Der Bankrott des Gouvernantenstaates

Von | 31. Oktober 2015

(von ANDREAS TÖGEL) Wer in der Alpenrepublik derzeit eine preisgünstige Flinte (Schrotgewehr) im Kaliber 12/70 oder 12/76 zu kaufen wünscht, wird möglicherweise etwas längere Einkaufswege auf sich nehmen und/oder neben dem erforderlichen Kaufpreis auch einige Geduld mitbringen müssen. Dasselbe gilt für Zeitgenossen, die gedenken, sich mit zur Selbstverteidigung geeigneter Munition im Kaliber 9mm Parabellum (das in unseren Breiten am häufigsten verwendete Faustfeuerwaffenkaliber, das auch von den Behörden eingesetzt wird) einzudecken. „Leider gerade ausverkauft.“ „Die nächste Lieferung kommt in ein paar Wochen.“ Solche oder ähnliche Auskünfte, werden derzeit von vielen Waffenfachhändlern an ihre Kundschaft erteilt. Einige Händler konnten zuletzt binnen weniger Wochen einen Jahresbedarf besagter Patronentypen absetzen.
Auch auf die Erstellung „waffenpsychologischer Gutachten“ spezialisierte Fachleute können sich über einen Mangel an Kundschaft nicht beklagen. Denn viele Bürger, die bisher nie daran gedacht haben, sich eine Faustfeuerwaffe anzuschaffen (dafür ist ein entsprechendes Attest erforderlich), überlegen es sich plötzlich anders.
Flinten erfreuen übrigens sich deshalb großer Nachfrage, weil sie sich für die Heimverteidigung gut eignen und ohne große Formalitäten angeschafft werden können, falls der Kaufwillige folgende Voraussetzungen erfüllt: Österreichischer Staatsbürger, volljährig und „verlässlich“ (d. h. unbescholten / nicht mit einem Waffenverbot belegt). In diesem Fall kann das Objekt der Begierde drei Tage nach dem Kauf (dabei handelt es sich um eine gesetzliche „Abkühlphase“, die verhindern soll, dass eine im Zorn gekaufte Waffe umgehend zur Disziplinierung des lärmenden Nachbarn oder des aufsässigen Ehegatten eingesetzt wird) abgeholt werden.

Selbstverständlich kann (und darf) dieser Verkaufsboom in keinerlei Zusammenhang mit der eben über das Land rollenden Völkerwanderung – Pardon – Flüchtlingswelle gesehen werden. Zumindest dann nicht, wenn man den Aussagen von Regierungspolitikern, ranghohen Polizeioffizieren und den bekanntermaßen hochseriösen und politisch unabhängigen Redakteuren Glauben schenkt. Denn die behaupten, dass es keinerlei Grund zur kollektiven Beunruhigung gibt, da es sich bei den Einwanderern – Pardon – Flüchtlingen, nahezu ausnahmslos um ebenso gebildete, wie kultivierte Menschen handelt (meist Neurochirurgen, Astrophysiker und Elektroingenieure weiblichen Geschlechts), von denen keinerlei Bedrohung ausgeht. Überdies haben die Behörden die Lage an den Grenzen und entlang der Wanderungsrouten, ja voll unter Kontrolle. Bilder von einer Handvoll an einem Grenzübergang stehender Polizisten, die von ein paar hundert afro-orientalischen Migranten einfach beiseitegeschoben werden, existieren nur in der Phantasie paranoider Hinterwäldler. Keine Gefahr also. Nirgendwo.
Ergo: Die spinnen, die Ösis! Total verrückt geworden. Der deutsche „Vorurteilsforscher“ Wolfgang Benz erklärt im „Kultursender“ Ö1 (im Mittagsjournal am 29. 10.) wie´s kommt: „Die dumpfen Miesmacher“ und „der „Ausländerfeind, der um sich schlägt“ vergiften die Gemüter und schüren unbegründete Ängste. Die Stimmung vis à vis den Flüchtlingen sei aber insgesamt dennoch „nicht gekippt“. Eine große Mehrheit wolle ihnen helfen. Zum Beweis führt der brave Mann „die Berichterstattung in den Medien“ (sic!) an…
Woher kommt also das weit verbreitete Unsicherheitsgefühl, das so viele Menschen dazu veranlasst, sich zu bewaffnen und mit Munition einzudecken? Eine schwierige Frage, denn jeder, der die einschlägige Medienberichterstattung verfolgt, erkennt auf den ersten Blick die Schieflage: Migrationskritiker – und seien sie noch so seriös – kommen nie zu Wort. Und wenn Aktivisten der Pegida und anderes rechtes „Pack“ ins Bild gerückt werden, dann nur aus den denkbar ungünstigsten Blickwinkeln. Wie also sollten die von den Medien totgeschwiegenen oder als Unmenschen denunzierten Einwanderungsskeptiker, von fremdenfeindlichen „Hetzern“ ganz zu schweigen, den Bürgern Angst einjagen können?
Sehr einfach, denn es braucht gar keine „Miesmacher“. Angst verbreiten die Hunderttausenden Fremden selbst, die – vom Gewaltmonopol unbehelligt und mit den Segnungen der seit Monaten auf Tauchstation befindlichen Regierung versehen – durchs Land ziehen. Denn keiner weiß, was die tatsächlich vorhaben. Und die Bürger sind nicht annähernd so arglos und unbedarft, wie Politiker und hauptberufliche Desinformanten meinen.
Wer sich nicht vorbehaltlos auf die märchenhafte Prosa des polit-medialen Komplexes verlässt, sondern entweder das Pech hat, an einem der neuralgischen Punkte in Grenznähe oder nahe einem Asylantenquartier zu wohnen, oder sich die nötigen Informationen aus erster Hand selbst besorgt, weiß eben, was gespielt wird und gewinnt einen völlig anderen Eindruck als den, der von offizieller Seite vermittelt wird.
Von „alles unter Kontrolle“ kann nämlich keine Rede sein. Zehntausende Fremde durchqueren unser Land – anonym und mit unbekanntem Ziel. Vielleicht durchqueren sie es aber auch gar nicht, sondern bleiben hier – wer weiß das schon? Die zuständigen Behörden, die es wissen sollten, jedenfalls nicht, denn die weisen ihre Beamten ja strikt an, den „Flüchtlingen“ nur ja keine Steine in den Weg zu legen oder gar durch lästige Fragen zu inkommodieren .
Das ist exakt der Stoff, aus dem der gegenwärtige Verkaufserfolg des Waffenfachhandels gewebt ist: Die Bürger erkennen, dass sie im Zusammenhang mit der Völkerwanderung, von der Nomenklatura und den Medien schamlos belogen werden. Schließlich ist auch das Verschweigen der Wahrheit – über die genaue Zahl der Eindringlinge, deren Herkunft, Geschlecht, Absicht und Bildungsstand – eine Lüge! Sie wissen, dass unsere Grenzen unbewacht und für jedermann offen sind. Und da somit klar ist, dass der Staat seine Schutzfunktion gegenüber den Bürgern nicht länger wahrnimmt, versetzen sich viele von ihnen in die Lage, selbst für die eigene Sicherheit, die ihrer Angehörigen und ihrer Habe sorgen zu können. Und nichts eignet sich nach Ansicht Vieler dafür besser, als eine möglichst wirksame Feuerwaffe.
Angesichts der Größe der eindringenden Massen, sowie deren von Anspruchsdenken und Geringschätzung westlicher Lebensart und Rechtssysteme geprägtem Charakter, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zu ersten gewalttätigen Zwischenfällen kommen wird. Man kann schon heute darauf wetten, dass die politisch Verantwortlichen und deren gekauften Medien-Herolde dann prompt eine Täter-Opfer-Umkehr vornehmen werden. Schuld werden dann diejenigen sein, die sich gegen Übergriffe fremder Eindringlinge wehren – und natürlich die viel zu laxe Waffengesetzgebung.
Dass der moralisch bankrotte Leviathan sich zu seiner Verantwortung für jeden einzelnen aus der Völkerwanderung resultierenden Zwischenfall bekennen wird, ist jedenfalls auszuschließen.
Fazit: Nie zuvor hatten Staat, Regierung und Medien ein übleres Image als eben jetzt. Nie zuvor war die Überzeugung der Bürger stärker, planmäßig belogen und von der politischen Klasse verraten und verkauft zu werden.
Das birgt indes auch etwas Gutes: Wird doch der weit verbreitete Glaube an die allsorgende Güte des sozialistischen Gouvernantenstaates nachhaltig erschüttert. Wenn das den Auslöser für ein Umdenken in Richtung weniger Staat, mehr Privat liefert – was wäre daran verkehrt…?

14 Gedanken zu „Der Bankrott des Gouvernantenstaates

  1. astuga

    Ehrlich gesagt, ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt.
    Vor allem in Bezug auf mein doch etwas ruhig gelegenes Gartenhäuschen.

    Dass sich eine Flinte aber besonders gut für die Heimverteidigung eignet kann ich nicht nachvollziehen.
    Solche Waffen sind zwar noch am unkompliziertesten erhältlich, aber gerade in Gebäuden und im (schlaftrunkenen) Notfall eher unhandlich.
    Außer vielleicht man sägt sie ab, was aber verboten ist (dort wo der kurze Lauf interessant wird).
    Dann vielleicht lieber gleich eine Waffenbesitzkarte.
    Und natürlich ist jede Waffe nur so gut und nützlich wie derjenige der sie in der Hand hält.
    Was regelmäßiges Training bedeutet.
    Im Notfall lande ich jedenfalls lieber vor Gericht als auf dem Friedhof oder der Intensivstation.

  2. james cameron diaz

    Einheimischer, der sich verteidigt, pfuh das wird ein Gemetzel.
    Das Strickmuster ist bekannt aus der USA Berichterstattung: Schießwütiger Cop tötet vorsätzlich einen friedlichen N-Junkie, der sich versehentlich – außerhalb der Geschäftszeit – in einen Shop verirrt hatte. Die Vorstrafen sind aber nur ein Beweis für die rassistische Justiz.
    Und während für jeden Verbrecher immer die allerbesten Motive gelten, darf der unbescholtene Verteidiger seiner notwehrfähigen Güter eine Welle der Voverurteilung erleben – wie die US Cops (oder Trayvon Martin)

  3. Thomas Holzer

    Gewalttätige Übergriffe gab es doch schon zuhauf!
    Was ist es den anderes als ein gewalttätiger Übergriff, wenn ein Gruppe von “Neubürgern” Grenzen überrennt, ohne Rücksicht auf Verluste

  4. wbeier

    Wohin der Herr Tögel mit seiner Bestandsaufnahme hin will ist schon klar angesichts des versagenden Staates. Allerdings bürdet die Losung „weniger Staat, mehr privat“ auch entsprechende Eigenverantwortung auf des Bürgers Schultern und das auch ganz besonders im Waffenbesitz/Waffengebrauch.
    Ich befürchte, dass viele jener, die sich aus gegebenem Anlass heute diverse Waffen besorgen ungenügend über deren Handhabung, Wirkung und Technik Bescheid wissen. Eine Flinte im Kleiderkasten (vielleicht auch noch geladen und durch den Kipplaufmechanismus automatisch gespannt) geht höchstens als Placebo für den ruhigen Schlaf durch – tatsächlich stellt das aber eine massive Eigengefährdung dar und ist in der plakatierten Form ohnehin verboten. Weiters sollte man sich schon vor dem allfälligen Schußwaffengebrauch über Dinge wie den traumatisierenden Schussknall, Hinterlandgefährdung (Türen,Trockenbauwände!) und vor allem der eigenen mentalen Kondition Gedanken machen.
    Und wo der Aff’ letztlich ins Wasser springt sind die mangelnden Trainingsmöglichkeiten in Österreich und hier ganz besonders im Bereich Combat mit der Flinte. Daher: Eine Waffe deren Gebrauch und Handhabung nicht regelmäßig trainiert wird ist wertlos und eher kontraproduktiv. Aber wir sollten das Thema nicht vertiefen sonst kommt zur Bezeichnung „Naz*“ noch der altbekannte „Waffennarr“ dazu.

  5. Thomas Holzer

    @wbeier
    Ich bin sehr wohl für eine Vertiefung dieses Themas, auch auf die von Ihnen beschriebene Gefahr unzulässiger Titulierungen hin 😉
    Eine Flinte erachte ich aber auch nicht als ein geeignetes “Werkzeug” zur Selbstverteidigung

  6. Erich

    Sind Waffen nicht “menschenverachtend”? – ein Gutmenschwort, das in letzter Zeit fast in Vergessenheit geraten ist. Immerhin kann man damit arme Flüchtlinge erschrecken und zusätzlich traumatisieren.

    Vielleicht ist es besser, wenn über die Waffenkäufe nicht viel geschrieben wird. Sonst fällt unserem Justizminister vielleicht noch ein neues Gesetz ein, das alle Waffen zunächst verbietet (und die Österreicher verpflichtet, sie bei der Polizei abzugeben!). Natürlich würde dann ein Boom auf die Jagdprüfung einsetzen.
    Wichtig erscheint mir, wie bereits kommentiert, die Kenntnis der eigenen Waffe und ihre Pflege (ist nicht mit dem ewigen Putzen beim Bundesheer zu verwechseln) und vor allem ihre Handhabung und Wirkung!

  7. wbeier

    @Thomas Holzer
    Ich bitte sie, zünden sie keine Diskussion an. Da gibt es so viele “Auskenner” das es unbeherrschbar wird.
    PS: Aus diesem Grund hätte ich mir meinen Senf von 9:32 eigentlich sparen sollen :-((

  8. sokrates

    Der Gouvernantenstaat bewirkt im Kapitalismus ( gottseidank) eine privatisierung staatlichr Aufgaben! So wie es mittlerweile Pricvatspitäler und Privatschulen gibt werden auxch Sicherheitsdienste boomen, die Nachbarschaftshilfe leiusten und einzelne Strassen, Bezirle usw bewachen. Somit sind wir dann in der USA wo es pffiziell keine Grenzen gibt, dafür aber Pensionistenresorts im Sonnengürtel mit Pfuiteufelgaga Stacheldraht von schwerbewaffneten Securities geschützt werden!

  9. Hanna

    Ist Ihnen geehrten Herren Kommentatoren eh klar, dass es viele Frauen gibt, die sich selber schützen müssen? Ich traf neulich nachts in meinem Stiegenhaus einen sehr zornigen Herrn mit einer Waffe in Händen, der dabei war, die lärmende Partygesellschaft aufzusuchen, um sie “eh nix will totschießen, nur vielleicht in Knie und Bein”. Jawahl, a Zuag’raster. Ich habe auf ihn eingeredet wie auf eine kranke Kuh, während er mit der Waffe herumfuchtelte und während ich wartete, dass der Lift kam. Es ist NICHT lustig, in so einer Situation zu sein, wenn einer offenbar schon außer sich ist, gewaltbereit und vor sich hin brabbelt. Und ja, ich hatte Pfefferspray in der Tasche, aber keine Chance, das auch nur irgendwie zu benutzen. Der langen Rede kurzer Sinn – extrem rascher Wega-Einsatz (nicht von mir alarmiert, sondern von anderen HausbewohnerInnen), Mann war “verwirrt” und “zornig”, schoss eh nicht … und die Waffe war eine Luftdruckpistole. Auf eineinhalb Meter Entfernung kann so ein Ding (besonders falls mit Bleiprojektilen) schon einen Schaden anrichten. DAS sind die Waffen, die sich Frauen jetzt vielfach zuzulegen gedenken. Habe ich gehört.

  10. Mr. John Smith

    Eine Waffe zur Selbstverteidigung haftet in unserer gutmenschlich geprägten Medienwelt ein unheimliches – ja eine sogar Verderben bringende Aura an. Die boomenden Verkaufszahlen zeigen uns die diametral zur veröffentlichten Meinung herrschende Verunsicherung der Bevölkerung. An der Diskussion ob eine Flinte eine gute Verteidigungswaffe…der Revolver vielleicht vorzuziehen….oder gar ein 30 Schuss fassender Halbautomat die Lösung sehr spezieller Verteidigungsfälle darstellt möchte ich mich nicht beteiligen. Fakt ist, dass eine (irgendeine) Waffe im Bedarfsfall besser ist als auf die Gnade irgendwelcher Verbrecher zu hoffen…einen Feuerlöscher hofft man auch nie benutzen zu müssen, jedoch ist es sehr vorteilhaft einen zu besitzen wenn es brennt.

  11. Mario Wolf

    Der Bankrott, das Versagen der Politik wird auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen. Die Staatsmacht (?) hat sich von ihren eigentlichen Kernaufgaben, wahrscheinlich auf nimmer Wiedersehen, definitiv verabschiedet. Es gibt keinen Schutz für den Bürger, die sog. Staatsgrenze darf jeder verletzen und wird dafür noch belohnt. Das tragische an der Entwicklung ist nicht die Selbstbewaffnung der Bürger, die dem Staat nicht mehr trauen können. Die Selbstbewaffnung ist nur ein Symptom Die Tragik ist die Auflösung der staatlichen Strukturen. Traut sich doch jemand die Politikaster mit dieser Tatsache zu konfrontieren bekommt er nur dümmliche Sprüche zu hören. Und dass ist noch der bessere Fall. Im schlechteren Fall wird er als Pack, brauner Abschaum, bezeichnet

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