Der Euro, der vor einem Jahrhundert scheiterte

„Bereits im 19. Jahrhundert gab es den Versuch einer europäischen Währungsunion, die sogenannte Lateinische Münzunion. Frankreich, Belgien, die Schweiz und Italien vereinbarten 1865 einen gemeinsamen Vertrag, der für alle Länder gemeinsames Geld, bestehend aus Gold- und Silbermünzen bringen sollte. (…) Das große Projekt scheiterte schnell, die Union hielt aber noch relativ lange durch, weil die Mitgliedsländer die Kosten eines Austritts scheuten. (…) Die Lateinische Münzunion hätte den Gründervätern des Euro eine Lehre sein können: Heterogene Staaten mit nationaler Souveränität lassen sich nicht über ein Geldsystem integrieren.“ mehr hier

5 comments

  1. Kluftinger

    Empfehlenswert : Thilo Sarrazin: “Europa braucht den Euro nicht”.
    Fundiert aufgearbeitete Studie zur aktuellen Situation (obwohl das Buch schon vor einigen Jahren erschienen ist).

  2. Johannes

    Schauen wir doch einfach wer den Euro nicht hat: Schweden, Polen, Ungarn, Tschechien, Dänemark, Kroatien, Rumänien, Bulgarien. Bricht deshalb deren Wirtschaft zusammen, ist deshalb der soziale Friede gefährdet, sind diese Länder ausgeschlossen vom Handel vom Dienstleistungsverkehr, fallen sie gegenüber den Ländern in denen mit Euro bezahlt wird zurück?

    Ich denke nein! Ich glaube im Gegenteil diese Länder haben ein klein wenig mehr Spielraum.
    Es fehlt der Mut, Länder die mit dem Euro bezahlen aber die Kriterien nicht erfüllen können, vorübergehend oder längerfristig aus dem Euro zu entlassen.
    Man will sich nicht eingestehen das es Länder gibt die ihre Verschuldungspolitik nur auf Grund der solidarischen Haftung aller betrieben haben. Diese Länder haben auf Pump gelebt und ihre Wirtschaftsmöglichkeiten vernachlässigt. Wohlstand wurde dort nicht erwirtschaftet sondern auf Verschuldung aufgebaut.

    Wer in seiner eigenen Währung “lebt“ wird augenblicklich auf seine eigene Verantwortung aufmerksam und baut keine sozialen Traumschlösser mehr die andere bezahlen müssen.

    Noch nie habe ich Vorwürfe aus einem EU-Land das nicht mit dem Euro bezahlt gehört die auch nur annähernd denen der Griechen gleichen. Die meisten dieser Länder sind zwar Nettoempfänger (wie auch Griechenland zusätzlich) aber diese Kosten sind vollkommen kalkulierbar.

    Ich halte den Euro für gut und wichtig aber er ist kein Heilmittel für Staaten die in keinster Weise die Kriterien erfüllen können.

    Würde man zeitweise Austritte ermöglichen hätte es zwei Wirkungen:

    Die Länder müssten sich anstrengen um drinnen zu bleiben.
    Schaffen sie es nicht fallen sie für eine gewisse Zeit hinaus und haben Zeit sich zu konsolidieren ohne alle anderen in Geiselhaft zu nehmen.

    Würde man diese Strategie ohne Aufgeregtheit betreiben wäre viel explosive Luft draussen und der Euro wäre Garant für Stabilität und Berechenbarkeit.

  3. Thomas F.

    Bis 1971, als Nixon das Volk betrog, hatte die ganze Welt eine Einheitswährung: Gold. Der Dollar war ursprünglich nur ein Schuldschein für ein Gramm Gold. Mit diesem Argument hat man ja 1934 die Konfiszierung der gesamten privaten Goldreserven gerechtfertigt. Leider hat der Staat sein Versprechen gegenüber den Bürgern nicht eingehalten sondern eine Art Scheckbetrug begangen um seine Verschwendungssucht zu finanzieren.
    Und die ‘Ökonomen’ reden ihm bis heute das Wort und liefern immer albernere Erklärungen, die der Laie halt leider nicht logisch nachvollziehen kann, denn nur Experten, die das jahrelang studiert haben, können da mitreden…

  4. Luke Lametta

    Das Wort Dollar leitet sich von der deutschen Münzbezeichnung “Taler” ab, wie auch “Dinar” oder der ehemalige slowenische “Tolar”. War ursprünglich mal mit ~24 Gramm Silber oder 1.6 Gramm Gold hinterlegt…

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