Der Euro, ein Produkt politischer Anmaßung

Von | 24. Juli 2017

Im Jahre 1998 veröffentlichten 155 namhafte Wirtschaftswissenschaftler in der „FAZ“ einen Aufruf mit dem Titel: „Der Euro kommt zu früh!“. Das für die langfristigen Ziele der politischen Eliten unabdingbare Lieblingsprojekt wurde dennoch – ohne Rücksicht auf Verluste, wie wir seither erleben – ins Werk gesetzt.

Von Anbeginn an ging es nicht ums Geld, nicht um die grundsätzlich sinnvolle Idee einer gemeinsamen Währung. Der Euro war niemals ein monetäres, sondern stets ein lupenrein politisches Projekt, das der Schaffung der „Vereinigten Staaten von Europa“, eines neuen Imperiums nach US-Vorbild, Vorschub leisten sollte. Den Herrschenden war klar, dass ein derart größenwahnsinniges Projekt auf direktem Wege – also nach Referenden in den einzelnen Mitgliedsstaaten – unmöglich zu realisieren gewesen wäre. Niemals würden die so grundverschiedenen Völker der Alten Welt der Aufgabe ihrer Eigenarten, der Beseitigung ihrer Selbstbestimmungsrechte und ihrer Fernsteuerung durch Brüssel freiwillig ihre Zustimmung erteilt haben.

Denn Europas Stärke lag stets in seiner Buntheit und Vielfalt. Europa drückte der Welt nicht als zentral verwalteter und regierter Monolith seinen Stempel auf, sondern als Sammelsurium miteinander konkurrierender Völker und Ideen. Den Bürgern Europas war und ist auch heute noch bewusst, dass die Stärke ihres Kontinents in der Vielfalt liegt und nicht in der Einfalt – in einer von Zentralbürokraten erzwungenen Nivellierung. Europa hat am Beginn der Neuzeit den Wettbewerb mit der zu dieser Zeit technologisch noch überlegenen Großmacht China gewonnen, weil die Vielfalt seiner Völker so ungemein befruchtend wirkte. … (weiter hier)

4 Gedanken zu „Der Euro, ein Produkt politischer Anmaßung

  1. sokrates9

    Die Kunstsprache Esparanto ist dochgrandios gescheitert-dasselbe wird mitdem Europassieren! Doch leider wird dieser Flop Europa immer mehr in 3.Weltkontinent bringen!

  2. Christian Peter

    Der Euro ist nicht das Hauptproblem, sondern der ein paar Jahre vorher eingeführte EU – Binnenmarkt mit den 4 Grundfreiheiten, die lauten : 1. Personenfreizügigkeit, 2. Freier Warenverkehr, 3. Freier Kapitalverkehr und 4. Dienstleistungsfreiheit.

  3. Falke

    Der Euro wurde uns ja u.a. damit schmackhaft gemacht, dass alle Staaten der Eurozone angeblich – unter Strafandrohung – gezwungen wurden, ihre Budgets in Ordnung zu halten (Maastricht-Kriterien). Wie man weiß, sind diese Kriterien und “Strafen” nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen; so wie übrigens auch alle übrigen EU-Verträge (Schengen, Dublin). Das ist aber wieder ein anders Thema.

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