Der „pure antisemitische Hass“ der „Schutzflehenden“ des Jahres 2015

Von | 29. Mai 2021

(Christian Ortner) Jene, die vor sechs Jahren die Öffnung der Grenzen für Migranten bejubelten, tragen heute Mitverantwortung für die jüngsten antisemitischen Exzesse. Als es in den Tagen vor Pfingsten in Wien wie in einigen deutschen Städten zu wüsten antisemitischen Ausschreitungen gekommen ist, samt physischen Attacken und Parolen wie „Scheißjuden“, reagierten Politiker und die meisten Medien mit dem für derartige Fälle reservierten routinierten Bedauern. Ausgespart blieben hingegen zwei Fragen: die, wer da eigentlich antisemitische Parolen gebrüllt hat, und jene, was der Staat zu unternehmen gedenkt, um dergleichen künftig zu unterbinden. Oder sollen wir es etwa als Teil einer neuen Normalität verstehen, dass die Kultusgemeinde Juden an bestimmten Tagen auffordern muss, zu Hause zu bleiben, weil draußen ein Mob tobt?

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Eine klare Antwort auf die Frage nach der Identität dieses Mobs gab ein Kommentator der linken deutschen Tageszeitung „TAZ“, nicht als Zentralorgan der Islamophobie bekannt. „Auf die Straße gehen vor allem Migranten und deren Kinder, insbesondere aus arabischen Ländern und der Türkei stammend. (. . .) Der Judenhass ist ein Problem in migrantischen Gemeinschaften . . .“ war da zu lesen.

Wer auch nur halbwegs mit den Verhältnissen in der muslimischen Welt vertraut ist, weiß, wie richtig das ist. In Syrien, von wo besonders viele Migranten stammen, wird der Hass auf Juden bereits Kindern eingeimpft, von den meisten Eltern sowie von Lehrern. Es gibt daher einen klaren Kausalzusammenhang zwischen der Völkerwanderung der Jahre 2015/16 und dem jetzt auf den Straßen sichtbar werdenden Antisemitismus eines hauptsächlich, wenn auch nicht nur arabischen Mobs.

Ziemlich dreist ist deshalb, wenn diejenigen Politiker und Medien, die 2015 noch jeden als rechtsradikalen Fremdenhasser denunziert haben, der vor dem importierten Antisemitismus im Gefolge der offenen Grenzen gewarnt hat, nun die antisemitischen Exzesse beklagen, die logische Konsequenz dieser ungemein dummen, schädlichen und kostspieligen Entwicklung der vergangenen sechs Jahre sind.

Bemerkenswerte intellektuelle Wendigkeit turnte in diesem Kontext als einer von vielen „Standard“-Kolumnist Hans Rauscher vor: „Neuerdings gibt es in Europa eine zahlenmäßig nicht unbedeutende Bevölkerung nahöstlicher Herkunft, die puren antisemitischen Hass auf die Straßen trägt. Arabischstämmige, die ,Sieg Heil‘ schreien? Das geht gar nicht“, schrieb er dieser Tage, und wer wollte ihm da widersprechen?

Sollte es sich nicht um eine zufällige Namensgleichheit handeln, war es auch vor fünf Jahren ein gewisser Hans Rauscher, der diese „Bevölkerung nahöstlicher Herkunft“, die uns damals gerade zu bereichern begann, in Kommentaren regelmäßig als „Schutzflehende“ bezeichnete, damit quasi für sakrosankt erklärte und all jene als Fremdenfeinde denunzierte, die das anders sahen.

Doch das ist verschüttete Milch. Wichtiger ist die Frage, welche Konsequenzen der Staat aus solchen antisemitischen Exzessen zu ziehen hat. Das saloppe „Jetzt sind sie halt da“ der deutschen Kanzlerin ist nicht einmal annähernd akzeptabel. Schon gar nicht angesichts der neuen Migrationswelle, die sich an der südlichen EU-Außengrenze gerade wieder aufbaut.

Den richtigen Weg geben Politiker wie der französische Brexit-Chefverhandler, Michel Barnier, oder die sozialistische dänische Regierungschefin, Mette Frederiksen, vor, die eine Reduktion der Migration aus den problematischen Weltregionen auf null (Frederiksen) oder zumindest einen temporären Zuwanderungsstopp für die nächsten drei bis fünf Jahre (Barnier) fordern.

All jene aus Politik und Medien, die das jetzt ablehnen, so wie sie 2015 die falsche Politik unterstützt haben und den Zuzug mancher tatsächlicher, in vielen Fällen aber nur vermeintlich „Schutzerflehender“ pauschal gutgeheißen haben, werden bei den nächsten Ausschreitungen gegen Juden vermutlich wieder den schrecklichen Antisemitismus beklagen, der um sich greift. Und es wird schwer sein, das nicht heuchlerisch zu nennen. (“Presse”)

6 Gedanken zu „Der „pure antisemitische Hass“ der „Schutzflehenden“ des Jahres 2015

  1. Mourawetz

    Nun die Verhältnisse zu beklagen, die man selber herbei geführt hat, ist heuchlerisch. Nirgendwo ein Wort zu hören, dass man heute anders denkt als früher. Die welcomner wie zum Beispiel ein gewisser ehemaliger Bundespräsident Österreichs, die an vorderster Front am Westbahnhof die eintreffenden Goldstücke mit viel Freude und Karacho in Empfang genommen und in die Hände geklatscht haben, zeigen keine Reue und schweigen sich hinweg über den Schaden, den sie angerichtet haben. Nun sind sie mal hier. Manche tun sogar so, als ob sie damals garnicht dabei gewesen wären, dabei waren sie die schlimmsten Rädelsführer. Das Pulverfass, auf dem wir alle sitzen, wurde uns von einigen altklugen Gören, linken Omas und jede Menge Trittbrettfahrenden Heinzis untergejubelt, nun ist die Lunte gezündet. Wie wäre es mit Verantwortung übernehmen für das eigene Tun und Lassen? Es sind eure Schutzflehenden, ihr habt sie eingeladen und ihr habt sie willkommen geheißen, nun tragt auch die Verantwortung dafür.

  2. hausfrau

    Die Verantwortung mündete in eilig beschlossenen neuen Gesetzen gegen “Haßverbrechen”, sowie sich jemand äußerte. Die konsequente Fortsetzung sieht man jetzt an der Verächtlichmachung jeglicher Kritiker der Coronamaßnahmen und findet seine Fortsetzung mit beinharten neuen Gesetzen für die kommende Klimadiktatur.
    Und, wenn alle im nächsten Lockdown drinnen sind fallen die neuen einströmenden Goldstücke nicht auf.
    Es werden höchstens die Pensionen schrumpfen müssen weil die Goldstücke mitnichten unsere Pensionen sichern sondern sie gegenleistungsfrei verjausnen.
    Dafür läßt man sich doch gerne allerlei gefallen und bejubelt das auch noch.

  3. Falke

    Bemerkenswert auch das dröhnende Schweigen der einschlägigen Interssensvertretungen, also des Zentralrats der J. in Deutschalnd und der IKG in Österreich, die ja damals ebenfalls zu den Beklatschern der Flüchtlings- und Asylpolitik der Regierungen gehörten, obwohl gerade sie das wohl besser wissen müssten (und es wohl auch besser wussten und wissen, sich aber verpflichtet fühl(t)en, jedenfalls gegen “Rechts” zu sein zu müssen, und das waren/sind eben vor allem die Rechtsparteien AfD bzw. FPÖ, die sich als einzige vehement gegen die arabisch-moslemische Migrationsflut gestemmt haben; denn rechts = antisemitisch, das steht unerschütterlich fest und darf nie hinterfragt werden. Langsam wird aber auch den poitisch Korrektesten bewusst, dass der Antisemitismus immer mehr von Links kommt).

  4. Johannes

    “Das geht gar nicht“ schreibt er und bemerkt offensichtlich gar nicht das jene denen er das mitteilen will gar nicht den Standard lesen. Der gute Mann noch vor 5 Jahren Mentor und Anwalt, auch jener die nun Probleme machen, ist ratlos.
    “Geht gar nicht“ ist so ziemlich die hilfloseste Reaktion auf das was da immer öfter doch abgeht.

    Bei vielen gesellschaftlichen Gefahren gibt es so etwas wie eine kritische Masse, wenn eine bestimmte Gruppe von Menschen eine bestimmte Größe erreicht kann ein Ereignis diese Masse mobilisieren und zum äußersten treiben.
    Wenn nun diese Gruppe auch noch sehr empfänglich für religiöse Ereiferung ist, dann kann ein Ereignis das diese Gruppe in seiner Religiosität und ethnischen Zugehörigkeit als “geht gar nicht“ oder auch nur Beleidigung empfindet zu einer Verschmelzung der Masse und in Folge zu einem Empörungs-Supergau führen dem unsere abendländisch christliche Gesellschaft nichts entgegenzusetzen hat.

    Die Illusion mit Sozialarbeit und Integrationssitzungen könne man diesen über viele Jahrhunderte fast unverändert gebliebenen Denkmustern den Spirit der Multikulti-wir haben uns alle lieb – Romantik schmackhaft machen hat sich als falsch erwiesen. Spätestens nach den Aufmärschen gegen Juden, in einer Aufmarschformation die denen des IS ähnlich schien, sollten auch Rauscher und Co. die Signale hören und verstehen die da laut durch die einst friedlichen Strassen und Gassen hallen.

  5. aneagle

    Tatsache ist, dass dem gemütlichen Österreicher jüdische Mitbürger, islamistisch unterdrückte Frauen und von Dächern purzelnde Schwule herzlich egal sind, sei es in der Ferne oder mitten unter uns. Es herrscht eine bequeme Art des Wegschauens, die sich noch in jeder Gesellschaft, die sie wider besseren Wissens angewandt hat, bitter gerächt hat. Hier sind Regierungen gefordert, die künftige Gesellschaft entsteht heute durch das Tätigwerden verantwortungsbewußter Politiker,( zB der sozialistischen Frederiksen) oder das Nichttätigwerden anderweitig beschäftigter Politiker (z.B. Kurz). Gerade Kurz hätte die Aufgabe und die Fähigkeit dieser unsäglichen Gesellschaftsentwicklung Herr zu werden und wurde auch deswegen gewählt. Aber dazu müßte er sich besinnen mit nebensächlichen Wadelbeissern inner- und außerhalb seiner Partei kurzen Prozeß zu machen. Kann er das?

  6. JS

    @aneagle
    Ich kann mich gut daran errinnern, dass am Dach der RosaLilaVilla – dem Hauptquartier diverser Homosexuellen und Transgendervertretungen groß das Plakat “Refugees welcome” wehte…..ebenso gut erinnere ich mich wie man wüst von Politik, Kirche – auch der jüdischen – beschimpft und in ein Eck gedrängt wurde, wenn man leise auf genau diese Ptoblematik hingewiesen hat….tja….nun sind sie mal da…und es wird unbequem für einige Menschen….und wenn man nicht scharf entgegensteuert dann auch für viele andere Menschen. Ich bin weder Jude noch bin ich schwul….zum Islam gedenke ich auch nicht zu konvertieren….und vom Dach stoßen lasse ich mich auch nicht. Allerdings erwarte ich auch von der Politik keine Wunder und denke, dass sich eine militante Konfrontation gegen diese nahöstlichen Barbaren nicht nur abzeichnet, sondern wir sind schon mittendrin….der Angriff letztes Jahr in der Wiener Innenstadt war nur ein Anfang….viele der in dieser Stadt lebenden “Gäste” haben den Angreifer bejubelt…aber jetzt sind sie halt mal da….und wenn man die Bargeldgeschenke nicht drastisch einschränkt werden sie auch nicht so schnell verschwinden – denn das ist der einzige Weg um einen Bürgerkrieg zu verhindern. Allerdings glaubt man in der Löwelstraße immer noch, dass Islamisten weiter SPÖ wählen werden….ich glaub das nicht so recht…

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