“Der Brexit ist eine wunderbare Chance”

“,,,,,Der britische Unternehmer James Dyson sieht den bevorstehenden Ausstieg Großbritanniens aus der EU als positive Entwicklung. “Der Brexit ist eine wunderbare Chance”, sagte der Brite dem “Handelsblatt” (Montagsausgabe). Langfristig habe das Land dadurch die Möglichkeit, bessere Handelsverträge mit anderen Ländern abzuschließen. “Wir können uns neu orientieren und selbstbestimmt sein, können unsere eigenen Gesetze beschließen und unsere eigenen Steuersätze festlegen.” (weiter hier)

12 comments

  1. Thomas Holzer

    Angeblicher Weise wird bei den Trennungsverhandlungen über über 20.000 Gesetze, Verordnungen etc. mit über 80.000 Seiten Volumen verhandelt werden.
    Alleine an diesen Zahlen zeigt sich, wie absurd das System EU mittlerweile geworden ist, von Österreich gar nicht zu schreiben.
    Zu befürchten ist aber, daß die Briten nicht all diese in Gesetzesform gefassten Dummheiten einfach entsorgen, sondern zumindest teilweise wieder in nationales Recht übernehmen werden

  2. Rado

    Die Entsorgung dieses Mülls ist nur eine Zeitfrage. Ein paar Dinge werden aber bleiben. Verfassungsrecht vergeht, Verwaltungsrecht besteht, wie man so sagt.
    Bei den Verhandlungen wird es aber um viel mehr gehen: Vor allem um Geld und darum, die verbliebene Hühnerschar so einzuschüchtern, dass ihnen die Lust aufs Ausscheren vergeht.

  3. Weninger

    @Holzer
    CETA, TTIP und Co haben auch nicht gerade auf einem Bierddeckle Platz.

  4. Der Realist

    was wurden da nach dem britischen Referendum für mediale Geschütze aufgefahren, Großbritannien war laut “Experten” quasi dem Untergang geweiht, jeder Unbedarfte musste da seinen Senf dazugeben, ich habe stets die Meinung vertreten, erst einmal ein paar Jahre warten und Tee trinken.

  5. Rado

    @Der Realist
    Dieses Lied der “Experten” ist so alt wie der EU Beitritt Österreichs. Dasselbe Lied gab es schon auch schon bei der Entscheidung der Schweiz, bei der Eurorettung, bei Schengen und wenn man ein paar Jahre zurückschaut, sogar bei der Beitrittsfrage der Türkei!

  6. aneagle

    Der Brexit zeigt exemplarisch auf, wie die für alle nützlich Idee eines gemeinsamen Europas von einer inkompetenten Piratenkaste machtgieriger Politiker übernommen wurde. Der ungewählte, unwählbare, nach Brüssel abgeschobene, verhaltensoriginelle Politmüll hat sich nicht damit zufriedengegeben, bei bester Entlohnung die Gurkenkrümmung immer wieder aufs neue zu berechnen, sondern ist, wie ein Boomerang aus radioaktivem Abfall, auf Ihre Ursprungsstaaten zurückgefallen. Die zwischengelagerten Politiker, hatten viel Zeit, viel Geld und keinen Leistungsdruck. In aller Ruhe haben sie die europäische Idee entkernt, sich selbst straflos bereichert, und nehmen jetzt von Belgien, einem failed state im Herzen Europas, aus, selbstbewusst die Hebeln Europas in die eigenen Hände. Schließlich drucken sie ihr Geld und ihre Gesetze selbst.
    Die neuen westlichen Werte- Zwist, Korruption und Betrug- garantieren Europas Verfall und Zerfall. Es hätte die beiden Brandbeschleuniger Währungskrise und Flüchtlingsdesaster gar nicht gebraucht, die Titanic ist längst unterwegs. Kleine Staaten der Union sind machtlos, arme Staaten hilflos. Für jene, die noch selbst stehen können, heißt es, rette sich wer kann.

    Europas Scheitern ist für die beteiligten Völker ein unverdienter Schicksalsschlag. Für die Geschichte ist es ein Mahnmal gegen das gefährliche Primat der Politik und letztlich ein moralischer Auftrag zur Beseitigung der Schwächen der Demokratie, falls das möglich ist.

  7. LePenseur

    Cher “aneagle”,

    darf ich Ihr leider nur zu treffendes Posting als Gastkommentar auf meinem LP-Blog bringen?

    U.A.w.g.

    LePenseur

  8. mariuslupus

    @aneagle
    “Der ungewählte, unwählbare………
    Super, besser gehts nicht
    Schulz nicht vergessen. Schlampig entsorgt, fällt er auf die Köpfe der Entsorger zurück.

  9. Johannes

    England ist dem Euro nicht beigetreten, allein wenn man bedenkt was für eine Last an Haftungen somit nicht auf ihren Schultern liegt könnte man neidisch werden. Norwegen war nie EU Mitglied ebenso die Schweiz diese Länder sind in hohem Maß selbständig geblieben. Es heißt nicht das diese Staaten nicht eine Zusammenarbeit mit anderen europäischen Staaten brauchen, es heißt aber sehr wohl das die Menschen dort wissen das kein europäisches Parlament über sie und ihre Interessen drüberfahren kann.
    Seien wir doch nicht naiv, wenn sich in der EU ein paar Große finden und ihre Interessen durchsetzen wollen bleibst du als kleiner Staat ohne Verbündete übrig.
    Friede ist wichtig aber durch ein EU Parlament allein ist Frieden nicht gesichert nur durch die Bewahrung der europäischen Kultur und Lebensweise und das Zurückdrängen mittelalterlicher Religionen kann ein modernes Europa wachsen.
    Im Moment kommt es mir vor als würde sich eine dicke Schicht, einer Lava gleich über Europa ergießen und das Moderne ersticken.

  10. Christian Peter

    Selbstverständlich, Großbritannien wird durch den Ausstieg aus der EU und dem Binnenmarkt das gewaltige Handelsbilanzdefizit reduzieren (momentan : 7 % des BIP), wieder eigenständig Handelspolitik betreiben (auf die Bedürfnisse des UK abgestimmte Handelsverträge abschließen), und auch politisch wieder die Kontrolle über das eigene Bundesgebiet erlangen (keine Abhängigkeit von EU – Recht, EuGH, usw.).

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