Der Offenbarungseid der ÖVP

Von | 29. September 2013

Das wird wohl interessante Diskussionen in der ÖVP ergeben: Schwarz/Blau/Stronach dürften eine solide Mehrheit im Nationalrat haben, Spindelegger könnte so Kanzler werden, aber die mächtigen Großkoalitionäre in der ÖVP werden das nicht sehr amüsant finden. Und Spindelegger ist nicht Schüssel.

14 Gedanken zu „Der Offenbarungseid der ÖVP

  1. Rennziege

    “Und Spindelegger ist nicht Schüssel.”
    Tja, schade! Wäre er einer, oder hätte auch nur annähernd Schüssels Hirn und Format, hätte die ÖVP heute das gepuderte Näschen um ein paar Millimeter vorne. — Nicht dass dies an Österreichs proporz-dumpfe Zukunft wesentlich sonniger gestalten könnte … aber es hätte dieser verkalkten Bündegenossenschaft die Arterien a wengerl erweitern können, zwecks besserer Blutzufuhr in Hirn und Gliedmaßen.

    P.S.: Hat sich die Gewerkschaft bezüglich Sonntagsöffnung auch hier breitgemacht? Heut komm’ ich mir vor wie eine Geiß ohne Herde. Schluchz!

  2. Thomas Holzer

    Aber bitte!
    Geht’s noch peinlicher?
    was ist an FPOE, OVEP, TS, neos(sic!) liberal, wirtschafts”freundlich”, neutral formuliert?
    Das sind doch alles Etatisten, die einen mehr, die anderen weniger, aber keine dieser “werbenden” Parteien vertritt einen auch nur irgendwie neoliberalen Standpunkt! Und ich bin wahrlich KEIN neoliberaler, sondern ein URliberaler

  3. S.M.

    Ich möchte mich herzlichst bei den rund zwei Millionen Volli***ten hier und in Österreich bedanken, die uns weitere fünf Jahre Rot- Schwarz beschert haben. DANKE!

  4. S.M.

    Und falls es jemandem entgangen sein sollte, damit sind die Nichtwähler gemeint!

  5. S.B.

    @S.M. Statement ist Statement und am Ergebnis hätte das NICHTS geändert!

  6. Reinhard

    Die Blauen flrten nach den ersten Hochrechnungen sofort die – na? – genau, die Roten an! Zusammen mit Stronach könne man auch ohne die Blockierer-ÖVP. In diesem Falle wäre logischerweise der “Fränk” Bundeskanzler, denn der Chef einer Horde roter und blauer Politiker im Management zu sein ist er ja gewohnt…
    @S.M., die zwei Millionen Hoffnungslosen auch noch zu verhöhnen bringt auch nix. Was wäre wohl anders ohne diese GroKo? Pech statt Schwefel? Pest statt Cholera? Im Prinzip ist es egal, denn jede mögliche nächste Regierung reitet den Karren tiefer in die Sch***. JEDE! Das steckt nämlich im System.

  7. Thomas Holzer

    @S.M.
    Hätten die 2 Millionen Nichtwähler Ihrer werten Meinung nach für SPOE. oder OEVP oder wem auch immer stimmen sollen?
    Frei nach dem Motto, lieber eine Stimme für Dumme als ungültig?
    Sorry, dümmer geht’s anscheinend immer

  8. S.M.

    @ Reinhard

    ltalienische Verhältnisse wären schon ein Fortschritt in Richtung Systemuntergang… Und selbst Sie müssen doch zugeben dass weitere fünf Jahre ohne Neuwahlen das denkbar Schlechteste ist. Nämlich Pest und Cholera zusammen.

  9. S.M.

    Ja Herr Holzer lieber eine Stimme für Dumme als weitere Integration in den EU Schuldensumpf!

  10. Reinhard

    @S.M.
    Das System wird nicht untergehen, nicht über Wahlen. Wenn das möglich wäre, wären Wahlen bereits verboten.
    Versagen die gekauften Marionetten in den Parteihäusern, entsenden die wirklichen Machthaber ihre Statthalter und Masseverwalter.
    Stirbt das System in Italien? Oder in Griechenland? Oder übernehmen dort einfach nach dem Versagen der Regierungen mit Segen der Volksvertretungen “Experten” das Ruder, die rein zufällig dem gleichen Dunstkreis entspringen, der die monetäre Staatsreligion lenkt?
    Die Demokratie, wie wir sie kennen und wie sie uns vorgeschwärmt wird, ist nur eine Fassade. Traumsand für das Volk, gewissermaßen. Die Schafe kreuzeln den Schlächter ihrer Wahl an und haben das Gefühl, gut gewählt zu haben. Wenn es dann zur Schlachtbank geht, wird ihnen bis zur letzten Sekunde eingebläut, dies sei alles die Schuld der anderen, die nicht so weise gewählt hätten. Sandmänner unter sich.

  11. Christian Peter

    Das einzig Erfreuliche an der Wahl : Die Wahlbeteiligung erreicht mit 66 % einen historischen Tiefstand. Mehr als 600.000 Wähler blieben gegenüber den letzten Nationalratswahlen zu Hause. Man kann sich nur wundern, wie lange sich die Bürger noch von politischen Parteien, die in Österreich Werte wie Demokratie, Freiheit und Recht mit den Füßen treten, durch Abgabe einer gültigen Stimme auf den Kopf scheißen lassen.

  12. Reinhard

    Gerade mal 66% – das heißt im Klartext: Den Kanzlerdarsteller wird die Theatertruppe stellen, die von nicht mal 18% der Wahlberechtigten gewählt wurde; regiert werden wir von einer mit gerade mal von 30% der Wahlberechtigten “legitimierten” “Mehrheit”. Die Siegesfeiern der “Gewinner” haben den schalen Beigeschmack des Begeisterungstaumels der “Linken” letzte Woche in D, die im Siegesrausch, die FDP abgehängt zu haben, ganz übersahen, dass dies nicht dem Zustrom neuer Wählermassen geschuldet war, sondern der Tatsache, dass sie “nur” knappe 40% ihrer Wähler verloren haben und die FDP über 80%. Einen solchen Bauchfleck als Sieg verkaufen können nur die Schmierenkomödianten unseres Polittheaters.
    Ich freue mich schon auf die süffisanten Statements der durch krude Wahlarithmetik ins Amt zurückgerechneten Kasperl, einen klaren Wählerauftrag zu besitzen, sich die nächsten 5 Jahre an den Futtertrögen breit zu machen und weiterzuwurschteln wie bisher…

  13. Christian Peter

    Korrektur : Entgegen voreiliger anderslautender Meldungen lag die Wahlbeteiligung bei 73 %. Demnach hat die Demokratie weitere 5 % der Wahlberechtigten, 300.000 Staatsbürger, verloren.

  14. DI Gerald Hütter

    Liebe Kommentatoren, die Nichtwähler mit fast 34% größte Kraft im Land stehen großteils für einen Systemwechsel, keine der angetretenen Parteien kann hier etwas verändern, entweder aus ideologischer, aus struktureller oder aus personeller Hinsicht. Unser politisches System ist zutiefst krank, ich habe aus meiner Italienerfahrung für mich schon vor vielen Jahren festgestellt, dass wir die Italienisierung der österreichischen Politik erleben, Österreich wird unregierbar, zumindest kann keine seriöse Politik betrieben werden.
    Ich plädiere für eine Entparteiisierung des Parlaments, je Wahlkreis direkt gewählte Abgeordnete, Verbote sich zu Parteien oder Interessensgruppen zusammenzuschliessen und nur noch seinem Wahlkreis verantwortlich zu sein. Wieviel könnten wir uns sparen, keine Parteienförderung, keine Korruption zugunsten von Parteien, ein politisches Schlaraffenland wie jetzt wäre unmöglich. Und kommt ein unseriöser Abgeordneter nach oben, so ist es nur einer und der kann keinen großen Schaden anrichten.
    All dies wird es nicht geben, die Parteien würden uns in Dauerwerbesendungen erklären warum das derzeitige System besser wäre, klar für die Gehälter ohne was zu tun und zu riskieren….
    Aber träumen darf man ja noch, und Nichtwählen ist auch ein Recht, wenn einen alle einfach nur anwidern.

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