Der Prokurist

Von | 7. August 2017

“Ein Nebenjob des früheren deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff hat bei SPD und Linken scharfe Kritik angesichts seines Ehrensolds ausgelöst. Nach Informationen von „Bild am Sonntag“ („BamS“) arbeitet Wulff seit Ende April als Prokurist für die Deutschland-Tochter des türkischen Modelabels Yargici. Ende Mai seien Wulff und seine Ehefrau Bettina Stargäste bei der Ladeneröffnung des ersten deutschen Yargici-Geschäfts in Hamburg gewesen, schrieb die Zeitung. Angesichts seines Ehrensolds, der dem Bericht zufolge aktuell bei 236.000 Euro pro Jahr liegt, kritisiert die SPD Wulffs privatwirtschaftliches Engagement….” (hier)

14 Gedanken zu „Der Prokurist

  1. Rado

    Gehört der Laden vielleicht zum Erdogan Imperium?

  2. Thomas Holzer

    Wo ist das Problem?!
    So es gesetzlich möglich ist, warum nicht.
    Daß jemand mit € 236.000 pro Jahr nicht das Auslangen findet, soll ja vorkommen 😉

  3. Jörg Franke

    Mich verwundert, dass diesen abgehalfterten farblosen Politiker noch irgendjemand brauchen kann?
    “Stargast bei der Ladeneröffnung?!” Da kann es nicht weit her sein mit der Modemarke.

  4. sokrates9

    Warum soll der Trübsal blasen? Einfache Geschichte: Ehrensold abschaffen und dann lkann er arbeiten wie jeder andere! Ehrensold ist Anachronismus pur!

  5. Historiker

    Mann o’Mann, – dem Herrn Wulff muss ganz schön fad sein ! Mit 236.000 €/Jahr tät ich mir keinen Prokuristen-Job bei einem Türken an ! Aber war es nicht ER, der gesagt hat, der ISLAM gehört zu DEUTSCHLAND ? Die Türken werden das als Geste der UNTERWERFUNG ansehen, – und so ist es ja auch . . . (“He, Hassan, schon gehört, der WULFF jobt jetzt für einen Türken ! – Jetzt lassen wir schon Ex-Präsidenten für uns arbeiten ! Wir sind die neuen HERREN, Du Opfa !”). – Erbärmlich . . . Es gäbe soviel Sinnvolles, Ehrenamtliches zu tun, – aber sowas ? – Nun ja, das fehlende Fingerspitzengefühl hat ihn ja auch sein Amt gekostet . . .

  6. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer
    *lach* über Ihren letzten Satz. Vielleicht hätte man den Ehrensold pro Tag sagen sollen, dann ist es doch gleich viel weniger 😉

  7. Falke

    Gibt es ein Gesetz oder eine Bestimmung, die dem nicht mehr aktiven Bundespräsidenten eine bezahlte Tätigkeit verbietet? Wenn die Regierung oder das Parlament damit nicht einverstanden sind, sollen sie ihm halt den Ehrensold kürzen oder aberkennen – dieser ist ja nicht zwingend vorgeschrieben.

  8. astuga

    Aus Wikipedia: Ehrensold
    “Nach dem Rücktritt des Bundespräsidenten Wulff wurde von Juristen kontrovers diskutiert, ob ihm ein Ehrensold zustehe. Eine Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages kam zu dem Ergebnis, dass ein Rücktritt aus persönlichen Gründen zu keinem Ehrensold berechtige.[4] Nach einer rechtlichen Prüfung befand das Bundespräsidialamt, dass Wulff aus politischen Gründen zurückgetreten sei und ihm demnach der jährliche Ehrensold in voller Höhe zustehe.[5][6]

    Der bekannte Verfassungsrechtler Hans-Herbert von Arnim formulierte scharfe Kritik an dieser Entscheidung („ein Fall rechtlicher und politischer Unverantwortlichkeit“). Er wies darauf hin, dass der zuständige Beamte des Präsidialamts keine gerichtliche Überprüfung befürchten müsse, denn gegen diese Entscheidung könne niemand klagen…”

    Bekanntlich lässt man auch bei uns ehemalige Präsidenten und Bundeskanzler nicht verkommen (jedenfalls wenn es Rote sind).
    Den seinen gibt`s der Herr im Schlaf…
    Ergänzend: die ehemalige deutsche Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth (CDU) hat jahrelang für Fethulla Gülens “Integrationsprojekte” als Beirat gearbeitet.

  9. Thomas Holzer

    @astuga
    Hat der Herr Faymann nicht eine “Beratungsfirma” gegründet?
    Hat der Herr Faymann nicht irgendein sehr, sehr wichtiges Amterl in der EU übernommen, oder war’s die UN?

    Man hört und liest nichts darüber, anscheinend allzu erfolgreich, dieser Mann 😉

  10. Hausfrau

    Eigentlich ist Wulff “nur” ein Prokurist, also für ihn in Abstieg.

    À propos “Prokurist”:
    in meiner Sammlung von falsch übersetzten Wörtern bei verschiedenen Besprechungen habe ich einmal von einem deutschen Geschäftsmann mit bescheidenen Englischkenntnissen gehört, dass er die deutsche Bezeichnung Prokurist mit procurer (gesprochen: prokura) übersetzt hatte, was aber in der englischen Sprache auch Zuhälter bedeutet. Sein Gegenüber war daraufhin not amused (= nicht erfreut).

  11. mariuslupus

    Wer ihn angestellt hat, hat selbst ein Problem, oder hat es eine Weisung von oben gegeben ?

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