Der globale Niedergang der Linken

“…..Scandinavia was once the praetorian guard of Europe’s Left but with the Danish election result only Sweden now has a non right-wing government. Labour, of course, suffered a devastating defeat in Britain last month. It was all but wiped out in both southern England and Scotland. The centre right Angela Merkel remains the dominant figure in German politics. The new Polish president is even more conservative than the last. Tony Abbott has bounced back in Australia and is now favourite to be re-elected next year. John Key won his third consecutive victory in New Zealand last September….” (hier)

25 comments

  1. FDominicus

    Sieht für mich ziemlich anders aus. Die ehemaligen Konservativen sind heute so weit links wie ehedem die Sozialisten. Deshalb sehe ich einen massiven Fortschritt für eben angeblich “soziale Parteien”.

  2. Thomas Holzer

    Wer ist eigentlich dieser -mit Verlaub- Traumtänzer, der diesen Artikel verfasst hat?!
    Ehemals Konservative, “Christlichsoziale” und ja, sogar “Liberale”, haben ohne Bedenken wissentlich und willentlich sämtliche linke Positionen übernommen und sind fleißig daran, diese ex lege umzusetzen; und leider auch ziemlich erfolgreich.
    Angela Merkl als “mitte-rechts” zu bezeichnen, ist eine Verkennung der Realitäten und Umkehrung der Tatsachen

  3. Christian Peter

    @FDominicus

    Sie sagen es. Vor allem die politischen Parteien im kontinentaleuropäischen Raum sind praktisch alle gleichgeschaltet, ganz egal, wie sie sich nennen.

  4. Selbstdenker

    In Deutschland spezialisieren sich die Linken auf destruktive Gesellschaftspolitik, während sich die Linken in Österreich auf destruktive Wirtschaftspolitik konzentrieren. Formelle Kräfteverhältnisse zwischen sozialistischen und vermeintlich bürgerlichen Parteien ändern nichts am sozialistischen Inhalt der praktizierten Politik.

  5. Astuga

    Dem kann man sich nur anschließen, wenn es einen Niedergang von linken Parteien gibt dann nur, weil die meisten anderen bürgerlichen, liberalen oder sonstigen Parteien Europas ebenfalls linkes Gedankengut vertreten, zwar nicht ausdrücklich aber faktisch.
    Und manche rechtskonservative sind mit linksradikalen Grundhaltungen mitunter auf einer Linie, wenn auch anders verklausuliert (USA, und EU-kritisch, Globalisierungskritisch, Israelkritisch etc.).
    Siehe die beiden derzeitigen griechischen Regierungsparteien.
    Echte Unterschiede gibt es am ehesten noch bei Migrations- und Asylthemen.

  6. Fragolin

    Ich sehe eigentlich nur einen globalen Niedergang der Liberalen. Die Freiheit des Einzelnen, das Recht auf Selbstbestimmung und Eigenverantwortung werden immer weiter verdrängt. Dafür wachsen Diktaturen jeglicher Coleur wie Schwammerln aus dem Boden.
    Das hat mit “Links” schon lange nichts mehr zu tun.
    Es ist der Niedergang des Individualismus und die Erstarkung des Kollektivismus.
    Die stärkere Rotte kann die schwächere Rotte ausplündern – und gemeinsam den wehrlosen Einzelnen.
    Willkommen im Neandertal. Zivilisation ist nur Tünche.

  7. Christian Peter

    @Fragolin

    Wieviel liberale Politik vertragen wir noch ? Wir haben praktisch offene Grenzen, Homosexuelle dürfen heiraten und Kriminelle werden mit Kaffee und Kuchen versorgt und vorzeitig entlassen..

  8. Selbstdenker

    Den pauschalen Glauben, dass sich die Linken global im Niedergang befinden, stufe ich als brandgefährlich ein. Mit meinem Vergleich Deutschland-Österreich (weiter oben), wollte ich zeigen, dass sich die Linken je nach Situation ein anderes Spielfeld und neuerdings auch ein anderes Medium aussuchen.

    Meines Erachtens haben wir es mit verschiedenen Strömungen aus ganz unterschiedlichen Richtungen zu tun, die sich dem Individuum gegenüber überwiegend ablehnend positionieren. Am schockierendsten ist für mich als überzeugten Westler die sich manifestierende Erkenntnis, dass die mittlerweile gefährlichsten anti-westlichen und gesellschaftszersetzenden Strömungen ausgerechnet aus der Mitte der Gesellschaft typisch westlicher Länder (z.B. USA, UK und seit ein wenigen Jahren auch Deutschland) kommen.

    Ich habe kürzlich einen Essay über “Social Justice Warriors” (SJW), ihre Ideologie sowie ihre Methoden gelesen und war verblüfft wie treffend die damit zusammenhängenden aktuellen Phänomen damit beschrieben wurden. Wenn Gender Mainstreaming, Political Correctness, Shitstorms, westliche Dschihadis etc. Metastasen sind, handelt es sich bei der Ideologie der SJW um das eigentliche Krebsgeschwür.

  9. Selbstdenker

    @Christian Peter
    Die Entwicklungen, die Sie kurz angerissen haben, haben mit dem Liberalismus nur insofern etwas zu tun, als dieser der Zug ist mit dem sogenannte Progressive getarnt mitfahren, bis sie am Ziel sind.

    Der Liberalismus baut auf das auf, was ein Individuum macht. Es gelten für alle objektive und gleiche Regeln. Jeder ist unterschiedlich aber mit der gleichen Würde geboren.

    Die Progressiven teilen die Menschen in Gruppen ein und verleihen ihnen verschiedene Abstufungen von “Opfer” bis “Privillegiert”. Dabei gibt es eine strikte Hackordnung an der sich am unteren Rand der Skala weisse, heterosexuelle, christliche Männer befinden. Es zählt nicht was jemand sagt oder tut, sondern wer etwas sagt oder tut. Es ist – wenn man so will – eine Art umgekehrtes Kastensystem.

    Der gleiche Sachverhalt kann entweder als “heroische Leistung” hochgejubelt oder als “abscheuliches Verbrechen” verdammt werden. Es wird nicht nach objektiven Kriterien im Rahmen eines fairen Prozesses geurteilt, sondern ein Mob vorverurteilt im Lichte eines flüchtigen Eindruckes nach subjektivem Gerechtigkeitsempfinden: die Anklage = die Verurteilung.

    In Diskussionen erkennt man SJW daran, dass sie nicht auf Inhalte eingehen, sondern dem Gegenüber alles mögliche an den Kopf werfen um diesen zu brandmarken – irgendetwas wird schon hängen bleiben. Das Stigma “rechtsextrem” (früher) bzw. “rechts” (heute) dient dazu eine bestimmte Person zum Schweigen zu bringen und über diesem Weg Zensur auszuüben.

    Das koordinierte Einwirken auf Arbeitgeber um Mitarbeiter zu entlassen oder das gezielte Boykottieren der geschäftlichen Tätigkeit um Leute mit abweichender Meinung finanziell und sozial zu ruinieren zählt zum erprobten handwerklichen Geschick dieser Leute.

  10. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Liberalisiert wurde genug in den vergangenen Jahrzehnten, das Konzept ist gescheitert. Um Europa wieder auf Erfolgskurs zu bringen, muss daher ganz im Gegenteil renationalisiert werden.

  11. Herbert Manninger

    Der globale Niedergang der Linken? Stimmt.
    Denn es beherrschen und knechten uns schon längst die Linksextremen.
    Und die bürgerlich-liberalen Reste? Rechtsextreme Unberührbare.

  12. Fragolin

    @Christian Peter

    Was haben Sie gegen offene Grenzen?
    Wir jaben kein Problem mit Einwanderern, die hier arbeiten und leben wollen, sondern mit solchen, die sich als Flüchtlinge getarnt leistungsfrei in die soziale Hängematte legen wollen. Liberalismus kennt keine Hängematte. Weder für fremde noch für “unsere Leit!”.
    Was haben Sie dagegen, wenn Homosexuelle heiraten?
    Sollen sie doch, solange das nicht jedesmal zur Staatsaktion erhoben und meinen Kindern als Bild einer besseren Familie eingebläut wird. Liberalismus kennt keine Meinungsdoktrin, Bevorzugung oder “positive Diskriminierung”.
    Und was die Kriminellen angeht: Nachdem bereits das Äußern falscher politischer Überzeugung oder die offene Ablehnung des Verhaltens religiöser Gruppen Straftaten im real existierenden Metternichstaat darstellen, kann ich nur sagen, solche “Straftaten” kennt der Liberalismus nicht. Und ein Recht auf Grundversorgung mit Kaffee und Kuchen auch nicht.
    Also warum hängen Sie alles, was Ihnen nicht passt, an den Liberalismus? Mit dem hätte es die negativen Auswirkungen all Ihrer Probleme nie in dieser Stärke gegeben.
    Aber der Kleingeist wünscht sich gern seine in sich geschlossene Welt, geregelt durch klare, eindeutige und hart exekutierte Gesetze. Nicht nur die Herde schützt die Schafe, sondern auch der Hund und der Zaun.
    Die einzige Schwäche des Liberalismus ist, die Meinung des anderen zu akzeptieren.
    Und die Mehrheit der Menschen sind eben gerne Schafe, die sich lieber scheren und melken lassen, wenn nur der gute Hirte für eine saftige Wiese sorgt und dafür, dass keine anderen Tiere auf die Weide kommen…

  13. Selbstdenker

    @Fragolin
    Bin grundsätzlich Ihrer Meinung. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass sich die SJW zum Teil einer liberalen Rhetorik bedienen um totalitäre Ideologien zu implementieren. Angelastet wird es dann dem Liberalismus.

    Kaum jemand wird etwas gegen GleichBERECHTIGUNG haben. Hinter GleichSTELLUNG verbirgt sich jedoch ein komplett gegenteiliges Konzept. Klingt fast gleich, impliziert aber, dass Individuen unterschiedlich behandelt werden und ihrer Individualität beraubt werden, damit das Ergebnis gleich ist.

  14. Christian Peter

    @Fragolin

    so ist das eben mit roten, schwarzen, grünen und liberalen Internationalisten : kein Staat zu machen.

  15. Christian Peter

    Aber passt sogar zum Thema, die Vereinigte Linke : Rote, schwarze, grüne und liberale Internationalisten.

  16. Fragolin

    Ich bin halt lieber liberaler Internationalist als nationaler Sozialist.
    Ich mache mich nicht an der Nationalität fest, diesem idiotischen Relikt des mittelalterlichen Geburtsrechts.
    Und ich halte nicht von den national verbrämten Sprüchen der blauen Sozialisten, die lieber einen kleinen goldenen Käfig für glückliche Österreicher haben, in dem auch der letzte Vollidiot Alimentierungsrechte besitzt, so er nur auf brauner Heimatscholle geworfen wurde, als ein freies Land, in dem jeder nach eigener Fasson glücklich zu werden das Recht hat, dafür aber niemand ein Recht auf Alimentierung besitzt.
    Aber ich höre schon auf, nicht dass Sie noch glauben, ich wolle Sie bekehren… 🙂

  17. Fragolin

    Mein posting ging natürlich an @Christian Peter, das habe ich ganz vergessen zu erwähnen. Sorry.

  18. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Im Mittelalter wurde -erfreulicher Weise- nicht in Nationalitäten gedacht, und schon gar nicht gelebt! 😉

  19. Thomas Holzer

    Und das einzige, was CP von den Internationalsozialisten unterscheidet ist, daß er den von ihm so sehnsüchtig herbeigewünschten Sozialismus an die Heimatscholle bindet und deren autochthonen Bewohnern oktroyiert

  20. Fragolin

    @Thomas Holzer

    Nichts gegen das Mittelalter, als das Gesinde noch unter einer Steuerlast des Zehnten ächzte, während wir heute frei und jubelnd die Hälfte der Erträge bei den Obertanen abliefern. 🙂
    Das bringt die Abkürzung mit sich: den “nationalen” Gedanken, dass der Geburtsort über die Zugehörigkeit zu einem Volk entscheidet, sehe ich als Fortsetzung des mittelalterlichen Gedankens, dass der Geburtsort darüber entscheidet, welchem Fürst man Untertan ist. Auch die mittelalterliche Reisefreiheit war daran gebunden, dass man seinen Fürsten um Erlaubnis fragen und sich am Ziel bei dem dortigen Fürsten bzw. dessen Beamten melden musste.
    Es ist das Geburtsrecht, auf das ich anspiele. Wir gestehen jedem Menschen zu, unabhängig davon ob er als Bub oder Dirndl auf die Welt kam, sich eines von -zig Geschlechtern auszusuchen um auch die krankhaftesten Triebe als naturgegebenes Recht zu definieren, aber wir senden “Auslandsösterreichern” die weit 30 Jahren in Neuseeland leben Wahlkarten hinterher und schließen Ausländer, die seit Jahren hier leben und arbeiten und Steuern zahlen, von jeder Wahl oberhalb der Kommunalebene kategorisch aus.
    Dieses geburtsrechtliche Gedankengut, dass die Zugehörigkeit zu einer Gruppe nicht von Leistung, Werten oder einem Beitrag für die Gruppe abhängt, sondern einfach von Geburt, ist mit mittelalterlich noch wohlwollend umschrieben. Äffisch würde mehr passen, denn es erinnert an das Rudelverhalten von Pavianen.
    Deshalb kann ich die Slogans der blauen HC-Fans auch nicht mehr hören, wie “Unser Geld für unsere Leut’!” – so ein nationalistischer und sozialistischer Quatsch! Mein Geld für mich, und wem ich was abgebe und wen ich unterstütze, entscheide ich selbst. Gar kein Geld für irgendwen, kein Rechtsanspruch auf irgendwas. Jeder ist für sich selbst verantwortlich; das schließt ein Solidarsystem nicht aus. Aber Solidarität ist freiwillig und nicht von der Geldverteilungslaune irgendwelcher Zwangseintreiber abhängig.
    Die Fans all der blauen, roten, grünen, schwarzen, pinken oder wie auch immer gefärbten Volksbeglücker werden das aber nie verstehen.

  21. Thomas Holzer

    Ihrem letzten Satz darf ich vollinhaltlich zustimmen! Ich denke, die wollen das nicht verstehen.
    Im 19.Jhdt. reiste man großteils mit Visitenkarte und keinem Pass

  22. Astuga

    Was meist vergessen wird, der Nationalstaat (auch in Form konstitutioneller Monarchie) bildete überhaupt erst die Grundlage für den modernen Rechtsstaat, im Ggs zum Feudalismus und Polizeistaat (in moderner Form dem Totalitarismus).
    Ebenso für Demokratie, Staatsbürgerschaft und Sozialgesetzgebung.

    Wer meint ein besseres Modell zu besitzen muss erst noch beweisen, dass es in allen Aspekten dem Nationalstaat überlegen ist.
    Ich kann das aber nirgendwo erkennen, ich sehe nur gescheiterte Utopien.

  23. Thomas Holzer

    Das röm. Reich war definitiv kein Nationalstaat, sehr wohl aber ein Rechtsstaat.
    Und z.B. das ABGB (als Basis für einen doch recht modernen Rechtsstaat) wurde in einem Reich mit verschiedenen Entitäten oktroyiert.

  24. Christian Weiss

    Wer braucht noch Grüne, wenn Christdemokraten Kernkraftwerke abschalten und die Gegend mit milliardensubventionierten Propellern zustellen?

    Wer braucht noch Sozialdemokraten, wenn Konservative den Mindestlohn und Rentenalter 60 einführen?

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