Der österreichische Patient

“….Derzeit wachsen jene Volkswirtschaften auffallend stark, die sich in der jüngeren Vergangenheit zu Reformen durchringen konnten – wie Irland, Spanien, Portugal, aber auch Schweden und eben Deutschland. Am unteren Ende der Wachstumstabelle tummeln sich Volkswirtschaften, deren politische Führung seit Jahren versucht, die Wirtschaft mit hohen Staatsausgaben in Schwung zu bringen – etwa Frankreich, Italien und Österreich….” (hier)

6 comments

  1. Wolfgang Brunbauer

    Herr Schellhorn hat sehr recht wenn er sagt: “Höhere Staatsausgaben zur Konjunkturbelebung landen eben oft nicht dort, wo sie hingehören. Sondern meist bei politisch gut vernetzten Lobbying-Gruppen und personalintensiven Branchen, die selten zu den produktivsten zählen.” Die Netzwerke im Staat schützen sich gegen Newcomer. Man redet von Innovation, Forschung und Entwicklung. Die lässt man Einzelpersonen und Kleinfirmen machen. Die Fördergelder in großen Stil gehen an faule Günstlinge. Die Innovatoren verbluten an den Entwicklungskosten. Die Brücke zum Markt schaffen die meisten nicht. Die faulen Günstlinge, sprich Lobbyisten, ernten die Früchte der Mühen, die andere auf sich nehmen..
    In diesem System sichert sich die Bürokratie selbst ab. Das Parlament besteht großteils aus freigestellten Beamten und Parteisoldaten. Sie verteidigen ihre Privilegien. Wagnis, Risiko, Innovation sind für sie fundamentale Gefahr. In jedem Neuen steckt eine Gefahr für die Karriere. Angesichts der überhöhten Gehälter der Beamten stellt jede Änderung die Gefahr eines existentiellen Absturzes dar.. Der Staat ist in sich gelähmt.

  2. mike

    wie wahr ! aber unsere tolle Regierung unter grandioser Führung von Failman traut sich halt nicht bzw. ist vielleicht doch nicht fähig ?
    das Wahlvolk ist ja auch motivierend – siehe Stmk-Wahlergebnis – kaum wird reformiert und es trifft einen selbst, schon wählen wir die blauen Retter vom Dienst, die sich ja schon in Kärnten so ausgezeichnet haben.

  3. cmh

    Aus diesem Grund müssen auch Schüssel und Grasser immer wieder verunglimpft werden. Man könnte sich ja sonst an die guten Wirtschaftsdaten dieser Zeit erinnern.

    Ansonsten hat man den Eindruck, dass alle mit der roten Schlagseite lobotomiert worden wären. Sonst wäre diese Nichtwahrnehmung der (nichtroten) Realität ja gar nicht erklärbar.

    Und was die Blauen anbelangt: Die haben immer noch nicht soviel am Kerbholz wie die Roten. Die spielen ja überhaupt in einer anderen Liga.

  4. Christian Weiss

    “Welche Reformen?”

    Na vielleicht das steirische Tanzschulgesetz, das jetzt verlangt, dass nur zertifizierte Tanzlehrer und Tanzschulen Gesellschaftstänze, Polonaisen und Balleröffnungen lehren und einstudieren dürfen.
    Vielleicht kann ja Österreich in Zukunft statt Nutzfahrzeuge und Seilbahntechnik Polonaisen exportieren…

  5. Thomas Holzer

    @Christian Weiss
    Genau; und diesen Gesetz werden die sozialistischen Blauen sicherlich nicht im Orkus der politischen Verirrungen entsorgen, vielmehr vielleicht zusätzlich reinschreiben, daß nur Steirer und/oder autochthone Österreicher zur Zertifizierung antreten dürfen 😉

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