Der Bluff des Robert Menasse

“Mehrfach behauptete der österreichische Schriftsteller Robert Menasse: Walter Hallstein, Begründer der europäischen Kommission, habe in Auschwitz gesprochen. Nun hat ein Historiker die Lüge aufgedeckt. ” (FAZ, hier)

15 comments

  1. Gerhi09

    Ein linker Lügner und Geschichtsfälscher. Und kein Aufschrei der Medien in Österreich gegen den meist subventionierten Lügner der Nachkriegsgeschichte. Widerlich!

  2. Triumph Cruiser

    Bluff“, – laut Duden: dreiste, bewusste Irreführung; Täuschung[smanöver]

    … sehr treffend … (mehr mag ich hierzu gar nicht schreiben)

  3. nattl

    Lt. Kronenzeitungs-Schmitt angeblich einer der intelligentesten Menschen Österreichs… Wenn solche G’schichtldrucker als die Elite des Landes bezeichnet werden, dann kann man das Land echt abschreiben.

  4. Kluftinger

    @ nattl
    Man muss nicht alles glauben was in der Kronenzeitung steht.
    Aber das ist m.E. zu wenig. Man muss entschieden dagegen auftreten, dass derartige Behauptungen auch noch geglaubt werden.
    Die härteste Strafe für Zeitgenossen wie Herrn Menasse ist die “Nichtbeachtung”! Das trifft ihre Eitelkeit und schmerzt sie am meisten!

  5. sokrates9

    Wo ist der Unterschied zwischen Claas Relotius und Menasse? Beide x – Fach als Märchenerzähler von der linken Schickaria ausgezeichnet?

  6. Falke

    Auschwitz wird ja heutzutage für alles Mögliche und Unmögliche missbraucht. U.a. etwa die ständig wiederholte Aussage von Heiko Maas, er sei “wegen Auschwitz” in die Politik gegangen. Offenbar leitet er daraus sein Hauptanliegen ab, nämlich die Ausspähung der Bürger mit Stasi-Methoden und Stasi-Personal und deren Bestrafung, sollten sie eine “falsche” Meinung haben, also nicht jene, die die Regierung vorgibt.

  7. Selbstdenker

    @Kluftinger:
    “Die härteste Strafe für Zeitgenossen wie Herrn Menasse ist die ‘Nichtbeachtung'”

    Was bei typischen low-level Demonstranten – meistens handelt es sich um verzogene Bengel aus der Mittelschicht und am Kern der Sache wenig interessierte Mitläufer – richtig ist, ist bei der Priesterklasse selbsternannter „Intellektueller“ der falsche Weg.

    Der Grund ist der, dass sie ihre (zum Teil untestbaren) Hypothesen, Begriffsumdeutungen und -neuschöpfungen möglichst theatralisch inszeniert in den öffentlich-medialen Raum schleudern. Unterstützt durch linke “Medien- und Kulturschaffende” ist ihnen die Aufmerksamkeit sicher.

    Der entscheidende Fehler liegt darin, dass viele Bürgerliche hoffen, dass diese bei entsprechender Nichtbeachtung wieder vergessen werden. Entsprechend aufbereitete und nicht rasch widerlegte Lügen – “idealerweise” in Schlagworte verpackt, die für einen ganzen Lügenkosmos stehen – schleichen sich als nicht mehr zu hinterfragende Axiome in die öffentliche Wahrnehmung ein.

    Das intellektuell unredliche Konzept von Hate-Speech wurde zu wenig entschlossen bekämpft, so dass es sogar einzelne Mitglieder der schwarz-blauen Regierung verinnerlicht haben. Der sattsam bekannten grünen Politaktivistin ging es nie um ihre persönlichen Befindlichkeiten, sondern um die Etablierung einer konzeptionellen Lüge namens Hate-Speech.

    Sogar innerhalb einer mitte-rechts Regierung kann man Frauenwichtlerinnen durch geschickte Themensetzung als useful idiots einspannen: z.B. Frauen, die sich selbst überwiegend als „Karriere- oder Powerfrauen“ definieren oder besonders konservative Frauen, die bereits bei der Andeutung anzüglicher Nachrichten nach dem Riechsalz verlangen um einen kurz bevorstehenden Ohnmachtsanfall noch rechtzeitig abzuwenden.

    Man muss diese Leute – auch wenn es zunächst aufwändig erscheinen mag – Punkt für Punkt widerlegen und dann ihre Methoden veröffentlichen. So wurde Claas Relotius überführt, wobei er nur die Spitze des Eisberges ist.

  8. aneagle

    Menasse wollte für seine schriftstellerische Leistung Berühmtheit. Das klappte nicht so recht. Nun ist er berühmt, als Erfinder. Berühmt wird man eben nur für jene Leistung, für die man ein außergewöhnliches Talent hat. Egal, letztlich zählt für einen Eitlen nur der Ruhm. Sagte schon Münchhausen auf seiner Dankesrede für den Wahrheitspreis. Oder doch nicht ? 🙂

  9. Cora

    Wird ihm jetzt der Deutsche Buchpreis aberkannt? Der Nationalstaat hat also nach Ausschwitz geführt? Eine blödere Aussage habe ich noch selten gehört. Wohin diese One-World-Doktrin geführt hat, sehen wir bei den Nazis, heute gehört uns Deutschland… u.s.w. Zentralismus war bisher mit Unterjochung verbunden, ob in Frankreich oder in China. Und nun probiert es die Hauptstadt Europas, Brüssel, wieder. Der Herr Menasse findet das gut. Keine Nationalstaaten mehr! Und um diese Idee durchzusetzen, ist ihm jedes Mittel recht. Na dann Prost.
    Und was sagt der Suhrkamp-Verlag dazu, wo Menasse verlegt wird. Von Uwe Tellenkamp, dem Bestseller-Autor, der bloß ein paar nicht Mainstream-taugliche Sätze von sich gab, weit entfernt von Erlogenem und Erstunkenen wie bei Menasse, hat man sich distanziert. Da hört man nichts.
    Der Name Menasse möge der Vergessenheit anheimfallen. Heinrich August Winkler wird man sich dagegen merken müssen!

  10. Johannes

    Menasse spürte, nach meiner Meinung, eine Wichtigkeit, er spürte Macht, er spürte einen messianischen Auftrag, eine einmalige historische Chance. Diese, seine Mission, die ihm aus seinem Inneren sagte das nur er weiß wie Europa funktionieren kann hat die Fantasiewelt seiner Romane mit der Realität und dem Schicksal von Hunderten Millionen Menschen Europas zum verschmelzen gebracht. Er war ein Wandler zwischen Fiktion und Wirklichkeit.
    Jene politischen Kräfte welche in Brüssel eine Entmachtung der Nationalstaaten als Ziel haben erkannten die Nützlichkeit dieses Mannes und haben ihn und seine Visionen mit Ehrenpreisen umschmeichelt.
    Er war nun ganz gefangen in seiner Überzeugung der Messias einer neuen Republik zu sein und verlor ganz den Bezug zur Realität.
    Jetzt gerade plumpst er wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, er wird weiter seine Romane schreiben aber als ernst zu nehmende politische Autorität hat er ausgedient. Die Aura des allwissenden Intellektuellen weicht dem Abbild eines schrulligen, verkorksten Sonderlings der sich in etwas verbeißt das nur seiner Fantasie gerecht wird.

  11. Luke Lametta

    @sokrates9

    Der Zweite ist etabliert, vernetzwerkt und ua. deshalb wesentlich besser bezahlt. Relotius wird sein Leben lang als fraud gelten wie Kujau, Menasse wird weitermachen als wär nichts gewesen. Der hat nicht umsonst den schwarzen Gürtel im österreichischen Förderungs-, Stipendiate-, und Subventionsdschungel, welcher in all seiner Intransparenz zu beeindrucken vermag: https://archive.fo/v44YG

  12. Claudius Tanski

    Romano Guardini (1885-1968), Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1952 :
    Vortrags-Konzept “Wahrheit und Lüge” (Mooshausen 30.7.1945) :
    I.) Das Unheil, welches Deutschland betroffen hat, veranlasst zur Prüfung seiner Ursachen. Diese Ursachen liegen letztlich auf weltanschaulichem Gebiet. II.) Die Wahrheit der Dinge und die Wahrheit der Erkenntnis. III.) Das Wort als Ausdruck der Wahrheit. IV.) Die Wahrheit als Grundlage aller Beziehungen der Menschen untereinander. V.) Die Lüge und die Motive zum Lügen. Nationalsozialistische Theorie und Praxis bezüglich der Lüge. Die Folgen davon. VI.)
    Zu einer wirklichen Erneuerung gehört der Entschluss zur Wahrhaftigkeit.”
    aus : “Romano Guardini, Zeugnisse eines großen Lebens”, HG. Max Oberndorfer, Grünewald-Verlag, 2010, S.82
    Bitte um eine Antwort, Herr Menasse !!!

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