschaft wird offiziell ins BIP eingerechnet, wobei unlängst die Bemessungsgrundlage EU-konform hierfür sogar vergrößert wurde. Zugleich war die Steuermoral in Österreich, verglichen mit anderen OECD-Ländern, denkbar gut, bloß übertroffen von Schweiz und skandinavischen Staaten, weshalb auch hier noch einiges Potential steckt und wohl auch zunehmend genutzt werden wird.

  9. Leitwolf

    @gms “leider unvollständig, zumal sie aussenhandelsbedingte Veränderungen nicht berücksichtigt”

    Das ist eher nicht so. Die Frage ist ja, wie sich die Steuerbasis in Relation zum BIP verhalten hat. Darauf könnten viele Faktoren Einfluß haben, der Außenhandel wäre nur ein kleiner Teil davon. Aber wie da schon geschrieben steht, sei das nunmal nicht so.
    Und was die Schattenwirtschaft angeht, stellt sich das auch problematisch dar. Denn in der Relation USt/BIP kann das ja nur dann zu Verzerrungen führen, wenn diese zwar keine Steuern zahlt, aber sehr wohl das BIP erhöht.

  10. gms

    Leitw.lf,

    “[leider unvollständig, zumal sie aussenhandelsbedingte Veränderungen nicht berücksichtigt]
    Das ist eher nicht so.”

    Doch das ist so. Sie sind von Belang und wurde nicht berücksichtigt.

    “Die Frage ist ja, wie sich die Steuerbasis in Relation zum BIP verhalten hat.”

    Keine Ahnung, was die Frage /ist/, gefragt war die Relation zwischen BIP und abgeführter Umsatzssteuer respektive deren Entwicklung in der Vergangenheit und mögliche Erklärungen hierfür.

    “Darauf könnten viele Faktoren Einfluß haben, der Außenhandel wäre nur ein kleiner Teil davon.”

    Sie werden lachen, einige weitere Faktoren habe ich sogar oben angeführt und dabei den Außenhandel als /zumindest partielle/ Ursache genannt.

    “Aber wie da schon geschrieben steht, sei das nunmal nicht so.”

    ?!

    “Und was die Schattenwirtschaft angeht, stellt sich das auch problematisch dar. Denn in der Relation USt/BIP kann das ja nur dann zu Verzerrungen führen, wenn diese zwar keine Steuern zahlt, aber sehr wohl das BIP erhöht.”

    Auch daß die Schattenwirtschaft ins BIP eingerechnet wird, wurde mit ergänzenden Worten bereits genannt, und ja, das führt ebensfalls zu einem Auseinandergehen von abgeführter Ust und BIP.

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