Der Sparer ist der Depp der Nation!

Durch diese niedrige Zinspolitik der Europäischen Zentralbank verlieren die privaten Haushalte in Deutschland pro Jahr etwa 15 Mrd. Euro an Zinseinnahmen….Wir reißen durch diese niedrigen Zinsen ein Loch in bestehende Altersvorsorge-Konzepte der Sparerinnen und Sparer und wir setzen auch ein völlig verkehrtes Signal, als würde man sagen, Sparen lohnt sich nicht, und das Gegenteil ist der Fall” (der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Georg Fahrenschon) – Demnach dürfen Österreichs Sparer um 1-2 Milliarden Euro pro Jahr geschoren werden.

17 comments

  1. FDominicus

    Egal wie oft und stark man Sparer difamiert. Ohne sparen gibt es keinen wirtschaftlichen Erfolg. Gerade in Zeiten wo Sparen diskreditiert wird sollte man speziell seine Schulden los werden. Ja man wird immer bezahlen, aber man hat eben auch etwas mit dem man handeln kann. Es ist bitter und frustrierend, vor allem wenn man weiß man wird jeden Tag bestohlen und betrogen. Nützt aber nichts, diejenigen die nichts haben, werden sich härtesten Zeiten gegenüber sehen und dann ist niemand da denn man beauftragen kann stehlen zu gehen…. Und vor allem werden die Leute nach dem Zusammmenbruch durchaus emfpindlicher und besinnen sich auf die Grundgedanken des Handelns. “Ich gebe und bekomme dafür…”.

  2. John Galt

    Guter Kommentar dazu auf Institutional Money:
    Niedrigzinsen: Verfolgt die EZB eine Enteignungspolitik?

    Dr. Holger Schmieding, Chefvolkswirt bei Berenberg, widerlegt diese Vorwürfe mit guten Argumenten: Die EZB habe nur ein Mandat, nämlich die Verbraucherpreise stabil zu halten. Diesem Auftrag werde sie mit ihrer Geldpolitik voll gerecht.
    Gelegentliche Forderungen, die EZB solle ihre Zinspolitik darauf ausrichten, Sparern (und damit auch institutionellen Investoren) auch in Zeiten einer Finanzkrise eine auskömmliche Rendite für vermeintlich risikofreie Anlagen zu gewährleisten, widersprechen dem eindeutigen Mandat der EZB.

    EZB darf nicht ans Gängelband von Politikern

    Solche Forderungen sind nach Ansicht Schmiedings sogar gefährlich: “Denn jedes Rütteln am Mandat der EZB könnte jene Kräfte bestärken, die der EZB gerne neben dem Ziel der Preisstabilität ein Arbeitsmarkt- oder Konjunkturziel verordnen möchten. Das könnte auf Dauer die Stabilitätskultur gefährden, die gerade für Sparer und Rentner so wichtig ist.”

    http://www.institutional-money.com/index.php?id=11&ref=2&tx_ttnews%5Btt_news%5D=44729

  3. Thomas Holzer

    “EZB darf nicht ans Gängelband von Politikern”

    Die EZB ist schon längst am Gängelband der Politik!

  4. Manfred erzetic

    Sparer werden brutal enteignet?
    Nein, sicher nicht.
    Das hat nichts mit Enteignung zu tun sondern schlichtweg mit Dummheit.
    Was kann M.Draghi dafür das der Bürger sein Geld lieber auf die Bank bringt, als das Geld in Aktien investiert.
    Seit den Amtsantritt von Draghi ist der DAX um mehr als 60% gestiegen.

  5. gms

    Manfred erzetic,

    “Sparer werden brutal enteignet? Nein, sicher nicht.”

    Ihr Einwand ist berechtigt, leider aber nur zum Teil.

    Österreich hat einige Millionen Zwangssparer, denen als Angestellte unter dem Titel “Abfertigung Neu” vom gesamten Bruttogehalt (d.h. inkl. 13ten und 14ten) zwangsweise Gelder abgezogen werden, die wiederum mit Auflagen und Bindefristen veranlagt werden. Einen Deckel nach oben, wie etwa bei den SVA-Abgaben, gibt es nicht.

    Bezieht der Median-Unselbständige (MUS) i.e. 14*2.000.- im Jahr brutto, so wandern hiervon gesetzlich verankerte 1,53% sprich 428.- zu den sog. Vorsorgekassen. Nachdem die erste Auszahlung nach frühestens 36 Beitragsmonaten erfolgt, kommen auf alle Fälle 1.285.- zusammen. Ohne Auflösung des Dienstverhältnisses gibt es auch keine Auszahlung, sprich bei angenommen 40 Dienstjahren spart jeder MUS erzwungener Maßen 17.120.-
    Veranlagt werden diese Gelder gesetzeskonform, wonach (Stand 2011) 91,4% in Anleihen im Euroraum investiert waren. Der theoretisch mögliche 40%ige Aktienanteil konfligiert erkennbar mit der zugleich geforderten Kapitalgarantie. Zugleich kostet allein die Verwaltung zwischen 1 und 3% der Veranlagungsumme.

    Die Enteignung hierbei ist leicht errechenbar, die sich aus zentral gesteuerter Niedrigzinspolitik ergibt. Unser oben genannter Median-Unselbständiger bezieht bei eben diesem Ansparen und einer Rendite von 2% nach Ablauf der 40 Jahre eine Summe von rund 25.900 Euro. Hätte er 3% bekommen, wären es rund 32.300.-, bei 4% gar 40.670.-.
    Wer 4.000.- butto um Monat hat und damit 856 Euro zwangsveranlagen muß, darf sich bei gleichfalls 2%, 3% respektive 4% auf Endsummen in der Höhe von 52.000, 64.000 bzw. 82.000 Euro einstellen.

    Ein ähnliches Schicksal erleiden aktuell jene, die an freiwillig eingegangene Vorsorgeinstrumente gebunden sind, notabene Er- und Ablebensversicherungen, sowie private und berufliche Zusatzrenten. Diese Instrumente könnten in der Tat besser performen, hätte der Gesetzgeber in seiner Rolle als Allmachtsphantast nicht auch hier flankierende Regelungen vorgegeben, was Veranlagungungsformen und Absicherungen betrifft. Anders aber bei der Abfertigung-Neu, können Betreffende sich aus diesen Verträgen idR. auskaufen.

  6. Manfred erzetic

    GSM
    Leider kann ich Ihrer Berechnung aus folgenden Gründen nichts abgewinnen.
    1.Es ist unzulässig die Zinssätze jetzt schon linear auf bis 40 Jahre hochzurechnen, denn wie Sie wissen kann sich der Zinssatz ständig ändern, und sind daher nicht vorhersehbar.
    2. Sie lassen die Inflation vollkommen unbeachtet, denn der Zinssatz ist ständig niedriger als diese.

  7. Manfred erzetic

    GSM
    Leider kann ich Ihrer Berechnung aus folgenden Gründen nichts abgewinnen.
    1.Es ist unzulässig die Zinssätze jetzt schon linear auf bis 40 Jahre hochzurechnen, denn wie Sie wissen kann sich der Zinssatz ständig ändern, und sind daher nicht vorhersehbar.
    2. Sie lassen die Inflation vollkommen unbeachtet, denn der Eckzinssatz am Sparbuch ist immer niedriger als diese.

    Daher generiert der “Sicherheitssparer” bei dieser Sparform immer Verlust.

  8. Thomas Holzer

    @Manfred erzetic
    Unabhängig davon, ob Sie den “gms” Berechnungen etwas abgewinnen können; es geht um’s Prinzip!
    Der Staat nimmt wesentlich mehr als ihm zusteht, so ihm überhaupt etwas zusteht. und schreibt zusätzlich noch vor, wie der Einzelne sein Geld zu veranlagen hat; was dem Einzelnen übrigbleibt, ist ein lächerliches Taschengeld!
    Und das vulgus populus läßt sich all dies ohne Widerstand gefallen.
    Da können Sie noch so sehr die Veranlagung in Aktien propagieren, wenn kein Geld für Investments zur Verfügung steht, ist dies vergossene Milch.

  9. Manfred erzetic

    Es liegt mir fern für ein Investment in Aktien zu werben, ich wollte nur aufzeigen das wir in keiner Staatswirtschaft leben und das jeder der Schmied sein eigen Glückliches ist. Nur jammern ist nicht zielführend.
    Und nochmals zur Abfertigung neu.
    Auch das ist eine Besserstellung gegenüber der Abfertigung alt, denn da musste nur das Kapital ausbezahlt werden.

  10. gms

    Manfred erzetic,

    “Leider kann ich Ihrer Berechnung aus folgenden Gründen nichts abgewinnen.”

    Gott sei Dank steht es Ihnen frei, sich nach eigenem Ermessen zu blamieren.

    “1.Es ist unzulässig die Zinssätze jetzt schon linear auf bis 40 Jahre hochzurechnen, denn wie Sie wissen kann sich der Zinssatz ständig ändern, und sind daher nicht vorhersehbar.”

    Wo wollen Sie eine Verhersage erkannt haben? Zugleich hätte demgemäß auch jegliches Modell mit dem von Ihnen genannten freiwilligen Aktienkauf versagt, was Ihren Einwand zweifelsfrei als Nonsens entlarvt.

    “2. Sie lassen die Inflation vollkommen unbeachtet, denn der Zinssatz ist ständig niedriger als diese.”

    Bullshit. Erstens führte ich drei Varianten an (2, 3 und 4%), zweitens wären die Effekte mit steigenden jährlichen Einzahlungen noch eklatanter ausgefallen als in der kaufkraftbereinigten Variante, und drittens sprächen die noch weit unterschiedlicheren Renditen bei Aktien und Anleihen bei ECB-induzierter Inflationierung noch stärker für Zwangsenteignung.

    Nach diesem zwanglosen Austausch von Freundlichkeiten dürfen Sie nun Ihre Behauptung verteidigen, wonach die von mir genannte Gruppe der Zwangssparer nicht enteignet wird.

  11. gms

    Manfred erzetic,

    “ich wollte nur aufzeigen das wir in keiner Staatswirtschaft leben und das jeder der Schmied sein eigen Glückliches ist.”

    Was haben Sie am Zwangssparen der Angestellten nicht verstanden? Ausgangspunkt war, falls Sie es vergessen haben, Ihre Wortmeldung: “Was kann M.Draghi dafür das der Bürger sein Geld lieber auf die Bank bringt, als das Geld in Aktien investiert.”

    “Nur jammern ist nicht zielführend.”

    Wieder mal so ein Dolm, der mit Phrasen nur emsig Bummerangs in Richtung Spiegel wirft.

    “Auch das [Abfertigung neu] ist eine Besserstellung gegenüber der Abfertigung alt, denn da musste nur das Kapital ausbezahlt werden.”

    Angesichts des letzten Einkommens als Bezugsgröße für die Abfertigung ist diese Ansage im Kontext Inflation ein mit Trommelwirbel aufgelegter Schwachsinn.

    Auf gut Erzeticisch gesagt: Nur Plappern ist auch nicht zielführend.

  12. Manfred erzetic

    Thomas Holzer
    Der Staat nimmt den Arbeitnehmer überhaupt nichts, sondern die anteilige Abfertigung des Arbeiterlohnes
    wird von Arbeitgeber eingezahlt von der Behörde veranlagt, und ausbezahlt.
    Das ist auch auf jedenfall so besser, denn früher sind viele Arbeitnehmer aus bekannte Gründe um Ihre Abfertigung umgefallen.

  13. Manfred erzetic

    Thomas Holzer
    Merken Sie nicht , abgesehen das Sie beleidigend sind, dass Ihnen für diese
    Materie einfach zuviel Grundwissen fehlt um eine fachliche Diskussion führen zu können.

  14. Thomas Holzer

    @Manfred erzetic
    Verzeihung, aber wo leben Sie? Anscheinend im planwirtschaftlichem Österreich!
    Der Staat nimmt jedem Bürger wesentlich mehr, als er behauptet, (um)zuverteilen!
    Es sollte überhaupt KEINE anteilige Abfertigung geben, dem Arbeitnehmer sollte sein Gehalt ausgezahlt werden, auf 12 Monate gerechnet, was der Empfänger mit diesem (Rest)Einkommen macht, geht den Staat nicht mal äußerst peripher etwas an.
    Aber Etatisten wie Ihnen erscheint dieser Gedankengang natürlich als absolut abwegig

  15. Manfred erzetic

    Gms
    Na da schlage ich Ihnen vor, werden Sie bei dieser Steuerreform aktiv, und treten Sie dafür ein ,dass die Arbeitnehmer um 1,53% mehr Lohn/monatlich ausbezahlt bekommen, statt anzusparen,wenn sie glauben der Staat ist ein Räuber.

  16. gms

    Manfred erzetic,

    “Na da schlage ich Ihnen vor, werden Sie bei dieser Steuerreform aktiv”

    Wir halten fest: Es gibt Sie und Sie können sogar posten. Das war’s dann aber auch schon.

  17. Thomas Holzer

    @Manfred erzetic
    “Manfred erzetic Thomas Holzer Merken Sie nicht , abgesehen das Sie beleidigend sind, dass Ihnen für diese Materie einfach zuviel Grundwissen fehlt um eine fachliche Diskussion führen zu können.”

    In welchem meiner Beiträge habe ich Sie beleidigt? Bitte um Aufklärung;
    Nur weil meine Ansichten den Ihren diametral entgegengesetzt sind, mangelt es mir nicht an Grundwissen.

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