Der Fall Gurlitt und das Märchen von der Raubkunst-Sammlung

Cornelius Gurlitt wurde Anfang als Schattenmann der „Raubkunst“ durchs mediale Dorf getrieben. Daran war so gut wie nichts wahr. Alles was bleibt ist ein Justizskandal. (hier)

11 comments

  1. Thomas Holzer

    Die Tragik in dieser “causa” ist, daß sich staatliche Organe wissentlich und willentlich vor den Karren der “die Sau durchs Dorf jagenden” Medien spannen ließen.
    Und die gewählten Politikerdarsteller sind natürlich auch begeistert auf diesen Zug aufgesprungen.
    Verlottert, verkommen, korrupt und dekadent, so “präsentieren” sich zu Beginn des 21.Jhdts fast alle staatliche Institutionen

  2. pippin

    Nun ja, C.Gurlitt dürfte ja tatsächlich ein schrulliger Sonderling gewesen sein und daher nicht wirklich zu verurteilen. Sein Vater Hildebrand allerdings konnte sich ja – trotz teilweiser jüdischer Abstimmung – mit dem Nazi-Regime arrangieren und avancierte zu einem der Chefverkäufer von s.g. “entarteter Kunst”. Auch Hildebrands Bruder Wolfgang Gurlitt war in Österreich dafür zuständig, das “Führer”-Museum Linz mit Kunstwerken zu versorgen. Besonderes Aufsehen erregte hier der Fall des Klimtgemäldes Ria Munk III, welches 2009 vom Lentos Museum restituiert werden musste.

  3. Selbstdenker

    Das war bei den Tiroler Agrargemeinschaften auch so: zuerst medial zur Sau machen und dann juristisch ausrauben. Im einem Fall geht es um angeblich gestohlene Kunst und im anderen Fall um angeblich gestohlene Grundstücke.

    Oder anders formuliert: wenn der Geist mal aus der Flasche ist, dann ist auch die Beschlagnahmung von privaten Wohnungseigentum für Migranten kein Problem mehr.

    Vielleicht hätten sich diejenigen, die beim Zertrümmern vom Rechtsstaat noch laut geklatscht haben, weil sie offenbar geglaubt haben, dass es sie nicht treffen würde, mit dem Gedanken auseinandersetzen sollen, dass sie die nächsten sind.

  4. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    “……..weil sie offenbar geglaubt haben, dass es sie nicht treffen würde………”

    Das ist leider (fast) immer die Crux. Die meisten der Klatschenden und Schreienden denken, wenn überhaupt, maximal bis zur -mittlerweile geflügelten- Armlänge 🙁

  5. pippin

    @Thomas Holzer
    Mit Sippenhaftung hat das m.M. nichts zu tun, denn die Werke stammen ja aus dem Nachlaß von H.Gurlitt bis sie schließlich C.Gurlitt von seiner Mutter geerbt hat. Da stellt sich schon die Frage, ob der ursprüngliche Erwerb sauber gewesen ist.

  6. Rennziege

    21. Januar 2016 – 16:37 pippin
    Falls Sie den verlinkten Artikel gelesen hätten, wüssten Sie auch, dass maximal ein Dutzend der im Besitz von Cornelius Gurlitt befindlichen ~1000 Werke dubioser Herkunft sind.
    Dann wüssten Sie aber auch, dass die linke Treibjagd auf den alten, harmlos kunstverliebten Herrn denselben, wenn auch nicht mehr gesund, gnadenlos um seine letzten Lebensjahre gebracht hat.
    Etwas hornhäutig, Ihr Posting, wenn Sie gestatten.

  7. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Fünf Werke wurden als “restitutionswürdig” von der Kommission ausfindig gemacht; und es gibt namhafte Kunstexperten, die die Zahl auf 3 reduzieren würden.
    In Relation hängen in jedem Museum in D und A mehr Werke, deren Herkunft zumindest als dubios bezeichnet werden darf 😉 Aber da es sich um staatliche Einrichtungen handelt, wird da halt nicht so genau hingesehen………..

  8. Thomas Holzer

    @pippin
    das ist alles nicht so eindeutig, woher die Werke stammen………….viel zu viele Mutmaßungen, auch von der Kommission

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