Der Spritzwein-Freund im Gottesstaat

Von | 3. Juni 2016

(FLORIAN MARKL) Wiens Bürgermeister hat der iranischen Hauptstadt einen Besuch abgestattet und mit seinem Teheraner Amtskollegen, einem ehemaligen Luftwaffenbefehlshaber der iranischen Revolutionsgarden, eine Städtekooperation vereinbart. Im Interview mit dem gestrigen Kurier gab der Freund des Spritzweins Auskunft darüber, warum er ausgerechnet mit einem Land kooperieren will, in dem der Alkoholkonsum von Muslimen als „Verbrechen an Gott“ gewertet und schwer bestraft wird – bis hin zu Fällen, in denen für mehrfaches Trinken alkoholischer Getränke die Todesstrafe verhängt wurde. Fest stehe für den Wiener Bürgermeister,….. (weiter hier)

18 Gedanken zu „Der Spritzwein-Freund im Gottesstaat

  1. Fragolin

    Man sucht sich halt die richtigen “Partner” für die Zukunft.
    Neben Teheran und Istanbul sollte auch eine Städtepartnerschaft mit Bagdad und Kairo angestrebt werden, die bestehenden zu Tel Aviv und Budapest sind aber zu überdenken. Die künftige Wählerschaft wäre da ganz auf Häupls Seiten.

  2. Thomas Holzer

    Wie sagte vor gar nicht so langer Zeit ein gewisser Herr Klug, ziemlich treffend: “situationselastisch” 😉

  3. Alfred Reisenberger

    Warum lesen wir eigentlich noch Interviews mit dem absurd? Er kapiert es ja doch nicht. Danke aber für den guten Artikel.

  4. Alfred Reisenberger

    Absurd sollte Bsuff heißen!

  5. Rado

    Keine Sorge, die USA und ihre NATO-Verbündeten (wozu neuerdings auch Saudi Arabien, Al-Nusra und Co zu zählen ist) arbeiten schon kräftig daran, den Iran in das zu verwandeln, was sie aus Syrien, Afghanistan und Libyen und der Ukraine gemacht haben.

  6. Herbert Manninger

    Wer einem Massenmörder und T-Shirt-Ikone obendrein ein Denkmal setzen lässt, hat auch mit der herrschenden Ideologie im Iran und bald auch in Wien kein Problem.
    Nur: Wo will ER dann den G´spritzten kübeln?

  7. Fragolin

    @Rado
    Und die “Flüchtlinge” aus Teheran können dann direkt in ihre Partnerstadt an der Donau ziehen…

  8. Tom

    … ich frage mich wie der “Dicke” es ohne seinen “Spritzwein” dort ausgehalten hat. Gab es den dort für ihn intravenös, in Form von Infusionen, oder gib es da jetzt schon “Spritzwein” in Tablettenform ….

  9. mariuslupus

    Konsequente linke Logik. Orban ist ein Menschefeind, ein iranischer General ist automatisch ein Menschenfreund. Ein Häupl-Freund. Auch logisch. Häupl sorgt vor. Langsam werden die Hawarer weniger. Also, besser ein oder mehrere Freunde in Teheran, als keine im Reblausbezirk. Apropos, nach den nächste Wahlen. Persien ist sicher ein interessanter und sicherer Ort, für einen linken Exilanten.

  10. Johannes

    Ich habe hier immer darüber geschrieben das die Demokratie nicht unbedingt für islamische Staaten die beste Form der Regierung ist. Dieser Artikel ist für mich irgendwie verlogen. Immer wieder wurde die Einmischung des Westens in den Nahen Osten kritisiert und jetzt wird hier der Eindruck vermittelt erst wenn der Iran eine Demokratie österreichischen Zuschnitts ist soll man mit ihm Kontakte aufnehmen.
    Was mich viel mehr besorgt macht, ich traue bestimmten österreichischen Politikern nicht zu seriöse Wirtschaftskontakte knüpfen zu können. Vielmehr traue ich bestimmten Politikern zu das sie, ähnlich wie mit Saudi Arabien für Geldgeschenke die Tür für den Islam in Europa weit aufmachen. Nach dem Motto helft ihr uns unsere Defizite zu reduzieren öffnet eure Geldschleusen für uns und wir öffnen unsere Grenzen für euch.

  11. Der Realist

    wenn einer hierzulande die verfassungsmäßigen Befugnisse eines Bundespräsidenten auch ausreizen möchte, dann herrscht bei der Allianz der “Guten”große Aufregung. Dass es die Sozialisten auch in der Vergangenheit mit dem Umgang diktatorischer Systeme nicht ganz so genau genommen hat, ist verbürgt.

    @Tom
    möglicherweise hat er sich daheim schon eine Überdosis gegeben

  12. Reini

    … nach Sonnenuntergang sieht Allah nichts mehr! … und am Tag ausschlafen 😉

  13. Lisa

    @Johannes: Demokratie, die direkte v.a. ist tatächlich nur kleinräumig umzusetzen. Das braucht eine Erziehung von ganz klein auf. Nur schon in Europa sind die Erziehungsstile in den Familien sehr unterschiedlich, können aber tatsächlich national, bzw. regional als typisch erkannt werden. So – um nur ein Beispiel zu nennen – erziehen die französischsprachigen Westschweizer ihre Kinder anders als Franzosen. Und schon in den Kindergärten wird Verantwortungsübernahme geübt: Wer sich für die Bauecke entscheidet, kann nicht einfach an den Maltisch wechseln, sondern bleibt die ganze halbe Stunde in seiner Ecke, egal, ob er schmollt oder heult, und wird von der Kindergärtnerin oder auch mal den andern Kindern auf Ideen gebracht oder angeleitet, was er aus seiner “falschen Wahl” wenigstens noch machen könnte. In patriarchalisch regierten Ethnien und Familien gibt es nur MAcht und Gegenmacht, Befehl und Gehorsam (samt aufgesparter Wut darüber…). Warum kann man die Länder nicht nach ihrer eigenen Art selig werden lassen? Wenn dadurch Elend, Krieg und Hunger vermieden werden können, darf meinetwegen auch ein chinesischer Diktator den Frauen verbieten, mehr als ein Kind zu bekommen oder ein kubanischer die Frauen in Schule und Ausbildung zwingen…

  14. Falke

    @Johannes
    Sie haben schon recht, man kann unseren Demokratiebegriff nicht 1:1 auf arabische oder moslemische Staaten anwenden. Allerdings muss auch ein nichtdemokratischer Staat nicht unbedingt andere Staaten (Israel) vernichten oder “Ungläubige” ermorden wollen.

  15. astuga

    Wahrscheinlich bahnt er “gute Geschäfte” an, so wie vor einigen Jahren in Singapur.

    Beim übernächsten Rechnungshofbericht erfahren wir es dann ganz genau.
    Außer natürlich der Rechnungshofpräsident wird regierungsnahe besetzt.

  16. mariuslupus

    Der alte Adel hat auch genetische Probleme, auch wenn Kardinal Christoph nicht Fürst sondern, nur Graf ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.