Der Internet-Putsch

Von | 14. Januar 2021

Wenn Putschisten in einem Land die Macht übernehmen wollen, dann besetzen sie als erstes die Rundfunkstationen, damit die Regierung sich nicht mehr ans Volk wenden kann. Heutzutage braucht man keine Soldaten oder Gewalt mehr. Die gesamte Internetkommunikation – oder zumindest diejenige, an der der Durchschnittskonsument sich ohne Umstand beteiligen kann – wird von einer Handvoll von Konzernen kontrolliert. / mehr

12 Gedanken zu „Der Internet-Putsch

  1. sokrates9

    Das was man Trump vorwerfen muss ist dass er die Macht des tiefen Staates voll unterschätzt hat.Es wird lange dauern bis das Pendel wieder in die andere Richtung sich bewegt; glaube dass auf Dauer sich die Masse diesenkommenden Wohlstandsverlust – und dafür sind ja die Linken Experten – nicht bieten lassen wird.

  2. Johannes

    Im amerikanischen Recht spielt der Präzedenzfall eine große Rolle,
    könnte ich Trump einen Rat geben so würde ich ihm empfehlen mit den besten Anwälten die Entscheidung der Zensoren bis ins kleinste Detail vor Gericht zu bringen.
    Sollte sich herausstellen das die Zensoren Unrecht haben müssten sie auf einen angemessenen Schadenersatz verklagt werden.
    Würde das Gericht hingegen Zensur als legitimes Mittel der amerikanischen Rechtsstaatlichkeit bestätigen so müsste es Auswirkungen auf die gesamte zukünftige Vepflichtung der Löschung von Usern durch die Zensoren haben.

    Ich denke die ganze Tragweite dieser Entscheidung, ein⁴en amtierenden Präsidenten der USA zum Schweigen zu bringen wird sich in ihrem ganzen Ausmaß als katastrophal erweisen.

    War es früher leicht vieles als Verschwörunstheorie abzutun so werden viele nun in ihrer Meinung, Zuckerberg und Co. wären der tiefe Staat, bestätigt fühlen.
    Unter Trump hat der Hund mit dem Schwanz gewedelt und siehe da, es gab keinen von der USA geführten Krieg.
    Nun wird wohl wieder das Motto “ Wag Thema Dog“ die Politik Amerikas bestimmen.

    Im großen und ganzen war die Machtdemonstration der Zensoren eine Zäsur, jeder hat es irgendwie schon länger geahnt nun wurde es in unverhohlener Weise demonstriert.
    In den USA kann wie in China und Russland unliebsame Meinung aus dem öffentlichen Diskurs nach Belieben entfernt werden und es können mehr als 70 000 Menschen von der freien Meinungäußerung ausgesperrt werden.

    Das ist nun zu einer traurigen Gewissheit geworden.
    Wenn diese Zensur auch vor den Gerichten durchgeht müssen wir uns auf eine lange Dunkle Nacht einstellen.

  3. GeBa

    Ich habe mich jetzt bei Twitter abgemeldet, nutze es ohnhin wenig, Faxenbook habe ich mich von Beginn an erfolgreich verweigert.
    Ich habe eine gemischte (Deutsch/Österreich) WhatsApp Gruppe, da kann man viel Frust loswerden, da wir politisch alle auf einer Linie liegen. Und es bleibt unter uns….

  4. Thomas F.

    Wer Trumps Wortmeldungen lesen will, konnte und kann das seit jeher ungehindert z.B. auf Telegram. Das werden die Machthaber eines Landes nicht abdrehen können, solange sie nicht das ganze Internet abdrehen, denn die Server sind verteilt auf verschiedene Rechtskreise.
    Allerdings ist natürlich seine Reichweite auf Twitter um ein vielfaches größer. Derzeit.

  5. Rado

    Gab es nicht schon mal aberwitzige Millonenstrafen für Microsoft in der EU, weil der Konzern angeblich seine „marktbeherrschende Stellung“ ausnütze?
    Mal sehen, wer zuletzt lacht.

  6. CE___

    Wie Sokrates9 schreibt, Trump hat den tiefen Staat einerseits unterschätzt, andererseits aber auch die „vereinigten Inflationisten“ von Wall Street bis Silicon Valley, und auch die radikalen marxistischen „Progressiven“.

    Unterschätzt in wieweit alle diese Gegenspieler zu gehen bereit sind, bis hin zu einer primitiven Instrumentalisierung eines Viruses, und bereit sind (vor allem die Inflationisten) mit geostratagischen Gegnern wie einer VR China zu kooptieren.

    Aber auch seine Gegner haben Trump unterschätzt und seine Zugkraft und den Frust vieler seiner Wähler mit dem Fiatgeldsystem, auch wenn diese das nicht erfassen und benennen können. Das ist lange nicht mehr dagewesen (oder noch nie?) das ein US-Präsident zehntausende Anhänger, manchmal liest man hundertausende (übertrieben?), in Januar-Kälte nach D.C. ziehen kann.

    Der Verdienst Trump’s war diese Leute gezwungen zu haben sich zu bewegen. Die Fronten sind nun recht klar, und auch dass auf „rechter“ Seite es sträflich verabsäumt wurde sich in allen Belangen eine möglichst autarke eigene Infrastruktur aufzubauen (Banken, Versicherungen, Kapitalanlagegesellschaften, Internet-Unternehmen, Medien, Warenhausketten, you name it).

    Dies wird nun sicherlich nachgeholt. Ein Markt von 75-80 Mio Menschen ruft.

    Mich wundert nur wieviele börsenotierte Unternehmen sich durch die sogenannten US-„Demokraten“ vereinnahmen lassen und die Hälfte des Landes vergraulen.

    Die Vorstände riskieren alle massive Haftungsklagen der Aktionäre sollten Umsätze und Gewinne nun sinken wenn man eine derart grosse Kundengruppe aktiv und bewusst vergrault. Und viele der Vergraulten sind auch über 401K, Fonds und ETF Anteilsinhaber, damit Geschädigte, und klageberechtigt.

  7. Falke

    Nicht, das ich die Internet-Konzerne entschuldigen möchte; aber sie werden – zumindest in Europa, genauer in der EU – von der Politik mit Androhung hoher Strafen unter Druck gesetzt, Zensur im Sinne der Herrschenden auszuüben: siehe das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ in Deutschand, auch bei uns unter den Türkisen sehr populär. Oder etwa der „Kampf“ gegen solch „widerliche“ Personen wie Martin Sellner, die zwar nichts Gesetzwidriges tun oder getan haben, aber den Regierenden unbequem sind und daher überall gesperrt werden, einschließlich ihrer Bankkonten, wobei die Tatsache, dass jeder Bürger per Gesetz ein Bankkonto haben darf, hier plötzlich nicht mehr gilt.

  8. sokrates9

    Falke@ Es ist unglaublich was sich die Liberalen alles bieten lassen. Diese Erodierung – Beispiel Sellner – dass einfach Vorwürfe in den Raum gestellt werden und das genügt dann um Leute „Vogelfrei“ zu stellen, die von irgendwem ohne Beweise als rechtsradikal gebrandmarkt werden zeigt wie schnell man ins Mittelalter (was ja unsere Moslems sehr begrüßen werden)zurückgetrieben wird.
    Die FPÖ wird dann die nächste sein, die ja auch schon von Kellernazis bis rechtsradikal alles genannt werden darf.

  9. aneagle

    @ GeBa
    „…Und es bleibt unter uns…“.
    Was macht Sie so sicher? WhatsApp gehört schon lange zu Facebook.

  10. Nightbird

    Diesmal bin ich echt sauer. Denn mittlerweile hat man einen Beitrag Kickls aus seiner Rede im Plenum seitens Youtube gelöscht. Wie man hört darf, die FPÖ eine Zeitlang nichts auf Youtube online stellen. Gehört auf (oes24.tv.) 3x darf man raten, wer der eigentliche Schuldige ist. Es ist einfach ZU DURCHSICHTIG

    Mir geht derlei viel zu weit. Das ist Zensur per excellence. Egal, was Kickl gesagt hat. Das DARF NICHT SEIN!
    Jeder hatte bisher das Recht der freien Meinungsäusserung.NOCH. Aber seit der Einführung des Verhetzungsparagraphen wird es ohnehin viel schwieriger, das Maul aufzumachen.
    Wenn sowas nicht schnellstens aufhört, haben wir alle bald nichts mehr zu melden.

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