“Der Aufstieg der Verrückten und Ahnungslosen”

“….Das Problem des Kontinentes liegt im Zustand der EU. Diese hat sich infolge einer unglückliche Kombination von falschen Entscheidungen an der Spitze und dem unkontrollierten Gewährenlassen einer sich selbst dienenden Bürokratie in eine Richtung bewegt, wo sie Gefangene der von ihr selbst geschaffenen Realitäten ist….” (lesenswert, hier)

15 comments

  1. Thomas Holzer

    “Die EU sei eine grossartige Idee gewesen, dann sei sie aber zu Tode geritten worden”

    So ist es, und nicht anders; leider aber versuchen die derzeitigen Politikerdarsteller, dieses tote Pferd weiter zu reiten, wider besseren Wissens, bis es unter ihnen total zusammenbricht.

  2. sokrates9

    Thomas Holzer@ Es gibt im Internet so an die 20 Möglichkeiten was man mit einem Toten Pferd machen soll, die werden alle von der EU versucht! Die naheliegendste, das tote Pferd zu begraben, auf diese Idee kommt keiner!( Wäre ja alternativlos).
    Ich sehe noch einen größeren Fehler als die 3 zitierten: Man hat mit mit Zentralisierung einen Sozialismus/ Kommunismus Philosophie eingeführt, alle sind gleich, Wettbewerb gehört ausgeschaltet, wir haben uns alle lieb. Mit Bolognia wurden die Universitäten nivelliert, man braucht Zensur und Denkverbote damit alle das große Glück der EU preisen!

  3. Reini

    Die Geschichte hat gezeigt, dass der Reichtum das Hirn abschaltet und sich das Volk selbst eliminiert, Azteken, Majas, Ägypter, Römer, usw… der Mensch lernt nicht mit der Vergangenheit sondern macht die Gleichen Fehler in den nächsten Generationen wieder. Wie viele wollten aus Europa ein Großreich machen, es hat noch keines gehalten.
    Der Politiker muss auf seinen eigenen Posten schauen, solange er Brot und Spiele austeilt wird er gewählt und profitiert davon, … und das gierige Volk wählt den Politiker, welcher am meisten austeilt, obwohl er es gar nicht hat,… eben ein Kreislauf der Selbstvernichtung. Das Reformen sind längst überfällig wissen auch die Politiker, nur Reformen bedeuten Einsparungen, da will sich keine Partei die Wähler vertreiben,…

  4. stiller Mitleser

    Die Situation in Italien ist jetzt wirklich schlimm. Die arme Peripherie Roms (Slums mit Hütten, am Rand der Fläche aber bereits Neubauten mit luxuriösen Eigentumswohnungen) kannten Touristen ja kaum je, auch nicht, wie mühsam fare bella figura von jungen Akademikern aufrechterhalten wurde.
    Was am Artikel mit Genugtuung erfüllt: explizite Kritik an der übereilten EU-Erweiterung und deren Folgen für die betroffenen Länder wie auch das EU-Zentrum.

  5. Christian Peter

    Nicht nur die Personenfreizügigkeit ist ein Problem, sondern der gesamte 1993 eingeführte Binnenmarkt, welcher hauptverantwortlich für die immer größter werdenden wirtschaftlichen Ungleichgewichte in der EU ist. Die Länder der südlichen Peripherie benötigen nicht nur eine eigene Währung, sondern vor allem eine eigene Handelspolitik, es war ein schwerer Fehler, die Handelspolitik in Europa zu zentralisieren.

  6. Falke

    Der Autor irrt gewaltig, wenn er Orban zu den “Verrückten” oder “Ahnungslosen” rechnet. Man könnte ihn höchstens naiv nennen, weil er offenbar glaubt, dass die EU-Vorschriften, -Verträge und -Übereinkommen einzuhalten sind. Maastricht, Schengen, Dublin – Orban hält sich buchstabengetreu an die einschlägigen Bestimmungen, dazu ebenso an die GFK. Und wird dafür noch übel beschimpft, auch vom Autor dieses Artikels, der offenbar von der Praxis der EU wenig Ahnung hat, ebensowenig wie von echter Demokratie. Die jungen Demokratien aus Osteuropa (insbesondere Polen, Tschechien und die Slowakei) sind nämlich auch so “naiv”, dass sie glauben, das (eigene) Volk bzw. dessen Vertretung (das Parlament) habe zu bestimmen, während die Regierung nur das ausführende Organ (die Exekutive) ist. Wer glaubt das noch bei uns? Das Hauptproblem der EU ist, dass sie sich nicht an die eigenen Gesetze hält, und das völlig folgenlos. Das war der Hauptgrund für den Brexit und für mögliche weiter Austritte.

  7. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Ich gebe Ihnen grundsätzlich recht. Solange sich die EU auf Freihandel und die Förderung von mehr Wettbewerb (Brechen von Monopolen) konzentriert hat, war sie relativ erfolgreich.

    Das Projekt der politischen Union ist hingegen ein totales Desaster, das sofort gestoppt werden muss, um großes Unheil von den circa 500 Millionen Menschen in Europa abzuwenden.

    Die “Notwendigkeit” vom Euro hat man nach außen hin zunächst ökonomisch “argumentiert”, wobei den meisten Beteiligten von Anfang an klar war, dass es in Wahrheit nicht um die Ökonomie, sondern um die Politik ging. Das geht nicht zuletzt auch aus den recht merkwürdigen Vorgängen rund um die Euro-Einführung hervor.

    Griechenland ist – EU-“Recht” hin oder her – deshalb nicht aus dem Euro geflogen, weil sonst einige Details der Modalitäten rund um die Euro-Einführung an die Öffentlichkeit gelangt wären, von denen die EU-“Bürger” besser nichts wissen sollten.

    Ähnlich sieht übrigens auch die Sache mit der Türkei aus: es gibt einen formellen Pseudo-Deal für die Öffentlichkeit und den informellen, realen Deal, der nicht an die Öffentlichkeit gelangt.

    Man wird die Abwärtsspirale in Europa nicht stoppen, wenn man lediglich Positionen einnimmt, die in im Gegensatz zu offiziellen EU-Positionen in der Vergangenheit stehen. Man sollte nicht vergessen, dass die politische EU als vermeintlicher “Ausgleich” für die früher angeblich “wirtschaftslastige” EWG konstruiert wurde.

    Man muss die Mogelpackung durchschauen: wie beim TTIP ist in der Verpackung nicht das drinnen, was auf der Verpackung drauf steht.

    Gegenwärtig basteln die Brüssler Zentralbürokraten an einer europäischen “Sozialunion” als vermeintlichen Ausgleich für angeblich “nationalistische” Strömungen in den Mitgliedsstaaten. Für dieses Wahnsinnsvorhaben holen sich die Sozialisten sogar den Segen vom Marxisten im Vatikan ab.

    Also noch mehr Sozialismus als Antwort darauf, dass die Bürger den Sozialismus ablehnen.

  8. Rennziege

    5. April 2017 – 15:11 — Selbstdenker
    Die ventilierte Sozialunion ist nur ein anderes Wort für die infame Transferunion: eine weitere Hintertreppe zur Europäischen Union wie schon die EZB und der EUGH, die Euro-Rettung um jeden vertragsbrüchigen Preis, die unbegrenzte Binnenmigration, die Aufnahme aller jener, die das Wort “Asyl” aussprechen können — allesamt kriminelle Vorhaben.
    Zu diesen sagt das (einstweilen noch) geltende Recht: “Schon der Versuch ist strafbar.” Für die EU-Fetischisten gilt das nicht; selbst nach vollendeten Straftaten, und deren haben sie viele angehäuft, bleiben sie unbeleckt, bei vollen Bezügen. Mit diesen Privilegien ist leicht Verbrecher sein. 🙂
    Aber ein Großteil der EU-Bürger blickt immer noch, wohlweislich uninformiert und lammfromm gehalten, auf dieses Sodom (Brüssel) und Gomorrah (Strassburg). Wohl bekomm’s, wem das noch schmeckt!

  9. Oliver H.

    Peter Kurer in der Basler-Zeitung: “Die Leute sind unsicher, übel gelaunt, oftmals zornig, wissen nicht, wohin die Reise geht.”

    Wo die Reise hingeht, wurde vor Jahrzehnten schon abgezirkelt. Wollten die Leute berechtigt grantig sein, dann entweder über das eigene Unvermögen, das Ablaufende rechtzeitig zu erkennen, oder alternativ, sich vom politmedialen Komplex hinters Licht führen haben zu lassen.

    Ohne vernehmbares Echo verabschiedete das EU-Parlament vor Wochen einen historischen Entschließungsantrag zur Ausarbeitung einer Union der zwei Geschwindigkeiten, erst danach startete, siehe Junckers “5-Alternativen-Papier”, der Pseudodebattenprozess für die Öffentlichkeit, begleitet vom üblichen Astroturfing, aufdaß grasbewurzelt abertausende Leute zeitgleich auf den Straßen “für Europa glühen”.

    Und damit die einfachen Leute auch wirklich eine echte Auswahl haben, versorgen die Linken in allen Parteien sie mit Alternativen: “Wollt ihr, liebe Bürger, eure Souveranität abgeben (a) in der Sozialunion, oder (b) in der Verteidigungsunion, mit einem EU-Heer und fremden Frontex-Truppen, die eure Staatsgrenzen bewachen und nebenbei unter dem Deckmantel des Asylwesens die Migration koordinieren?”

    Fake-News, Fake-Opinions, Fake-Demoskopie und einmal mehr Fake-Opposition, wo man sich auf offener Bühne bloß darum in die Haare kriegt, über welche Bande gespielt das Land im Schmelztiegel zu versenken sei. Darüber sollten die Leute zornig sein und ebenso über die Garantie, über Grunsätzliches nicht mitreden zu dürfen.

    Abstimmungen wird es keine geben, wenn die Staatslenker der “willigen” Länder demnächst die Vertiefung vollziehen. Sollten dennoch erwartbar Bürger aufmucken mit der plausiblen Behauptung, sowohl die Sozial- als auch die Kriegsunion bedürften der Zustimmung an der Wahlurne, zumal die Abstimmung zur EG von 1994 das Mandat weder für einen kommenden roten noch einen schwarzen “Vertiefungsschritt” hergäbe, dann wird die Antwort lauten:
    “Über den Vertrag von Lissabon wurde auch nicht abgestimmt, und in diesem ist die nächste Stufe bereits angelegt. Alle Änderungen können innerhalb der aktuellen Regelwerke vollzogen werden und außerdem ist die EU in einer Krise, und in Krisenzeiten darf man das Volk sowieso nicht verbindlich befragen, da reichen unsere eigenen Umfragen.”

    Heute ist der 5te April 2017. Jeder, der auch nur gelegentlich einen Blick hinter die politischen Kulissen wirft, kann die Zukunft antizipieren und vorwegnehmen, was uns von oben herab demnächst verklickert werden wird. Mit bürgerlichen Grant oder auch Zorn alleine wird dem nicht beizukommen sein, denn ist der Ball erstmal eingelocht, haben die roten und schwarzen Mohre das ihnen zugeordnete, alles entscheidende Plansoll erfüllt.

  10. mariuslupus

    Ist die Überschrift “Der Aufstieg der Verrückten und Ahnungslosen” als Provokation gemeintt ? Aufgestiegen
    sind in den EU Ländern nur die Opportunisten und die Linken Ideologen. Dass sind keine Verrückten, und schon überhaupt nicht ahnungslos. Die zu absoluten Macht strebenden zukünftigen Despoten haben einen Plan, ein Ziel und eine Strategie wie sie ihr Ziel erreichen.
    Abgestiegen ist die ganze ehemalige bürgerliche Gesellschaft, oder was von ihr noch übrig geblieben ist.

  11. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Leider nicht wahr, der Freihandel ist in Europa genauso gescheitert wie die politische Union. Wer 25 Jahre nach Einführung des EU – Binnenmarktes etwas Anderes behauptet ist entweder doof oder ignorant.

  12. Johannes

    Einspruch euer Ehren, nicht Orban und auch nicht Kaczynski auch nicht die Anderen(? )sind Verrückte oder Ahnungslose! Sie sind die einzigen Lichter in Europa, frei gewählt und klug. Sie halten sich an die EU Gesetze und werden dafür geprügelt, das sagt alles über die verkommene Kultur unserer europäischen Werte aus. Wer Stabilitätskriterien bricht, wer Schengengrenzen der Lächerlichkeit Preis gibt wird gefeiert. Wer 90 000 Migranten aufnimmt in einem Jahr wird von Junker ohne Rücksicht auf noch mehr verpflichtet, das ist der eigentliche Wahnsinn. Lassen sie meine Osteuropäer in Ruhe, diese Menschen sind tüchtig bescheiden und stehen mit beiden Beinen am Boden der Realität.
    Sie sollten sich nicht anmaßen so über diese Leute zu urteilen, nicht jeder ist als Schweizer geboren, aber eines weiß ich ganz gewiss diese Osteuropäer haben viel Potenzial und jeder weiß das sie nicht Almosenempfänger sind sondern das jeder Euro sich für westliche Firmen dort bezahlt macht. Die arrogante Meinung weil sie EU Förderungen bekommen müssen sie jeden Blödsinn mitmachen ist so etwas von dumm, das ansehnliche Wirtschaftswachstum der Osteuropäer ist ein Gewinn für alle, vor allem für westliche Konzerne.

  13. Christian Peter

    @Johannes

    ‘Vor allem für westliche Konzerne’

    Das ist wahr, vor allem Agrarkonzerne wie Monsanto & Co machen in Osteuropa blendende Geschäfte. Einheimische Osteuropäer sprechen in diesem Zusammenhang von Landraub.

  14. sokrates9

    Johannes@ Stimme ihren Aussagen voll zu! Die Osteuropäer haben schon die kommunistische Diktatur genossen und sehen jetzt in dieser EU die selben Tendenzen! Sollte Europa noch ” die Kurve kratzen” dann sicher nur mit ideologischer Hilfe dieser Staaten!

  15. aneagle

    Herrn Kurers Ansicht die Oststaatenerweiterung wäre ein Fehler und ihre Führer Verrückte, entbehrt nicht einer gewissen Überheblichkeit. Es soll ja Europäer geben, die Visegrad für eine Chance halten die EU gerade noch zusammenzuhalten. Ev. können diese sich auch vorstellen, dass abgehalfterte UBS Präsidenten in ihrer abgehobenen Realitätsferne nicht mehr ganz bei Trost sind? 😉

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