“Der EU droht das Schicksal der UdSSR”

Der EU droht ein ähnliches Erlebnis wie der Sowjetunion Anfang der 1990er-Jahre. Diejenigen, die der Ansicht sind, dass man die EU retten muss, um sie grundlegend zu erneuern, müssen alles in ihrer Macht Stehende tun, um ein besseres Ergebnis herbeizuführen….” (George Soros, hier)

24 comments

  1. Fragolin

    Da spricht genau der Richtige.
    Ich kann mich erinnern, dass wir das hier schon seit Jahren thematisieren. Soros sollte häufiger Ortner lesen. 😉

  2. Urban Galler

    welches bessere Ergebnis sollte es denn sein ? Soros ist doch einer der Handlanger der Umvolkung Europas, also mehr Zentralismus und diktatorisches handeln, um den großen Plan zu verwircklichen.

  3. Selbstdenker

    @Fragolin:
    Ein sehr lesenswertes Interview von George Soros, dem Godfather of Neoprogressivism. Haben gestern bereits im Kommentarbereich vom Wort zum Jahresanfang (sozusagen die Antwort von Hayek auf Soros) darüber diskutiert; sehr treffend ist der Kommentar von aneagle .

    Soros spricht die richtigen Themen an, wobei er an entscheidenden Stellen einen Vorzeichenwechsel betreibt. Er verpackt das inhaltliche Gegenteil in wohlklingende Begriffe und hedged sie, wobei der Vergleich der EU mit der UdSSR (und die Trauer über deren Verschwinden) aus dem Munde vom selbsternannten Stückwerk-Sozialtechniker Bände spricht.

    Mit der Grundeinschätzung liegt er richtig: die EU hat – systemisch gesehen – den Punkt erreicht, wie die UdSSR Anfang der 1990iger Jahre.

  4. Selbstdenker

    Schade, daß ich auf einen Geschäftstermin muss, das wäre heute ein sehr spannendes Diskussionsthema.

  5. Thomas Holzer

    Warum wird derlei sinistren Figuren noch immer eine so große Bühne geboten wird?!

    “Der US-Investor ist überzeugt, dass Trump Deals mit Diktatoren machen wird.”
    Ganz was neues, daß US-Präsidenten und andere Präsidenten und Ministerpräsidenten der sogenannten westlichen Welt “deals mit Diktatoren machen”

    Welche deals wohl der Herr Soros in seinem langen Leben gemacht hat und nicht immer macht, und mit wem?!

  6. Gerald Steinbach

    Ein Soros gibt öffentlich immer “wichtige” Ratschläge zu Themen ab, wo er daraus profitieren könnte , bestes Beispiel: Soros rät der EU sich zu verschulden und die Ukraine mit Milliardenzahlungen zu unterstützen, Hintergrund ist der, dieser hat sich sehr stark mit ukrainischen Staatsbonds verspekuliert und sitzt auf einen Haufen Toilettenpapier
    Ich glaub den Typen kein einziges Wort

  7. Dr.Fischer

    Copyright Project Syndicate….. (siehe Vermerk unter der Soros´schen Tirade)

    Soros gründete diese Zusammenarbeit von weltweit fast 5oo meinungsbildenden Medien, finanziert und läßt so dafür sorgen, daß jeweils im Gleichschritt in vielen Sprachen global genau das verkündet wird, was seine Pläne gerade unterstützt

    So what….inzwischen wissen schon sehr viele kritisch Lesende zum Nachdenken Anregendes über diesen selbsternannten Philantropen.Hat unser BK eigentlich die vorjährige parlamentarische Anfrage nach dem Grund des Besuches von Soros jun. schon beantwortet?

  8. Hanna

    “Ich bin ein 86 Jahre alter ungarischer Jude, der nach dem Zweiten Weltkrieg amerikanischer Staatsbürger wurde …” Und ich bin eine 53 Jahr alte Österreicherin, christlich erzogen (mit allzu katholischem Einschlag, die damals üblich, am Land), die momentan nicht mehr weiß, was meine Staatsbürgerschaft überhaupt wert ist, denn ich komme mir schon vor wie eine der “Eingeborenen” jener Länder, die durch Massenanstürme von MigrantInnen mit mehr Rechten einfach beiseite gedrängt wird. Damals nannte man das wohl “Kolonialisierung”. Und heute? In diesem Sinn bin ich wohl eine “Österreicherin” aus einem Land, das gerade kolonialisiert wird, wie folgerichtig zum Ungunsten der Eingeborenen.

  9. Falke

    Soros sieht sich selbst offenbar als großen Philosophen, Historiker, Wirtschaftsfachmann und Demokraten, nach dessen Vorstellungen sich die ganze Welt richten sollte. Da kann die USA, Europa und die Welt von Glück sagen, dass Trump an die Macht gekommen ist, auf den Soros wohl Null Einfluss hat, was man auch seinen weinerlichen Klagen über Trumps Wahlsieg entnehmen kann. Auch Merkel hat damit wohl ihren Rückhalt in den USA verloren.

  10. Gerald Steinbach

    Falke
    ad Merkel
    Besonders nach ihrer Ansprache , wo sie die Grundwerte und Menschenrechte von Trump einforderte und nur dann, aber auch nur dann eine Diplomatische Beziehung zu den USA aufrechterhalten kann
    Trump wird sich das sicher zu Herzen nehmen, dank Angelika

  11. aneagle

    wenn Paulus-Soros ungefragt der Welt Ratschläge in Humanismus erteilt, erinnert er an all jene, die Israel Tipps in friedenerhaltende Maßnahmen geben. Soros bleibt, wie die Nahost- “freunde”, unbedankt, unglaubwürdig, lächerlich und (G´tt sei Dank) wirkungsarm. Seine selbsternannte Stellung als Rufer in der Galaxie sei ihm unbenommen. 🙂

  12. Thomas Holzer

    @aneagle
    Man sollte ihm aber auf jeden Fall keine “Bühne” bieten! Es dürfen schon genug Scharlatane ihre kruden Gedanken auf Kosten der Allgemeinheit “zum Besten” geben

  13. aneagle

    @ THolzer
    Sie können Meinungsfreiheit nicht selektiv verbieten, auch wenn Kasperl dem Krokodil Veganertum predigt. Schon gar nicht, wenn Kasperle Zeitungen und Kapital besitzt.
    Da gibt es lächerlichere, gefährlichere Augsteins auf dem Eitelkeiten-Investitionsmarkt. Soros schreibt ganz realistisch über die Fehler der EU. Bloß, dass seine Lösungen noch schlimmer sind. Man kann aber seine Ansätze leicht aufgreifen, den Staatszentrismus daraus entkleiden, Freiheit und Individualismus als humanistisches Ziel implementieren und schon bleibt von der faschistoiden, globalzentralistischen sorostypischen Sozialklempner- und Machtwahn-Philosophie rein gar nichts mehr übrig. Außer dem Ansatz. 😉

  14. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Die Bühne hat er bereits seit Jahren.

    Bereits während meines Studiums tingelte er von Uni zu Uni (auch in Österreich) um Vorträge zu halten, die Förderung “bestimmter” “Projekte” anzubieten und “ein wenig” “Networking” zu betreiben. Der Grundstein wurde wenige Jahre nach seiner Pfund-Spekulation gelegt.

    Sein Gastkommentar in der Welt ist – wenn man seinen Doppeldenk zu entschlüsseln weiß – sehr aufschlussreich in Bezug auf sein Denken, seine Ziele, seine Strategie und seine Partner.

    Die USA scheiden wegen Trump also aus, deshalb soll Deutschland die Führung übernehmen um seinen Plan, der mit Clinton praktisch in der gesamten westlichen Welt vollendet worden wäre, zumindest in EU-Europa zu “retten”.

    Dieser Griff nach der Allmacht war – wie vermutet – haarknapp und ist auch noch immer nicht voll ausgestanden.

    Auch Obama zieht alle Register: russische Diplomaten werden des Landes verwiesen, weil sie angeblich “Spione” wären. Man fühlt sich in die Zeit des kalten Krieges zurückversetzt, nur mit vertauschten Rollen.

  15. bachforelle

    Zu dem Herrn Autor;Anstifter und Ursache; äussere ich mich erst gar nicht.

  16. buerger2015

    richtige analyse zur eu leider ohne lösungsansatz. auch die flüchtlingskrise kommt nur in einem nebensatz vor(wie gottgewollt aber schlecht gemanagt) – hätte da eher einen exkurs über deren linke verursacher erwartet. angst vor den diktatoren? ja, aber vor welchen? die, die wir schon haben und die uns ihr wahrheitsministerium aufs auge drücken wollen oder trump, der bisher nur polterte aber noch einen startbonus haben sollte? – gerade in bezug auf demokratie. deals mit diktatoren? wie steht es da mit eu und erdogan?
    sind doch zuviel eigeninteressen im spiel herr soros!

  17. mariuslupus

    Ein gutes Beispiel , wie aus durchaus richtigen Überlegungen, völlig falsche Schlüsse gezogen werden können.
    Ob die Parallele UdSSR, EU stimmt ist unwesentlich. Wesentlich ist die UdSSR und auch die DDR sind untergegangen, weil diese zentral gelenkten Staatsgebilde im Wettlauf mit dem Kapitalismus eingesehen haben, dass sie auf dem ehrenwerten zweiten Platz gelandet sind.
    Die EU hat dieses Stadium noch nicht erreicht, die vorhandenen Ressourcen garantieren noch eine längere Agonie. Aber auch die EU ist moribund, nur der Zerfall der EU wird Europa schädigen. Umso länger die Agonie, umso länger die EU künstlich beatmet wird, umso schlimmer werden die Folgen sein.

  18. Johannes

    Soros und Putin beiden traue ich nicht.
    Soros verkörpert für mich das Obama-Clinton Amerika, in dieser Zeit wurde der sogenannte arabische Frühling mit allen seinen seither verfolgbaren katastrophalen Folgewirkungen initiiert.
    Amerika hat in Syrien Milizen unterstützt und so diesen Konflikt befeuert, letztlich den IS ermöglicht.
    Ich denke das die EU sich mit einem Beitritt der Türkei herumschlagen muß verdanken wir dem Land in dem Soros lebt, niemand außer er selbst weiß welche Entwicklungen er durch seine “Milliarden“ mitbestimmt bzw beeinflußt hat. Das es jetzt nicht so läuft wie diese Herrschaften es sich gewünscht haben erinnert mich ein wenig an Brandstifter die nicht mit der Möglichkeit rechneten das sich der Wind auch drehen kann.

    Das Putin, so wie Amerika mit Kuba, sich nicht einkreisen und durch Stationierung amerikanischer Waffensysteme in unmittelbarer Nachbarschaft bedrohen läßt kann nur einer vollkommen dilettantischen amerikanischen Außenpolitik angerechnet werden.

    Schröder und Putin hatten ein gutes, damals wie ich glaube ehrlich gemeintes, gemeinsames Wirtschaftskonzept.
    So eine Entwicklung war natürlich zu 100% gegen die Interessen Amerikas und so kam alles wie es kommen mußte.

    Europa und Russland wäre ein Wirtschaftslblock geworden der Amerika in die Defensive gebracht hätte.
    Schwer zu sagen ob Europa an der Brust des russischen Bären zerdrückt worden wäre. Aber das die Zusammenarbeit mit Russland so zum Stillstand gekommen ist nützt niemanden außer Amerika.

  19. (((curly)))

    Soros’ jüngstes Schreiben an die Allgemeinheit enthält dermassen viele Vorzeichenfehler und Halbwahrheiten, dass einem sprichwörtlich die Spucke wegbleibt. Nach dem unvermeidbaren Räuspern bleibt daher nur ein Konzentrieren darauf, wo er im Anflug luzider Einsicht tatsächlich Vernünftiges schreibt:

    “The only explanation I can find is that elected leaders failed to meet voters’ legitimate expectations and aspirations and that this failure led electorates to become disenchanted with the prevailing versions of democracy and capitalism.”

    In der deutschen Übersetzung wird die entscheidende Passage korrekt wiedergegeben, nämlich “dass die Wähler von den **vorherrschenden Versionen** der Demokratie und des Kapitalismus enttäuscht sind”, wobei sich die Attributtierung ‘vorherrschende Versionen’ auf beides bezieht — auf ‘Demokratie’ und ‘Kapitalismus’ gleichermassen.

    Tatsächlich, die Leute sind ziemlich angepisst von den Zerrbildern, die das Establishment, für das Soros wie kein anderer stellverstretend steht, aus diesen beiden hehren Konzepten zimmerte. Den Exkurs zu Fiat-Money und Crony-Capitalism im Zusammenspiel mit Big-Government können wir uns hier schenken, bezüglich Demokratie liefert Soros mit “für nötige Reformen genutze Schlupflöcher in [EU-]Gesetzen” als Euphemismus für perpetuierte, offene Vertragsbrüche die beste Munition für besagte ‘disenchanted voters’, speziell dann, wenn er dem noch eine Präludium über „Stückwerk-Sozialtechnik“ (piecemeal social engineering) voranstellt und den Leser über den Jolly-Joker des ‘EU-Projects’ aufklärt: Die Spill-over-Effekte, wonach auf jeden Schritt nahezu unvermeidbar der nächste folgen muss, bis beginnend mit der Montan-Union auch wirklich alles an staatlicher und bürgerlicher Souveränität vollständig durch den Schredder ging.

    Die Kommentare im Forum der “Welt” sprechen Bände, doch die wohltönendste Musik spielt auf Soros’ eigener Spielwiese, wo sein Beitrag initial erschien (*) und das Kommentariat in noch nie gezeigter Vielzahl und Weise diesen überaus freundlich, distinguiert und, insbesondere bezogen auf die orwell’sche Verwendung des Begriffes ‘offene Gesellschaft’ bestends fundiert zerlegt.
    Würde im Taz-Forum ein Leitartikel vom Stammpublikum dergestalt durchs Sieb der Vernunf gepresst und dessen halbwegs brauchbare Teile nach sorgfältiger Reinigung zu etwas Brauchbarem rekompiliert, was dem Autor diametral widerspricht, käme es einem Zwergenaufstand in der dritten Liga gleich, diesmal aber erfuhr der Meister persönlich und in dessem Heimstadion, was man von seinem verklausulierten “Es tut mir unendlich leid” hält. Lesenswert!

    Wetten darauf, dies wäre sein finales “Mein’ ja nur” gewesen, sind verführt, doch eines ist absolut sicher: Inzwischen hat auch er den Knall gehört.

    *) project-syndicate.org/onpoint/open-society-needs-defending-by-george-soros-2016-12

  20. Selbstdenker

    @curly:
    Der Soros-Brief ist mehreres auf einmal: Analyse mit Vorzeichenfehlern, Rechtfertigungversuch und Synchronisationssignal an die Getreuen aus Politik, Medien und Unis.

    Der “Endkampf” um den Neoprogressivismus findet also in Deutschland statt. Damit kehrt der Ungeist an jenen Platz zurück, wo man ihn ursprünglich aus der Flasche ließ.

  21. sokrates9

    Meines Wissens hat Russland auf Soros einen internationalen Haftbefehl ausgestellt! warum wohl?

  22. aneagle

    Soros ist in 3.5 Jahren 90. Er stellt die Weichen, dass sein Lebenswerk ihn überlebt. Hillary als Nachfolgerin fällt wegen des ärgerlichen amerikanischen Wahl-Unfalles aus. Die nächste Karrierechance hat nach den Wahlen 2017 eine Frau aus der DDR mit Zugriff auf halb Europa.

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