Der Ruf nach sozialer Gerechtigkeit: Ein Angriff auf Eigentum und Wohlstand

Von | 30. August 2017

(von Martin Rhonheimer ) Der Ruf nach immer mehr sozialer Gerechtigkeit beflügelt die Politik und ist vor allem vor Wahlen in aller Munde. Er schürt Ressentiments gegen die Reichen und lässt vergessen, worauf eigentlich allgemeiner Wohlstand und hoher Lebensstandard der entwickelten Welt beruhen. Dadurch wird der Ruf nach immer mehr sozialer Gerechtigkeit nicht nur zur Anstiftung, sich mit Hilfe der staatlichen Zwangsgewalt des rechtmäßigen Eigentums anderer zu bemächtigen, sondern auch zur Gefährdung des Wohlstands der nachkommenden Generationen. Gemäß klassischer Ethik ist die Gerechtigkeit die Tugend, die das Zusammenleben der Menschen regelt: die zwischenmenschlichen Tauschhandlungen, die Verteilung von Lasten und Hilfen in einer Gemeinschaft und die Beziehungen des Einzelnen zu ihr. Gerechtigkeit ist also – ihrem Wesen nach – sozial. Wer hingegen von „sozialer“ Gerechtigkeit spricht, meint in Wirklichkeit etwas anderes als Gerechtigkeit.

Friedrich August von Hayek bezeichnete deshalb den Begriff der „sozialen Gerechtigkeit“ als ein Wieselwort: das Attribut „sozial“, so seine Kritik, sauge den Gehalt der „Gerechtigkeit“ gleichsam auf. Was übrig bleibt, ist nicht Gerechtigkeit, sondern der Appell an das „Soziale“. Dieses wird mehr oder weniger willkürlich mit Vorstellungen von wünschenswerten Zuständen angefüllt, mit entsprechenden Postulaten verbunden und als Forderung der Gerechtigkeit ausgegeben. Eine Begründung, inwiefern diese Forderungen ausgerechnet solche der Gerechtigkeit sein sollen, meint man sich ersparen zu können – Hauptsache sie sind sozial.

An die Stelle von Begründungen tritt das Spiel mit Emotionen. Im Namen des naturgemäß diffusen Begriffs der sozialen Gerechtigkeit kann jeder sozial unerwünschte oder irgendeine gesellschaftliche Gruppe benachteiligende Zustand, jede Form von Ungleichheit oder Ungleichverteilung als „ungerecht“ gebrandmarkt und daraus die Forderung nach politischer – sprich: staatlich erzwungener – Abhilfe abgeleitet werden. Dem Staat obliegt ja die Pflege der Gerechtigkeit; diese ist eine seiner ureigensten Aufgaben.

Wo es Ungerechtigkeit gibt, muss es auch einen Verursacher geben. Dieser Annahme gemäß geht die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit in der Regel einher mit der Identifizierung der Übeltäter, die für die Behebung der Ungerechtigkeit buchstäblich zur Kasse zu bitten sind: die Vermögenden und die Reichen, diejenigen, die bevorteilt erscheinen – sei es durch Geburt oder eigenen beruflichen Erfolg, mittels Erbschaften oder vorhandener Talente. Solches auszugleichen, damit alle die gleichen Chancen hätten, wird als Forderung der Gerechtigkeit postuliert.

Damit wollen die Missionare der sozialen Gerechtigkeit mit den Mitteln staatlicher Zwangsgewalt aber etwas korrigieren, wofür der Staat gar keine Zuständigkeit besitzen kann. Im Namen der Gerechtigkeit mit Gesetzeszwang jemandem sein rechtmäßiges Eigentum wegnehmen, um damit andere besser zu stellen, ist Unrecht. Mit der Sozialpflichtigkeit des Eigentums ist das nicht zu rechtfertigen, denn diese ist keine Einschränkung von Eigentumsrechten aufgrund der Tatsache, dass andere weniger Güter und Chancen haben. Wird das missachtet, trifft – selbst wenn alles nach Gesetz verläuft – das bekannte Wort des Augustinus zu: „Was anders sind Staaten, wenn ihnen Gerechtigkeit fehlt, als große Räuberbanden?“.

Um das Unrecht zu kaschieren, macht der Ruf nach immer mehr sozialer Gerechtigkeit den Reichen aufgrund der bloßen Tatsache seines Reichseins zum Schuldigen. Die Forderung nach „sozialer Gerechtigkeit“ wird zur Forderung, den Reichen so hohe Steuern aufzuerlegen, dass weniger Begüterte einen „gerechten Anteil“ sowie gleiche Chancen erhalten. Das ist aber ein frommer Wunsch, der zu immer neuen Forderungen führen muss. Denn Chancen werden nie gleich sein.  Realistisch und wichtig ist es vielmehr, durch die Schaffung allgemeinen Wohlstands den Lebensstandard, Freiheitsspielräume und ganz besonders Bildungschancen für immer mehr Menschen ständig zu verbessern.

Genau das aber wird durch immer neue Forderungen nach „mehr sozialer Gerechtigkeit“ verhindert. Dass die Reicheren einer Gesellschaft zugleich die Produktiveren und gerade deshalb reich sein könnten, weil sie im wirtschaftlichen Wertschöpfungsprozess eine hervorragende Rolle spielen, wird nämlich von den Rufern nach mehr sozialer Gerechtigkeit ausgeklammert. Ebenso die Tatsache, dass es Reichtum und unternehmerischer Erfolg sind, die Abertausende, ja, Millionen von Menschen in Lohn und Brot bringen und ihnen den Genuss eines Lebensstandards wie auch Chancen ermöglichen, die anderswie gar nicht vorhanden wären. Deshalb kann eine besonders hohe Besteuerung dieser Reichen keineswegs eine Forderung der Gerechtigkeit sein. Denn die Vermögenden – die Kapitaleigentümer – tragen zwar zur Ungleichheit bei, sind aber jene, die Produktivitätswachstum und damit einen stetig höheren Lebensstandard aller ermöglichen.

Zum vielgeschmähten reichsten Prozent gehören gerade diejenigen, die unseren Wohlstand erzeugen – (Mit-)Eigentümer innovativer Unternehmen, die auf globalen Märkten mit enormen Gewinnen operieren und zugleich gewaltige globale Wohlstandeffekte generieren. In dem Maße, wie sie in den entwickelten Ländern durchaus die Einkommens- und Vermögensungleichheit vergrößern, haben sie durch die Schaffung eines globalen Mittelstandes in den letzten Jahrzehnten sukzessive den Abstand zwischen armen und reichen Ländern verringert. Großvermögen sind in einer globalisierten kapitalistischen Marktwirtschaft in der Regel nichts anderes als der statistische Niederschlag global besonders erfolgreicher Innovations- und Wohlstandsmotoren. Allerdings handelt es sich bei diesen riesigen Kapitalien immer auch um Börsenbewertungen, also bloße Erwartungen. Diese können sich jederzeit verändern. Anteile an Unternehmen, deren Produkte nicht den Präferenzen und Wünschen der Konsumenten entsprechen, ungenügend Absatz finden und damit auch keinen Wohlstand bringen, haben weder einen Börsenwert noch kann man reich werden damit. Das berüchtigte Top-1-Promille der Meistverdienenden ist zudem ein äußerst volatiler Klub. Nicht immer die gleichen Personen gehören ihm an, im Gegenteil. Dort gibt es ein ständiges Auf und Ab.

In einer kapitalistischen Marktwirtschaft kann auf anständige Weise reich nur werden – und bleiben –, wer auch andere reicher macht.  Das gilt auch für jene, deren Reichtum ererbt ist und nicht auf eigener Leistung beruht. Der große, so ungleich verteilte Reichtum, den viele als Skandal erachten, ist investiert, so dass die Allgemeinheit profitiert – indem er Arbeitsplätze schafft, Produktivitätssteigerung und damit zugleich den Wohlstand von morgen, global und für alle. Die Reichen zum Zwecke der Umverteilung vermehrt zur Kasse zu bitten, ist unverantwortlicher und nur allzu oft vom Neid getriebener Populismus.

Freilich gibt es Ungerechtigkeiten, die in einem besonderen Sinne unsozial genannt werden können, weil sie nämlich das Grundgefüge der Gesellschaft betreffen und sich dann gleichsam durch den Transmissionsriemen des freien Marktes fortpflanzen. Gesetzliche Diskriminierungen, beispielsweise, aufgrund von Hautfarbe, Geschlecht, Religion usw. oder andere Arten der Ungleichheit vor dem Gesetz. Demnach finden sich (soziale) Gerechtigkeit und (soziale) Ungerechtigkeit, wenn schon, auf der Ebene der Rechtsordnung. Die meisten (sozialen) Ungerechtigkeiten werden jedoch von der Politik verursacht – und zwar oft im Namen der sozialen Gerechtigkeit.

Eine besonders fragwürdige Rolle spielen dabei die Geldpolitik und die Sozialgesetzgebung. So war die Finanzkrise von 2008 ein Werk von Politik und Gesetzgebung, welche – aus sozialen Gründen und mit Staatsgarantie – Banken zu unverantwortlicher Hypothekenvergabe antrieben oder sogar verpflichteten und den Finanzmärkten perverse Anreize gaben. Die gegenwärtige Zentralbankpolitik des billigen Geldes – als Therapie für die Folgen der Finanzkrise bezeichnet – bevorteilt ungerechterweise diejenigen, die den Quellen der Geldschöpfung am nächsten stehen sowie die Vermögenden, die in Aktien und Immobilien investieren können. Sie werden (zumindest auf dem Papier) immer reicher, während der „Normalsparer“ das Nachsehen hat. Das bewirkt eine Umverteilung von unten nach oben: eine schreiende (soziale) Ungerechtigkeit, die nicht der freie Markt, sondern Politik und Gesetzgebung verursacht haben.

(Sozial) ungerecht sind die wachsende und überbordende Staatverschuldung sowie der ständig weitergetriebene Ausbau des – letztlich ebenfalls schuldenfinanzierten – Sozialstaates. Den eigenen Lebensstandard auf Kosten der nachfolgenden Generationen zu finanzieren, ist (sozial) ungerecht und zugleich unsolidarisch. Dass auch Kirchenvertreter in den Chor derjenigen einstimmen, die im Namen sozialer Gerechtigkeit einer solchen Politik das Wort reden, macht diese nicht weniger unsolidarisch und weniger ungerecht.

Kurz: Im Namen der sozialen Gerechtigkeit wird eine Politik angepriesen, die in Wirklichkeit den allgemeinen Wohlstand untergräbt, Innovation und Wachstum schwächt, Reallohnsteigerungen verunmöglicht und die kommenden Generationen belastet. Gerade in Deutschland basiert sie auf der Illusion, man könne sich alles leisten, es brauche nur den politischen Willen dazu.

Indes, Deutschlands befindet sich in einer kritischen Lage: Die brummende Wirtschaft ist ein Scheinboom, erzeugt durch die Niedrigzinspolitik der EZB und den schwachen Euro. Experten warnen vor dem Doping. Der kommende Absturz ist so gut wie sicher – und wird die wenigst Begüterten am Empfindlichsten treffen. Notwendig wäre nicht eine oberflächlich den Konsum ankurbelnde und Besitzstände verteidigende Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, sondern eine, die Wachstum fördert und Innovation. Dafür brauchen wir die Reichen, die Kapitalisten, die Unternehmer – viele von ihnen klein beginnend, aber, wenn sie erfolgreich sind, zu Reichtum gelangend. Sie alle zusammen ermöglichen mehr „soziale Gerechtigkeit“– nämlich Wohlstand für alle – als die hohlen Versprechungen von Politikern, die vor allem eins im Sinn haben: bei ihrer Klientel zu punkten und die nächsten Wahlen zu gewinnen. (“Austrian Institute”)

35 Gedanken zu „Der Ruf nach sozialer Gerechtigkeit: Ein Angriff auf Eigentum und Wohlstand

  1. Thomas Holzer

    Deswegen führt die Demokratie (mit einer Ausnahme) regelmäßig in die Tyrannis und den ökonomischen Untergang großer Teile der Bevölkerung; eben weil die Mehrheit des Wahlvolkes dumm, naiv, faul, (hab)gierig, neidisch und egoistisch ist und (leider) die Mehrheit den “Rattenfängern” bedingungslos folgt.

  2. KTMTreiber

    “Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.”

  3. stiller Mitleser

    Dem letzten Absatz zu Scheinboom und EZB würde ich zustimmen wollen, aber nicht den Ausführungen ohne
    empirische Rückbindung zu Anfang des Artikels, das sind aus Behauptungen abgeleitete Behauptungen, ein nur in der Philosophie zulässiges Verfahren.
    Ganz pragmatisch könnte man ebenso behaupten, daß hohe Steuern die innere Sicherheit gewährleisten,
    allerdings beeinträchtigen sie die soziale Mobilität bestimmter aufstrebender Sozialgruppen, die folgerichtig
    mit den Thesen der Austrians sympathisieren, während sie Beamte und staatliches Verwaltungspersonal
    begünstigen.
    .
    Die individuelle moralische Bearbeitung von Reichtum erfolgt traditionell ganz anders. Deswegen unterscheiden sich Sozialgruppen ja auch so stark voneinander, können Zugehörigkeiten schnell identifizieren und sich ihrer Identitäten versichern. Die dazugehörige Literatur, die all die subtilen und schmerzhaften Manöver solcher Identitätssicherungen beschreibt, ist besonders in jüngeren, sehr dynamischen Gesellschaften reichhaltig, während in älteren eher repetitiv, aber formal vielleicht innovativ,
    Grundkonflikte thematisiert werden. Aber dies nur so nebenbei, Literatur und Empirie erst setzen Muskel an klapprige Gedankenkonstrukte.

  4. Der Realist

    Stets vor Wahler gehen gehen die Genossen mit der “Sozialen Gerechtigkeit” hausieren, was das genau sein soll, haben sie uns auch in den letzten 50 Jahren nicht erklärt, und schon gar nicht haben sie diese geschaffen.
    Nach sozialistischer Art immer nur mit dem Finger auf die bösen Reichen zu zeigen, bringt garantiert keine soziale Gerechtigkeit, diese wird es ohnehin nie geben.
    Die Reichen leisten vielfach mehr als der Durchschnitt, setzen Ideen um und gehen mitunter auch ein höheres Risiko ein, aber sie brauchen auch den täglich hart arbeitenden kleinen Mann, der in der Regel eben als Minderleister dargestellt wird.
    Zu hinterfragen ist die heutzutage weit verbreitete Praxis, Konzernvorständen und Direktoren wahnwitzige Gagen zu bezahlen, dadurch wird bestimmt kein neuer Arbeitsplatz geschaffen oder die Reallöhne gesteigert. Und würden die sogenannten Minderleister nicht vielfach in ihrer Freizeit noch ein Eigenheim bauen oder sonstige Investitionen tätigen, viele Betriebe könnten zusperren, damit gingen natürlich auch wieder Arbeitsplätze verloren. Damit will ich nur sagen, dass ohne dem Zutun der Durchschnittsbevölkerung auch die meisten Reichen untergehen würden.
    Und würden nicht Millionen irgendein grausliches Gesöff trinken, gebe es wohl einige Milliardäre weniger, von den paar Reichen könnte bestimmt keine solchen Gewinne erzielt werden.

  5. stiller Mitleser

    @KTMTreiber
    Als Polizist haben Sie meine Sympathie, in der Vorstadt lebend bekommt man etwas mehr von den Belastungen der Polizeiarbeit mit.
    Bei Ihrem Zitat allerdings würde ich warnen, es gibt ausreichend elastische Kontrollmechanismen um gesellschaftliche Rupturen abzufangen, wenn nicht gar schon im Vorfeld auszubremsen. Was bleibt, sind konfrontative Milieus, in denen man zwar seinen Spaß haben, sich aber auch sinnlos aufreiben kann.

    @Thomas Holzer
    Da Sie diesen Sommer weniger gepostet haben, denke ich, daß Sie viel draußen waren, auch ohne Hund, und so einen guten Sommer hatten, was mich freut. Weil Sie immer so bereitwillig, freundlich und geduldig auf meine Einwürfe reagiert haben, möchte ich mich bei Ihnen bedanken und verabschieden, meine Interessen haben sich etwas verlagert, auch ich bin durch andre Dinge in nächster Zeit stärker in Anspruch genommen und werde hier nur noch mitlesen.

  6. Selbstdenker

    Dem Wesen der “sozialen” Gerechtigkeit (besser: asoziale Selbstgerechtigkeit) haben bereits die Griechen eine mythologische Gestalt gewidment:

    “Prokrustes betrieb eine Herberge, zu der gelegentlich Fremde kamen, um zu übernachten. Von der Reise müde, legten sich die Wanderer schlafen. Prokrustes sah es als das Beste an, wenn alle gleich sind. So hackte er denen die überstehenden Glieder ab, die zu groß waren und reckte und streckte jene mit Gewalt, die zu klein waren. Am Ende waren alle verstümmelt. Das störte Prokrustes wenig, schließlich war sein Bett das Maß der Dinge. Pallas Athene war darob entsetzt. ‘Aber sie sind doch gleich’, erwiderte Prokrustes.”

  7. stiller Mitleser

    @ Selbstdenker
    Man lege sich also nie in ein Prokrustesbett!
    Dies vermeidend verabschiede ich mich auch von Ihnen und danke Ihnen für Ihre geduldigen Erläuterungen!

  8. cmh

    Soziale Gerechtigkeit ist ein Tarnwort für die Diktatur des Proletariates.

    Oder glaubt wirklich einer, die Sozis aller Schattierungen hätten sich seit St. Marx Inhaltliches einfallen lassen? Nur die Schmähführer verpacken den alten Schmonzes immer wieder neu und wie man zugestehen muss äußerst gefällig. Eine SpindoktorenPÖ ist aber jedenfalls der Tod jeglicher Freiheit, da diese den Betrug zum Wahlprinzip machen.

  9. Selbstdenker

    @stiller Mitleser:
    Ich schätze Ihre durchdachten Kommentare sowie Ihre höfliche und gelegentlich unterschwellig-bissige Art. Es würde mich freuen, doch noch hin und wieder von Ihnen zu lesen.

  10. raindancer

    ich bekomm schon die Krise wenn ich nur das Wort “Pension” hör, und bitte nicht falsch verstehen wenn ich könnte würd ich auch das Handtuch werfen und morgen in der Sonne liegen, ich finde Ruhestand etwas schönes. Aber nicht wenn man sich das Gefüge in Österreich ansieht. Die Beamten gehen sowieso alle früher mit 80% des Letztbezuges und jede Wahl wird bei uns von den Pensionisten bestimmt. Es ist zum Er……
    Alles zielt auf “ins Pension gehen” ab, anstatt dass man die Lebensjahre in allen Phasen so gestaltet, dass es lebenswert ist.

  11. Historiker

    @Selbstdenker
    Dieser “Prokrustes” als Synonym für die heutigen “Linken” würde Dominic Thiem sofort seine geniale rechte Vorhand abhacken, denn diese ist ja “sozial ungerecht”, hat er doch mit dieser bereits jetzt (im Alter von 23 Jahren) mehr als 8 Mio. $ verdient, die ihm seine Werbepartner (Bank Austria, etc.) sicher noch verdoppelt haben. – TALENTE sind einerseits ungerecht, weil sie tatsächlich bei einigen Wenigen vorkommen, bei vielen Anderen aber nicht. Andererseits sind durchaus oft nicht die REICHEN mit Talenten gesegnet, sondern die Auswahl ist oft willkürlich, das Einzige was fast alle Talente vereint, ist, dass diese ein UMFELD hatten, das diese Talente GEFÖRDERT hat. – MEIN gesamtes Leben wäre anders gelaufen, hätte ich nicht MEHRERE zueinander passende Talente gehabt, auf die ich mich 100 % konzentriert habe und die mir bis heute ein freies, unabhängiges und glückliches Leben beschert haben, – und ich bin dankbar und vor allem demütig, denn ich weiß, die Schöpfung ist ungerecht, aber wenn man auf der besseren Seite steht, verstummt man oft ob dieser. – Eine der größten Ungerechtigkeiten ist das AUSSEHEN, vor allem auch bei Männern, worüber kaum jemand spricht. Groß, schlank, elegant im Ausdruck und Bewegungen eröffnen sich auch Männern (nicht nur schönen Frauen) unzählige Möglichkeiten, schon weil man solchen Menschen einfach MEHR zuhört und zutraut als kleinen dicken Leuten mit einem kurzen Hals. Ich schreibe dies hier so deutlich, weil ein Mensch nun wirklich nichts dafür kann, wie er optisch geboren wird, aber ich weiß (aus persönlicher Erfahrung), dass dieser ererbte Vorteil oft alle anderen Talente erst möglich macht. – Anyway, diese Dinge werden nicht thematisiert und auch Myriaden Tränen von sensiblen Frauen, die optisch etwas “verunglückt” sind, sind kein Thema, – sie werden einfach nicht wahrgenommen.
    Den Artikel von Martin Rhonheimer ist großartig, regt zum Nachdenken an und vielleicht bemerkt ja der Eine oder Andere der Leser hier seine eigenen Privilegien, für die er gar nichts kann : Aussehen, gute und kreative Erziehung, blitzschnelle Gehirnfunktionen, Starthilfen und Unterstützungen von Wohlgesinnten, Frauen, die einem lästige Dinge abnehmen, sodass man sich um das sogenannte WESENTLICHE kümmern kann und konnte, etc. – (Mir persönlich war bis zur Matura nicht aufgefallen, dass man Hemden waschen und bügeln muß, – diese lagen wie durch Heinzelmännchens Hand wohlgepflegt im Schrank, und noch heute danke ich all jenen Damen, – inklusive meiner seligen Mutter -, dass ich in 60 Jahren vielleicht 2 Hemden gebügelt habe, wenn überhaupt.) – Ja, jeder weiß es, die Welt ist tatsächlich ungerecht, die Privilegierten schweigen, und die Dummies sind oft zu bequem, um es durch etwas mehr Anstrengung auszugleichen. Man bleibt ratlos zurück . . .

  12. raindancer

    @Selbstdenker
    man darf heute T-Shirts unter dem Sakko anziehen..so a la Miami Vice:) und Hemden werden auch gebügelt gegen Entgelt ..genauso wie Nutten sich abschminken wenn man dafür zahlt! 🙂

  13. KTMTreiber

    @stiller Mitleser:

    Ich gebe Ihnen Recht, doch meine Anspielung tendierte in Richtung des Finales, dass ja bekanntlich in der Zerstörung Karthagos mündete und ich denke, dass eine geforderte und verwirklichte “soziale Gerechtigkeit” (wie angedacht), diese (heutige) Gesellschaft ebenfalls überfordern würde …

  14. Falke

    Genau mit dieser Fiktion von “sozialer Gerechtigkeit” führt Martin Schulz – mangels anderer Ideen – seinen Wahlkampf. Sollte er tatsächlich die Möglichkeit bekommen, seine absurden Pläne in die Tat umzusetzen, wird Deutschland binnen kurzer Zeit gar nicht mehr in der Lage sein, die halbe EU (einschließlich Frankreich) und dazu noch Millionen von “Schutzerflehenden” zu erhalten.

  15. Gerald Steinbach

    Falke
    “..und dazu noch Millionen von Schutzerflehenden zu erhalten

    Und wenn dieser Satz dann eintrifft, dann würde ich den Schützlingen den Werbeslogan des Herrn Kern empfehlen, dann wird’s dann wirklich heiß!!

  16. Selbstdenker

    @Historiker:
    Die Talente sind sehr unterschiedlich verteilt. Je mehr ich über “Gerechtigkeit” als pauschalen Begriff nachdenke, umso mehr lehne ich diesen ab. Er ist im Bezug auf das Was irreführend und er führt – sofern nicht ganz eng definiert – im Bezug auf das Wie häufig zu Chaos und Willkür.

    Viele, die von weit “unten” nach weit “oben” gekommen sind, haben dies auch unter extrem ungleichen Bedingungen geschafft. Es heisst definitiv nicht, dass man ein Arschloch sein soll oder einem das Leiden jener, die vom Schicksal hart getroffen wurden, egal sein soll. Abgesehen von jenen, die für ihre schlechte Lage nicht verantwortlich sind bzw. die sich selbst nicht mehr helfen können, hat aber niemand ein Recht auf irgendwas.

    Die Fans der “sozialen” “Gerechtigkeit” schieben gerne bedauernswerte Extremfälle vor, jedoch geht es ihnen üblicherweise nicht um diese, sondern um die Befriedigung von opportunistischen Ansprüchen und meistens ihren tief verwurzelten Neid.

    Gerechtigkeit kann es nur in der Form geben, dass freiwillig geschlossene Verträge einzuhalten sind, Entscheidungen mit Haftung verbunden sind und dort, wo ein Dritter urteilt, gleiche Sachverhalte zu gleichen und ungleiche Sachverhalte zu ungleichen Bewertungen führen.

    Ergebnis-“Gerechtigkeit” geht zu Lasten der Chancen-“Gerechtigkeit” und umgekehrt. Häufig steckt unter den “Gerechtigkeits”-Kampagnen ein gut getarntes Hütchen-Spiel, das von Opportunisten betrieben wird um ihre eingene Lage auf Kosten anderer zu verbessern.

    Sowohl via Egendefinition “benachteiligte” Gruppen als auch Supremacists betreiben dieses Hütchen-Spiel perfekt: mal sind sie “Unterdrückte”, mal verkannte “Genies” und mal die “Retter” der Welt. Sie grenzen sich von anderen über willkürliche Merkmale ab, bei denen es interessanterweise stets um das Wer und nie das Wie geht.

    Im Verhältnis vom Individuum zur Gesellschaft gibt es zwei Arten diese zu organisieren: anhand von Leistung oder anhand von Status. Beides muss nicht zusammenhängen.

    Das was wir – insbesondere in den USA – aktuell erleben, ist, dass jene, die einen bestimmten Status erlangt haben, das Leistungsprinzip untergraben und so hinter der Maske der “sozialen” “Gerechtigkeit” potentielle Mitstreiter auf Distanz halten.

    Mit dem Umbau der Unis in eine Art “Volks-Hochschule” hat man eine weitere Klassse geschaffen: diejenigen, die sich als “Elite” in spe begreifen, jedoch insgeheim wissen, dass es klügere, schnellere, schönere, begabtere, etc. Menschen als sie gibt. Die Uni ist für sie nicht ein Ort, der sie zu intellektuellen Höchstleistungen anregen soll, sondern ein Platz an dem sie die Zeit absitzen, bis sie jenen Status – von dem sie glauben, dass er ihnen zusteht – verliehen bekommen.

    Auf der Stecke bleiben ausgerechnet jene, die die Werte über freiwillige, individuelle Transaktionen schaffen, die andere via Zwang abpressen und je nach Status zuteilen. Und das zieht sich durch alle sozialen Schichten durch.

  17. Selbstdenker

    @Historiker:
    Kennen Sie eigentlich das Mice Utopia Experiment von John B. Calhoun?
    https://www.youtube.com/watch?v=HfNKFvHtA3g

    Ich denke, dass die flächendeckende Einführung vom bedingungslosen Grundeinkommen zu ähnlichen Ergebnissen führen würde. Die Menschheit wird von der Utopie zerstört werden und nicht von der Ungleichheit.

    Die Parallelen zur Lage in Westeuropa drängen sich geradezu auf: die Klasse der (degenerierten) “Schönen”, apathische Männchen, vernachlässigter Nachwuchs, etc.

    Sogar die Fellfarben der Mäuse im späteren Verlauf vom Experiment erinnern mich an die Haarfarben heutiger Aktivisten 😉

  18. raindancer

    @Selbstdenker 30. AUGUST 2017 – 11:37
    und sie meinen die andere Variante -die Unis für Reiche, die zahlen können, ist die bessere Variante, wo sich die Sprösslinge einreden, eben was besseres zu sein..von Gottes Gnaden.
    Oder welche Lösung schlagen sie vor?

  19. KTMTreiber

    @Selbstdenker:

    Ich persönlich denke, dass wir uns “geistig” noch im Mittelalter befinden. Machiavelli lässt grüßen. Unter Umständen konnte der menschliche Geist mit der techn. Entwicklung nicht Schritt halten …
    Entweder bin ich etwas zu verbohrt, oder einfach “nicht mehr auf Schiene”, – orte ich seit geraumer Zeit unglaubliche Parallelen zu Machiavell’s Schriften in der Gegenwart …

  20. Werner Lange

    Ich bekomme immer das Grausen wenn die Politik von “Gerechtigkeit” zu schwafeln anfängt. Da es dann meist um “soziale Gerechtigketi” geht packt mich das Grausen noch viel mehr – “soziale” Gerechtigkeit ist nämlich keine “Gerechtigkeit”; wenn’s anders wäre bräuchte sie das Beiwort “sozial” nämlich nicht.
    Für mich fängt die Diskussion mit etwas gaaanz anderem an – mit VERANTWORTUNG!
    Zuerst bin ich mal für mein Leben, das Ergreifen von Chancen ebenso wie das Auslassen davon, selber verantwortlich. Und wenn ich dieser Veranrwortung gerecht geworden bin und es mir trotzdem schlecht geht, weil mir evtl. die Voraussetzungen wegen Behinderung, Krankheit etc. fehlen dann darf auch gerne die Allgemeinheit teilweise für mich aufkommen; anders ausgedrückt ich habe überhaupt kein Problem mit anderen zu teilen denen es schlechter geht als mir.
    Aber mir von einem wie Herrn Schulz, der selber jede Möglichkeit nützt um möglichst viel abzustauben, sagen zu lassen was ich wie wann und wofür ausgeben soll geht mir schlicht zu weit!

  21. Selbstdenker

    @raindancer:
    Ich habe nirgends geschrieben, dass ich Reiche privilegieren möchte. Es wäre für eine konstruktive Diskussion durchwegs förderlich, wenn Sie in die von mir geschriebenen Sätze nicht Dinge dazu interpretieren würden.

    Aber weil Sie das Thema anschneiden:

    Meiner Meinung nach stehen die Unis vor den radikalsten Umwälzungen in der Geschichte. Auf der einen Seite sind viele Universtitäten von postmodernen Marxisten unterwandert und aufgrund ihrer intellektuellen Inzucht bereits stark degeneriert.

    Auf der anderen Seite werden die modernen Kommunikationstechnologien die Kosten massiv senken. Noch nie war es günstiger an Wissen zu kommen; man muss es “nur” noch begreifen können 😉

    Die Unis sind in Bezug auf das was sie heute “leisten” massiv überteuert. In den USA wird die Rechnung über Student-Loans und in Mitteleuropa vom Steuerzahler beglichen. Diese riesige akdamemische Blase wird eher früher als später platzen.

    Die Gleichung, dass der soziale Aufstieg (nur) über die Unis möglich ist, gilt seit längerer Zeit nicht mehr. Durch die Massenuni mit rasch absinkendem Niveau wurde das Leitunsgprinzip massiv beschädigt. Der freie Uni-Zugang führt damit zum Gegenteil von dem was er laut seinen Befürwortern bewirken sollte.

    Was wäre die Lösung? Zugangsbeschränkung, massives und frühzeitiges “Aussieben” im ersten Studienabschnitt, Gender Studies und dergleichen abschaffen, mäßige Studiengebühren (z.B. EUR 1.000,- pro Semester) einführen. Studenten aus einfachen Verhältnissen könnte man mit Stipendien unterstützen, wenn ein entsprechender Studienfortschritt nachgewiesen werden kann.

    Damit hätte ein Uni-Abschluss auch noch in Zukunft einen bestimmten Wert. Ansonsten wird ein Diplom künftig soviel Wert sein wie ein Geldschein mit vielen Nullen nach der Hyperinflation. Bei manchen Studienrichtungen hat ein Studienabschluss sogar den “Wert” eines Schufa-Eintrages.

  22. Selbstdenker

    @KTMTreiber:
    Mit Ihrer Einschätzung liegen Sie meiner Meinung nach richtig.
    Der Westen: einmal Moderne und zurück.

  23. KTMTreiber

    @Werner Lange:

    VERANTWORTUNG, oder noch schlimmer (besser) Selbstverantwortung, DAS, ja das ist genau das Wort, der Umstand, das “Privileg”, vor dem sich der Großteil der (un)mündigen Bürger heutzutage fürchten. Ein Wort, das sehr viele Menschen in sprichwörtliche “Angst und Unruhe” (Anleihe aus dem Österr. StGB) versetzen.
    Aufgewachsen in einem “Nanny”- Staat, der in einer unübersehbaren Anzahl von Gesetzen jede, noch so kleine / große Blödheit regelt, geht das (Eigen- oder Selbsverantwortung) gar nicht mehr.

    Nein, ich für meinen Teil habe mit dem Großteil der Gesellschaft “meinen Frieden” gemacht. Diesem Österreich, Deutschland, Schweden, ach was, – Europa, – gehört der sog. “Darwin Award” verliehen …

  24. raindancer

    @30. AUGUST 2017 – 12:47 Selbstdenker
    ich kann nur noch den Kopf schütteln …
    mässige Studiengebühren? “mäßige Studiengebühren (z.B. EUR 1.000,- pro Semester) einführen.”
    Das diskutier ich nicht mehr. Ich fühle mich eher bestätigt, dass wir tatsächlich in einer Zweiklassen Gesellschaft leben.

  25. Selbstdenker

    @raindancer:
    EUR 1.000,- sind international verglichen geradezu eine Oc­ca­si­on. Am teuersten ist hingegen ein sinnloser Uni-Abschluss selbst dann, wenn ihn andere (=aktiv Erwerbstätige) für Sie zahlen müssen. Man bezahlt ihn mit unwiederbringlich verlorener Lebenszeit und einer Kettenreaktion falscher Entscheidungen.

    An Ihren Antworten erkennt man sehr deutlich den Doppel-“Denk” an dem unserere Gesellschaft krankt. Woher nehmen Sie das “Recht”, daß Ihnen andere, die ein Leben lang arbeiten, Ihren “Traum” von einen Studienabschluss finanzieren sollen? Und Sie haben dann noch den Nerv von einer “Zweiklassen-Gesellschaft” zu schreiben.

    Die neue Unterschicht in Mitteleuropa zeichnet sich nicht durch einen Mangel an materiellen Gütern, sondern durch einen Mangel an Intellekt und Eigenverantwortung aus.

    Diese Leute brauchen nicht ein Smartphone, einen Starbucks-Gutschein, ein “Gratis”-Studium oder eine Erhöhung der Wohnbauförderung, sondern jemanden, der ihre zahlreichen Lebenslügen ausmistet.

    Warum wollen Sie auf die Uni und warum glauben Sie ein “Recht” darauf zu haben? Sind es etwa ihre intelligenten Kommentare…?

  26. mariuslupus

    Soziale Gerechtigkeit soll den Neid zufriedenstellen. Kein Apologet der sozialen Gerechtigkeit hat je Leistung, als Weg zu mehr Gerechtigkeit propagiert, sondern immer die Enteignung der Besitzenden verlangt.
    Die Verarmung der Besitzenden bedeutet nach sozialistischer Logik, den Wohlstand für die Armen. Irgendwann in der Zukunft. Nur, die sozialistische Zukunft ist nie zu Gegenwart geworden. Die sozialistische Zukunft verhält sich wie die Fata-Morgana, sie lockt, man kommt ihr nie näher, das Ergebnis ist das Verdursten in der Roten Wüste.

  27. raindancer

    @Selbstdenker

    was sie eine Occasion nennen ist für andere ein Monatsgehalt.
    Wer entscheidet wann ein Uni Abschluss sinnlos ist? Wonach die Wirtschaft kräht, das ist sinnvoll? tausende BWLer?, insbesondere da die Prognosen der Berufsentwicklungen immer Fehleinschätzungen waren.
    Woher nehmen sie sich das Recht zu behaupten irgendwer hat meinen Studienabschluss bezahlt! Ich habe keinen! Ich bin ungebildet.
    Ich bin aber sozusagen der Feind im Forum, ich glaube an soziale Gerechtigkeit, zumindest den Versuch daran sie zu erlangen.
    Es ist ein Greuel, wenn nur noch Söhne und Töchter von Neu und Altreichen studieren dürften.
    Ebenso glaub ich kaum, dass dies zur Intelligenz einer Gesellschaft führt sondern eher zu ihrer Verblödung..der Inzucht vergleichbar, führt. Nicht das Hirn entscheidet sondern der Geldbeutel.
    Ob meine Kommentare intelligent sind oder nicht, ist fast schon irrelevant, weil sie einfach akzeptieren müssen, dass es noch andere Meinungen zum Thema soziale Gerechtigkeit gibt und zu “läppischen” tausend Euro..eh nur zweimal im Jahr.

  28. bill47

    Soziale Gerechtigkeit ist so gerecht, wie gerechter Krieg gerecht, wie positive Diskriminierung positiv, oder politisch korrekt korrekt ist.
    Die die Kombination von Adjektiven mit wertebehafteten Begriffen ist ein negativ-rhetorisches Mittel den betroffenen Begriff unter Beibehaltung seines ethischen Wertes in sein Gegenteil zu verkehren

  29. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser 08:42h
    Mit Verlaub, aber dies ist definitiv “zu viel der Ehr'”!
    Meine Beitragsflut hat sich schlicht und einfach deswegen verringert, weil leider doch recht viele Obskuranten diese website mit ihren postings, ihren unhaltbaren, groben, leider manchmal auch beleidigenden Vereinfachungen belästigen und daher, meiner bescheidenen Meinung nach, es schlicht und einfach ein “waste of time” ist, allzuviel Zeit hier zu verschwenden.
    Ein Leben ohne Hund ist wahrlich anders, aber da muss man durch 😉
    Wünsche Ihnen auf jeden Fall von ganzem Herzen alles erdenklich Gute, noch ein langes, halbwegs gesundes Leben Ihrem Hund und Ihnen natürlich viel Gesundheit und Lebensfreude

  30. Thomas Holzer

    @mariuslupus 14:22h
    “Nur, die sozialistische Zukunft ist nie zu Gegenwart geworden”

    Da, befürchte ich, liegen Sie leider falsch!
    Die sozialistische Zukunft ist in dem Moment, in dem sie propagiert wird, schon Gegenwart; manchmal ein bisserl mehr, manchmal ein bisserl weniger, manchmal dauert es Jahrzehnte (UdSSR, Comintern, Kuba), manchmal nur wenige Jahre (dzt. Venezuela), bis sie sich in all ihrem Grauen offenbart.
    In EU-Europa dauert es ein bisschen länger, weil die Politiker noch vor Gewalt gegenüber den Untertanen zurückschrecken.
    Sozialismus mit all seinen Spielarten kann schlicht und einfach ohne Gewalt nicht existieren, weil er, genauso wie die “Utopie” die Fehlerhaftigkeit eines jeden Menschen außer Acht lässt.
    Sowohl Sozialismus als auch jede Utopie sind auf Grund menschlichen Versagens schlicht und einfach nicht so durchführbar, wie von deren Anhänger behauptet.

  31. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “Sowohl Sozialismus als auch jede Utopie sind auf Grund menschlichen Versagens schlicht und einfach nicht so durchführbar, wie von deren Anhänger behauptet.”

    Die Narrativ-Programmierer sind da schon einen Schritt weiter: OK, die bisherigen Kommunismus-Implementierungen sind aufgrund von menschlichem Versagen gescheitert.

    Deshalb war es auch kein Kommunismus.

    Aber wenn sie die de facto Monopolisten in Silicon Valley unterwandern, wird der Kommunismus mithilfe von AI Bots weltweit erfolgreich implementiert: die Roboter arbeiten und zahlen Steuern, alles hat dann irgendwann einen Preis von null und sämtliche Menschen der Welt feiern mit ihren jeweils 67 Gender Identities eine nie enden wollende Orgie (der Tod wird ja auch abgeschafft).

    Jede Story sucht sich seinen Leser. Und man kann sie immer wieder aufwärmen. Sowie das G’Schichtl vom Nachbarn, der als V-Mann bei der Polizei arbeitet.

    Man kann nur hoffen, dass die dunkelroten AI Bots nicht zu elektronischen Apparatschicks werden.

  32. Johannes

    Soziale Gerechtigkeit ist möglich, in einem überschaubaren Staat mit überschaubarer Bevölkerung in der Strukturen wachsen können die eine solidarische Gesellschaft, die genau weiß was möglich ist, trägt.

    Soziale Gerechtigkeit als Schlagwort um unbegrenzte Zuwanderung, unkontrollierte politische Glaubenslehre, vollkommen unglaubliche Menschenmassen anzulocken und zu versorgen ist einfach nur Dummheit, wir waren in den letzten Jahren sehr, sehr dumm und bekommen nun die Rechnung präsentiert.

    Die Masse der Bevölkerung spürt die Gefahr und plötzlich spüren auch grün und rot wie das Pendel der Stimmung in der Bevölkerung die Richtung ändert.

    Mit ausgelutschten grünen Parolen ist kein Hund mehr hinter dem Ofen zu holen, alles was in den vorherigen zwei Jahrzehnten so gut funktioniert hat ist verpufft. Die Realität ist da.

  33. mariuslupus

    @Thomas Holzer
    Sicher nicht. Das Problem ist, dass es nach der Meinung der Marxisten keine Gegenwart eigentlich gibt, nur das Versprechen, dass in der Zukunft alles besser sein wird. Die Zukunft gehört dem Kommunismus. Die sozialistische Gegenwart ist nur ein Übergang zum Kommunismus. Im Kommunismus bekommt jeder nach seinen Bedürfnissen. Kommt bereits nach den nächsten Wahlen. Jeder nimmt sich was ihm zusteht.

  34. Wolfgang Höfft

    Nach Lektüre des exzellenten Beitrags von von Martin Rhonheimer würde ich die Überschrift erweitern mögen in:

    Der vergebliche Ruf nach dem Sehnsuchtsbild sozialer Gerechtigkeit: Ein zwangsläufiger, allerdings nur bedingt erfolgreicher Angriff auf Eigentum und Wohlstand

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