Der Staat, der hat kein Geld

Wenn ich dann lese, irgendetwas sei ‚Leistung des Staates’, investiert würden ‚staatliche Gelder’ oder jemand beziehe eine ‚staatliche Rente’, dann wird eine simple Tatsache unterschlagen: Der Staat hat kein Geld. Wenn er Geld hat, dann hat er es den Menschen vorher weggenommen. Wenn er Geld ausgibt, dann gibt er ihr Geld aus. Für etwas, was er für richtig hält. (Reinhard K. Sprenger)

8 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Bitte diesen Text ausschneiden, vervielfältigen und plakatieren. Vor allem in der Löwelstrasse und den angrenzenden Parteien! Vielleicht kann man ihn auch inserieren?
    🙂

  2. Luke Lametta

    Wenn er Geld hat, dann hat er es den Menschen vorher weggenommen

    Auch irgendwie unglücklich – “der Staat” hier, “die Menschen” da. Gefällt mir nicht, Mister Spengler. “Der Staat” sind letztendlich immer konkret handelnde Akteure, Menschen aus Fleisch und Blut. Kein Leviathan, keine Naturkatastrophe und am allerwenigsten “wir alle”. “Der Staat” meint den status quo, ein grad angesagtes, menschengemachtes, politisches Programm. “Die einen” regieren “die anderen”. Und nix is fix.

    Solang im Namen von “der Staat” irgendwie heruminterveniert wird, respektive “Staatsaufgaben” an “ihn” delegiert und von “ihm” usurpiert werden, gibts immer ganz konkrete Gewinner und Verlierer. Betrogene und Übervorteilte. Ausgeraubte und Beschenkte. Obertanen und Untertanen. Kurz: Staatsnahe Profiteure und staatsferne Galeerensklaven.

    Mit all den in Sonntagsreden beschworenen Zielen und Werten hat das natürlich rein gar nichts zu tun. Nicht mit Gerechtigkeit, nicht mit Solidarität und nicht mit Gleichberechtigung. Der interventionistische Staat wirkt stets als entmündigende Kraft zum Vorteil von Partikularinteressen, egal wie egalitär der politische Auftritt sich auch gebärdet. Die einzige zivilisationsstiftende, emanzipatorische Kraft im Namen des Gemeinwohls sind (und waren seit jeher): Individualrechte. Auf Leben, Freiheit, Eigentum.

  3. Fragolin

    Noch putziger finde ich ja die ständigen Werbereißer im Radio, wenn das Großevent am Spielbergring mal wieder “powered by Landesrat XY” bejubelt wird – der Herr Landesrat hat nämlich kienen Cent seines eigenen Geldes (das er btw auch nur vom Steuerzahler hat, aber das sind ja schon Spitzfindigkeiten) investiert, sondern “nur” das Geld anderer Leute, die mehrheitlich kein Interesse an diesem “Event” haben, dafür verjuxt, damit die, die es interessiert und die es sich dadurch leisten können, ihm untertänigst ein Dankeskreuzerl schenken und ihm zujubeln, wenn er mal wieder auf jene spuckt, die die ganze Sache eigentlich (unfreiwillig) bezahlt haben…

  4. Thomas Holzer

    @ÖBB
    Wieso “angrenzende Parteien?!
    Die sind doch längst alle miteinander verwoben, verbandelt, ein “Syndikat”, welches sich so lange wie möglich die immer reichlicher fließenden Steuermilliarden gegenseitig zuschiebt, und versucht, die Steuerknechte mit lächerlichen Alimentierungen bei Laune zu halten.

    @Luke Lametta
    Da haben Sie vollkommen recht;
    das immanente Wesen der Demokratie, der Herrschaft des Pöbels, ist ja, daß dieser auf “den Staat” immer schimpft, die “Vertreter” dieses Staates aber immer wieder wählt, um ja nicht Unabhängigkeit zu erlangen und selbst entscheiden zu dürfen/müssen.
    Nur in der Demokratie ist es möglich, daß sich das Opfer seinen eigenen Henker selbst (wieder)wählt.
    Ob dies für die Vielen (leider die Minderheit, natürlich systembedingt), welche die “Opfer” bis zum Zusammenbruch des Systems finanzieren müssen, zufriedenstellend ist, wage ich zu bezweifeln.

  5. Der Realist

    genau das versuche ich schon seit Jahren zu den verschiedensten Anlässen zu kommunizieren, auch oft genug hier im Blog. Bedenklich ist auch, dass sämtliche Medien unkritisch mitspielen wenn es heißt, die EU, das Land, der Staat, das Ministerium usw. finanziert, fördert oder unterstützt. Auch die “Steuerreform” werden wir uns letztendlich wieder selbst finanzieren.

  6. cppacer

    Wenn ich all das obenstehende lese, graust´s mir vor solcher Demokratie.Und der Herr Dr. Fischer nennt sie “alternativlos”.

  7. Christian Weiss

    Lustig ist diesbezüglich gerade die Debatte in der Schweiz um eine Erbschaftssteuer auf Bundesebene. Am 14. Juni gibt es darüber eine Volksabstimmung.
    Die Initianten begründen die Erbschaftssteuer mit dem Argument der “Gerechtigkeit”: Die Erben hätten ja für das vom Vorfahren angehäufte Vermögen nichts getan. Auf die Gegenfrage, was denn der Staat getan habe, damit er sich an diesen Vermögen bereichern dürfe, war bisher noch keine plausible Antwort zu vernehmen.

  8. waldsee

    ich sehe keine und es gibt keine möglichkeit der zahlpflicht zu entkommen.zuviel neid und
    mißgunst (,die hauptgründe unserer ohnmacht,) sind vorhanden.

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