Der Schwindel mit der Kinderarmut

Von | 19. Januar 2014

“….Je besser es Deutschland geht, umso bedürftiger fühlt es sich. Früher galt jedes 75. Kind als arm, heute soll es jedes fünfte sein. Unerträglich! Da hilft nur mehr Geld, also Steuererhöhung.” (Henryk M. Broder, “Welt“)

12 Gedanken zu „Der Schwindel mit der Kinderarmut

  1. Christian Peter

    Vor allem fördert man mit der Subventionierung von Familien Armutszuwanderung – gebärfreudige Sozialtouristen aus islamischen Ländern fühlen sich von dieser Politik ganz besonders angesprochen.

  2. Reinhard

    Wenn ich die Definition von Armut entsprechend verändere, ist jedes Kind, das weniger Taschengeld bekommt als Paris Hilton, arm.
    Beschämend die “Werbung” der Armutsindustrie mit Bildern hungernder, frierender Kinder, die mit zerlumpter Winterkleidung in’s Bett gehen müssen – die einzige Möglichkeit, so etwas hier in Österreich zu erleben, besteht dann, wenn die Eltern sämtliche Sozialleistungen, Sonderzahlungen, Wohn- und Heizkostenübernahmen, Lebensmittelzuwendungen, Bildungsförderungen und kommunalen Sonderschmankerln versoffen und vertschickt oder in ihr neues i-Phone gesteckt haben.
    Und denen hilft man nicht, wenn man ihnen mehr Geld gibt, sondern nur, wenn man sie zur richtigen Verwendung zwingt – unter Androhung von Kindesentzug und Haft.

  3. Mona Rieboldt

    @Reinhard
    mich wundert, dass immer von “Kinderarmut” gesprochen wird. Mal nur angenommen, das wäre so, was ist dann mit den Eltern, die leben in Saus und Braus und nur deren Kinder sind arm?

    Und ja, ich bin auch ärmer als Paris Hilton. Schrecklich, in welcher Armut ich leben muss 😉

  4. Ehrenmitglied der ÖBB

    Ein Literaturhinweis (als einer von vielen):
    Linda Polman: “Die Mitleidsindustrie”
    Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen.
    Campus Verlag; 2010.

  5. Rennziege

    Kinderarmut gibt es — aber nur dank geistig und kulturell verarmter Eltern, denen Flachbildschirme, mediale Verblödung, Partys und Alkohol wichtiger sind. Und die weder willens noch emotional in der Lage sind, sich mit ihrem Nachwuchs auf Augenhöhe zu beschäftigen. (Und von ihren G’schrappen zu lernen, was ein steuerfreier Bonus der Elternschaft ist.)

  6. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Da darf ich Ihnen zustimmen.
    Stellt sich nur die Frage, wie man dagegen vorgehen will. Gutscheine mit Zweckwidmung halte ich auch nicht als zielführend. Meiner Meinung nach wird es immer einen “Bodensatz” von derlei Art von Eltern geben.

  7. öberösi

    Ist im Prinzip nichts neues, wer Arme fördert, fördert die Armut. Typischer Fall von Fehlallokation. In zentralistisch-etatistischen Regimen systemimmanent und somit die Regel und nicht eine vernachlässigbare Ausnahme.

  8. Thomas Holzer

    @oberösi
    Ich denke eher, da wird nicht die Armut gefördert, sondern die “Industrie”, welche sich durch die “Förderungen” rund um die Armut herum! entwickelt hat.
    Bestes Beispiel in Deutschland: Da hat sich eine regelrechte “Anwaltsindustrie” ausgebreitet; diese Anwälte sind immer auf der Gewinnerseite. Sie beeinspruchen Bescheide verschiedenster Behörden; geht ihr Einspruch durch, zahlt der Staat die Anwaltskosten, geht der Einspruch nicht durch, zahlt auch der Staat die Anwaltskosten, weil von den “Hartz IV Empfängern” nichts zu holen ist.
    Die Politik kreiert Kosten, welche ohne den Eingriff der Politik nie entstanden wären.

  9. oberösi

    @ Thomas Holzer
    Natürlich, die Armutsindustrie ist genauso systemimmanent wie die Perversion des Zertifikatehandels zur Öko-Industrie oder Psychotherapie und entsprechende Kurheime zum Burnout-Syndrom gehören.

  10. Thomas Holzer

    Burn-out ist sowieso der neueste Schmäh der staatlich finanzierten “Betreuungsindustrie”

  11. Mourawetz

    Im Werbefernsehen läuft zur Zeit ein schräger TV-Spot. Zwei Schafe bemeckern, wie doof man sein muss, wenn man HD TV zwar hat. Aber nicht schaut. So wird selbst dem besoffensten TV-Konsumenten bewußt, dass man dumm wie ein Schaf sein muss, etwas Vorhandenes nicht zu nutzen.

    Diese Brachial-Logik wirkt beim Thema Verblödungsfernsehen exzellent, versagt aber völlig auf anderen Gebieten, bei so manchen Zeitgenossen auch im nüchternen Zustand. Oder wie sonst ist erklärbar,  dass Gratisbildung, die jedermann vor den Füßen liegt, nicht genutzt wird, auf dass die Kinder im Erwachsenenalter der Armut entfliehen können!

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