Der große Armuts-Schwindel

Von | 5. März 2017

“Als arm gilt in Deutschland, wer 60 Prozent oder weniger vom Durchschnittseinkommen hat. Eine seltsame Definition: Denn selbst wenn alle das Doppelte verdienten, bliebe die Armut gleich.” (weiter hier)

12 Gedanken zu „Der große Armuts-Schwindel

  1. nattl

    Alle Armutsstatistiken sind Schwachsinn. Und alle Schlüssel, die geschaffen werden, um zu berechnen, ob jemand arm oder reich ist, ebenso. Das Ziel ist, je nachdem, wie man es braucht, den Wähler einzureden, dass ihm mehr zustünde (Umverteilung) oder dass es ihm eh gut gehe.

    Aber am Schlimmsten finde ich die Aussage […] Denn selbst wenn alle das Doppelte verdienten, bliebe die Armut gleich.[…] Jedem, der in der Schule halbwegs aufgepasst hat und ein-und-eins zusammenzählen kann, sollte klar sein, was passiert, wenn sich die verfügbare Geldmenge verdoppelte ihr aber nicht die gleiche Menge an Waren gegenüberstünde…

    Letztlich sei noch gesagt, dass Armut sehr individuell ist. Was dem einen als armseeliger Lebensstil vorkommt, ersteint dem anderen als Luxus.

  2. mariuslupus

    @nattl
    Sind sie sich sicher, dass ein durchschnittlicher Schulabsolvent, ein-und-eins, plus noch die Geldmenge, plus Waren, zusammenzählen kann ?

  3. stiller Mitleser

    http://modeste.me/2017/02/05/von-schlechten-eltern/
    Das ist alles nicht so einfach, es gibt Erben die sich nur Packerlsuppe kochen und sich damit abquälen welcher unterdrückten Ethnie sie eine Universität spendieren sollen und wieder andre, die ab 14.00 zocken und nach Börsenschluß dann wieder in Verarmungsängsten schwelgen und es gibt beamtete Aufsteiger, die verarmte Absteiger für das hassen, was schon deren Eltern weggenommen wurde… jenseits bitterer Not ist Armut eine Sache der Perspektive und eine Herausforderung für Phantasie und Improvisation.

  4. Falke

    @mariuslupus
    Bei den Absolventen der Neuen Mittelschule habe ich ebensolche, durch konkrete Erfahrungen bestätigte Zweifel.

  5. Kluftinger

    Tatsache ist, dass ein Experte des ifo darauf hingewiesen hat, dass dies (die Armutssituation) in diesem Falle nur eine Zahlenspielerei ist.

  6. Historiker

    All diese Verallgemeinerungen, nebulosen Statistiken, kalten Zahlen ! – Es geht doch um konkrete Schicksale ! – ICH, zum Bsp. bin heute ECHT ARM : Mein Chauffeur hat sich die Zehe gebrochen, als er die leeren Sektflaschen von gestern abend entsorgte, konnte dann den Bentley nicht waschen, und jetzt muss ich ZU FUß 100 m zum Heurigen latschen. – Ich fordere EMPATHIE ! – Prost ! (Freundschaft).

  7. Thomas Holzer

    @Historiker
    Und ich dachte, es gibt Taxis?! 😉

  8. Christian Weiss

    Das mit der Armut kommt schon wieder ins Lot. Es war doch im Manager-Magazin zu lesen, dass 2016 so viele Millionäre wie noch nie Deutschland verlassen haben. Wenn deswegen das Durchschnittseinkommen sinkt, kommen auch wieder mehr über die 60%-Schwelle. Die Armut nimmt ab.

    Aber der Paritätische Wohlfahtsverband hat das Problem richtig erkannt und es bestünde schon Handlungsbedarf. Es gibt leuchtende Beispiele für Länder, wo fast keine Armut mehr herrscht:
    Besonders gut geht es den Menschen in Nordkorea. Dort lebt praktisch niemand unter der 60%-Schwelle.

  9. vesparaser

    Europa geht ja goldenen Zeiten entgegen. Jetzt wo wir die “geschenkten Menschen”, “wertvoller als Gold” unter uns wissen können. Das mit dem Reichtum wird schon wieder.

  10. Thomas Holzer

    Die meisten Statistiken werden nur deswegen erstellt, weil die Erstellung entweder direkt oder indirekt (via z.B. Vereine, natürlich mit dem Geld der Steuerzahler finanziert) schlußendlich (fast) immer vom zunehmend verarmendem Steuerzahler im Auftrag von zunehmend präpotenter werdenden und agierenden Politikerdarstellern verfasst werden.
    Leider “kneissen” das die p.t. Steuerzahler in den seltensten Fällen………

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