Der Brexit-Plan

Von | 20. Juni 2016

“Freitagmorgen, 24. Juni 2016: Europa wacht auf. Die Briten haben für ihren Austritt aus der EU gestimmt. Es ist ein Szenario, das schon jetzt bei manchen Verantwortlichen in den Hauptstädten des Kontinents und an den Börsenplätzen rund um den Globus für schlaflose Nächte sorgt. Geheimtreffen in Brüssel und anderswo zeigen, wie groß die Unsicherheit darüber ist, was in den Tagen nach dem Referendum am 23. Juni passieren soll….” (weiter hier)

10 Gedanken zu „Der Brexit-Plan

  1. Thomas Holzer

    “……….die eine unverblümte Warnung gegenüber anderen EU-Staaten enthalten könnte:”

    Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!
    So habe ich mir die Entstehung und Förderung eines europäischen Gemeinschaftsgefühls schon immer vorgestellt.

  2. wbeier

    Das Imperium und seine Profiteure werden den Brexit nicht zulassen.

  3. Nattl

    Es wird keinen Brexit geben. Die Ergebnisse von Volksentscheiden in den letzten Jahren haben deutlich gezeigt, dass die EU und ihre Mitgliedsstaaten schon längst den demokratischen Boden verlassen haben. Es wird getürkt, desinformiert, wahlgefälscht was das Zeug hält, nur um das wankende EU-Sovietimperium weiter am Leben zu erhalten. Vom demokratischen Standard sind wir vermutlich schon hinter China zurückgefallen. Das Wort Demokratie wird nur mehr vor uns hergetragen wie die Gebeine eines Heiligen bei einer Prozession. Inhaltlich ist es Bedeutungslos geworden.

    Ich tippe auf ein ähnliches Ergebnis beim Brexit wie bei der Bundespräsidentenwahl. Ein hauchdünner Vorsprung, der den Verbleib im neokommunistischen Imperium besiegelt.

  4. Thomas Schwalb

    Brexit ist sehr wahrscheinlich. In diesem Falle wird es ziemlich egal sein, ob und wie die EU Kommission reagieren wird. Die Börsen werden sofort verrückt spielen, die politischen Eliten werden deshalb in Panik verfallen, die Populisten werden aus ihren Löchern kriechen und Austrittsreferenden verlangen und erhalten (müssen), da der Druck von der Straße nicht aufzuhalten sein wird. Das war es dann mit der Vision eines vereinten Europas. Wem werden wir es zu verdanken haben : einem schwachen englischen Prime Minister, der seinen Posten bei den letzten Unterhauswahlen retten wollte.

  5. Calderwood

    Ich fürchte, daß der Brexit scheitert. Aber falls die Abstimmung doch erfolgreich ist, dann wird mich die Wut der Eurokraten ebenso erfreuen wie die Rettung Britanniens.

  6. Thomas Holzer

    @Thomas Schwalb
    für einen freien Handel braucht man keine Politikerdarsteller, welche diesen freien Handel durch “Freihandelsabkommen” beschränken wollen.
    Zwischenstaatliche Verträge zielen nur darauf ab, den Politikerdarstellern eine Bühne zu geben, auf der sie von ihrer de facto Unnotwendigkeit ablenken können.

    Supranationale Gebilde auf europäischem Boden versanken nur durch Politikerdarsteller in Mord und Totschlag; egal ob man die Karolinger, das heilige römische Reich deutscher Nation, die Habsburgermonarchie oder Jugoslawien als Beispiele anführt.
    Es gibt meines Wissens nach bis dato nur ein Beispiel in der jüngeren Geschichte Europas, in welchem die Bevölkerung friedlich über die getrennte Zukunft entschieden hatte, und zwar die Auflösung/Trennung der Tschechoslowakei.
    Warum hat wohl die Ukraine ihrer Bevölkerung diese Möglichkeit bis dato nicht gegeben?!

  7. Reini

    … “was wird sich nach dem Brexit in der EU ändern” – … ich denke nichts – einen Plan gabs vor dem Austritt der Briten auch nicht.

  8. Gerald Steinbach

    Reini@
    Denke auch das es nach einen Brexit wenig Veränderung geben wird, man wird das als Einzelfall abqualifizieren(sehr bewährtes Wort mittlerweile) und umso wichtiger wird die weitere Migration und Integration sein

  9. Fragolin

    Es wird keinen Brexit geben. Der medienwirksame Mord an einer jungen Pro-EU-Linken passt so genau in das Konzept, dass man sich schon sehr Mühe geben muss, um das als Zufall hinzunehmen. Rein zufällig wird es ein gaaaanz knappes Ergebnis pro-EU geben, angeblich angeheizt durch den Schulterschluss “gegen rechts” (komischerweise redet keiner von einem Einzelfall…), und die EU wird sofort den klaren Auftrag darin erkennen, noch ganz schnell viel enger zusammenzurücken und noch mehr Souveränitäten an den Kaiserhof zu übertragen, um solche Prüfungen in Zukunft zu vermeiden…

  10. gms

    Thomas Schwalb,

    “Wem werden wir es zu verdanken haben: einem schwachen englischen Prime Minister, der seinen Posten bei den letzten Unterhauswahlen retten wollte.”

    Dasselbe läßt sich von seinem Gegner Miliband, behaupten, der zu schwach zum Wahlsieg war ohne eine von ihm forcierte Aussicht auf ein Referendum.

    Put simply: Wer die politische Union durchpeitschen will, darf über garnichts abstimmen lassen, ein Umstand, den wir demnächst wohl in freier Wildbahn öfters erfahren werden, egal wie das kommende Votum in GB ausgeht.

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