Der Untergang des “Roten Wien”

“Die Wiener SPÖ stürzt laut Umfrage um 16 Prozent auf nur noch 24 Prozent ab…..” (hier)

23 comments

  1. CE___

    Da kommt Freude auf.

    24% kulturbereichernde Facharbeiter schon in Wien ?

    Gehirnchirurgen – Messer in den Kopf der aufmüpfigen dritten Ehefrau

    Fachchemiker: zuletzt in Manchester zu bewundern

    Fleischhauer: zuletzt auch in London zu bewundern

    Juristen, vulgo Streitschlichter: zuletzt auf der Donauinsel zu bewundern, wenn sich zwei Gruppen mit Messer und Knarren für einen Verhandlungsabend treffen.

    Haben wir Raketentechniker vergessen? Kommt schon noch.

    16% weitere radikal-moslemische Kulturbereicher unter der grünen Flagge.

    Da hüllen wir einmal den Mantel des Schweigens darüber, das wäre dann zu extrem.

    Da kann es ja nur aufwärts gehen mit Wien.

  2. Zyniker

    Das ist zwar eine gute Nachricht – ich finde jedoch 24% für eine derartig von Schnapsideen (früher klassenlose Gesellschaft, heute: multikulturelle Gesellschaft) erfasste Partei noch immer reichlich viel. So um 10 % wäre gerade noch erträglich

  3. stiller Mitleser

    ok, ok, schön, schön – aber denken die Leutchen, die sich über Ideen wie “klassenlose” Gesellschaft alterieren auch daran, daß das Rote Wien ihre Vorfahren aus den Erdwohnungen am Wiener Berg geholt, den Kindern, die in Zeitungspapier gewickelt an den Mütterberatungsstellen vorgezeigt wurden, ein Windelpaket, Gratisimpfungen und kostenlose Bildung ermöglicht hat ?

    Und all jenen , mit “Goldenem Wiener Herzen”, Gefäßdilation und Wohlgefühl gern alkoholbefördert, die so gern Witzchen mit “Herz” drin machen, ist halt (noch) nicht bewußt, was ihnen nach dem ersten Stent und der “Einstellung” mit Betablockern (die impotent machen) dann vielleicht doch dämmert: komplexe psychophysische Zusammenhänge, eben Herzlichkeit und Hartherzigkeit .

  4. mariuslupus

    Warten wir ab, schauma halt, was die Mutter aller Wahlen im Herbst bringen wird. Totgesagte leben manchmal als rote Zombies ziemlich lang. Zombies sind nicht unbedingt als Heilsbringer bekannt.

  5. Kluftinger

    Norbert Leser, der ehemals Denker der SPÖ (geachtet wie verachtet) gab einer seiner Bücher den Titel:
    “Der Sturz des Adlers”.
    Er hat diese Entwicklung vorausgesehen.

  6. Zaungast

    Reines Wunschdenken. Man wird staunen, wie viele Stimmen die Roten wieder bekommen.

  7. Selbstdenker

    @stiller Mitleser:
    “…aber denken die Leutchen, die sich über Ideen wie „klassenlose“ Gesellschaft alterieren auch daran, daß das Rote Wien ihre Vorfahren aus den Erdwohnungen am Wiener Berg geholt, den Kindern, die in Zeitungspapier gewickelt an den Mütterberatungsstellen vorgezeigt wurden, ein Windelpaket, Gratisimpfungen und kostenlose Bildung ermöglicht hat?”

    Für derartige Leistungen braucht es aber keine Rekordbesteuerung und keine Totalregulierung des öffentlichen und privaten Lebens. So zu tun, als wäre eine humanitäre Grundversorgung – im unverfälschten Sinne des Wortes – ein Alleinstellungsmerkmal der SPÖ, geht an der Realität komplett vorbei.

    Es war nicht die SPÖ, die diese Leistungen vollbracht hat, sondern es waren die Steuerzahler innerhalb und außerhalb von Wien. Die Genossen schmücken sich hier mit fremden Federn.

    Ich wage zu behaupten, dass es der SPÖ großteils gar nicht um die Verbesserung der Lebenssituation der ärmeren Mitbürger geht. Ihr Geschäftsmodell besteht darin, sowohl die Umverteilung und davon abhängig ihre Gewinnmarge (Parteienförderung, AK-Beiträge, politische Zuteilung öffentlicher Fördermittel an Mitglieder, etc.) stetig zu erhöhen.

    Die armen Teufel braucht es zur Rechtfertigung einer immer höheren Umverteilungsquote so wie die leicht zu durchschauenden Rechen- bzw. Statistik-Tricks bei diversen “Armutsberichten” und dem “Gender Pay Gap”.

    Was die sogenannte “klassenlose Gesellschaft” anlangt: meines Erachtens kann man von einer klassenlosen Gesellschaft dann sprechen, wenn einerseits jedem die Möglichkeit offensteht, seine eigene Situation über eigene Leistung zu verbessern und sich anderseits keine Aristokratie einnistet, die sich vom Wettbewerb abschotten kann.

    Speziell in Wien kann man von einer roten Aristokratie sprechen – mir fallen da einige Namen ein. Wie oben beschrieben, wird die Umverteilungsquote stetig erhöht, die Möglichkeiten das eigene Leben selbst zu gestalten immer weiter eingeschränkt und die Masse der Bürger schleichend auf Grundsicherungsniveau vereinheitlicht.

    Die rote Aristokratie ist völlig vom Wettbewerb abgeschottet und sie kann sich ihre Regeln selbst gestalten, so dass sie im politischen Normalbetrieb nie zu den Verlierern zählen wird: steigt das Steuerniveau um 10 Prozent, werden die Bezüge halt um 25% erhöht. “Neiddebatten” sind schließlich nur zulässig, wenn es um Gehaltsunterschiede in der Privatwirtschaft geht.

  8. Selbstdenker

    Es geht nicht nur das Rote Wien unter, sondern Wien geht aufgrund der Roten unter.

    In vielen europäischen Städten (meist noch auf Bezirksebene) gibt es übrigens folgendes, sehr auffälliges Wahlmuster:

    Zuerst rote Hochburg, dann relative Hochburg der Rechtspopulisiten und schließlich konstant anwachsende Hochburg von Parteien mit engen Kontakten zu den Muslimbrüdern.

    Just let that sink in.

  9. stiller Mitleser

    @ Selbstdenker
    Zustimmung was Stimmenkauf, Steuerbelastung, überbordende Bürokratie, Politikerdynastien, Privilegien, intellektuelle Selbstgenügsamkeit und Parallelen zu ebenfalls rot regierten deutschen Landstrichen anbelangt – mit all den sich abzeichnenden und von der SP verleugneten Konsequenzen

    aber: obwohl ich z.B. dagegen bin, den Zusammenhalt und die Aufstíegskräfte von Familien durch Sozialmaßnahmen zu konterkarieren und zu schwächen, denke ich, daß Sie von einem westösterreichischen Erfahrungsrahmen ausgehen und die tatsächlichen sozialen Verdienste des historischen Roten Wien übersehen.

  10. MM

    Das ergebe sogar eine “buergerliche” Mehrheit (50% fuer FPOE OEVP). In Berlin ist die noch in weiter Ferne. Obwohl gegenueber 2011 der “buergerliche Block” (CDU, FDP, AfD) den Stimmenanteil fast verdoppeln konnte. Langsam wird das was. Wenn dann die “buergerlichen” Parteien auch noch buergerlich werden,…

  11. Selbstdenker

    @stiller Mitleser:

    “Parallelen zu ebenfalls rot regierten deutschen Landstrichen anbelangt”

    Nicht nur das Ruhrgebiet, Bremen und Berlin, sondern auch Außenbezirke von Paris und Teile von London.

    “…daß Sie von einem westösterreichischen Erfahrungsrahmen ausgehen…”

    Das ist durchwegs korrekt; allerdings gab es auch hier zum Teil bittere Armut.

    Eine komplett “sortenreine” Strategie der Sozialpolitik gab es weder in Wien, noch im Westen. Und der Filz gedeiht überall dort, wo große Transferströme dauerhaft eingerichtet werden.

    Allerdings gibt es bestimmte Schwerpunkte: im Westen – ähnlich wie in Bayern, BaWü und der Schweiz setzt man tendenziell eher auf kleinräumige soziale Absicherung. Das beinhaltet sowohl eine materielle als auch eine kulturelle Komponente.

    Das was die relative Stärke dieser Regionen heute – noch! – ausmacht, sind die (Work) Ethics, die aus sehr langen Epochen ökonomischer Kargheit stammen. Das was früher eine Überlebensfrage war, ist heute – noch! – ein positiver Wettbewerbsfaktor.

    Was auch auffällt: der Westen (auch Bayern und BaWü) ist zwar koservativer geprägt aber vergleichsweise relativ immun gegen das, was man Rechtspopulismus nennt.

  12. waldsee

    Ich fürchte den Untergang dieser destruktiven Ideologie,der wird schlimmer als die werbereiche Herrschaft und viele Minderleister werden kräftig verlieten .Vor allem in den Köpfen hat sie gewirkt,denn Sozialismus ist NEID als Politik.

  13. stiller Mitleser

    @ Selbstdenker
    ich selbst bin ja auch nicht in Wien aufgewachsen, meine Familie war Wien gegenüber aus einer ganzen Reihe von Gründen ablehnend, nur die Musiktradition war unwidersprochen, ich bin nie richtig verwienert und stelle mit zunehmendem Alter zunehmende Divergenzen fest: meine entschiedene Parteinahme für das historische Rote Wien, das ich ja nie erlebt habe, ist vielleicht doch das Bemühen hier über einen idealisierten Aspekt der Stadt emotional verankert zu bleiben…

  14. Selbstdenker

    @stiller Mitleser:
    “[…] meine entschiedene Parteinahme für das historische Rote Wien, das ich ja nie erlebt habe, ist vielleicht doch das Bemühen hier über einen idealisierten Aspekt der Stadt emotional verankert zu bleiben […]”

    No offense: die Frage ist, was davon bleibt, wenn aufgrund von schwer umkehrbaren Prozessen, die Kultur – meiner Meinung nach nicht unbedingt im positiven Sinne – massiv umgepflügt wird?

  15. stiller Mitleser

    @ Selbstdenker 12.15
    volle Zustimmung zu “westösterreichischen work ethics und der größeren Immunität gegen Rechtspopulismus”
    Was die Sozialfürsorge in Westösterreich angeht, denke ich, daß man Arme eher in Ruhe läßt.
    Ich habe hier in Wien eine Unterschichtfamilie ehrenamtlich 1,5 Jahre bis zur Delogierung (die ich natürlich verhindern wollte) begleitet und gesehen, wieviele Sozialagenturen in so einem Fall mitmurksen (manche davon machen ihre Sache gut) anstatt zu ertragen, daß der Klient eben doch d e r Experte für die eigene Situation ist und vielleicht andre Glücksvorstellungen für sich hat.

  16. stiller Mitleser

    @Selbstdenker
    Wien geht den Weg von London und Paris, mit starker (uneingestandener) Segregierung, ohne Politikwechsel
    sehe ich für die Zukunft auch eine Libanonisierung mit gebietsweisem völligem Niedergang der öffentlichen
    Sicherheit und Ordnung.

  17. Selbstdenker

    @stiller Mitleser:
    “…ohne Politikwechsel sehe ich für die Zukunft auch eine Libanonisierung mit gebietsweisem völligem Niedergang der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.”

    Das sehe ich (leider) ähnlich.

  18. Selbstdenker

    @stiller Mitleser:
    Meines Erachtens kann die soziale Absicherung nur in kleinräumigen Strukturen funktionieren. Wichitg ist, dass sich die jeweiligen Akteure gegenseitig einzuschätzen und zu respektieren vermögen; siehe Schweiz.

    “…daß man Arme eher in Ruhe läßt.”

    Das hängt etwas vom Armutsbegriff ab.

    Vor längerer Zeit habe ich einen erschütternden Beitrag über eine Unterschichtfamilie in UK gesehen: die Jugendlichen sind arbeitslos, deren Eltern sind arbeitslos und deren Großeltern waren arbeitslos. Kinder, die in eine – zum Teil selbstgefällige – Kultur der Arbeitslosigkeit hineinwachsen, werden auch selbst mit großer Wahrscheinlichkeit dauerhaft arbeitslos bleiben.

    Eine Unterschicht als Klasse bildet sich dann heraus, wenn dauerhafte Armut auf bereits vorhandene nachteilige kulturelle Eigenschaften trifft oder wenn aus ihr heraus eine Art Redneck Culture entsteht (Querverweis: Black Rednecks and White Liberals).

    Einen derartigen unheilvollen Kreislauf würde man im Westen nicht akzeptieren (Work Ethics). An einer relativen “Armut”, die eher einer materiellen Genügsamkeit geschuldet ist, stoßen sich eher nur wenige.

  19. waldsee

    Libanonisierung: das sehe ich nicht,setzt es doch einen wehrwilligen und -haften christl.Teil voraus.

  20. astuga

    Immer noch viel zu viel.
    Noch dazu da die Grünen einen erheblichen Anteil der Unzufriedenen auffangen.
    Was einen Absturz der Grünen in Wien wieder etwas unwahrscheinlicher macht.

    Es gibt in Wien halt auch zu viele Systemprofiteure.
    Siehe Berlin, siehe über Jahrzehnte Griechenland, siehe Umfragen für die britische Labour, siehe Umfragen CDU…

  21. mariuslupus

    @Gerald Steinbach
    Die Gschicht ist schon gelaufen Es wurde keiner abgeschoben, es wird keiner abgeschoben.
    Nur Grüne Schaumschlägerei, Konvulsionen im Froschteich.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .