“Der ganz Europa destabilisierende Wahnsinn der Grenzöffnung”

Der Heidelberger Historiker Rolf Peter Sieferle schied am 17. September dieses Jahres aus dem Leben. Drei Wochen vorher schrieb er einen sehr beachtlichen Brief an den deutschen Publizisten Michael Klonovsky, der hier auszugsweise publiziert wird:  “…..Mit der Öffnung der Grenzen für Immigranten ‘ohne Obergrenze’, die Merkel im Sommer 2015 verkündete, erfüllte sie einen zentralen Wunsch des gesinnungsethischen Lagers, das mittlerweile von der SPD über die Grünen bis zur Linkspartei reicht. Widerstand gegen diese verantwortungslose Politik konnte nur noch aus den eigenen Reihen kommen, vor allem aus der CSU, doch stand man hier vor dem Problem, daß ein Sturz Merkels auch die eigene Machtposition verschlechtert hätte, ohne an der Sache wirklich etwas ändern zu können. Die politische Alternative, eine auch 2015 rechnerisch mögliche rot-rot-grüne Koalition, hätte die Merkelsche Politik verschärft fortgeführt. Inhaltlich standen die Widersacher Merkels innerhalb der Union daher vor der Alternative zwischen schlimm und schlimmer.

Merkel befand sich damit in einer idealen Lage: Eine Opposition von links gab es nicht, da sie ja selbst die Politik der Linken vollzog. Eine Opposition von rechts gab es (innerparlamentarisch) ebenfalls nicht, denn auch der CSU saß das Hemd des Machterhalts näher als der Rock der Prinzipienpolitik. Kurzfristig und unter taktischer Perspektive war Merkel also in einer idealen, da ‘alternativlosen’ Position, da sie keine ernsthafte Opposition, geschweige ein Mißtrauensvotum angesichts ihrer abenteuerlichen Politik fürchten mußte.

Betrachtet man das gesamte politische System, so war die Lage fatal. Die Bevölkerung merkte allmählich, daß durch diese Politik ihre vitalen Interessen verletzt wurden, doch gab es auf dem herkömmlichen Weg keine Möglichkeit, diesen Unwillen zu artikulieren. Normalerweise würde man erwarten, daß im Parlament einem Regierungsblock ein Oppositionsblock gegenübersteht, den man wählen kann, wenn einem die Politik der Regierung mißfällt. Merkel hat es geschafft, diesen urdemokratischen Mechanismus außer Kraft zu setzen, da nun die einzige innerparlamentarische Opposition gegen ihre Politik selbst Teil der Regierung war und sich deshalb mäßigen mußte. Für die Wähler bedeutete dies, daß sie einem totalitär-geschlossenen Block gegenüberstanden, bei dem sie wählen konnten, was sie wollten, ohne daß dies Auswirkungen auf die eigentlich entscheidenden Fragen hatte.

Es spricht für die Flexibilität der Institutionen der Demokratie, daß nicht nur der Ausweg einer außerparlamentarischen Opposition offen blieb, sondern daß mit der AfD eine Partei entstehen konnte, die tatsächlich eine (konkret: die einzige) Alternative zum Konsensblock anbot. Der Allparteienblock unter der Führung von Merkel betrieb eine Politik, die laut Wählerumfragen von immer weniger Bürgern gebilligt wurde. Mitte 2016 stand nur noch weniger als die Hälfte der Bevölkerung hinter der Regierungspolitik. Angesichts dessen könnte man eigentlich erwarten, daß die AfD mehr als die Hälfte der Stimmen bekommt. Die einzige Möglichkeit, im politischen Raum nein zu sagen, bestand darin, AfD zu wählen.

In dieser Situation bestand die Taktik des politisch-medialen Blocks darin, die AfD als unwählbar zu stigmatisieren. Das war zunächst relativ einfach. Der Funktionärskörper der AfD setzte sich zu einem großen Teil aus politischen Anfängern und Dilettanten zusammen, wozu noch ein Schuß Phantasten und Querulanten kam. Das ist bei Protestparteien auch nicht anders zu erwarten, und bei den Grünen z.T. bis heute der Fall, betrachtet man etwa prominente Figuren wie Claudia Roth, die man eher im Kabarett als im Bundestag erwarten würde. Auch über die Päderastenschwärmerei auf den frühen grünen Parteitagen breitet man heute lieber den Mantel des Schweigens.

Bei der AfD ist dies etwas problematischer. Der Antifaschismus gehört seit den Anfängen zur Staatsräson der Bundesrepublik, und keine ernsthafte politische Partei kann es sich leisten, auch nur in die Nähe des Verdachts zu geraten, sie sei ‘rechtsradikal’ oder ‘antisemitisch’. Die Strategie der Diskriminierung mußte daher darauf zielen, die AfD in der Wahrnehmung der Wähler in die Nähe rechtsradikaler oder antisemitischer Positionen zu bringen. Wenn dies gelang, konnte der verbreitete ‘Kampf gegen rechts’ gegen die AfD gerichtet werden, und damit wäre die einzige Opposition gegen das Regierungskartell ausgeräumt.

Umgekehrt bedeutet dies, daß die AfD alles vermeiden muß, was zum Erfolg dieser Strategie beitragen kann. Sie muß dabei gegen Provokateure, aber auch gegen irregeleitete Anhänger kämpfen. Als national-konservative Partei steht die AfD in der Kontinuität zur älteren europäischen oder deutschen Rechten, und diese war im 19. und frühen 20. Jahrhundert immer auch antisemitisch ausgerichtet. Dies bedarf zur Erklärung eines kleinen Exkurses.

Im 18. Jahrhundert, zur Zeit der Aufklärung, galten die Juden noch als finstere Traditionalisten und Reaktionäre, die sich dem neuen Zeitalter der Vernunft entgegenstemmten und versuchten, ihren uralten mosaischen Glauben unreformiert weiterhin zu praktizieren. Im 19. Jahrhundert, nach der Emanzipation, d.h. der staatsbürgerlichen Gleichstellung der Juden, hatten viele von ihnen einen unerwartet großen Erfolg in der heraufziehenden marktwirtschaftlich-kapitalistischen Ökonomie. Sie besetzten nicht nur überproportional die freien Berufe und Positionen in der Wissenschaft, sondern sie nahmen auch wichtige Stellungen in der Wirtschaft ein, besonders im Finanzwesen. Konservative Kritiker dieser neuen Entwicklung sahen daher in den Juden eine Verkörperung von Geldwirtschaft, Traditionslosigkeit und Zerstörung des Überkommenen. Der Antisemitismus war gewissermaßen die Urform des Antikapitalismus.

Dieser Strang prägte die europäische Rechte bis weit ins 20. Jahrhundert, und er produzierte letztlich auch die genozidalen Exzesse des Nationalsozialismus. Heute dagegen steht die Rechte vor völlig anderen Problemen. Die Juden sind im Grunde kein Thema mehr, sondern die aktuellen Gegner, die Islamisten, sind zugleich auch Gegner der Juden. Dies läßt sich in Frankreich gut beobachten. Der nationalkonservative Front National war in der Tradition der europäischen Rechten lange Zeit antisemitisch eingestellt. Erst Marine Le Pen vollzog hier eine drastische Wende und entledigte sich der Antisemiten, die in ihrer Partei keinen Platz mehr finden sollten. Sie schreckte nicht einmal davor zurück, ihren eigenen Vater, der noch an den alten antisemitischen Traditionen hing, aus der Partei auszuschließen. Heute spielt der Antisemitismus im FN keine Rolle mehr. Angesichts dessen wundert es nicht, daß immer mehr Juden in Frankreich den FN als entschlossenstes Widerstandszentrum gegen die Islamisierung wählen.

Die AfD wäre gut beraten, wenn sie ebenfalls eine solche radikale Trennung vom Antisemitismus vollzöge und alle Traditionalisten, die noch in diesen Bahnen denken, aus der Partei entfernte. Der Antisemitismus war schon im 19. Jahrhundert nichts als eine von Wahnvorstellungen geprägte, irrationale und sachfremde Ideologie. Heute ist er zum Inbegriff der politischen Absurdität geworden und wird im Grunde nur noch von Spinnern vertreten, die etwa auch Adolf Hitler, diese größte politische Niete des 20. Jahrhunderts, für einen vorbildhaften Politiker halten. Aber gerade bei einer nationalkonservativen Protestpartei besteht immer die Gefahr, daß sich solche Narren bei ihr einnisten (wenn es sich nicht um gezielte Provokationen handelt), so daß man sich rigoros von ihnen trennen muß.

Die Diskriminierung der AfD im Kontext des ‘Kampfs gegen rechts’ funktioniert ein Stück weit. Man müßte angesichts der gemessenen Stimmung in der Bevölkerung erwarten, daß die AfD bei Wahlen über 30% der Stimmen erhält. Wenn es nur rund 15% sind, spricht dies dafür, daß die Diskriminierungskampagne einigen Erfolg hat. Allerdings ist dieser Erfolg (längerfristig) ambivalent. Durch Diskriminierung der AfD verschwindet ja nicht das Immigrationsproblem, auf das sie eine Antwort gibt, sondern es wird nur schwieriger, sich politisch dazu auszudrücken. Je gravierender aber das Problem ist, desto größer können auch die Kröten sein, die man bereit ist, für seine Lösung zu schlucken. Es könnte daher sein, daß eine erfolgreiche Diskriminierung der AfD als ‘rechtsradikal’ den Effekt hat, daß immer mehr Menschen sagen: ‘Dann bin ich eben rechtsradikal’. Die Diskriminierungspolitik hätte dann vielleicht kurzfristig Erfolg, langfristig wäre sie aber kontraproduktiv.

Die Merkelsche Präsidialpolitik hat in einem recht kurzen Zeitraum ihr Ziel erreicht. Merkel hat Chancen, auch eine vierte Amtszeit als Bundeskanzlerin anzutreten. Die Folgen insgesamt sind aber fatal. Die Wähler werden 2017 vor der unerfreulichen Alternative stehen, entweder wieder die Partei Merkels zu wählen mit der Aussicht, daß deren selbstzerstörerische Politik (vielleicht in einer Koalition mit den Grünen) fortgeführt wird, oder aber eine rot-rot-grüne Koalition in den Sattel zu heben, was noch schlimmere Auswirkungen hätte. Manche mögen darauf hoffen, daß eine solche Koalition rasch abwirtschaftet und daß die Union nach der Abschüttelung von Merkel und ihren Zuarbeitern (Altmaier, Kauder etc.) die Chance hat, sich in der Opposition zu regenerieren. Dies könnten allerdings vier bittere Jahre werden, in denen so viel zerstört wird, daß ein Neuanfang sehr schwierig wird. Ein realpolitischer Beitrag der AfD könnte dann darin bestehen, daß es arithmetisch nicht zu rot-rot-grün reicht. Die Wählerstimmen für die AfD hätten die Funktion, den Fortbestand einer Regierung Merkel zu garantieren (schwarz-rot oder schwarz-grün).

Die Außenwirkung dieser Bundestagswahl wird wichtig sein. Merkels Öffnungspolitik hat in ganz Europa zu Kopfschütteln geführt, und die Reaktionen liegen in einem Spektrum zwischen Schadenfreude und Entsetzen. Aber immerhin konnte diese Politik der Bundeskanzlerin direkt zugerechnet werden, wie es ein Engländer plastisch ausdrückte: ‘There’s only 1 to blame like in the ’40’s: that evil Frau, not willing to admit her open border policy is a total failure.If she will be re elected in 2017 then also the Krauts are to be blamed.’ Wenn die Regierung Merkel also wiedergewählt wird, fällt der ganz Europa destabilisierende Wahnsinn der Grenzöffnung nicht mehr auf ihre einsame Entscheidung zurück, sondern es wird eine Art ‘Kollektivschuld’ des deutsche Elektorats daraus erwachsen.”   (Quelle: hier)

18 comments

  1. mariuslupus

    Brrrrr, erschreckend es so klar vorgeführt zu bekommen, was Merkel, nicht nur bisher angerichtet hat, sondern, was sie noch vor hat, und wie aussichtslos die Zukunft ist. Die Frage ist, kann ein ganzes Volk Schuld auf sich laden ? Würde man diese Frage bejahen, was äusserst problematisch ist, würde das Volk der Deutschen, die Krauts, die Verantwortung dafür übernehmen, das zweite mal Europa in eine Katastrophe zu führen. Dass, die vorherige Katastrophe, ebenfalls im Lande der Krauts initiiert, nicht in einer Zerstörung Europas geendet hat,
    haben die Europäer, aussereuropäischern Mächten zu verdanken. Ob Europa in der sich bereits abzeichnenden Katastrophe jeman helfen wird, ist z.Z. nicht abzusehen.
    Bei den nächsten Wahlen haben es die deutschen Wähler in der Hand, über die Zukunft Deutschlands und Europa zu entscheiden. Die Wähler könnten Merkel abwählen. Man braucht über keine prophetischen Fähigkeite zu verfügen dass die Wähler, trotz Unzufriedenheit, Merkel wieder in ihren Handeln bestätigen und zu neuen Taten ermuntern, werden.
    Mögliche Verbündete, Putin und Trump, werden beschimpft und lächerlich gemacht. Sollte Clinton die Wahlen gewinnen, wird es die transatlantische Koalition Clinton – Merkel geben. Diese Koalition wird offene Grenzen, ohne Kontrollen und die Ausweitung der staatliche Wohlfahrt auf zugewanderte noch-nie-Einzahler ohne Einschränkungen, ausweiten. Bedeutet, höhere Steuern, Enteignungen von noch Besitz habenden, und uneingeschränkte Kontrolle des Staates über das Denken, Reden und Handeln, der Bevölkerung.

  2. Thomas Holzer

    Sehr gute Analyse.
    “If she will be re elected in 2017 then also the Krauts are to be blamed.‘”
    Plastisch, aber treffend, we’ll see

  3. Fragolin

    @mariuslupus
    “…uneingeschränkte Kontrolle des Staates über das Denken, Reden und Handeln, der Bevölkerung.”
    Genau darum geht es.
    Übrigens wurde gestern beschlossen, dass der BND das “Internet observieren” darf. Man darf sich ausrechnen, was das heißt. Wie Anfang diesen Jahres bereits vermerkt, wird es interressant sein zu sehen, wie lange solche Blogs wie dieses hier noch existieren dürfen und wann die SOKO zweimal klingelt…

  4. sokrates9

    Glaube immer weniger dass die Merkel da aus falsch verstandener Humanität handelt! Sie will einfach Deutschland zerstören und da sind die Handlanger der eigenen Partei am Besten dazu geeignet! Ähnlich wie Nürnberg werden dann alle unschuldig sein und nichts verstanden haben!

  5. sokrates9

    fragolin@ ..wann die SOKO zweimal klingelt ?Mögest du spannende Zeiten erleben – sagt da der Chinese! Ich glaube es ist ein Rennen mit der Zeit und es wird “arschknapp”

  6. Johannes

    Viele Menschen sind immer weniger bereit riskante Immigrations Experimente mit zu tragen.
    Auch die Daumenschraube Fremdenfeindlichkeit nützt da nichts, die Meisten haben keine Probleme mit Menschen die sich gut integrieren, natürlich gibt es auch dafür Grenzen aber die meisten Menschen die sich so integriert haben das es für sie selbstverständlich ist sich auch zu assimilieren sind eine Bereicherung.
    Wenn man diese Meinung teilt ist man nicht fremdenfeindlich, im Gegenteil jene vom fortschrittlichen linken Lager die uns immer und immer wieder einreden wollen wir seien ausländerfeindlich sind es doch die eine intolerante Religion und somit auch Rassismus indirekt verteidigen.
    So wie der Islam auf Eroberung und Ausschaltung von Freiheit ausgerichtet ist sind jene Europäer die ihn und alle seine Lebensweisen verteidigen und verharmlosen Feinde der Freiheit.
    Es mag gemäßigte Moslems geben, aber überall wo der Islam Fuß fasst kommt es zu fundamentalen Auseinandersetzungen um die eine Wahrheit die letztendlich immer der hat der die Gewalt Oberhoheit besitzt.

  7. Falke

    Die einzige – sehr vage und unwahrscheinliche – Alternative wäre die Trennung der CSU von der CDU und das Antreten ersterer als eigene Partei in ganz Deutschland, die dann nach der Wahl eine Koalition mit der AfD eingehen könnte. Ist aber auf jeden Fall zu spät für die Wahlen 2017, außerdem ist Seehofer zu schwach dafür; er kann nur groß reden, tut aber nichts. Wäre evtl. Markus Söder zuzutrauen.

  8. Dr.Fischer

    http://www.achgut.com/artikel/martin_schulz_der_biedermann_als_brandsti Henryk M. Broder / 19.10.2016
    Martin Schulz: Der Biedermann als Brandstifter

    Ist es Ihnen auch schon aufgefallen, dass man inzwischen jeden Tag etwas von oder über Martin Schulz liest? Ein Interview hier, eine Rede dort. Der Mann bringt sich als Kanzerkandidat der SPD in Stellung. Obwohl er erst vor Kurzem versichert hat, sein Platz sei „in Brüssel“. Nun ja, man muss so was nicht wörtlich nehmen. Schulz meinte vermutlich, sein Platz als Präsident des Europäischen Parlaments sei in Brüssel. Den Platz muss er aber spätestens im Januar 2017 räumen. Also braucht er einen neuen Job. Und da kommt ihm die Personalkrise in der SPD sehr gelegen.

    Gestern hat Schulz die Buchmesse eröffnet. Er war ja mal Buchhändler. In einem Interview mit der Berliner Zeitung sagte er, es sei „wieder an der Zeit, einen Aufstand der Anständigen zu organisieren“. In der Rede zur Eröffnung der Buchmesse wollte er den Aufstand der Anständigen „anzetteln“. Die Begründung war, sowohl in der Berliner Zeitung wie in der Rede, die gleiche: Schulz rief dazu auf, den Populisten „laut und deutlich“ zu widersprechen und einen „Aufstand der Anständigen“ anzuzetteln. Das europäische Gesellschaftsmodell müsse gegen die „Feinde der Freiheit“ verteidigt werden. Denn für Schulz ist die europäische Einigung nicht nur ein Geschenk, sie ist ein Wunder.

    Was will uns Schulz damit sagen? Dass er zu den „Anständigen“ gehört? Dass er das Recht hat, an allen Institutionen, die mit der Gesetzgebung befasst sind, zu einem Aufstand aufzurufen? Ist das nicht schon übelster Populismus, den Schulz ansonsten bekämpfen möchte? Was sollen denn die „Anständigen“ machen? Die „Unanständigen“ vom Hof jagen?

    Schulz „macht“ seit über 30 Jahren Europa-Politik. Er gehört zu denen, welche die EU an die Wand gefahren haben. Die EU ist am Ende. Schulz ist am Ende. Was er als „Gesellschaftsmodell“ bezeichnet, das verteidigt werden muss, ist das Geschäftsmodell einer kleinen aber machtgeilen Elite, deren Angehörige sich gegenseitig stützen und fördern. Von wegen Geschenk und Wunder. Es geht um Stabilität – bei der Besetzung der gut dotierten Posten. Und da wäscht eine Hand die andere.

    Und wer die “Anständigen” sind, wer sie als solche benennt und was mit ihnen, nach ihrer “Bekämpfung” , geplant ist- tja. Fragen über Fragen,die dem Herrn Schulz nach seiner Rede offenbar niemand gestellt hat.

    Zu Fragolin 9.47
    Ich sehe auch Probleme für differenzierte Meinungen transportierende Blogs kommen – immerhin steht sogar die “kriminelle Bandenbildung” für Poster zur Diskussion, zunächst in D.

  9. Christian Peter

    Das einzig Sinnvolle wäre, die hochkorrupten CDU/CSU und ÖVP aufzulösen, unglaublich, dass sich derartige Parteien in Österreich und Deutschland im Parlament und sogar Regierungsverantwortung befinden. In Italien musste die christdemokratische, jahrzehntelange Volkspartei Democrazia Cristiana nach ein paar Korruptionsskandalen aufgelöst werden.

    http://www.berliner-zeitung.de/die-democrazia-cristiana-in-italien-zerbrach-an-skandalen-aufloesung-einer-christlichen-grosspartei-16029436

  10. Selbstdenker

    Was hierzulande viel zu wenig beachtet wird: auch in den USA arbeitet eine besessene alte Schachtel am Umbau vom politischen System in eine de facto Einparteien-Herrschaft.

    Es ist erschreckend wie sehr sich die Methoden ähneln:
    – Blockbildung und Stigmatisierung des politischen Gegners
    – Immigration als dauerhafter Mehrheitsbeschaffer
    – Ausschaltung der Checks and Balances
    – Gleichschaltung der Medien
    – Aufbau eines Bestechungssystems mit ausländischen Regierungen als Geldgeber und Stiftungen bzw. NGOs als Geldwaschmaschinen
    – Völlig unterschiedliche Ahndung von Skandalen; je nachdem wer beschuldigt wird
    – Koordiniertes Schüren von politischen Unruhen. Auch in den USA werden linksextreme Aktivisten von einer Demo zur nächsten mit Bussen umhertransportiert.
    – Massives Ausnutzen der Schwachtellen im jeweiligen Wahlsystem um koordinierten Wahlbetrug zu betreiben (USA: Wahlmaschinen, Österreich: Briefwahl)
    – Gezieltes Streuen manipulierter Umfrageergebnisse.

    Es geht praktisch im ganzen Westen nicht um die Frage rechts oder links, sondern ob politische Macht zentral gebündelt oder dezentral verteilt wird:
    – Brexit vs. Remain
    – Trump vs. Clinton
    – Hofer vs. Van der Bellen
    – AfD vs. Blockpartei

    Das Muster ist praktisch überall das gleiche; je nach Land ändert sich lediglich die Gewichtung beim Methodenmix.

  11. Mona Rieboldt

    Das “rechtsradikal” und “rechtspopulistisch” und sie wollen auf Kinder und Frauen schießen, so wurde die AfD in den ganzen Medien dargestellt. Und ja, das wird viele verschrecken, im nächsten Jahr AfD zu wählen.

    Merkel wird regieren mit SPD und Grünen, und wenn es dann noch nicht reicht, wird die FDP und vielleicht die Linke mitmachen, die ganzen Kartellparteien halt. Auch die angeblich liberale FDP hat sich gegen die “fremdenfeindliche” AfD ausgesprochen.
    Steuererhöhungen werden kommen nach der Wahl, die Grünen und SPD wollen sie ja schon lange.

    Österreich hat aber nicht weniger Asylanten aufgenommen als Deutschland im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, dazu kommen noch die vielen Tschetschenen, die schon früher aufgenommen wurden. Und den Kanzler stellt in Österreich die SPÖ.
    Und wenn dann noch van der Bellen Bundespräsident wird, dann ist das Wahlverhalten in Österreich nicht anders als bei uns.

    Österreich hätte sich auch mit den Visegradstaaten zusammen schließen können, stattdessen kleben sie an Deutschland. Und liebe Österreicher, ihr werdet wieder mit uns in den Abgrund gehen, schon auch in gewisser Nibelungentreue 😉
    Eine Islamisierung wird in A genau so stattfinden wie in D.

  12. Mona Rieboldt

    Falke
    Würde die CSU in ganz Deutschland antreten, würde sie verlieren. Es ist eine Partei für Bayern, von den Reden her und der Art der CSU-Politiker. Ab Mitte Deutschlands bis zum Norden hoch, würde niemand die CSU wählen, da deren Art einfach nicht nördlich des Knödeläquators (der liegt bei Frankfurt) ankommt. Die Bayern sind im Nordwesten und Norden in keiner Weise beliebt.

  13. mariuslupus

    @Johannes
    “immer weniger Menschen sind bereit riskante Immigrations Experimente mitzutragen”, leider es handelt sich um keine Experimente. Merkel hat gesagt wir schaffen es, also ihr habt es zu schaffen, was ich euch
    eingebrockt habe.
    Leider merken die meisten Menschen gar nicht was um sie herum geschieht. Die Obrigkeitshörigkeit ist fest epigenetisch verankert und eine Auflehnung gegen die Obrigkeit ist für die meisten undenkbar. Dabei, wäre es so einfach. Nur das Kreuzerl anderswo anzubringen, als der Wähler es in Jahrzehnten gemacht hat. Steht CDU drauf, ist CDU drin, meint der Wähler. Hat aber nicht bemerkt dass Merkel nur das Etikett belassen hat, den Inhalt hat sie ausgetauscht, umgefärbt auf rot-grün.

  14. Selbstdenker

    Wenn Hillary Clinton die nächste US-Präsidentin wird, blüht uns ein Endspiel von biblischem Ausmaß:

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