Der unterschätzte Brexit

“….Hier, die aufgeklärten „Europäer“, dort die in die Irre geleiteten Briten, die nicht wissen, was gut für sie ist. Durch das Chaos der letzten Wochen und vor allem durch die dritte Niederlage von Theresa May im britischen Unterhaus bekam diese Sicht auf das Drama zusätzliche Unterstützung. Wie immer, wenn alle einer Meinung sind, lohnt es sich, unter die Oberfläche zu blicken. Spricht doch einiges dafür, dass die Briten in einigen Jahren relativ zu uns gar nicht so schlecht dastehen. mehr hier

10 comments

  1. astuga

    Grundsätzlich könnte das stimmen.
    Aber auch bloß wenn man alle gesellschaftlichen Verwerfungen dort unberücksichtigt lässt.
    Oder nur positiv umdeutet, laut des Artikels ist ja auch die Massenzuwanderung ein Vorteil für Großbritannien.
    Na dann auf nach Schweden!

  2. sokrates9

    Nehme Wetten entgegen: Es wird zu KEINEN Brexit kommen! Neben der erbärmlichen parteipolitischen Spielerei in England – jetzt fanden erste Alibigespräche mit der Opposition statt – kommt auch Die EU drauf dass 100 Milliarden Schaden auch nicht das Gelbe vom Ei sind! Die EU hat auch jede menge Dreck am Stecken – im verhandelten Vertrag sind Killerklauseln drinnen die kein anständiger Jurist jemals akzeptieren würde! Wenn es gelingt bei der EU – Wahl die Linken abzuwählen würden die Würfel neu gemischt!

  3. Falke

    @astuga
    Natürlich gab und gibt es alle möglichen “Verwerfungen” in Großbritannien; die wird es wohl auch in Zukunft (also nach dem Brexit) geben. Angesichts der vergleichsweise allerdings wesentlich schlimmeren Verwerfungen in der verbleibenden EU – vor allem, wenn man an einen möglichen Kommissionspräsidenten Weber denkt -, vermute ich stark, dass die Lage per Saldo in GB besser sein wir als in der EU.

  4. GeBa

    Ich hoffe dass der BREXIT bald erfolgt und dass es auch in meinem Leben noch einen ÖXIT gibt. 🤬

  5. aneagle

    Die Idee, erstmal das politische Ergebnis der kommenden EU- Wahlen abzuwarten, entstand wohl nicht aus klug abwägender, britischer Strategie, aber immerhin, jetzt ist es so. Sonst aber spricht nichts dafür, sich weiter an diesen zentralistischen EU-Moloch zu binden. Vorausblickende politische Entscheidungen werden in der EU von einer Kaste von jahrelang Ausgemusterten getroffen und ebenso sieht die Handlungsfähigkeit dieses zerstrittenen Friedensprojektes auch aus.

    Aber die Briten scheinen sich der EU angepasst zu haben. Der Brexit, Englands bisher letzter, willentlich sinnvoller, Schritt ist jetzt ca. 3 Jahre her. Die Chance, mit dem smart hard Brexit einen wirtschaftlichen Erfolg zu erringen, gönnen sich die Briten selbst nicht. Mit dieser Einstellung ist kein Staat zu machen, da kann England gleich in der EU bleiben. Da bestimmen dann wie gewohnt andere, mit durchaus fragwürdigen Zielen. Aber in der EU genügt bremsen und behindern. Denken und selbst entscheiden ist da ohnehin nicht mehr gefragt.

  6. sokrates9

    Das Intelligenzniveau ist in GB genauso gefallen wie in der gesamten eU1Da gibt es nur mehr sozialisisch zentralistische Konsenspolitiker rückgradlose Gestalten, keine Unternehmerfiguren die etwas weiterbringen wollen! So etwa ein Franz Josef Strauß contra Merkel ! Wird aber für ein harmonisches Disneyland Europa reichen! Die Hightech Industrie / Betriebe / Wissenschaft ist ohnehin längst weg!

  7. Rado

    Würde jetzt nicht sagen, dass PM May irgendwelche Niederlagen einfährt.
    Immerhin hat sie es geschafft, den Brexit ins mittlerweile dritte Jahr zu verschleppen, den sie selber nie wollte.
    Als weiteren Erfolg kann sie die (hauchdünne) Parlamentsentscheidung verbuchen, dass es keinesfalls einen No-Deal Brexit geben solle. Da werden ihr die Eurokraten gerne behilflich sein. Das wars dann mit dem Brexit!

  8. Johannes

    Der Brexit ist das Ausbrechen aus der immer unerträglicher werdenden Dominanz Brüssels.
    Es geht um die pure Macht welche Brüssel versucht an sich zu ziehen. Wer ist Brüssel?
    Das ist eigentlich das große Geheimnis, wer spricht Strafen in Milliardenhöhe aus? Wer straft gänzlich souveräne Staaten als wären es Vasallen? Wer hat beschlossen das der Migrationspakt auf für jene souveränen Staaten zu gelten hat die nicht beigetreten sind?

    Das und viele, viele andere wichtigen Entscheidungen, welche jeden Mitgliedsstaat ins Mark treffen werden, von Brüssel bestimmt. Da ist die Kommission, da ist das Parlament, da ist die ganze undurchschaubare Bürokratie.

    Wer hat die Macht? Wer will uns an Grenzkontrollen hindern? Wer hat sich im größten Chaos der Völkerwanderung nicht gerührt aber als die Staaten Grenzkontrollen aufzogen laut geschrien?

    Da ist doch was faul in diesem System, wenn Mitgliedsländer und ihre Vertreter abgewatscht werden, symbolisch aber auch real, dann ist jeder Respekt verloren gegangen.

    Ich bin der Meinung Deutschland und Frankreich sind die Strippenzieher, im Großen und Ganzen glaube ich hat sich vor allem Deutschland mit Junker einen Verbündeten geschaffen der verlässlich ist, nach meiner Meinung.

    GB war in diesem Spiel ausgeschlossen oder wollte gar nicht mitmachen, ich denke die Briten haben sich der Vereinnahmung durch Brüssel-Deutschland entzogen.

    Deutschland wird weiter versuchen die Brüssel-EU nach eigenen Vorstellungen zu formen und wird dadurch wieder zum Hauptverantwortlichen für ein gewagtes Unternehmen.

  9. GeBa

    @ Johannes, ich sehe es auch so. Die Briten sind und waren ein Inselvolk, das sich nie gerne etwas oktroyieren ließ und die Art und Weise wie man in Brüssel handelt, ist nicht dazu angetan, einen Verbleib anzustreben.
    Ich will auch raus aus dem Verein …

  10. Johannes

    Sokraktes9@
    Alles was sie als vertrottelt bezeichnen wird uns sehr bald auch von EU-Ebene aufoktroyiert werden da gehe ich jede Wette ein.
    Sie werden nicht glauben das Deutschland die Energiewende, den Ausstieg aus der Produktion von Verbrennungsmotoren, den totalen Umstieg auf ausschließlich erneuerbare Energie usw. usw. allein vollziehen wird.
    Sie werden, damit es nicht so offensichtlich ist wer den Ton angibt, die EU für diese Aufgabe verwenden um den gleichen Druck wie bei der Migration auf die kleineren Länder aufzubaue ihnen zu folgen.

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