Der Minister und der Terrorist

Von | 21. Oktober 2015

“Die Republik überschlägt sich wegen eines „Pegida-Galgens“ aus Pappe, den ein wildgewordener Werkzeughändler aus Dresden hoch hielt. Zur gleichen Zeit schüttelt der deutsche Bundesaussenminister Steinmeier einem mit internationalem Haftbefehl gesuchten Terroristen die Hand. In einem Land, in dem es echte Galgen gibt. In einem Land, das Homosexuelle an Kränen aufhängt.” (hier)

4 Gedanken zu „Der Minister und der Terrorist

  1. cmh

    Steinmeier tut das, was er als Außenminister tun muß. Das ist nichts für grünmoraline Intriganten.

    Der “wildgewordene Werkzeugmacher” hingegen ist nicht wildgeworden, sondern bestenfalls etwas – nur ein klein wenig – voreilig. Denn er ist die Vox populi. Und die ist bekanntlich die Vox Dei!

    Atheistische Regenten, besonders diejenigen mit rudimentär-christlichem Herkommen, übersehen das gerne. Hier werden sie nun mit ihrer fundamentalen Verantwortung für ihr Land konfrontiert. Einer Verantwortung, der man sich nicht einfach durch den Konkurs seines Landes entziehen kann. Den letztlich entscheiden sie nicht über irgendwelche Rettungen und sonstige romantisch-gutmenschliche Aktionen, sondern über Leben und Tod ihrer – sagen wir es ruhig mit einem kleinen Stilbruch – schutzempfohlenen Untertanen. Da kann ihr Leben doch nur das kleinste Vadium oder Pfand sein, das in diesem “Spiel” eingsetzt wird.

    Und überhaupt: Ist die Demokratie diejenige Regierungsform, bei der der Wechsel der Regenten ohne deren Tod vonstatten gehen kann und soll, dann ist angesichts des undemokratischen Filzes, der demokratiewidrigen Umerziehungslust und der undemokratischen Indolenzen dem Wählerwillen und den Staatsinteressen gegenüber der Tod durchaus in die politischen Kalküle miteinzubeziehen.

    Gewöhnt Euch daran!

    (NB: Zwar ist ein Ausrasten der Bevölkerung nur ein Beweis dafür, dass die Menschen trotz oder wegen der Regierung keine besseren Menschen geworden sind, aber solches ist nie gutzuheißen, sondern man sollte sich schon bessere Konsequenzen überlegen. lebenslängliche Sozialarbeit z.B.)

  2. astuga

    Die gekünstelte Aufregung rund um den “Galgen” in einer friedlichen Demo ist vor allem eines – Anschauungsbeispiel für Doppelstandards und Heuchelei.

    http://i58.tinypic.com/14ugcg0.jpg

    Aber das kennt man ja von tatsächlicher Gewalt bei vorwiegend linken Demos.
    Dort wird selbst Brandstiftung, das “Entglasen” von Geschäftslokalen und Gewalt gegen Personen als unvermeidbare Normalität betrachtet.

  3. Fragolin

    Was solls. Erdogan bombardiert sogar Dörfer auf dem eigenen Staatsgebiet und wird jetzt hofiert.
    Bei Pegida geht es nur um das Ausschalten der Opposition rund um die AfD. Eine Partei die nicht systemkonform ist stellt das System der Parteiendiktatur in Frage und muss kriminalisiert werden. Ebenso die Teile des Volkes, die nicht als Jubelperser für die Mächtigen auf die Straße gehen. Oder als deren Prügelgruppen.
    Eines hat Merkel gelernt: Das Volk kann von der Straße aus die Regierung stürzen. Soweit wird sie es nicht kommen lassen. Vorher gibt es gegen Pegida den Schießbefehl.

  4. astuga

    So wird tatsächlich von einigen dabei argumentiert:
    Man darf nichts gegen ein Regime sagen, dass Schwule und andere Unliebsame an Baukränen langsam zu Tode stranguliert.
    Denn auch bei uns sind manche gegen gleichgeschlechtliche Ehe.

    Und das ist ja fast das selbe…

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