Der „Held von Mogadischu“ machte Deutschland sicherer

Von | 4. Januar 2018

Der erste Kommandeur der Antiterroreinheit GSG 9, Ulrich Wegener, ist tot. Er starb am 28. Dezember 2017 mit 88 Jahren. .1977 wurde Wegener zum „Helden von Mogadischu“, als die GSG 9 aus einer Lufthansa-Maschine alle Geiseln befreite. Die Entführer hatten auf dem Höhepunkt des „Deutschen Herbstes“ elf inhaftierte Terroristen der RAF freipressen wollen (hier)

6 Gedanken zu „Der „Held von Mogadischu“ machte Deutschland sicherer

  1. Rado

    Möge ihm die Erde leicht sein. Man darf nicht zu gespannt sein auf den lauwarmen Nachruf der allerhöchsten politischen Durchlauchten. Wegener ist nach heutigen Maßstäben aus der Zeit gefallen. Alleine wenn man an die Bedeutung des Begriffes GSG9 denkt. (Nämlich irgendwas mit “Grenze”). Wegener stammt übrigens
    aus dem Osten und saß eineinhalb Jahre aus politischen Gründen in einem DDR Gefängnis.
    Und nur zur Auffrischung: Angela die Prächtige saß damals 1977 hochmotiviert auf der Gegenseite.

  2. Rennziege

    Eine deutsche Bundesregierung, wenn sie denn ein paar graue Zellen zwischen den Ohrwascheln und geopolitisches Verständnis besäße, hätte diesen Ulrich Wegener schon bald nach 1977 zum Verteidigungsminister gemacht. Dann wäre die Bundeswehr auch heute noch eine Elitetruppe. Aber das in allen Minister-Jobs übliche Personal (Laufbahn: Kreißsaal, Parteischule oder Orchideen-Hörsaal, Plenarsaal) hat dafür gesorgt, dass Deutschland nur noch eine symbolische Armee hat.
    Freilich konnte man sich viele Jahre lang auf den primär von den Amis bestückten und bezahlten NATO-Schutzschirm verlassen, um die Bundeswehr zugunsten “sozial gerechter” Wahlgeschenke verhungern zu lassen. (Wie mich das an das rotschwarze Österreich erinnert!)
    Nun aber, da Donald Trump (auch weil von europäischen Politikern und Medien so idiotisch wie unablässig beschimpft) diese gewaltigen Kosten nicht mehr schultern will, kehrt Ratlosigkeit ein. Denn die meisten EU-Staaten — Ausnahmen: die scheidenden Briten und Teile der französischen Armee — sind nicht mehr verteidigungsfähig.
    (Details dazu erfährt mein Mann, Reserveoffizier des Bundesheeres, von befreundeten deutschen und holländischen brothers in arms, mit denen er an gemeinsamen Manövern teilgenommen hat. Daraus entstanden Freundschaften, deren Durchblick ich nur zitiere.)

  3. Rennziege

    Nachtrag: “Jedes Land hat eine Armee, entweder eine ­eigene oder eine fremde.”
    Ich weiß nimmer, von wem diese Weisheit stammt; vermutlich ist sie uralt. Aber sie gilt heute noch immer.

  4. Falke

    @Rennziege
    Hinsichtlich der deutschen Vereidigungsminister, konkret auf die derzeitige Amtsinhaberin bezogen, darf ich hier einen Satz von Hadmut Danisch zitieren: “Ursula von der Leyen als die CDU-Ikone egoistisch-korrupter Inkompetenz und maßloser Selbstüberschätzung, der fleischgewordene Dunning-Kruger-Effekt, die eine Schneise der Zerstörung hinter sich herzieht”. Ich vermute und hoffe, Sie lesen – zumindesrt zeitweise – diesen Blog. Wenn nicht: http://www.danisch.de – ist immer wieder lesenswert.

  5. Falke

    @Rennziege
    Sollte natürlich heißen “Verteidigungsminister” (Freud’sche Fehlleistung 😉

  6. Rennziege

    5. JANUAR 2018 – 15:02 — Falke
    @Rennziege
    Vielen Dank, Falke! Ich hab’ nicht allzuviel Zeit, mich in anderen Blogs rumzutreiben, aber den Danisch probiere
    ich aus, dämmmnäxxxt. Übrigens: Der Typfäler “Vereidigungsminister” ist gar kein Irrtum, zumal diese Pappnasen ihren Diensteid spontan vergessen, sobald sie in Amt und Unwürden sind — was für alle Ministerposten gilt.

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