Der Kern des Integrations-Problems

“……Die türkische Community, insbesondere in Wien, ist groß genug für ein Leben in einer Parallelgesellschaft zwischen Moschee, Vereinen und türkischen Satelliten-TV zuhause. In diese Verhältnisse wachsen auch die Kinder und Enkel der aus traditionell-autoritären Teilen der Türkei Zugewanderten hinein. Die Folge sind weit überhöhte Zahlen bei Schulabbrechern und Jungen ohne Berufsausbildung und damit zunehmend beschränkten Chancen auf dem Arbeitsmarkt, aber auch bei jungen Gewalttätern und Kleinkriminellen. Mangelnde Bildungschancen und Karrieren in der Sozialhilfe werden vererbt…..” (hier)

62 comments

  1. Syria Forever

    Herr Felsberger.

    Wie ich sagte, Sie haben es noch nicht verstanden oder sind Nutzniesser der Systematik. Sind Sie Nutzniesser der Systematik?
    Europa ist ein Spinnennetz von Verbindungen und Netzwerken. Religion, Adel & Verwaltung halten Europa seit Jahrhunderten in Geiselhaft. Der Grossteil der Bevölkerung wird mit gespielter “Demokratie” ruhig gestellt. Der Rest, Diskreditiert.

    PS.
    Ich denke nicht Sie sind in der Lage mir die Philosophie der Logik zu enträtseln.

  2. Christian Peter

    Um zum Thema zurückzukehren : Wir haben ein Einwanderungsproblem, kein Integrationsproblem. Wenn sich die Politik dem Einwanderungsproblem annimmt, wird sich das Integrationsproblem von selbst lösen.

  3. Thomas Holzer

    Ich unterstelle Ihnen nicht “Geschichtsferne”, sondern schlicht und einfach, daß Sie es bevorzugen, den Verlauf derselben auszublenden.
    Wenn für Sie der Nationalsozialismus -in Ihrer Diktion Faschismus- “erst” mit dem Ermächtigungsgesetz beginnt, dann ist dieser Ihrer “Logik” nach die NSDAP auch erst ab diesem Zeitpunkt nationalsozialistisch -in Ihrer Diktion faschistisch.
    Nicht gerade meinen Vorstellungen entsprechend, aber, wie gesagt, jeder möge das glauben, was er für richtig erachtet.

    Welche böse? Ecke ist es denn Ihrer Meinung nach, wenn man bereit ist, sein Eigentum, Leib und Leben zu verteidigen?

  4. A.Felsberger

    >Sind Sie Nutzniesser der Systematik?> Herr Syria, persönliche Argumente sind die schwächsten Argumente, sie enthalten nämlich kein Atom “Logik”. Sie haben auf meine Feststellung (Exekutive = Legislative = Schwachsinn) nicht geantwortet, woraus ich schliessen muss, dass Ihre Logik nicht sehr hoch entwickelt ist. Ihre Frage beantworte ich natürlich nicht. Wo sind wir hier? Vor einem Standgericht? Dass Sie aus meiner Art der Logik nicht schliessen können, welche Stellung ich mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Gesellschaft einnehme, ist ein Armutszeugnis. Oder glauben Sie im Ernst, dass ein Beamter so argumentiert wie ich?

  5. A.Felsberger

    @Holzer: Die anti-demokratische Geschichte des Nationalsozialismus beginnt mit dem Hitler-Ludendorff-Putsch 1923, das war der Tag, an dem die Bewegung erstmals den Machtanspruch stellte. Aus dem Scheitern zog Hitler die Konsequenz, dass die Macht durch Wahlen zu erringen sei. Was aber bekanntlich nicht heisst: dass er Demokrat war. “Adolph Legalite” hiess das damalige Spottwort. Das Ermächtigungsgesetz hat ihm dann erlaubt seine anti-demokratische Gesinnung in die Tat umzusetzen. Und überhaupt? Was ist für Sie so wichtig an der Tatsache, dass Hitler zwei Wahlen gewann? Was wollen Sie damit sagen? Dass das Volk faschistisch fühlt? Dass Demokratie in Faschismus mündet? Was ist der weitere Schluss? Oder mündet hier schon Ihre Logik?

  6. Syria Forever

    Herr Felsberger.

    Es gibt viele Nutzniesser der Systematik dafür müssen Sie kein Beamter sein, es erleichtert die Sache nur. Das ist kein persönliches Argument sondern eine schlichte Frage..
    Belassen wir es mit, Sie haben die Systematik verstanden und sind mit den Ergebnissen zufrieden.

    Shalom

  7. Thomas Holzer

    Danke für den Geschichtsunterricht, war aber ein Fleißaufgabe Ihrerseits 😉
    Demokratie endet langfristig in der Tyrannis.
    Aber wenn man Demokratie wie ein “goldene Kalb” anbetet, dann kann es natürlich vorkommen, daß “unerwünschte Nebenwirkungen und Folgen” allzu leicht und geflissentlich übersehen werden

  8. A.Felsberger

    >Demokratie endet langfristig in der Tyrannis> Wo haben Sie denn diese Plattheit her? Erzählen Sie mir mal den dahinterstehenden Gedankengang. Gibt es einen Automatismus der Geschichte? Sind Sie in etwa Hegelianer? Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus…….

  9. A.Felsberger

    @ Syria: >Es gibt viele Nutzniesser der Systematik>. Ach so, wer denn? Zählen Sie mal auf, wen Sie unter Nutzniesser einreihen? Punkt für Punkt, bitte! Sie wissen schon, dass dies ein sehr gefährliches Wort ist. Von da zum “Schmarotzer” ist es bekanntlich nicht mehr weit…. Oder fehlt Ihnen dieses Gespür für Geschichte?

  10. Werner Lange

    Hallo Herr Felsberger,
    wir beide können uns sicher darauf einigen dass wir in De und Ö nicht im Faschismus leben – Leben wir aber deshalb in einer (funktionierenden Demokratie?
    Bei der letzten Wahl in De wurde Mme Merkel mit nahezu absoluter Mehrheit gewählt, das Regierungsprogramm ist aber extrem SPD-lästig geworden. Wie, meinen Sie, fühlt sich ein erheblicher Teil der CDU/CSU-Wähler?
    Vor wenigen Jahren wurde und De das Gesetz zur Finanzierung des EU-Schuldenstaaten durchgepeitscht. Ein sehr kompliziertes Gesetz mit weitreichenden Folgen für die Staatsfinanzierung, dick wie ein Wälzer, musste in 3 Tagen verabschiedet werden; wenn mich meine Erinnerung nicht trügt haben weniger als 5% der interviewten MdBs wenigstens die Größenordnung der Verpflichtung angeben können, der Rest hatte nicht den Hauch einer Ahnung . Demokratie???
    In De werden die Hälfte der Mandate als Listenstimmen vergeben, nur auf die direkt gewählte Hälfte der Mandate hat der Wähler einen Einfluß.
    Es gibt noch weitere Belege für das Demokratiedefizit in De – und ich vermute mal sehr dass es im schönen Austria nicht wesentlich besser ist…

  11. A.Felsberger

    @Lange: Man sollte die Demokratiedefizite, die aus einem dysfunktionalen Euro-System stammen, nicht mit “Diktatur” verechseln. Der Euro ist eine Währung, die Leistungsbilanzungleichgewichte nicht zu handhaben weiß, weil die Möglichkeit der Abwertung fehlt. In diesem Währungssystem gibt es nur die Möglichkeit: a) Länder mit Leistungsbilanz-Defiziten in Konkurs gehen zu lassen, oder b) deren Aussenschuld mithilfe von Garantien der Leistungsbilanzüberschuss-Ländern zu “retten”. Wenn man das Erste nicht will, ist das Zweite erzwungen. Es handelt sich als um eine “Diktatur” eines ökonomischen Sachverhalts, vergleichbar mit einem in Schieflage geratenem Unternehmen, das auch nur die Wahl zwischen Konkurs oder “Rettung” durch Verkauf einzelner Unternehmensteile hat. Alles Jammern dieser Welt nutzt nichts, wenn man auf ökonomische Gesetze stößt, und genau in diesem Sinn ist das “erzwungene” Verhalten der Demokratien zu interpretieren.

  12. A.Felsberger

    @Lange: Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Staatenbund weniger Souveränität für seine Mitgliedsstaaten vorsieht als ein einzelner Staat für sich haben kann. Die Frustration aus dem europäischen Projekt “EU” speist sich genau aus dieser Tatsache: Warum uns in einen Staatenbund zwingen, wenn wir als einzelner Staat volle Souveränität hätten? Es ist klar, dass es dieser Souveränitätsverlust ist, der von der Bevölkerung gewöhnlich als “Demokratiedefizit” empfunden wird. Dem ist nichts zu entgegnen ausser, dass a) auch die Schweiz als selbständiger Staat seit einem Jahrzehnt Souveränität verliert, was darauf hindeutet, dass dieses Problem nicht nur ein europäisches ist, und dass b) Zwischenstaatliche Verträge eine größere Beharrlichkeit haben als innerstaatliche Gesetze. Man verweilt als Staat oft in Allianzen, die sich schon seit Jahrzehnten überholt haben. Als Österreicher möchte ich noch sagen, dass wir vielleicht eine Spur empfindlicher sind in Bezug auf das Thema “Souveränitätsverlust” als ihr Deutschen. Wir würden niemals alles so schlucken wie ihr es tutu. Bei Euch ist der Glaube an Autorität (=Kanzler) enorm stark entwickelt, während bei uns die Autorität seit je Schmähungen über sich ergehen lassen muss, unabhängig davon, wer gerade Kanzler ist.

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