Der Masterplan für die geschlechtslose Gesellschaft

(ANDREAS TÖGEL)  Wer meint, der Realsozialismus habe mit der Auflösung der UdSSR abgedankt, erliegt einem fatalen Irrtum. Denn ihr wirkmächtiger Nachfolger, die Genderideologie – von den Herausgebern des vorliegenden Buches als „Masterplan für die geschlechtslose Gesellschaft“ identifiziert – eilt dieser Tage von einem Triumph zum nächsten.

Ging es den Anfang der 1990er-Jahre im Orkus verschwundenen Sowjetsozialisten lediglich um die Egalisierung der Gesellschaft durch eine Einebnung der Klassenunterschiede, gehen die heute am Werk befindlichen, marxistisch durchseuchten Genderasten, entschieden weiter. Sie lassen es nicht dabei bewenden, Klassen- oder Rassenunterschiede einzureißen, sondern sie erklären – jenseits jeglicher wissenschaftlicher Überprüfbarkeit – kurzerhand die Biologie des Menschen zum „sozialen Konstrukt“, um ihn in der Folge zum Objekt ihrer totalitären Ideologie zu machen. Die Umwertung aller Werte und die Vernebelung vormals klarer Begriffe, dienen ihnen als Werkzeug. Die angestrebte Auflösung der Geschlechterunterschiede folgt der Erkenntnis, dass verwirrte Menschen sich besonders leicht lenken lassen. Und wer – wie der Volksmund sagt – „nicht mehr weiß, ob er ein Mandl oder ein Weibl ist“, ist auf dem Gipfel der Verwirrung angelangt – genau da, wo die Genderasten ihn haben wollen.

Acht Autoren – unter ihnen die bereits durch kritische Bücher, wie „Gendergaga“ bekannt gewordene Birgit Kelle, der konservative Journalist und Betreiber eines erfolgreichen Internetblogs, Andreas Unterberger, und der Germanist und Gymnasiallehrer Tomas Kubelik – beleuchten die gesellschaftszerstörenden Aspekte der neuen Staatsreligion aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Wie weiland in der „DDR“, wo selbst Studenten technischer Fachrichtungen nicht umhinkamen, Vorlesungen in Marxismus-Leninismus zu besuchen, ist an unseren Universitäten heute am Genderirrsinn nicht mehr vorbeizukommen. Wer nicht brav über die ursprünglich von einer verschwindend kleinen Minderheit radikaler Feministinnen hingehaltenen Stöckchen springt und seine Arbeiten durch konsequentes Gendern sprachlich verhunzt, riskiert allerlei Benachteiligungen und schlechte Noten.

Es ist kein Zufall, dass der widernatürliche Unfug der Genderreligion so gut wie ausschließlich auf dem Boden steuerfinanzierter Universitäten – und dort speziell in den Geisteswissenschaften – und in Ämtern und Ministerien gedeiht. Denn Menschen, die für ihr Geld ehrlich arbeiten und täglich messbare Leistung bringen müssen, haben für derlei Lustbarkeiten weder Verständnis, noch das geringste Interesse.

Der „Kampf für die Frauengleichstellung“ war gestern. Heute geht es der neuen Staatsreligion des Gender Mainstreamings um viel mehr. Die Zerstörung der Sprache dient ihr als Instrument zur Durchsetzung „richtigen“ Denkens: Orwell´sches Neusprech des 21. Jahrhunderts. Da die rechtliche Gleichstellung der Frauen längst erreicht ist, verlieren hauptberufliche Gleichmacher und Gesellschaftsklempner ihre Existenzgrundlage. Um dem vorzubeugen, werden täglich neue „sexuell diskriminierte Minderheiten“ entdeckt, für die zu streiten ihnen Macht und Pfründe bringt…

Manchem bei Sinnen gebliebenem Zeitgenossen mag es ein (schwacher) Trost sein, dass die lautstarken Protagonisten des neuzeitlichen Totalitarismus´ spätestens dann schlagartig verstummen werden, wenn über Euroland die grüne Fahne des Propheten weht…

Genderismus(s)

Christian Günther, Werner Reichel (HG.)

Verlag Frank&Frei

204 Seiten, gebunden

ISBN: 978-3-9504081-0-2

19,- Euro

20 comments

  1. Mourawetz

    Dass der Genderwahn auf tönernen Füßen steht, zeigt der kurze Prozess den die Norweger damit achten. Ende Schluss Basta mit dem Genderblödsinn, nachdem ein Komiker mit Sozialabschluss stringent nachweisen konnte, dass der Gender-Kaiser ohne Kleider dasteht. Nur weltweit scheint man diesen Geistesblitz nicht zur Kenntnis zu nehmen. Was in Norwegen, einem durchaus linksliberalen Staat, bereits Common Sense ist, hat sich bis zu uns nicht herum gesprochen.

    Man kann ja viele Menschen eine kurze Zeit für dumm verkaufen oder einige wenige eine lange Zeit. Aber nicht alle Menschen für immer. So oder so ähnlich sagte Abraham Lincoln. Ich warte immer noch auf Einsicht und Genderumkehr. Mir dauert die “kurze” Zeit schon beträchtlich zu lange. Sollte sich da jemand geirrt haben?

    http://www.lokalkompass.de/dortmund-city/politik/56-millionen-euro-gerettet-komiker-zerlegt-gender-forschung-in-norwegen-d206890.html

  2. Fragolin

    Wer den Genderquatsch ablehnt ist ein Sexist und Nazi.
    Wer den Massenzuzug ablehnt ist ein Ausländerfeind und ein Nazi.
    Wer das Kriechen vor dem radikalen Islam ablehnt ist ein Rassist und ein Nazi.
    Wer das antidemokratische Diktat der EU ablehnt ist ein Europafeind und ein Nazi.
    Wer die “Energiewende” und den Handel mit CO2-Zertifikaten ablehnt, ist ein Klimaleugner und ein Nazi.
    Wer nicht in das Kriegsgeheul gegen Moskau einstimmt, ist ein Putinfreund und ein Nazi.
    Wer das Desinformieren und Propagieren der MSM ablehnt und sie als Lügenpresse entlarvt, ist ein Rechtspopulist und ein Nazi.
    Warum funktioniert das? Ganz einfach: In Österreich ist es gesetzlich verboten ein Nazi zu sein, und somit muss man nur die Nazikeule zücken, und schon wird aus dem Inhaber einer nicht mainstreamkonformen Meinung ein Verbrecher. Die Zuordnung in die Gruppe “Nazi” und in die Gruppe “Verbrecher” erfolgt parallel, “Nazi” ist nur ein Synonym für “Verbrecher”.
    Und so kann man alle obigen Sätze nehmen und das Wort “Nazi” durch das Wort “Verbrecher” ersetzen, und schon haben wir ein System, in dem Lehrlinge nach geschmacklosen Idiotenpostings im Internet rausgeschmissen, stigmatisiert und mit sozialer wie wirtschaftlicher Vernichtung bestraft werden oder Diplomarbeiten mit fachlich korrektem Inhalt wegen falscher Formulierung der Sätze (verständlich statt politisch korrekt) abgelehnt und Studenten um ihre Karriere gebracht werden, während strunzdumme Kommilitonen für wissenschaftlich wertlosen Müll belohnt werden, der in der richtigen Form abgeliefert wurde.
    Herr Tögel hat das richtig erkannt, es sind die Methoden der “DDR”, für die Frau Merkel steht, die einen Staatsbankchef zum beruflichen Abschuss freigab, weil er ein Buch verfasste, dass unbequeme Wahrheiten enthielt – für ein Kind des ostdeutschen Machtapparates eine normale Vorgehensweise. Aber warum sich der ehemals freie Westen diesem Diktat der Ex-Genossen beugt, wird mir ewig ein Rätsel bleiben.

  3. Thomas Holzer

    Mir stellt sich jedoch immer die Frage:
    Warum lässt sich die -hoffentlich doch noch vorhandene- Mehrheit all diesen Schwachsinn gefallen? Noch dazu finanziert nur mit ihrem Steuergeld.

  4. aneagle

    der Abschuss Thilo Sarrazins, ein kleiner Schritt für Oma Merkel, war ein Riesenschritt für Deutschland. Es war der Startschuss für Gender als Sozialwissenschaft. Der Rückfall in die totalitäre Vergangenheit findet tagtäglich statt. Deutschlands Zukunft ist seine Vergangenheit.

    Jeder kann sich aussuchen welche er haben will- altmodisch braun, modisch rot, modern grün, zukunftsgerichtet islamtolerant, oder als letzter Schrei total schrill: GENDER- Hauptsache totalitär.

    All diesen Formen ist gemeinsam, dass sie wahnhaft am Rande des gesellschaftlichen Irrsinns wandeln und die Züge einer mentalen Erkrankung tragen. Faschismus und sein Zwilling der Antifaschismus scheinen doch eine ansteckende, wahrscheinlich unausrottbare menschliche Erkrankung zu sein. Traurig, aber an irgendwas muss wohl auch die Menschheit scheitern.

  5. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Weil es der vorhandenen Mehrheit jetzt erst allmählich dämmert. Ich erinnere mich noch an ein Gespräch das ich mit einem eher konservativen und sehr scharfsinnigen guten Freund (mittlerweile hat er eine eigene Kanzlei) Ende der 1990iger Jahre betreffend Political Correctness und Gender Mainstreaming geführt habe. Er lachte dabei laut und meinte, dass so etwas nie kommen werde, da sich das niemand gefallen lassen wird…

    “Erstaunlich” ist auch, dass man hier nicht einmal mehr demokratisch abstimmen lässt, sondern die Identität eines Menschen von “oben” herab festlegt. Die Würde des Menschen endet dort wo die politische Agenda beginnt.

  6. Selbstdenker

    @Andreas Tögel:
    Es wird nicht die grüne Fahne des Propheten über Euroland wehen, sondern die schwarze Flagge mit dem Siegel vom Propheten. Ansonten muß ich Ihnen vollinhaltlich Recht geben.

    Der neueste Schrei ideologischer Verrenkungen kommt (wieder einmal) aus UK: radikale Islamisten erkennt man daran, dass sie Gender Mainstreaming ablehnen.

    Offenbar haben die meisten Menschen multiple Persönlichkeiten: einerseits sind sie islamophob, weil sie für universelle Menschenrechte eintreten und gleichzeitig sind sie radikalisierte Islamisten, weil sie Gender Mainstreaming ablehnen.

    Beim letzten großen Kulturbruch in Europa (WK-II) wurde das Endspiel zwischen Nationalsozialismus/Faschismus und Stalinismus/Kommunismus ausgetragen. Betreffend den nächsten sich anbahnenden Kulturbruch möchte ich hier an dieser Stelle eine Wette für das Endspiel im 21. Jahrhundert platzieren: es wird zwischen Gender Mainstreaming und Islamismus ausgetragen werden.

  7. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Hinzu kommt, daß die Veränderungen immer in sehr kleinen Schritten erfolgen; eine perfide, leider aber sehr wirkungsvolle Methode. Insofern muß man den “neuen” Sozialisten Lernfähigkeit konzedieren

  8. Selbstdenker

    @nattl:
    Socialist Brainwashing kann man inzwischen auf jedem Ikea bzw. H&M-Katalog bewundern: wie in der UdSSR werden in Ungnade gefallene Personen (hier: weiße, heterosexuelle Männer mittleren Alters) wegretuschiert.

  9. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “Hinzu kommt, daß die Veränderungen immer in sehr kleinen Schritten erfolgen; eine perfide, leider aber sehr wirkungsvolle Methode. Insofern muß man den “neuen” Sozialisten Lernfähigkeit konzedieren”

    Das Ganze setzt aber (den Widerspruch) voraus, dass Konservative nicht mehr langfristig denken und nicht mehr zu ihren eigenen Werten stehen. Hervorragendes heimisches Anschauungsbeispiel: die ÖVP.

  10. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “…daß die Veränderungen immer in sehr kleinen Schritten erfolgen…”

    Man könnte die Cultural Marxists durchwegs als gesellschaftliche Arsenmörder des frühen 21. Jahrhunderts bezeichnen.

  11. Erich

    Apropos Sarrazin: Heute große Überschrift auf der Titelseite der SN: “Der gute Schulerfolg ist bereits in den Genen angelegt”.
    (Dabei hat Sarrazin so etwas gar nicht behauptet; es wurde ihm angedichtet, um die Bevölkerung gegen ihn aufzuhetzen)

  12. mike

    @Erich: Sarrazin hat natürlich recht ! Leider, muss man sagen! Ein wahrlich kluger Mann.
    Seine Bücher beschreiben die Wirklichkeit ! Dass die dortigen Sozn ihn gleich rauswerfen wollten, liegt in deren “Genen”. Offensichtlich schon von Geburt an vertrottelt und vererbt. Aber dafür waren sie auch zu blöd, dafür wurden halt seine Vorträge von der linken “Intelligenz” gestört oder verhindert. Und wir toleranten Deppen lassen uns das alles gefallen…

  13. AT

    Zumindest auf amazon ist dieses Buch “derzeit nicht verfügbar”. Hoffentlich liegt das an einem großen Nachfrageansturm und nicht an sonstigen “Problemen”…

  14. Mona Rieboldt

    Mit Moslems ist Gender nicht zu machen. Da sehen sich moslemische Männer und Frauen sicher nicht als soziales Konstrukt. Gender ist unter anderem nichts weiter als ein Zeichen für Dekadenz unserer Gesellschaft.

  15. AD

    @Fragolin

    es wäre wünschenswert wenn man generell nicht NAZI schreiben würde, sondern nationalSOZIALISTEN….dient dem besseren Verständnis und erleichtert die Zuordnung

  16. Thomas Holzer

    @AD
    Ich schreibe gegen diese Geschichtsfälschung seit bald Jahrzehnten an; leider ohne nennenswerten Erfolg 🙁

  17. Exunternehmer&Entsorgter Vater

    @Selbstdenker

    “Endspiel im 21. Jahrhundert platzieren: es wird zwischen Gender Mainstreaming und Islamismus ausgetragen werden.”

    Wie es ausgeht, muss man nicht raten, Gender hat Zusammenhalt und Werte der Gesellschaft zerstört… Ohne die kann man nicht gewinnen, nichtmal (langfristig) überleben…

  18. Exunternehmer&Entsorgter Vater

    PS. ich habe in meiner Jugend noch Prüfungen aus Marxismus-Leninismus, Verteitigung der sozialistischen Heimat und aus der Geschichten der Arbeiterbewegung ablegen müssen 🙂

    Hier muss ich regelmässig Genderseminare absolvieren und aufpassen, dass es bei Studien richtiges gendern wichtiger als Inhalt ist 🙂

  19. Fragolin

    @AD
    Da ich die Diffamierung der Medien widerspiegeln wollte, passt der Begriff “Nazi”.
    Dass es sich bei dem in die kindliche Phantasie des Durchschnittsmedienkonsumenten eingepflanzten Schreckensbild des Braunen Mannes um einen knallharten Sozialisten mit nationalistischer Attitüde handelt, einen “völkischen Sozialisten” gewissermaßen, wird damit gerne verschleiert, das muss von mir an diesem Ort hier aber imho nicht erläutert werden.

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