Der Libertäre und die Völkerwanderung

Von | 29. Mai 2017

“….Einige Libertäre sind der Meinung, die aus libertärer Warte richtige Position zu Einwanderung seien offene Grenzen oder die komplette Personenfreizügigkeit. Auf den ersten Blick scheint dies richtig zu sein: Freilich sind wir der Überzeugung, Menschen sollen dahin gehen können, wo sie wollen! Aber einen Moment. Wie sieht es mit dem Thema Redefreiheit aus, einem weiteren Prinzip, das stark mit Libertären verbunden wird. Sind wir wirklich der Überzeugung, die Redefreiheit sei ein unumstößlicher Grundsatz? Das würde bedeuten, ich habe das Recht, während einer Filmvorführung zu schreien, oder das Recht, einen Gottesdienst zu stören, oder das Recht, das Haus von meinem Nachbarn zu betreten und ihn zu beleidigen…..” (weiter hier)

4 Gedanken zu „Der Libertäre und die Völkerwanderung

  1. Fragolin

    Das Problem ist nicht die Personenfreizügigkeit, das Problem ist deren Definition.
    Jeder darf hingehen, wohin er will, außer er ist straffällig, dann nicht.
    Jeder darf hingehen, wohin er will, außer er kann dort nicht auf wirtschaftlich eigenen Beinen stehen, dann nicht.
    Jeder darf hingehen, wohin er will, außer er ist nicht gewillt, sich den dortigen Sitten und Gebräuchen unterzuordnen und sich an die dortigen Regeln und Gesetze zu halten, dann nicht.
    Dazu gehört auch: jeder darf reagieren, schauen, reden und diskriminieren, wie er will, solange dadurch kein Mensch an Leib und Leben bedroht wird. Niemand hat das Recht auf Sonderbehandlung, besondere Rücksichtnahme oder Anpassung der Regeln aller an ihre speziellen Wünsche. Taten gegen Gut, Leib und Leben werden hart bestraft, wie es die Gesetze vorgeben, und Schneeflöckchen ignoriert.
    Dann funktioniert es.

  2. Lisa

    Da ist er wieder, der leidige Widerspruch von Freiheit und Verantwortung.
    Jeder ist zwar frei zu tun und zu lassen was er will – aber es hat immer Konsequenzen: in einigen “Gruppen” hat eine freie Handlung diese, in andern jene, in wieder andern überhaupt keine Folgen. Wenn die Gesetze eines Staates eben so sind, dass “Fremde” frei und praktisch ohne Verpflichtungen einwandern dürfen, mag das einige Gruppen in diesem Staat nicht genehm sein, aber, wenn es sich um eine Demokratie handelt, können doch die Gesetze geändert werden. Homosexualität war ja auch mal verboten, Kinder mit Prügeln zu erziehen durchaus gesetzeskonform . also, woran liegts, dass man keine Mehrheit für eine geordnete Migration findet?

  3. Thomas F.

    Von versorgt zu werden ist jedenfalls bei Libertären keine Rede. Wäre interessant zu sehen, wieviele Schutzsuchende weiterhin zuströmen würden, wenn sie davon ausgehen müssten, nichts geschenkt zu bekommen.

  4. Gerald Steinbach

    Thomas F
    Diese Frage beantworten Länder wie Polen, Tschechien, Bulgarien, Ungarn,…
    Man verlangt von diesen Ländern solch Schutzsuchende aufzunehmen mit geringen Sozialleistungen verbunden und gleichzeitig bietet man ein 5 Sterne Hotel an mit Spa Bereich

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