Der Kampf für eine bessere Stadt….

“…..Eine Initiative soll jedoch noch etwas ausführlicher beschrieben werden: Der Berliner Beziehungs- und Fortpflanzungstisch widmet sich der gefährlichsten Form der Diskriminierung, die in unserer Stadt stattfindet – der Diskriminierung bei der Partnerinnen- und Partnerwahl und damit letztlich auch bei der Fortpflanzung. Hier spielt bis jetzt das gesellschaftliche Interesse kaum eine Rolle, hier haben wir kaum etwas zu sagen. Individuelle Präferenzen spielen eine viel zu große Rolle. Das muss sich ändern. Es muss gewährleistet werden, dass der Anbahnung von Beziehungen gesellschaftliche Interessen ausreichend berücksichtigt werden und nicht mehr diskriminiert wird – weder nach Geschlecht oder Aussehen, nach Bildungsstand oder Herkunft, nach Nationalität oder Hautfarbe oder gar nach primitiven körperlichen Merkmalen oder gar nach gemeinsamen Interessen…..” (Köstliche Lektüre, hier)

10 comments

  1. Thomas Holzer

    Noch (sic!) scheint dies alles ja Satire zu sein; aber: ich befürchte, in nicht allzu ferner Zeit wird all dies gesetzlich geregelt werden.

  2. KClemens

    @Thomas Holzer,

    eigentlich sollte man so etwas schon gar nicht mehr veröffentlichen, denn spätestens seit den Rauchverboten werde ich den Verdacht nicht los, die Entscheidungsstrategen lesen insbesondere bei Satire ganz genau mit, und der obskurste Vorschlag wird ganz oben auf die politische Agenda gesetzt.

    Übrigens, mit den Tafeln sind ja einige Forderungen und Ziele des “Berliner Esstischs” ja schon erfüllt. Denn Chips, Schokolade und Cola gibt es dort nicht.

  3. Christian Peter

    @kclemens

    Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Rauchverbote sind keine Eingriff in die Freiheit, sondern verwirklichen die Freiheit der Nichtraucher.

  4. gms

    Christian Peter,

    “Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.”

    Abgelehnt.

    “Rauchverbote sind keine Eingriff in die Freiheit, sondern verwirklichen die Freiheit der Nichtraucher.”

    Ja, eh, nämlich die Freiheit, andere ohne Not einzuschränken. In Austriachstan ging die Chose in Lokalen einzig damit über die Bühne, indem man Lokale locker flockig zum öffentlichen Ort erklärte.

    § 1, TabakG, Begriffsbestimmung, Absatz 11: “öffentlicher Ort” jeder Ort, der von einem nicht von vornherein beschränkten Personenkreis ständig oder zu bestimmten Zeiten betreten werden kann

    Erst mit diesem, jegliche Eigentümerschaft negierenden Unsinn, wurden aus privaten Birnen öffentliche Äpfel. Daß nun ausgerechnet Nichtrauchertaliban sich in ihrer Argumentation auf den “öffentlichen Ort” stützen und ihre Ergüsse mit Bezügen aufs Obst einleiten, veranschaulicht den Wahnwitz überdeutlich.

  5. Thomas Holzer

    @gms
    vergebliche Liebesmüh!
    Cristian Peter will’s und wird’s nicht verstehen.

  6. KClemens

    @ Christian Peter

    doch, es ist ein Eingriff. Nichtraucherschutz muss nicht bedeuten, daß die Gastwirte und Hoteliers keine Entscheidungsfreiheit über die Einrichtung von Raucherbereichen mehr haben, sondern nur noch die Option “Nichtraucher” zu bestehen hat.

    Ich habe das schon mehrfach in Foren geäußert, ob ich es hier schon getan habe, weiß ich jetzt nicht mehr. Aber sollte es soweit kommen, daß Alkohol in der Gastronomie so reguliert werden soll wie rauchen (das ist nicht unwahrscheinlich) so wird man in mir eine absolute Befürworterin dafür finden.

    Wer mir meine Zigarette zum Kaffee nach dem Essen im Restaurant nicht gönnt, dem gönne ich auch nicht, das “gute” Glas Rotwein zum Essen.

  7. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    ““Rauchverbote sind keine Eingriff in die Freiheit, sondern verwirklichen die Freiheit der Nichtraucher.”
    Diesen Ihren Satz kann/könnte man genauso gut umdrehen, mit der absolut gegensätzlichen Aussage.
    Diese Ihre Diskussion erachte ich daher als müßig, weil sinnlos.

    Mit diesem Ihrem Antiraucherabsolutismus könnte/kann man jedes Verbot rechtfertigen!

  8. Christian Peter

    Habe mich schlecht ausgedrückt : Rauchverbote sind natürlich ein Eingriff in die Freiheit, aber zum Zwecke des Schutzes der Freiheit der Nichtraucher absolut unverzichtbar.

    Daher gibt es z.B. in den USA, wo Werte wie Freiheit noch etwas zählen (und sonst fast alles erlaubt ist), die strengsten Nichtraucherschutz – Gesetze : In New York gibt es einen Mindestpreis für Tabak (7,62 Euro pro Packung), darf Tabak nur an Personen ab 21. Jahren abgegeben werden, gilt ein strenges Rauchverbot in allen Büros, Restaurants und Bars. In vielen Bundesstaaten der USA (z.B. Santa Monica) erstrecken sich Rauchverbot auch auf die Straße, öffentlichen Plätze, Strände, Parks, etc.

  9. gms

    Christian Peter,

    “Rauchverbote sind natürlich ein Eingriff in die Freiheit, aber zum Zwecke des Schutzes der Freiheit der Nichtraucher absolut unverzichtbar.”

    Das Verbot von undurchsichtigen Vorhängen ist natürlich ein Eingriff in die Freiheit, aber zum Zwecke des Schutzes der Freiheit von Spannern und Voyeuren absolut unverzichtbar.

    Die Point von wegen private Birnen (=Lokale) und öffentliche Äpfel (=Gemeineigentum) zu verkennen, ist absolut unverzichtbarer Kern Ihrer Pippi-Langstrumpf-Argumentation.

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