Der neue Betroffenheitskult der Medien

Von | 4. September 2015

“Die Massenmedien kaschieren ihren Voyeurismus mit einem Betroffenheitskult, dessen Legitimation sie neuerdings daraus ableiten, dass die ohnehin an chronischer Hysterie leidenden sozialen Netzwerke wieder einmal in besonders starke Erregung geraten sind. Man reagiert auf ein angebliches Marktbedürfnis. Doch die Mediengesellschaft schaut nur in den Spiegel und sieht sich selber….” (hier)

13 Gedanken zu „Der neue Betroffenheitskult der Medien

  1. Herbert Manninger

    Später werden diese Medien-Waldheims sich darauf berufen, sie hätten
    ,,nur ihre Pflicht getan.”

  2. Christian Peter

    Die Betroffenheit ist angebracht, denn es ist verrückt, dass Menschen in den Tod gelockt werden, nur weil man jeden illegalen Einwanderer, der einen Fuß auf Europas Erde setzt rechtlich weit besser stellt als Menschen, die sich an die Gesetze halten und sich auf legalem Wege um Auswanderung bemühen.

  3. Reini

    was hat für die Medien Vorrang – neutrale Aufklärung oder Absatz mit Umsatz,…

  4. Thomas Holzer

    Wenn erst einmal auf Grund der Anzahl von Vorfällen die Berichterstattung über diese nicht mehr unterbleiben kann, wird es erst rund gehen (und das meine ich nicht im positiven Sinne)

  5. H.Trickler

    Höchst interessant, dass ausgerechnet die alte Tante NZZ ein Feigenblatt gefunden hat, welches ihr gleich 2x den Vorwand liefert, das traurige Foto zu veröffentlichen und dabei den Mahnfinger zur Konkurrenz zu heben. Eigentlich schändlich.

  6. caruso

    “… oder Absatz mit Umsatz,…”. Nur das, nichts sonst. Von halbwegs seriöser
    Journalismus ist keine Rede. Nur seltene, viel zu seltene Ausnahmen gibt es.
    lg
    caruso

  7. astuga

    Zur Medienhysterie:
    http://www.mimikama.at/allgemein/das-syrische-flchlingskind-schlft-am-grab-der-eltern/
    Eine ergreifende Szene, festgehalten auf einem Foto: ein Kind liegt schlafend zwischen zwei Gräbern.
    Fundorte dieses Fotos: quer durch alle soziale Netzwerke. Die Texte dazu sind oftmals identisch und klagen das Leid des syrischen Bürgerkrieges, sowie die Flüchtlingssituation an (…)
    Genauer hingeschaut
    Ohne groß zu erklären: das Bild ist eine inszenierte Situation. Der Fotograf Abdel Aziz Al-Atibi hat dieses Foto aufgenommen, der abgebildete Junge ist sein Neffe. Er ist kein Waisenkind, die Gräber sind auch nicht echt, sondern Bestandteil eine Fotoprojektes.

    Und zu dem beschriebenen Fall haben andere hier schon alles relevante gesagt.

  8. Fragolin

    @astuga
    Albanisches Mädchen plus Katze gleich “wag the dog”… 😉

  9. Thomas Holzer

    ” child sleeps between his parents”

    So viel zu den perfekten english Kenntnissen der Verfasser dieses Satzes 😉

  10. waldsee

    dahinter steckt -das jahrelange übel -der presseförderung.
    weiß jemand wie hoch diese -offiziell zumindest – ist?

  11. astuga

    @Waldsee
    Diese Daten wird es sich irgendwo geben.
    Inserate und… äh, gehaltvolle Informationsbeilagen der Ministerien und Gemeinden nicht mitgerechnet.

    Ich habe ja schon einige Male beim Standard im Kommentarbereich angefragt, ob sie nicht zu Gunsten der Flüchtlinge für einige Zeit auf ihre Presseförderung verzichten könnten – als immerhin reiche Tageszeitung.
    Leider wurde das noch nie freigeschaltet. 😉

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