Der Ausgestoßene der Woche: Richard Dawkins

Der Historische Verein am Trinity College Dublin hat eine Redeeinladung an den Wissenschaftler Richard Dawkins zurückgezogen, und als Grund dessen „Ansichten zum Islam und sexueller Nötigung“ angeführt. Der Auftritt des Gelehrten könne deren geistigen „Komfort“ beeinträchtigen. Sensible Nachwuchsgelehrte sollen nicht durch kontroverse Thesen traumatisiert werden./ mehr

9 comments

  1. Wolfgang Brunbauer

    Das Redeverbot der Korrekten breitet sich weiter aus. Es wird logischerweise zum Denkverbot. Die drei Affen lassen grüssen. Nichts hören. Nichts sagen. Nichts sehen.

  2. Gerald Steinbach

    Erschreckend ist die zunehmende Macht dieser Leute die Ausladungen, Verbote , an den Pranger stellen, …usw verordnen.
    Ein weiteres Beispiel ist der Herr Tichy der die Ludwig-Erhard-Stiftung nur mehr von außen sehen wird

  3. sokrates9

    Zeigt wie intellektuell verweichlicht und infantilisiert unsere Gesellschaft wird: Alle haben alle lieb, wenn einer nicht der Einheitsmeinung folgt wird er vernichtet!Dass die Natur eigentlich nur als Überlebenskampf besteht, wird ausgeschaltet und ignoriert.In Namibia hat man vor 10 Jahren künstliche Wasserbecken für die armen Tiere geschafen. Die Löwenpopulation nahm derartig zu dass es bald kein Futter mehr für die armen Löwen gab…

  4. Cora

    Früher hat man einen Standpunkt vertreten. Heutzutage muss man Haltung zeigen! Eine eigene Meinung, noch dazu so sarkastisch wie von Richard Dawkins vorgetragen, kann man sich nicht mehr leisten, sonst erteilt dir die Schneeflocke Berufsverbot.

  5. Herbert Manninger

    Angesichts solcher Redeverbote und Meinungseinschränkungen, staatlicherseits mit Hilfe des Hass&Hetze-§ , an dieser Stelle ein Gruß an Frau Edtstadler. erscheinen Kritiken an China, Russland usw. nur mehr absurd und scheinheilig.

  6. aneagle

    Die beliebigen Opportunisten, heuchlerischen Kriecher und skrupellosen Karrieristen sind endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Ihr gemeinschaftliches Mantra “Wir schaffen das” hat sie durch die Instanzen getrieben und erfolgreich an die Spitze gebracht. Brüssel, einst Quarantänezone für unwählbare endgelagerte Politiker, dekretiert heute abgehoben die Gesetze für den gesamten Kleinkontinent.

    Kein Wunder , dass sie ihre mühsam erworbenen Pfründe quer durch alle politischen Parteien gemeinsam verteidigen. Das ist der Kern ihrer Haltungsethik und Verlustangst macht stark. Gesinnungsethiker habe den Vorteil der mühelösen Anpassungselastizität, egal wozu (s. zB. Heiko Maas).Verantwortungsethiker halten an ihren Prinzipien fest, sie tun sich mit Unterordnung an ein gemeinsames Ziel eher schwer.

    Aber dem Planeten ist egal, wer regiert, wessen Ziele erreicht werden Das zur Durchsetzung essentielle Mindestmaß an Beweglichkeit bleibt erforderlich. Auch für Individualisten. Solange die Verantwortungsethiker zulassen, einzeln abmontiert zu werden, statt Denk- und Meinungsverboten robust entgegenzutreten, ist der Fortschritt der im Unterdurchschnitt geeinten Masse, unaufhaltsam. Ohne ein Mindestmaß an gemeinschaftlicher Organisation, zumindest gegenüber destruktiven Verboten, wird es alle noch so löblichen Einzelkämpfer eben weiter einzeln treffen. Das mag bedauerlich sein, aberdie Chance zur Erkenntnis hatten sie bereits mehrfach. Schaffen sie das?

  7. astuga

    “will not be moving ahead with his address as we value our members comfort above all else”.

    Bequemlichkeit im Denken als neuer intellektueller Standard.
    Gegeben hat es das freilich immer, aber zur Tugend wird es erst heutzutage erhoben.
    Schöne neue Zeiten… oh, das heißt ja zufällig beinahe brave new world…

  8. Johannes

    “„Der Gotteswahn“ argumentiert der Brite, dass es beinahe sicher keinen Gott oder Schöpfer gibt, und dass religiöser Glaube eine Art Wahn ist.“
    “Beinahe sicher“ ist für einen bekennenden Atheisten eigentlich ein Glaubensbekenntnis.

    Richard Dawkins hat den einzigen Weg gefunden wie man totalitäre Zeitgeister schier zur Weißglut bringen kann, er nimmt sie nicht ernst und entlarvt sie mit Sarkasmus. Jede dieser Kampftruppen, wie beispielsweise Antifa hasst es wenn man sie nicht ernst nimmt, sich über sie lustig macht und ihre im Grunde dümmliche Art in der sie, als schwarze Schlümpfe mit einem gewissen neurotischen Zwang zu pyromanischen Abfackelungen von Autos, Mülleimern und -wie in Hamburg- Plünderungen, als plumpe Gewaltverbrechen bezeichnet.

    Wenn ihre Versuche Einschüchterung durch Terror versagt weil man sich über sie lustig macht sind sie politisch kastriert.

    In Sachen Islam begibt er sich auf ungleich gefährlicheres Terrain, hier ist wirklich Vorsicht angesagt, so notwendig es ist die gewaltaffinen Teile dieser politischen Glaubenskampftruppe ebenso in ihrer Absurdheit darzustellen um ihr die Macht zu nehmen so ausgeliefert ist man, mitten in Europa, den Fanatikern die alle Zeit und Möglichkeit haben einen auf offener Strasse zu meucheln.
    Theo van Gogh und die zwölf Mitarbeiter von Charlie Hebdo wurden genau aus solchen Motiven ermordet.
    Die heimische Kunstszene versteckt sich in ihrem Verzicht dem Islam sarkastisch zu begegnen hinter Respekt vor Religion, in Wirklichkeit ist es die berechtigte Angst vor den Rächern des beleidigten Glaubens.
    Wenn Europa vor dieser Angst, die aus vielfachen Taten ihre Berechtigung hat, kapituliert so ist Europa nicht mehr frei und eigentlich schon in der Hand eines fremden Glaubens und die Fatwa das eigentliche Recht dem man sich nicht mehr entziehen kann wenn sie ausgesprochen wurde. Das alles, wie gesagt, mitten in Europa und keiner empört sich darüber. Nein, die Asselborns und Co. wollen noch mehr davon, wie es mir persönlich scheint.
    Wir brauchen Menschen wie Richard Dawkins damit der moralinsauren Kultur der Bevormundung ein Gegensatz geboten wird. Freiheit durch Widerspruch, ohne wenn und aber, das fehlt so sehr in unserer jakobinischen Epoche.

  9. Eugen Richter

    Der Weg zur Einheitsgesellschaft wie in Rotchina ist längst eröffnet. KPChina ist an dieser Entwicklung sehr gelegen und unterlässt keinerlei Förderungen. Hinzukommt eine breite Unterstützung der Superreichen ist gegeben, da sie um ihren Haufen Geld nicht wirklich fürchten müssen. Ganz im Gegenteil, sie können ihr Vermögen mindestens nominell vermehren. Am Ende muss Rotchina um 2048 nur noch den Sack zu machen, ist No 1 und dafür kaum Waffengewalt benötigt. Dystopische Prognose?

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