Der Untergang des Öl-Kartells

Von | 31. Juli 2017

“…..Das Ergebnis ist ein Zerfall der Machtstruktur der OPEC und eine völlige Neugestaltung des weltweiten Energiemarktes. Europa und der Rest der Welt sollte sich bei der USA für diese neue Form der Unabhängigkeit im Energiebereich bedanken, doch das Gegenteil ist der Fall….” (hier)

2 Gedanken zu „Der Untergang des Öl-Kartells

  1. Fragolin

    Ist das nur mir aufgefallen, dass trotz aller Krisen im Nahen Osten bis zum Fall Qatar, die bereits in weit schwächerer Form in der Vergangenheit zu wahren Benzinpreisexplosionen geführt haben (schon ein Rülpser eines Scheichs aus der dritten Linie führte einst zu Börsenstürmen), heute an den Zapfsäulen absolut nicht zu spüren sind? Man vernimmt das Krummsäbelrasseln zwischen den Saudis und Iran und fährt dann Diesel um 98 Cent tanken. Früher konnte man vom ersten Vernehmen solcher Nachrichten nicht schnell genug zur Tankstelle kommen, um nicht gleich einen mindestens 10% höheren Literpreis zu zahlen. Seltsam, eigentlich.

  2. namor

    Der Artikel ist ein guter Ansatz nur geht er längst nicht weit genug. Öl ist das Blut der modernen Gesellschaften. Ohne Öl werden zB. 20% der landwirtschaftlichen Fläche für Zugtiere benötigt. Doch wenige Artikel schaffen es in die Medien, obschon der niedrige Ölpreis diametral gegen alle Prognosen steht. Warum?

    Und ab hier geht es Richtung Verschwörungs-Hypothese.

    Nicht nur Fracking wie im Artikel, sondern auch Ölsande, neue Fördergebiete (Alaska, Tiefsee, ..) heben die Fördermenge und reduzieren den Preis. Iran wurde wieder zugelassen und verkauft was geht, da sich die Zeichen mehren, dass es bald wieder vorbei sein könnte. Irak fördert was geht um seine Kriegsschulden zu begleichen. Kuweit verkauft was geht, weil die USA entscheiden ob Kuweit frei oder Teil des Irak sind. Lybien fördert was geht, wenn der Clan heute nicht verkauft, verkauft morgen ein anderer Clan. Russland ächzt unter den Sanktionen und verkauft was geht, vielleicht geht bald noch weniger. Nigeria ist ein faild state, es weiß nur noch keiner, egal wie viel sie fördern, es reicht nicht. Venezuelas Öl ist teuer, sie würden alles verkaufen damit der Bürgerkrieg abgewendet wird. Saudi Arabien ist in zwei Kriege verwickelt, brauchen permanent neue Waffen, Eratzteile, Munition und das muss bezahlt werden, nebenbei muss eine unproduktive Bevölkerung bei Laune gehalten werden, die Auslandsinvestments (Koranschulen) weiter finanziert werden, dazu die permanente Angst, das die USA doch irgendwann den Iran mitsamt Irak unterstützen um einen Flächenbrand auszulösen. Fast alle wichtigen nicht westlichen Länder stehen mit dem Rücken zur Wand und produzieren was geht. Die Ankündigungen bald auf fossile Antriebe zu verzichten ist zwar ein Phamtasma, welche Wirkung sie in den Förderländern entfaltet, wer weiß!

    Der Artikel benennt richtig, dass der Westen sich nicht von der OPEC herumführen lassen wird. Nach dem Eingreifen im Iran, wäre ein weiteres Eingreifen in Saudi Arabien heikel gewesen, der Kalte Krieg und die ablehnende eigene Bevölkerung eine explosive Mischung. Unter dieser Prämisse sind der zweite und dritte Golfkrieg zu sehen.

    Der Westen hat die Opec (mitsamt den anderen wie Russland) geknackt und das ganz “ohne” Krieg. Klar kann sich die Führerin der freien Welt nicht hinstellen und das hinaus posaunen. Wir retten die Welt, alle machen motiviert mit. Stabil und produktiv, Kadavergehorsam für die guten Sachen.

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