Der Steuerzahler blecht am Ende ja eh….

(ANDREAS UNTERBERGER) Man muss es wirklich drei Mal lesen, so unglaublich ist die Antwort von Klaus Liebscher, der als „Fimbag“-Chef eigentlich die Interessen der Steuerzahler rund um die in Trümmer gegangene Kärntner Landesbank Hypo Alpe-Adria zu vertreten hätte. Es geht um das in vielen Medien ausführlich berichtete Oliver-Wyman-Gutachten. Es hatte nochmals eindeutig klargemacht, was ich bereits 2009 verlangt hatte: Eine Insolvenz der Hypo wäre für den Steuerzahler die weitaus günstigste Variante. Schon deshalb, weil dann die Kredite Bayerns an die Hypo nicht mehr zu zahlen wären. Allein dabei geht es um immerhin annähernd drei Milliarden Euro. Aber Liebscher behauptet im „Presse“-Gespräch, dass er das Gutachten nicht kenne. „Es hat mir nie jemand zur Verfügung gestellt. Ich lege auch keinen Wert mehr darauf.“ Augen zu, Ohren zu. Wir wollen von gar nichts wissen. Der Steuerzahler zahlt eh. Punkt. Aus. Man stelle sich einmal vor, jemand in der Privatwirtschaft würde so agieren: Wie viele Jahre wegen Untreue und Insolvenzverschleppung bekäme der?

PS: Ob ein solches Verhalten auch ein Motiv hat? Ein einziges: Das ist die Angst der Politik vor den negativen Schlagzeilen nach einer Insolvenz. (TB)

2 comments

  1. FDominicus

    Leider handelt es sich nur um eine “Kleinigkeit”. Denken Sie nur mal daran was die systemrelevanten Banken so alles “mitnahmen”, oder in D die Negativstbeispiele HRE und Commerzbank. Das zeigt doch wieviele unterschiedliche “Rechte” es gibt. Gleiches Recht für Alle – ein Hohn….

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .