Der Staat verschafft sich Milliarden auf Kosten der Sparer

Von | 2. Februar 2016

Die öffentlichen Haushalte in Deutschland sparen aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB Milliardensummen: Im vergangenen Jahr mussten Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen 43 Milliarden Euro weniger für Zinszahlungen ausgeben verglichen mit dem Zinsniveau vor Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007, wie die Welt am Sonntag unter Berufung auf Berechnungen der Deutschen Bundesbank berichtete. Insgesamt sparten die deutschen öffentlichen Haushalte seit 2008 rund 193 Milliarden Euro an Zinsausgaben. Doch die Einsparungen gehen zulasten der Sparer. Damit der Schulden-Haushalt eingedämmt werden kann, müssen sie Verluste in Milliardenhöhe hinnehmen. Der österreichische Banken-Chef Andreas Treichel nannte die Niedrigzinspolitik der EZB sogar eine „Enteignung aller Sparer in Europa“. (hier)

3 Gedanken zu „Der Staat verschafft sich Milliarden auf Kosten der Sparer

  1. Fragolin

    Und was sagt uns das jetzt? Wir wissen das. Und wir wissen, dass die wissen, was sie tun. Und sie tun weiter.

  2. gms

    Lisa,

    > Was tun? Banken abschaffen oder was?

    Nicht Banken, sondern Zentralbanken. Für die Darlegung, wie diese illegitimen Monstren die Wirtschaft im Generellen und damit das Leben der Bürger versaubeuteln, erhielt Friedrich August von Hayek 1974 den Wirtschaftsnobelpreis (Stichwort ‘boom-bust-cycles’).

    Was es mit Zentralbanken aufsich hat, erschließt sich jedem mit Leichtigkeit, der sich für wenige Minuten emotionslos in die Thematik vertieft. Notwendig hierfür sind keine komplexen Formeln oder Statistik- respektive Ökonomiekenntnisse, sondern banaler handelsüblicher Hausverstand.
    Dem gegenüber steht ein Komplex aus Politik und Hochfinanz, dessen Dominanz des Mainstreams erfolgreich die Massen verdummen konnte und diesen Mißstand aufrecht hält.

    Während es in den weniger gehirngewaschenen USA zumindest noch öffentlichkeitswirksame Initiativen der Libertären wie ‘End the Fed’ gibt, grundelt anderswo das Thema weit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Daß hiesige linke Geldsozialisten wie Tumpl-Gugerell oder Nowotny nach dem Crash von 2007/2008 im kleinen Rahmen ihrer Uni-Alumni-Veranstaltungen offen zugeben, an ihren linken Fakultäten in Sachen Ökonomie rein garnichts von Relevanz gelernt zu haben und sich heute nach völlig anderen Zugängen umsehen müssen zur Erklärung der Zusammenhänge, ändert kein Jota am öffentlich perpetuierten Festhalten an ihrem Stuß, hängt doch ihr eigener Daseinszweck von dieser gigantischen Lüge ab.

    Hartnäckige Fallacies werden nicht durch Argumente zu Fall gebracht, sondern sie sterben mit ihren Vertretern, weshalb das falsche System auch permanent Nachwuchs für die eigene Propaganda gebären muß. Dann verwundert es auch nicht, wenn just die üblichen Verdächtigen vorgebliche Graswurzelbewegungen wie ‘Occupy Wallstreet’ aus der Taufe heben und hätscheln, aufdaß einer vorgeblich mörderischen Austerity mit zusätzlichen Tonnen druckfeuchter Fetzen begegnet wird.

    Daß im aktuellen Geldsystem der Wurm steckt, spricht sich mitterdings flächendeckend durch, weshalb dessen Profiteure den nach Auswegen suchenden Leuten ausgerechnet die Intensivierung des Falschen unterjubeln und das vermehrt auch geschluckt wird, was sich exemplarisch in Fragen niederschlägt, ob etwas Banken abgeschafft werden sollten.

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