Der Ichismus der Bundeskanzlerin

Von | 1. März 2016

“….Während ihres Gespräches mit Anne Will verwendete Angela Merkel das Wörtchen „Ich“ alle 14 Sekunden. Das sagt viel über ihr Amtsverständnis im elften Dienstjahr aus…” (hier)

14 Gedanken zu „Der Ichismus der Bundeskanzlerin

  1. Fragolin

    Natürlich schwadroniert eine Diva nur über sich selbst und ihre hervorragende Performance. Worüber soll sie denn sonst reden? Über ihre Auftraggeber, ihre Regisseure, das Drehbuch? Dann muss sie aber aufpassen, dass sie nicht schnell von der Bühne fällt. Also redet sie über das Einzige, was sie interessiert: sich selbst.

  2. sokrates9

    80% der Europäer wollen keine Islamisierung der Länder. Ein Europa das keine Demokratie ist sondern sich von einer Egoistin die die Wahrheit gepachtet hat, unautorisiert mit der Türkei verhandelt und den Kurs bestimmt, das ist nicht mein (unser) Europa!

  3. Nietzsche

    Ah, wie Obama. Der feiert auch in jeder Rede Ich-Festspiele, der “begnadete Rhetoriker”.

  4. Thomas Holzer

    Die Unterwürfigkeit der Frau Will ist mehr zu kritisieren als die Ich-Bezogenheit der Frau Merkel

  5. Thomas Holzer

    ZDF-Morgenmagazin 19.02.2016
    Junger Afghane (ca. 19 Jahre): 8 Stunden zu arbeiten, das ist viel zu anstrengend; ich bin dann am Abend zu müde für das Fußballtraining. Er brach nach wenigen Tagen seine Lehre ab.

    Integration, so wird das ganz bestimmt etwas 🙂

  6. Falke

    @Thomas Holzer
    Die Will war ja von der außergewöhnlichen Ehre, die Kanzlerin interviewen zu dürfen, so überwältigt, dass sie kaum ein hartes oder gar kritisches Wort hervorgebracht hat. Da hätte Merkel ja viellecht beleidigt oder gar böse sein können und ihr möglicherweise nie wieder ein Interview gegeben. Noch schlimmer: die ohnedies ganz auf “Merkelsche Willkommenskultur” zentrierte ARD hätte der Will vielleicht wieder den Sonntag-Termin entzogen (wie sie das ja schon einmal zugunsten von Günther Jauch gemacht hat).

  7. mariuslupus

    Habe Mitleid mit dem Autor. Diese Selbstbeweihräucherung sich zwei mal ansehen. Dazu braucht man einen starken Magen. Aber die absolute Ichbezogenheit zeigt wie weit Frau Grosskanzlerin in ihren Bewustsein bereits eine Diktatorin ist. Die Unterwürfigkeit der Journalistin ist nur der äussere Bestätigung, dass Merkel sich um die Meinung ihrer Umgebung, nicht kümmern muss. Lauter Ja-Sager.
    Nach einer repräsentiven Umfrage sollen 54% der Bundesbürger mit dem Merkel Regime zufrieden sein.

  8. Christian Peter

    Hoffnung machen alleine die kommenden Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz. Es wird gemunkelt : Bei (zu erwartenden) Verlusten für die CDU/CSU sind die Tage von Merkel als Bundeskanzlerin gezählt.

  9. Thomas Holzer

    @Rado
    Danke!
    “Demnächst dürften wir hören, „dann ist das nicht meine Welt“.”

    Wohin sie sich dann wohl zurückziehen würde?! 🙂

  10. gms

    Ein Blick in die Vergangenheit: ‘Weit gefehlt. Niedersachsen-Chef Gerhard Schröder (SPD) schürt die Sozialkonkurrenz genauso wie der Parteivorsitzende Oskar Lafontaine. Der Saarländer begründet seine Forderung nach „sozialverträglicher Begrenzung der Aussiedler-Zuwanderung“ mit Millionen fehlender Arbeitsplätze und Wohnungen.[..] Die Linke ist moralisch gespalten. Die SPD hat der Begrenzung des Asyl-Zustroms zugestimmt, fordert jetzt Eindämmung der Aussiedler-Zuwanderung. Die Grünen lehnten und lehnen beides ab, mehr noch: Sie fordern Einwanderung für alle.’ [1]

    Hätte es damals schon eine deutsche Zentrafigur mit ihren heutigen Parolen von wegen “nicht denen folgen, die nur Haß in den Herzen haben” und “l’europe, c’est moi” gegeben, wäre die Debatte damals wohl anders verlaufen. Damals und noch sieben Jahre später war tatsächlich manches anders [2].

    [1] focus.de/politik/deutschland/aussiedler-union-kalt-erwischt_aid_157299.html
    [2] kas.de/upload/ACDP/CDU/Protokolle_Parteitage/2003-12-01+02_Protokoll_17.Parteitag_Leipzig.pdf
    Angela Merkel, Juli 2003: “Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern.”

  11. MD

    @gms

    Ich habe das Protikoll des Parteitags von Leipzig durchsucht. Die von Ihnen zitierte Aussage von Frau Merkel steht dort nicht drin. Ich finde einzig den Satz

    “”Wir erleben es doch in vielen sachpolitischen Diskussionen: Kaum einer kann sich doch verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion sofort in eine rechte Ecke zu stellen.””

    Wo kann man die obige, viel aussagekräftigere Aussage nachlesen?

  12. gms

    MD,

    “Ich habe das Protikoll des Parteitags von Leipzig durchsucht. Die von Ihnen zitierte Aussage von Frau Merkel steht dort nicht drin”

    Sie haben recht, was mich insofern verwundern, alsdaß ich selbst vor Monaten noch das Zitat in seiner vollen Länge aus voller Länge aus genannter Quelle hatte.

    “Wo kann man die obige, viel aussagekräftigere Aussage nachlesen?”

    zeit.de/reden/deutsche_innenpolitik/200349_merkelcduparteitag/komplettansicht

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