Der Schokoladenkönig und sein Reich

Von | 10. August 2016

“…….Die sozialistische Kritik am Kapitalismus fällt komplett in sich zusammen, indem die Sozialisten die Konsumentensouveränität in der Marktwirtschaft nicht verstehen. Sie sehen nur die hierarchischen Strukturen der diversen Firmen und Pläne und übersehen vollständig, dass das Gewinn- und Verlustsystem die Unternehmen dazu zwingt, den Konsumenten zu dienen. In ihren Verhandlungen mit den Arbeitgebern benehmen sich die Gewerkschaften, als seien nur Boshaftigkeit und Gier der Gegenseite dafür verantwortlich, dass keine höheren Löhne gezahlt werden.In ihrer Kurzsichtigkeit sehen sie nichts von dem, was jenseits der Fabriktore liegt.

Sie und ihre Spießgesellen reden von der Konzentration wirtschaftlicher Macht, und sind dabei nicht in der Lage, zu erkennen, dass die wirtschaftliche Macht letztendlich in den Händen der konsumierenden Öffentlichkeit liegt, die sich zum größten Teil aus den Arbeitern selbst zusammensetzt. Ihre Unfähigkeit, die Realität zu begreifen, äußert sich dann in der Verwendung von Begriffen wie „Industriekönige“ oder „Industriereiche“. Sie sind zu dumm, um den Unterschied zwischen einem souveränen König oder Fürsten, der nur von einem noch mächtigeren Eroberer abgesetzt werden kann, und einem „Schokoladenkönig“ zu erkennen, der sein „Reich“ verliert, sobald die Kunden einen anderen Anbieter bevorzugen…” (Ludwig von Mises, hier)

5 Gedanken zu „Der Schokoladenkönig und sein Reich

  1. Fragolin

    Natürlich können Sozialisten nicht begreifen, dass der freie Wille des Kunden den Markt formt, denn im Sozialismus gibt es keinen freien Willen.

  2. Thomas Holzer

    @Fragolin
    So dumm sind die Sozialisten leider nicht! Sie begreifen sehr wohl, daß es den freien Willen gibt; daher bekämpfen sie diesen auch mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Und eben nicht nur den freien Willen als Kunde, sondern den freien Willen als Mensch per se. Daher all diese Gesetze, Verordnungen, Erlässe etc..
    Sobald ein Chip entwickelt wird, welcher die Möglichkeit der freien Entscheidung jedes Einzelnen wenigstens reduziert, wenn schon/noch nicht unterbindet, wird es zum größten Implantationsprogramm der Menschheit kommen.

  3. Donkel Dieter

    Ein wahrlich großer Österreicher, der Herr von Mises. Wie schade, dass seine intelligenten Beobachtungen hierzulande von der mediokren Bürokratie seit Jahrzehnten indexiert und totgeschwiegen werden. ich habe trotz Absolvierung eines guten Gymnasiums und einer guten technischen Universität erst nach meinem Studium Hayek und Mises “entdeckt” und deren scharfsinnige Schriften schlicht als zutreffend erkannt. Realitätskonform Ist unerwünscht in Europa. leider mehr denn je. Danke, Herr Ortner, für den unermüdlichen Einsatz.

  4. Falke

    Mises (und Hayek) sind ja für Sozialisten ein rotes Tuch. Ihr Ideal ist wohl eher Christian Felber.

  5. waldsee

    “”””Sie sehen nur die hierarchischen Strukturen der diversen Firmen und Pläne und übersehen vollständig””””
    …..daß sie zwar gewalttätige hierarchien aufbauen,aber ihre schlägertrupps nach einiger zeit,kaum mehr ernähren können.

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