Der Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg

“…..Im vergangenen Jahr sind zehn Kernkraftwerke neu in Betrieb genommen worden, deren sieben sind umgekehrt stillgelegt worden. Die installierte Leistung ist 1,7% gestiegen, der Anteil der Kernkraft an der globalen Stromerzeugung blieb konstant auf rund 11%. Insgesamt waren Ende 2015 weltweit 442 Reaktoren in Betrieb (inklusive derjenigen Kraftwerke in Japan, die wieder in Betrieb gehen sollen). Zudem befinden sich derzeit 66 Einheiten in Bau und rund 150 in Planung. Das ist zunächst eine gute Nachricht für das globale Klima….” (hier)

8 comments

  1. Carl Schurz

    Es heisst, dass der co2-Klimagau-Hype auf die KKW-Lobby zurück gehen soll. Der Artikel kann das bestätigen. Völlig absurd das Klima schützen zu wollen, in dem man CO2 spart. Co2 ist kein Klimakiller. KKW zu bauen sollte mit sinnvollen Fakten begründet werden. Da gibt es genug. Klimaschutz ist ein witz.

  2. Reini

    … An alle Atomkraftgegner in Österreich und welche die gegen Zwentendorf abgestimmt haben – das 10 Prozent Atomstrom aus österreichischen Steckdosen kommen ist euch sicher bekannt,… oder? …
    Also ich würd mich schämen, als Atomstromgegner, von den umliegenden Schrottreaktoren Strom zu beziehen! 😉

  3. Falke

    @Reini
    Ich gestehe hiermit, dass ich damals gegen Zwentendorf gestimmt habe, allerdings keineswegs, weil ich gegen Atomstrom war (oder bin); ich war allerdings auch nicht unbedingt dafür, als Laie konnte ich mir natürlich kein Urteil bilden. Normalerweise wäre ich wahrscheinlich gar nicht zur Urne gegangen. Der einzige Grund war der, dass Kreisky diese Abstimmung offiziell auch als Beurteilung seiner Politik deklariert hatte und sogar seinen Rücktritt bei negativem Ausgang in den Raum gestellt hat. Und da war ich sofort dabei. Ohne diese Dummheit Kreiskys (alle Umfragen hatten ja ein klares “Ja” vorausgesagt) wäre die Abstimmung wohl hoch positiv ausgegangen.

  4. Rennziege

    8. Januar 2016 – 14:21 Falke
    Interessant. Ziemlich wortgleich berichtet das mein knorriger alter Herr; auch er (der Kernenergie keineswegs abgeneigt) wollte nur Kreisky in die Wüste schicken.

  5. mariuslupus

    Die Abschaltung der AKW`s in Deutschland ist nur die Spitze des Eisbergs. Der eigentliche Grund ist die Technologiefeindlichkeit der Grünen, und die Angst einer überalterten, saturierten Gesllschft vor Innovationen. Deswegen das Hohe Lied auf die Urkräfte der Natur – Sonne, Wind. Ein gedanklicher Atavismus.
    Das Hauptproblem ist aber das implizite Verbot der Forschung im Bereich der Nukleartechnologie. Die wesentlichen Fortschritte bei der Energiegewinnung , sind nur auf dem Gebiet zu erreichen.
    Nur zum Vergleich der Herrscher und ihrer Verständnis für den Fortschritt. Kaiser Franz Josef verbietet den Bau der Ghega Bahn, die rasenden Züge verursachen die Unfruchtbarkeit der Kühe am Semmering.

  6. Rennziege

    8. Januar 2016 – 20:48 mariuslupus
    “Kaiser Franz Josef verbietet den Bau der Ghega Bahn, die rasenden Züge verursachen die Unfruchtbarkeit der Kühe am Semmering.” Das stimmt nur teilweise.
    Franz Joseph (bitte mit ph, wenn’s geht) war nur anfänglich dagegen. Die Semmering- und die Tauerneisenbahn, zwei der schönsten Bahnstrecken der Welt, wurden sehr wohl mit seiner Majestät Einverständnis gebaut. Wobei anzumerken ist: Alle Geleise, Brücken und Tunnels des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurden niemals für Touristen und Handelsreisende, sondern stets strategisch, also für Soldaten, Waffen und Nachschub errichtet. Der “oide Kaiser” ahnte den großen kommenden Krieg, auf den seine Heere nur unzureichend vorbereitet waren und den er viel weniger wollte als Willem II., der ihn dazu überredete.
    (Sinngemäß zitiert aus Christopher Clark, “The Sleepwalkers”.)

  7. mariuslupus

    @Rennziege
    Wollte nur auf den Unterschied zwischen einem Herrscher des 19.Jahrhunderts und den Beherrschern des Denkens und Handelns im 21.Jahrhundert. Ist bekannt das Seine Kaiserliche und Königliche Apostolische Majestät ursprünglich Bedenken dieses Projekt betreffend hatte. Aber er hat seine Meinung geändert. Und die Semmeringbahn wurde gebaut. Wäre Kaiser Fanz Joseph so fortschrittsfeindlich wie er dargestellt wird, oder so fortschrittsfeindlich wie die EU und eine Teil der Regierungen, hätte es den wirtschaftlichen Aufschwung der Monarchie bis 1914 nicht gegeben.
    Danke für die Korrektur

  8. Rennziege

    9. Januar 2016 – 10:38 mariuslupus
    Servus! Sie sind ein höflicher Mensch, und ich danke Ihnen für interessante Beiträge und Diskurse.

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