Der Selbstbezichtigungs-Wahn des Westens

Von | 17. November 2020

…. The guilty conscience suits us: It’s the alibi for our abdication. It expresses the surprisingly easy coexistence of dread and calm, of denial and good digestion. We wrap ourselves in the robes of the perpetual criminal, the better to keep our distance from the world and its torments. And now the West is weaker than ever—rudderless, leaderless—since the United States withdrew from world affairs…. mehr hier

4 Gedanken zu „Der Selbstbezichtigungs-Wahn des Westens

  1. Rado

    Dass derartige westliche Befindlichkeiten in den dubiosesten Ecken dieser Erde aufmerksam wahrgenommen wurden, hat man ja erst neulich gesehen, als der Präsident Mexikos auf seiner Tour in Österreich hier ziemlich frech die Herausgabe von einzigartigen Museumsexponaten forderte.

  2. Franz Meier

    Dieser Artikel bringt es genau auf den Punkt. Wer Englisch kann, sollte ihn unbedingt lesen. Wir erleben heute schweren Missbrauch, Fehldeutungen und falsche Schlussfolgerungen von unseren linken Ideologen, die keinen Geschichtsunterricht besucht haben. Da gibt es Leute, die wollen unsere heutigen Standards im Hinblick auf die Menschenrechte und soziale Errungenschaften auf die Zeit vor 200 oder 300 oder 500 Jahren anwenden. Damals gab es auch in Europa/im Westen noch Folter, schweren Kerker, Arbeitslager, Verbannung, das jus primae noctis, grausame Religionskriege und viele andere menschenverachtende Praktiken, die von den Herrschenden in Europa an unseren eigenen Leuten praktiziert wurden. Die Russen kannten bis 1861 noch die Leibeigenschaft. In Dänemark gab es bis ins 18 Jhd. hinein die Leibeigenschaft bis zum 40. Lebensjahr. Im alten Ägypten wurden hunderttausende Sklaven zum Bau der Pyramiden eingesetzt. In China, im osmanischen Reich, im römischen Reich, in allen muslimischen Grossreichen wurden Sklaven gehalten. Afrikanische Stämme verkauften oft auch ihre eigenen Leute in die Sklaverei. Wenn ein Stamm den anderen besiegte, nahm er die Unterlegenen als Sklaven mit. Die Venezianer benutzen Jahrhunderte lang Galeeren. Wehe man wurde zum Rudern auf eine Galeere verurteilt. Die Sklaverei und Ausbeutung war ein Verbrechen, das in der Antike und bis in die jüngere Zeit von allen Zivilisationen weltweit ausgeübt und begangen wurde. Es waren die Engländer und die Amerikaner, die im Laufe des 19. Jahrhunderts damit aufgehört haben und die Sklaverei verboten haben. Die Amerikaner führten sogar einen fünfjährigen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) mit 600’000 Toten. Es war ein langer, evolutionärer Prozess. Und da wollen unsere linken Intellektuellen uns Vorhaltungen machen, unsere eigene Geschichte umdeuten und umschreiben, unseren eigenen Kampf um soziale Gerechtigkeit und um die Menschenrechte seit der französischen Revolution umdeuten und in den Dreck ziehen. Unsere schlimmsten Feinde, die kriminellen linken Ideologen, wollen uns alle Übel, alle Probleme der afrikanisch-muslimisch-arabischen Länder in die Schuhe schieben und aufbürden. Die Länder Afrikas haben versagt, sie schaffen es einfach nicht, sie denken und wirtschaften in Clan- und Stammesstrukturen, daraus können keine modernen, sozialen Staaten entstehen, sie sind selber schuld. Das hat nichts mit dem Kolonialismus zu tun, gar nichts. Die arabischen Eliten haben es nach dem 2. Weltkrieg nicht auf die Reihe bekommen, ihren Bevölkerungen eine nachhaltige Wirtschaft und soziale Errungenschaften wie wir sie im Westen kennen, angedeihen zu lassen. Das war wohl auch nie ihr Ziel. Sie experimentierten mit dem Sozialismus/Kommunismus, dieser kriminellen Heilsbotschaft und haben versagt. Heute versinken sie noch immer in ihrem Clandenken und neuerdings in ihrer anderen Heilsbotschaft – ihrer radikalisierten Religion. Sie sind stehengeblieben, sie haben es versäumt das Potential ihrer Menschen zu fördern. Das ist weder unsere Schuld noch unser Problem. Sie sollen ihre Probleme selber lösen. Die Nazis steckten in ihrem tausendjährigen Reich Millionen Gefangene in die Zwangsarbeit und in Konzentrationslager. Heute wollen uns ihre Enkelkinder über Humanismus, Menschenrechte und Demokratie belehren. Ich wollte sie würden lieber still sein und ihre Klappe halten.

  3. Falke

    Schließe mich voll den Ausführungen von Franz Meier an: es ist völlig absurd, unsere heutigen Gesetze, Maßstäbe, Werte usw. auf die Vergangenheit anzuwenden und das – aus heutiger Sicht – damalige “Unrecht” wieder gutmachen zu wollen. Jede Zeit hatte ihre Gesetze und Wertvorstellungen, und dabei sollte man es auch belassen. Schließlich waren auch die sozialen und politischen Umstände völlig andere als heute.

  4. Johannes

    Ich denke man darf einen Fehler nicht machen, jene welche den Selbstbezichtigung-Wahn initiieren mit Argumenten begegnen zu wollen um sie zu überzeugen. Das wäre kindlich naiv, zu glauben diese Strippenzieher wüssten nicht genau wie manipulativ, einfältig und dumm ihre eigen Agitation ist.
    Aber da er (der initiierte Wahn) Erfolg verspricht, jeder Trump-Hasser war doch der Meinung einer geistigen Elite anzugehören, wird er bis zum Erbrechen eingesetzt.
    Ich für meinen Teil begegne solchen Argumenten einfach mit den Worten “das ist Schwachsinn…“darüber zu diskutieren wäre nichts anders als in einen Käfig voller Narren steigen zu wollen.

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