“Der Feminismus hat sich verirrt”

Von | 25. Juli 2013

“Ja, wir leben im Patriarchat. Aber es sind die Männer, die viel mehr und heftiger daran leiden als die Frauen. Ein Aufschrei und drei Forderungen in der “FAZ“. Lesenswert.

22 Gedanken zu „“Der Feminismus hat sich verirrt”

  1. Thomas Braun

    Klare Gedanken! Logische Argumente! Daher chancenlos im stramm linken Gesellschaftsmodell, in dem wir leben. Denn ich bleibe dabei: Linkes Denken ist eine Form von Realitätsverweigerung und daher ein psychischer Deffekt.

  2. Hans Friedrich

    Vollkommen irrationale Denkweise – Einem Problem, das existiert und einen so großen Anteil der Bevölkerung betrifft, kann man nicht genug Aufmerksamkeit widmen. Auch kann man das Problem der Benachteiligung von Frauen nicht überschwemmen mit anderen Problemen (wie Gewalt und rechtliche Ungleichheiten), um es gegenstandslos zu machen. Diese Pseudo-intellektuelle Einstellung gegen den Feminismus ist veraltet.

  3. Reinhard

    Der Feminismus ist eine missionierende Religion und hat deshalb mit logischen Argumenten nix am Hut. Ihre Organisationen werden staatlich gefördert und ihre Missionierung gesetzlich gestützt, denn diese Sekte hat bereits alle Staatsorgane unterwandert, die Schulen erobert und die Redaktionsstuben durchseucht. Wie jede Religion lebt sie von der endlos wiederholten Predigt der Einen Wahrheit, an der zu zweifeln Ketzerei und die zu widerlegen Blasphemie ist.
    Das neue Mittelalter baut auf neue Religionen.
    Die Fähigkeit zum logischen Denken ist heute eine Strafe.

  4. Hans Friedrich

    Und wie begründen Sie diese Behauptung? Unter Religion verstehe ich zuallererst eine Organisation verknüpft mit einem Glauben. Feminismus ist nicht organisiert, sondern hat Anhänger und Organisationen, die sich mit der Gleichstellung der Frau im Alltags- und Berufsleben befassen. Es fehlt der Glaube, denn Fakten, die statistisch erhoben wurden und werden, dienen als Beweis für die Unrechtmäßigkeit. Der Vergleich von Feminismus zu Religion hinkt wie der Vergleich von Liberalismus zu Religion.

  5. Reinhard

    @Hans Friedrich
    Das Problem ist ein anderes: Die behauptete Benachteiligung der Frau wurde immer mit unbewiesenen und aus dem Zusammenhang gerissenen Argumenten – eben Gewalt und rechtliche Ungleichheit – unterstützt, die sich jetzt, wo sich ernsthafte Studien mit der Beweisführung beschäftigen, als Lüge herausstellen.
    Und schon raunzen einige aus ihren Löchern etwas von “pseudo-intellektuell”. “Pseudo” ist ja auch so ein Wieselwort, mit dem man beweislos seine Diskussionsgegner an die Wand nageln kann.
    Aber wenn hier bei genauem Hinsehen etwas “pseudo” ist, dann die Wissenschaftlichkeit des Feminismus, der nämlich religionsgleich mit Behauptungen das Auslangen findet und sich nicht mit lästigen realen Zuständen abgeben muss.

    Beispiel aus einem Pflicht-Genderseminar:
    Die seminarleitende Doppelnamentrulla fordert die Teilnehmer dazu auf, zu folgender Aussage Stellung zu beziehen: “Warum sind in unserer Gesellschaft Männer mehr Wert als Frauen?”
    Meine Gegenfrage: “Sind sie das? Woran können Sie das erkennen?” führte nach einigem hilflosen Herumgeseiere (sie kam mit dem Pensionsargument, das ich mit zwei Argumenten zerlegen konnte, nämlich einmal dem Einzahlungs-Auszahlungs-Verhältnis und zum anderen der aus früherem Pensionsantritt und längerem Lebensalter resultierenden höheren Gesamtsumme) zu der krönenden Aussage: “Sie wollen doch nicht allgemein bekannte Tatsachen leugnen?”
    Nach meiner Frage, ob sie genug Größenwahn besitze, das Ablehnen einer Aussage, die sie ganz offensichtlich nicht mit Fakten unterlegen kann, als Majestätsbeleidigung zu empfinden, brach eine totale Eiszeit aus und sie beschloss, auf keine einzige meiner Äußerungen mehr einzugehen.
    Ich habe nichts gegen eifrige Missionare und -rinnen, aber wenn das Menschen angefangen vom Kindergarten über Schule bis zu Zwangsseminaren im Erwachsenenalter über sich ergehen lassen müssen und das auch noch mit Steuergeldern quasi aus eigener Tasche zahlen, dann bekomme ich das Problem, das mir die Nahrung ausgeht, um noch genug Kotzen zu können.
    Der Geschlechterkampf ist eine einzige Nebelgranate, in deren Dampf es sich Heerscharen von Systemgewinnlern kuschelig eingerichtet haben. Hetze, Lüge, Pseudowissenschaft und religiöser Fanatismus, eine selbsternannte Inquisition, Denunziantensysteme und Missionierungsvereine inklusive.

  6. Reinhard

    @Hans Friedrich
    Der Islam ist auch nicht organisiert; er besitzt keinen Papst und keine Führungsinstanz. Also auch keine Religion?

    Es macht einen Unterschied, von Fakten zu reden oder welche zu bringen.
    Es wird immer noch behauptet, Frauen stünde für die gleiche Arbeit weniger Lohn zu. Bitte posten Sie irgend einen Tarifvertrag, der eine Geschlechtertrennung kennt. Bis dahin sehe ich mir die Realität an, in der Männer und Frauen im gleichen Job das gleiche Geld bekommen, nur dass die Männer seltener im Krankenstand oder in Karenz gehen und viel mehr Überstunden leisten.

    Und zu den statistischen Fakten siehe die Pensionslüge.

  7. Thomas Holzer

    @Hans Friedrich
    Feminismus und “Genderismus” sind die bestorganisierten, bestfinanzierten Religionen des beginnenden 21.Jahrhunderts!

  8. Hans Friedrich

    @Reinhard
    Ich gehe auf diese blödsinnige Argumentation nicht ein, möchte nur ein paar kurze Wörter abgeben:

    1. Organisation heißt nicht, dass es einen Chef gibt.

    2. Feminismus ist deswegen keine Religion, weil es, wie der Liberalismus, der (A)Theismus oder der Pazifismus, eine grundlegende Einstellung ist, die eine Organisation oder einen Verein auszeichnet, aber selbst keine Organisation ist.

    3. Statistik, der in Umfragen verwendet wird, an sich ist keine Wissenschaft! Einen Feminismus zeichnet aus, dass er bescheid weiß, über die Ungleichheit der Frau in der Gesellschaft (ich zitiere jetzt keine Umfragen, aber siehe Frauenanteil in Führungsrigen großer Konzerne und Frauenanteil in Universitätsabgängen verglichen zu dem unter Professoren, als zwei von vielen Beispielen). Der Schlag, Feminismus sei keine Wissenschaft geht ins Leere, weil niemand das behauptet!

    Und als letztes: Idioten gibt es überall. Dass Ihre Seminarleiterin keine Ahnung hat, sagt nichts über Feminismus aus.

  9. KClemens

    Hans Friedrich :Und wie begründen Sie diese Behauptung? Unter Religion verstehe ich zuallererst eine Organisation verknüpft mit einem Glauben. Feminismus ist nicht organisiert, sondern hat Anhänger und Organisationen, die sich mit der Gleichstellung der Frau im Alltags- und Berufsleben befassen. Es fehlt der Glaube, denn Fakten, die statistisch erhoben wurden und werden, dienen als Beweis für die Unrechtmäßigkeit. Der Vergleich von Feminismus zu Religion hinkt wie der Vergleich von Liberalismus zu Religion.

    Ich darf Ihnen versichern, daß viele Frauen mit dem abgehobenen Feminismus 2.0 (aka Gendering) wenig bis gar nichts am Hut hat.

    Aber auch schon der Feminismus 1.0 hatte sein größtes Manko im Männerhass, der mal mehr, mal weniger kaschiert wurde. Überhand genommen haben anscheinend lesbisch-emanzipatorische Strömungen, die schon ein Trauma bekommen, weil nicht alle Frauen freiwillig die Seiten wechseln und selbst lesbisch werden. Oder zumindest sich so verhalten, als seien sie lesbisch.

    Ich bin Jahrgang 1957, und habe 1972 meine Ausbildung angefangen. Dort wurde ich empfangen von einer Personalchefin, es gab bereits damals schon reichlich Frauen als Substitutinnen oder Einkäuferinnen oder eben auch als Assistentin des Vorstands. Hieß nur anders, nämlich Vorstandsekretärin.

    In unserem Ausbildungsjahrgang hielt sich der Anteil männlich-weiblich so ziemlich die Waage und auch in der Berufsschule war der Anteil ähnlich.

    Klassenkameradinnen von mir, die Abi gemacht haben, haben später studiert oder auch eine Ausbildung angefangen. Daß sie sich auch für “das kleine erfolgreiche Familienunternehmen” entschieden haben, geht niemanden etwas an, außer den daran Beteiligten.

    Ich mische mich nicht in das Leben irgendwelcher Emanzen oder Feministinnen oder Lesbenaktivistinnen ein, im Gegenzug erwarte ich, daß ich genau so in Ruhe gelassen werde.

    Und von Politikern und Politikerinnen!, wo wir schon dabei sind, erwarte ich die zur Verfügungstellung gleicher Startbedingungen für alle, so daß jeder für sich entscheiden kann, welchen Weg, er oder sie, wie beschreiten möge.

  10. KClemens

    Kleiner Nachtrag:

    Und während meiner Grundschulzeit, oder Volksschulzeit, wie es damals hieß, wurde ich von gleich vielen Lehrerinnen wie Lehrern unterrichtet.

    Es gab schon zu der Zeit (und auch schon früher) jede Menge Frauen, die gearbeitet haben. Auch in höheren Position, wie Pflegdienstleitung, Kindergartenleitung, Schulleitung. Ich hatte Klassenkameradinnen deren Mütter haben im familiären Geschäft mitgearbeitet, oder als Arzthelferin, oder als Putzfrau.

    Bei meinem Vater in der Firma (Bank) gab es schon seit der Nachkriegszeit Frauen in leitenden Positionen.

    Und auf dem Gymnasium gab es eine 100%ige Frauenquote, da es sich um eine Schule handelte, die von Nonnen geleitet wurde. An der Spitze stand natürlich die “Mutter Oberin”.

    Wer also hier von irgendwelchen “Gender Gaps” schwafelt, hat wohl die letzten Jahrzehnte unterm umgedrehten Mustopp verbracht.

  11. Hans Friedrich

    @KClemens
    Einzelschicksale sagen nichts über Statistik aus: In Deutschland ist eine Frau Kanzlerin – das heißt nicht, dass in Deutschland Frauen gleichberechtigt sind.

    Die statistischen Beispiele die Sie nennen sind Pflegedienst, Kindergarten, Schule – ich weiß nicht, was diese Berufe so unattraktiv für Männer macht, aber in den meisten anderen Sektoren gibt es mit Verantwortungszunahme eine Frauenanteilabnahme.

    Ich werte das als Witz, dass sie eine kirchliche Schule, die von Nonnen geleitet wird, als Beispiel gegen den Feminismus angeben.

    Es gibt weniger Leiterinnen in den meisten Unternehmen, als Leiter – bsp. Nationalrat und Bundesrat jeweils unter 30% (zum Vergleich: ca. 50% der Wahlberechtigten sind Frauen). Ein weiteres Beispiel hier:

    http://diepresse.com/home/bildung/schule/500746/Frauen-bleiben-Lehrerin-Maenner-werden-Direktor

  12. Mourawetz

    @Hans Friedrich
    “in den meisten anderen Sektoren gibt es mit Verantwortungszunahme eine Frauenanteilabnahme”: liegt vielleicht daran, dass Frauen vor Verantwortung zurückschrecken? Daran, dass Frauen nicht “die Schuld” auf sich nehmen wollen, sind also auch die Männer schuld. Was wiederum nur beweist, dass Frauen im allgemeinen weniger Verantwortung zu übernehmen imstande sind.

    Wertung als Witz, dass 100 % einer kirchlichen Schule von Frauen geleitet wird: Ist die Wahrheit so schwer verdaulich? Bricht gerade ein Weltbild zusammen, nämlich das, von den Frauen als den ewig Benachteiligten? Wo es doch so rasante Gegenbeispiele gibt, und das in der angeblich so mämmlich dominierten Kirche? Wieder mal ein Eigentor.

    “Es gibt weniger Leiterinnen in den meisten Unternehmen, – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=23450#comments
    Warum überlassen Sie das Selbstbestimmungsrecht der Frauen nicht den Frauen, die das angeht? Warum müssen sich Frauen für den Direktorsposten mit Verantwortung entscheiden, weil Sie das meinen? Es gibt keine Benachteiligung. Diese Mär ist nicht haltbar und nur mehr lächerlich.

  13. Rennziege

    So mancher Hans wäre gut beraten, seinen Vornamen in Johanna zu ändern.
    Meine G’schrappen, mein Mannsbild und ich freuen uns über jede männliche Lehrkraft (wie unauffällig hab’ ich das gegendert!), die dem Nachwuchs noch vergönnt wird. Weibliche Lehrer sind mehrheitlich ein Krampf: zimperlich, schlampert, fortbildungsfeindlich, oft krank, meist kinderlos, seit der Uni die Ohren auf Durchzug gestellt, grün, rot und öko bis zum Erbrechen. Keine Pädagoginnen, sondern wandelnde Plakatwände eines traditions- und elternlosen Zeitgeists.

    Und die Direktorinnen (andere gibt’s ja kaum noch) stellen die weiblichen den männlichen Lehrern als Vorbild hin; also gibt’s auch keinen Lehrkörper mehr, sondern nur noch eine Lehrkörperin. Und wenn ein Bub auf dem Pausenhof sich eine kleine Schramme am Knie einfängt, werden Polizei, Notarzt und alleinerziehende Mamas herbeigeholt … Dabei wär’ so eine Harmlosigkeit mit einem Fleckerl Hansaplast in zwei Minuten aus der Welt geschafft. I maan, i traam!

  14. Christian Weiss

    Ich hätte da eine verrückte Idee: Wir belassen die rechtliche Lösung, dass Frauen und Männer gleichermassen Wahl- (und in meiner Heimat Stimm-)recht haben, auch wenn eine Gruppe das aktive wie passive weniger nutzt. Wir belassen die Wehrpflicht für Männer und begnügen uns damit, dass nur Frauen Kinder bekommen können. Ansonsten schauen wir, dass Mann und Frau vor dem Gesetz gleich sind und das Gericht im Scheidungsfall auch den Vätern zutraut, dass sie Kinder grossziehen können.
    Im Beruf überlassen wir es den Firmen, welche Leute sie einstellen wollen, und wir überlassen es den Leuten, für welche Berufe sie sich bewerben wollen. Wenn sich deswegen nichts daran ändert, dass die Mehrheit der Müllabfuhrangestellten, Akkordeisenleger und Topmanager Männer und die Mehrheit der Kleinkindererzieher, Krankenpfleger und der Gebärmutterhalskrebsselbsthilfegruppenleiter Frauen sind, nehmen wir das hin.
    Und in der Familie überlassen wir die Entscheidung, wer mehr Zeit für die Kindererziehung und wer mehr Zeit für den Broterwerb aufwenden will, den Eltern.

    Ist das zuviel verlangt?

  15. Reinhard

    @Hans Friedrich
    “Einen Feminismus zeichnet aus, dass er bescheid weiß…”

    Was Sie da abliefern ist die lupenreine Definition eines Religionsfanatikers. Den zeichnet auch aus, dass er Bescheid weiß, egal, was die Realität so bietet.

    Sie biegen sich die Welt so hin, wie sie Ihnen passt. Um Frauenanteile in Führungsriegen machen Sie sich Sorgen, bei den Asphaltierern und Tunnelbauern gibt es da auch Ungleichgewichte – was sagt das jetzt aus? Außer, dass es, entgegen dem missionarischen Kampf der EifererInnen, immer noch Frauen gibt, die sich nicht von ihnen beeinflussen lassen.

    Und zu den Idioten: In einem von einem Frauenverein geförderten Technikkurs für Frauen durften diese auf Weisung einer Frau Magistra Wichtig von den Ausbildern nicht mit “Damen” angeredet werden, da dies eine Herabwürdigung darstelle. Die Genderforschung (wie war das mit der Wissenschaft?) habe nämlich herausgefunden, dass Männer den Begriff “Dame” gern herablassend verwenden würden.
    So lange die Idioten, sorry, politisch korrekt: Idiotinnen, die Regeln in diesem Deppenspiel aufstellen, möchte ich deren Existenz nicht unter den Teppich kehren.

  16. Reinhard

    @Christian Weiss
    “Ist das zuviel verlangt?”
    Von Missionaren, die ihr Ziel in der hundertprozentigen Durchregulierung des Lebens anderer Menschen sehen, leider ja. Das Konzept, im Rahmen der Gleichheit vor dem Recht seinen individuellen Platz selbst zu suchen, passt den Regulierungswütern nicht in den Kram. Die bekommen einen Krampf wie Monk, wenn ein rotes Buch zwischen den grünen steht.

  17. Peer

    Gleichbehandlung und Gleichstellung von Frauen gegenüber Männern wird, wie beobachtet werden kann, nur dann eingefordert wenn sich dabei ein Vorteil, eine Besserstellung für Frauen ergibt.
    Bei der neuerlich geführten Debatte in der Frage um gleiches Pension-
    eintrittsalter für Frauen und Männern wollen die Frauen nichts davon wissen.

  18. Wettbewerber

    Nach meiner Erfahrung ist die Gesellschaft eindeutig weiblich dominiert:

    1) Wer betreibt die Erziehung von Kindern, bis sie in den Kindergarten kommen? – Zur übergroßen Mehrheit Frauen.
    2) Wer betreibt die Erziehung von Kindern, wenn sie in den Kindergarten kommen? – Fast ausschließlich Frauen.
    3) Wer betreibt die Erziehung von Kindern, wenn sie in die Volksschule kommen? – Fast ausschließlich Frauen
    4) Wer betreibt die Erziehung vonn Kindern, wenn sie ins Gym oder in die HS kommen? – Erst hier können die Männer ein bisschen aufholen, die Mehrheit stellen aber noch immer die Frauen.

    Die Erziehung unseres gesamten Nachwuchses (über die ja schon politische Kämpfe der heftigsten Art ausgetragen wurden) liegt also gerade in den so prägenden Jahren von 0-10 Jahren zu über 90 % bei Frauen. Und das lässt eine “patriarchalische” Gesellschaft so einfach zu? Da wären die Männer aber schön sumsi, nicht wahr?

    Im Gegenteil – aus dem Faktum dass NIEMAND daran irgendwas findet, spricht es eher dafür, dass es eine (stille) weibliche Dominanz gibt, die mit einer solchen Situation natürlich sehr gut leben kann.

    Apropos Schule: Ich kann mich noch gut erinnern, es am Anfang überhaupt nicht eingesehen zu haben, dass man Buben unter gewissen Umständen schlagen darf, Mädchen aber in keinem Falle. Ein paar Mal habe ich mir (wohl nicht ganz unverdient) von Mädchen eine eingefangen, aber zurückschlagen (was ich bei Buben definitiv getan hätte) durfte ich nicht. Einmal ist mir dannn doch die Hand ausgekommen, und ich hatte Glück, nicht vor der Direktorin zu landen…

    Fazit: Eine Ungerechtigkeit und ein weiteres, ziemlich eindeutiges Indiz dafür, dass Weibliches mehr zählt als Männliches in der Gesellschaft. Von “Gleichberechtigung” keine Rede.

    Ich könnte noch mehrere solche Beispiele anführen. Aber belassen wir es einmal dabei.

    Und dem @Hans Friedrich sei Folgendes ins Stammbuch geschrieben: Bis dato haben Sie NICHT EINEN konkreten Fall aufzählen können, wo eine Frau “von einer männlich dominierten Gesellschaft” benachteiligt worden wäre. Alles, was Sie hierorts bisher zustande gebracht haben, ist, sich der eigentlichen Diskussion und den Argumenten ihrer Gegner zu enthalten, und vom überaus hohen Ross unqualifizierte und unbegründete Statements abzusondern.

    Mit einem Wort: Erbärmlich!

  19. KClemens

    Hans Friedrich :@KClemensEinzelschicksale sagen nichts über Statistik aus: In Deutschland ist eine Frau Kanzlerin – das heißt nicht, dass in Deutschland Frauen gleichberechtigt sind.
    Die statistischen Beispiele die Sie nennen sind Pflegedienst, Kindergarten, Schule – ich weiß nicht, was diese Berufe so unattraktiv für Männer macht, aber in den meisten anderen Sektoren gibt es mit Verantwortungszunahme eine Frauenanteilabnahme.
    Ich werte das als Witz, dass sie eine kirchliche Schule, die von Nonnen geleitet wird, als Beispiel gegen den Feminismus angeben.
    Es gibt weniger Leiterinnen in den meisten Unternehmen, als Leiter – bsp. Nationalrat und Bundesrat jeweils unter 30% (zum Vergleich: ca. 50% der Wahlberechtigten sind Frauen). Ein weiteres Beispiel hier:
    http://diepresse.com/home/bildung/schule/500746/Frauen-bleiben-Lehrerin-Maenner-werden-Direktor

    Das waren keine Einzelbeispiele. Die ganze Stadt Köln war, seit ich sie wahrgenommen habe, voll von arbeitenden Frauen. In Kaufhäusern, in Arztpraxen, in Bäckereien, in Fleischerein, in Fischgeschäften, in Kneipen, nicht wenige Kneipen gehörten sogar Frauen.

    Auch meine Mutter (Jahrgang 1916) hat gearbeitet, ihre beiden Schwestern Jahrgang 1912 und 1920) haben auch beide gearbeitet. Die älteste Schwester hat bis zur Pensionierung gearbeitet und deren beste Freundin ebenfalls. Beide waren überdies nicht verheiratet. Meine Mutter hätte auch nach ihrer Heirat weiter arbeiten können, mein Vater hätte nichts dagegen gehabt. Sie wollte es aber nicht. Und schon gar nicht, seit dem ich da war.

    Tun Sie also bitte nicht so, als hätten Frauen erst seit der Jahrtausendwende Zugang zu Arbeitsplätzen.

    Ich mag zwar manchmal bekloppt sein, aber ich bin nicht blöd. Und von Männern wie Ihnen lasse ich mich schon gar nicht verarschen. Hat mir mein Vater beigebracht.

  20. KClemens

    Hans Friedrich :@KClemensEinzelschicksale sagen nichts über Statistik aus: In Deutschland ist eine Frau Kanzlerin – das heißt nicht, dass in Deutschland Frauen gleichberechtigt sind.
    Die statistischen Beispiele die Sie nennen sind Pflegedienst, Kindergarten, Schule – ich weiß nicht, was diese Berufe so unattraktiv für Männer macht, aber in den meisten anderen Sektoren gibt es mit Verantwortungszunahme eine Frauenanteilabnahme.
    Ich werte das als Witz, dass sie eine kirchliche Schule, die von Nonnen geleitet wird, als Beispiel gegen den Feminismus angeben.
    Es gibt weniger Leiterinnen in den meisten Unternehmen, als Leiter – bsp. Nationalrat und Bundesrat jeweils unter 30% (zum Vergleich: ca. 50% der Wahlberechtigten sind Frauen). Ein weiteres Beispiel hier:
    http://diepresse.com/home/bildung/schule/500746/Frauen-bleiben-Lehrerin-Maenner-werden-Direktor

    Eines kann ich Ihnen sagen. Auf dieser Nonnenschule habe ich eines gelernt. Widerstand und hinter die frommen Sprüche gucken. Insofern hat sich schon alleine dafür das Schulgeld meiner Eltern gelohnt.

    Und wenn Sie bemängeln, daß nicht alle Frauen in Führungspositionen arbeiten. Gucken Sie mal genau hin. Männer tun das nämlich auch nicht.

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