Der wahre Skandal ist die Armut

“Wer sich als Unternehmer im freien Wettbewerb behauptet, hat niemanden ausgebeutet. Oxfam sollte Regime anprangern, die Unterentwicklung und Perspektivlosigkeit von Milliarden zu verantworten haben.” (hier)

53 comments

  1. Rado

    Oxfam ist auch nur einer der mafösen dritte Welt hörigen UN-Ableger wie UNHCR, und die anderen UN -Menschenrechtstrallala-Firmen.

  2. Selbstdenker

    Oxfam ist hochgradig dubios. Was derartige Organisationen “auszeichnet”, ist dass sie stets am (selbsterwüschten) Ergebnis ihre “Studien” anpassen und dies mit hochaggregierte Zahlen “unterfüttern”.

    Es geht hier nicht um das Ermitteln von Kausalbeziehungen, sondern um die Simulation behaupteter Entwicklungen; Index- und Kaufkraftbereinigungen, etc. werden dann, wenn es gerade passt berücksichtigt oder unterschlagen.

    Traurig ist, das mit derartigen Methoden den Armen und Unterprivilegierten eben nicht geholfen wird, sondern dass sie als menschliches Mittel für einen ideologischen Zweck herhalten müssen.

    Der von Obama mittels IRS verfolgte Dinesh D’Souza hat es treffend beschrieben: rope vs. ladder. Politisches Seil oder die Leiter der eigenen Leistung? Ich bin für letzteres.

  3. cmh

    Man sagt, die erste Million sei am schwierigsten zu verdienen. Das ist richtig, aber in Amerika ist es wesentlich einfacher diese Million auf ehrliche Weise zu verdienen als in Europa. In Europa sorgt vor allem der sozialistische Staat, dass diese Million so schnell keiner verdient.

  4. Kluftinger

    Die statistische Zahlenspielerei ist so etwas von übrig!
    Und was am meisten wundert, dass beinahe alle Medien diesen Nonsens umkommentiert wiedergeben.
    Noch erstaunlicher ist es, dass “Akademiker” in Österreich, die sonst ehrenwerte Berufe ausüben (Arzt, Jurist , Techniker…) diesen Blödsinn glauben und sogar Argumente finden warum dies so ist!
    Erst wenn man die Zahlen auf konkrete Situationen herunterbricht, erstaunen manche, welchen Phantom sie aufgesessen sind.

  5. Fragolin

    Oxfam meldet:
    “Acht Menschen haben geich viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Menschheit.”
    Die FAZ titelt:
    “Acht Männer sind reicher als die halbe Welt.”
    Die erste Aussage ist klar. Die ärmere Hälfte der Menschheit.
    Die zweite Aussage impliziert, dass diese Acht reicher sind als die Hälfte des restlichen Weltvermögens ausmacht.
    Na, aufgefallen?
    Wie nennt man das?
    FAKE NEWS.

    Und jetzt stelle ich mir einen kleinen FAZ-Redakteur vor, mit einem blinkenden Licht auf dem Hut, der auf einem Esel vorbeireitet und ruft: “Wer hats erfunden?”

  6. Reini

    … wenn der Reiche nicht reich wäre, wäre der Arme nicht arm,… man sollte die Unterentwicklung gewisser Völker zur Kenntnis nehmen,… und der Stärkere (Überlegene) “frisst” den Schwächeren, … Freie Marktwirtschaft eben. … der Kommunismus wäre eine Alternative, aber dann wären gewissermaßen alle “Arm”!

  7. Gscheithaufen

    Was den Unternehmer vom Unterlasser unterscheidet, ist dass sich zwar beide den Erfolg wünschen, der Unterlasser aber den Weg dorthin meidet, dem Unternehmer aber trotzdem das Ergebnis neidet. Der Unternehmer jedoch gesteht seinen Mitstreitern einen Anteil am Ergebnis zu – was den nicht mitstreitenden Unterlasser natürlich wurmt. Die Folge daraus ist aber keineswegs, dass Unterlasser sich anstrengen würden, unternehmerisch erfolgreich zu werden. Vielmehr gründen sie “nicht auf Gewinn gerichtete Organisationen” (sic!) und beginnen damit, den Neid “wissenschaftlich” zu untermauern und Wege der Enteignung aufzuzeigen – womit sie dem Populismus der vermeintlichen Gerechtigkeit den Weg bereiten, der letztlich zu hinlänglich aus der Geschichte bekannten Resultaten führt (1789, 1848, 1917, 1933 etc).

  8. Lisa

    @Kluftinger: Sie schreiben es: “Erst wenn man die Zahlen auf konkrete Situationen herunterbricht, erstaunen manche, welchen Phantom sie aufgesessen sind”. Das ist eben Wissenschaft, wie sie heute verstanden wird: eine Theorie vertreten – nach entsprechenden Tatsachen suchen – Theorie mit den erhaltenen Zahlen/Fakten bestätigen – et voilà. Also total unwissenschaftlich, wiewohl faktisch unbestreitbar, gilt etwa ein Argument wie: ich kenne da aber aus eigener Erfahrung viele, die den “Ergebnissen” widersprechen… Abstraktionen und Hochrechnungen mögen gang und gäbe sein – die Wirklichkeit seiht immer etwas anders aus. Im übrigen ist nicht zuletzt der Kinder”reichtum” ein Armutsrisiko. Aber das kann Machthabern doch nur recht sein, denn Armut führt zu Abhängigkeit, oft zu Schulden, Depressionen und deviantem Verhalten. Und nicht zuletzt zu Kriegen und Rebellionen. Insoweit dies in zivilisierteren Ländern durch den Staat, d.h. eine genügende Anzahl Steuerzahler, in Schach gehalten wird, ist wenig Unruhe zu befürchten (Mindestsicherung, Therapien, Präventionen aller Art, Resozialisierungsmassnahmen etc.). In uns fremden Regierungssystemen finden die Machthaber indes die Armut der eigenen Untertanen gar nicht als Skandal, sondern sie ist bis zu einem gewissen Grade sogar erwünscht.

  9. Christian Peter

    Wachsende Ungleichheit ist selbstverständlich ein Problem. Geschuldet ist diese einer völlig verfehlten Politik der korrupten Altparteien der letzten Jahrzehnte, die multinationale Konzerne und Investoren hofiert und den Mittelstand durch eine ungeheuerliche Steuerlast vernichtet.

  10. Christian Peter

    Nachtrag : Multinationale ausländische Konzerne hinterziehen in Österreich nach seriösen Berechnungen etwa 14 Milliarden Euro Steuern pro Jahr – damit ließe sich die Steuerreform des Jahrhunderts finanzieren.

  11. gscheithaufen

    Die Grundfrage ist doch, wie man zu einem kleinen Vermögen kommt. Hierzulande am einfachsten dadurch, dass man vorher ein großes hatte! Und hurtig wird weiter zwangssozialisiert, weiter “umverteilt”, nicht zu vergessen die üppigen Belohnungen, die sich die Umverteiler auf “legale” Weise selber zuteilen.

  12. astuga

    Der Artikel der Süddeutschen bringt ja die Kritik gut auf den Punkt.
    Und zur Kritik in der Faz – eben, genannt werden von Oxfam als reichste Menschen einige namhafte Unternehmer.

    Aber was ist mit dem Sultan von Brunei, was mit den Saudis?
    Was mit dem Emir von Katar, Hamad bin Chalifa Al Thani, etc. pp.
    Auch über den Reichtum eines Gaddafis war bis zu seinem Sturz öffentlich nur wenig bekannt.

  13. raindancer

    @Christian Peter 17. JANUAR 2017 – 11:32
    Wie wahr, in Österreich ist es besonders arg, aber es ist ja ein weltweites Phänomen….Konzerne immer reicher, Mittelstand verschwindet in den westlichen Sphären der Welt und in den Armutsländern : keine Chance überhaupt je da raus zu kommen, Kluft zwischen reich und arm noch ärger…
    Man kann eindeutig sagen, dass hier Wirtschaft und Politik gegen die Menschen agiert…egal ob im Westen oder in den Ländern wo es sowieso nie Mittelstand gab.

  14. Christian Peter

    @raindancer

    Nicht nur dass Konzerne unglaubliche Steuerprivilegien genießen, diese erhalten auch noch Milliarden – Subventionen. Interessanterweise wird in liberalen Forum regelmäßig über Netto-Transferempfänger gelästert (Arbeiterschaft), dass es sich bei Großunternehmen und Konzernen ebenfalls um Netto-Subventionsempfänger handelt (erhalten mehr Subventionen als sie Steuern bezahlen), wird unter den Tisch gekehrt.

  15. Falke

    @cmh
    Und wenn es – trotz aller widrigen Umstände – jemandem bei uns gelungen ist, dank Fleiß, Ideen, Innovation und Marktkenntnis die erste Million zu verdienen, kommt prompt der ÖBB-geeichte Bundekanzler Kern und will sie ihm sofort mittels Vermögenssteuer wieder abnehmen – damit er ja keine zweite Million dazuverdient, denn das wäre ja total ungerecht und unsozial.

  16. Rennziege

    17. Januar 2017 – 15:04 — Christian Peter
    Freudig sehe ich, dass Sie Ihren altvertrauten Leierkasten geölt haben. Er quietscht jetzt nimmer so dissonant, spielt aber immer noch altvatrische Lieder aus der Mottenkiste. Na, solange Sie der Kurbelei nicht müde werden — Glück auf!

  17. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    ich widersprech Ihnen ungern und eigentlich auch Frau Walterskirchen, deren Kommentare ich schätze, aber das stimmt nicht. Es gibt kaum je Abrisse von Zinshäusern aus der Gründerzeit, die sanierten sind sehr gut vermietet und auch mit den unsanierten und spezifischer, nämlich rechtlich unbeholfener, Klientele läßt sich Rendite machen. Außerdem gibt´s den Lagezuschlag und eine ganze Reihe andrer Zuschläge bereits.

  18. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser
    Ich lasse mich gerne korrigieren 😉
    Lehne aber den, jeglichen staatlichen Eingriff in das Mietrecht rundweg ab.

  19. gscheithaufen

    @stille @holzer
    Allerdings ist jeder staatliche Eingriff ein Problem: Abschnüren an einem Ende des Luftballons erzeugt Blasen an anderen Stellen, und die platzen halt irgendwann. Wie schon dutzendfach beobachtet.

  20. Rennziege

    17. Januar 2017 – 17:20 — stiller Mitleser
    I bitt’ um Verzeihung, aber Sie preisen gerade staatliche Eingriffe in ehemals frei vereinbare Verträge, sei es die Miete oder eine (legal beschäftigte) Haushaltshilfe. Klingt hier vielleicht redundant: Aber jeder sich als nannystaatlich “zum Wohle aller Bürger” gebärdende Eingriff ist ein Verlust an Freiheit und Selbstbestimmung, der nie wieder rückgängig gemacht wird, sondern unaufhaltsam zu neuen Knebelungen führt.

  21. Wien Meidling

    @Rennziege:
    2017: Bin erfreut wieder von Ihnen zu lesen! Mein Sohn und ich erfreuen uns immer noch über Ihre Formulierung der “Verhaustierisierung unserer Jugend” aus vergangenem Juli.
    Christian Peter: Wo er recht hat, hat er recht. Subvention widerspricht dem libertären Gedanken ganz allgemein.
    Darüber hinaus würde ich es durchaus begrüßen wenn Amazon & Co ihre Steuern in Österreich zahlen würden. Laut ORF muss das Finanzamt Amazon GLAUBEN, was an Umsatzsteuer abgeliefert wird. Das Recht einer Umsatzsteuerprüfung besteht offenbar nicht!

  22. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer, Rennziege, Gscheithaufen
    in Frau Walterskirchens Kommentar geht es um einen weiteren Zuschlag zu den Grundmieten in Häusern, die vor 1945 erbaut wurden, nicht um freie Vereinbarungen oder ein Fallen der bestehenden Regelungen des MRG.
    Durch einen weiteren Zuschlag können Wohnungen auch in unsanierten Objekten, deren Mieter diese hohen MIeten ohnehin nicht ohne Mietbeihilfen der öffentlichen Hand aufbringen können, teurer vermietet werden.
    Facit: den Zuschlag finanzieren die Steuerzahler. Und da diese Mieterschicht dank Zuwanderung in Städten im Wachsen begriffen ist, ist das vorteilhaft für Eigentümer ansonsten unattraktiver und unvermietbarer
    Objekte.

  23. Rennziege

    @Thomas Holzer, @gescheithaufen, @Wien Meidling, @stiller Mitleser:
    Liebe Freunde, ich frag’ mich nur: Warum geht es in Wien so einfach durch, ehrwürdige Gründerzeitbauten, die wesentliche Elemente des Weltkulturerbes sind, abzureißen — um seelenlose Hochbauten zu errichten, die Gesicht und Ambiente der Stadt unwiederbringlich zerstören? Ob das was mit dem Mietrecht zu tun hat, wage ich nicht zu beurteilen. Ob saniert oder nicht: Es wäre doch ein Leichtes für die Rathausgenossen, ihre millionenschweren Subventionen an eh reichlich katzbuckelnde Schmierblätter in den Kauf dieser Kulturdenkmäler umzuleiten, denen Wien auch seine wirtschaftsbelebenden Touristen verdankt.
    Dann werden diese Häuser viele Mieter finden, die Marktpreise dafür bezahlen, wodurch die Substanz der Stadt einigermaßen bewahrt wird.
    Die regelrecht kriminelle Verschandelung des Konzerthaus-Areals scheint eh nimmer aufzuhalten. Rotgrün wird erst abgewählt werden, wenn Wien ausschaut wie Karl-Marx-Stadt (heißt heut wieder Chemnitz, wie wir wissen, wird aber ein Jahrhundert brauchen, die kommunistische Vergewaltigung baulich vergessen zu machen).
    Wiien wird offensichtlich von einer SED 2.0 umgebaut. Vor unser aller Augen. Ich rechne dämmmnäxxxt mit Plattenbauten rund um den Steffl.

  24. raindancer

    widerlich dieser Schelling ..will den Kündigungsschutz ab 50 lockern und die automatischen Lohnanpassungen streichen..ein Sklaventreiber par excellence …
    dann kürzen sie die Mindestsicherung für alle Österreicher anstatt für Asylanten
    DIESE POLITIK IST EINFACH NUR NOCH ZUM ERBRECHEN

  25. stiller Mitleser

    @ Rennziege
    Das Hochhaus beim Konzerthaus soll auf der freien Fläche des Eislaufvereines erbaut werden, es muß also nix abgerissen werden. Weltkulturerbe in diesem Fall ist das Ensemble, das durch ein Hochhaus zerstört wird. Über den aktuellen Stand der Dinge informiert immer Unterbergers blog, zur Zeit sieht es leider so aus, als würde der Bau, mit kleiner Reduktion der Höhe, genehmigt, leider.

  26. stiller Mitleser

    @ raindancer
    falls Sie von solchen Änderungen betroffen sein sollten, empfehle ich Ihnen einen Beratungstermin bei http://www.waff.at zu vereinbaren und bei http://www.weiterbildung.at mal nachzusehen, was Ihre Qualifikationen gut ergänzen bzw. updaten könnte, es gibt durchaus Stellen, für die Überblick und Souveränität, die mit Alter&Erfahrung kommen, gefragt sind!

  27. Sonnenschein

    @Wien Meidling
    Sie schieben u.a.: “Laut ORF muss das Finanzamt Amazon GLAUBEN, was an Umsatzsteuer abgeliefert wird. Das Recht einer Umsatzsteuerprüfung besteht offenbar nicht!”

    Amazon unterliegt in der Tat in Ö keiner Steuerprüfung, ist die in der Regel als Verkäufer aufscheinende Firma “Amazon EU SAR” doch am Handelsgericht München unter HRB 218574 mit der ebenfalls deutschen Umsatzsteuer-ID DE814584193 registriert. Geprüft wird also einzig in der BRD– dort muss Amazon auch die eingehobene Mehrwertsteuer in voller Höhe abführen, so das Unternehmen nicht zweifelsfrei nachweisen kann, wonach die Abgaben in Ö oder einen anderen nicht-deutschen Land anfielen und zugleich an die dortigen Finanzämter übermittelt wurden. Analoges gilt, sofern nach Art des Geschäftes, wie etwa für Media-Content oder Marketplace, ein Finanzamt im Luxemburg für die Prüfung zuständig ist.

    Ein heimliches Einbehalten ist aus genanntem Grund daher unmöglich und aus einem zweiten hochgradig unplausibel, nachdem die Umsätze aufgeschlüsselt nach Ländern sowohl beim deutschen oder anderwärtig zuständigen Fiskus, wie auch in diversen, öffentlich einsehbaren Geschäftsberichten aufscheinen.

  28. raindancer

    sagts einmal gefällt euch das neue outfit von der presse ..vl bin ich ja ein gewohnheitstier und ich mag das schlichte…aber mir sind das irgendwie zuviel bildchen ..ich find nix mehr

  29. raindancer

    perfekt ist das design hier beim ortner …und bei achgut gibt es immer nur ein bild pro artikel …das reicht
    und die bilder dort sind special

    schlicht ist schön

  30. raindancer

    noch was …meint ihr auch dass die Artikel von dieser Haman eine Verkaufsstrategie sind..
    ich mein die schreibt ja immer diese dümmlichen Blondinen Artikelchen ..extrem links..
    vielleicht steigen die Verkaufszahlen trotzdem wenn sich die Leute so richtig ärgern
    anders kann ich mir das nicht erklären

  31. Christian Peter

    @Wien Meidling

    Danke für die Unterstützung. Alleine Amazon hinterzieht mehrere hundert Millionen Euro Umsatzsteuer in Österreich, von Unternehmen wie Apple, Google & Co ganz zu schweigen. Es wäre ein Leichtes, von diesen Unternehmen mehrere Milliarden Euro Steuernachzahlungen einzutreiben, in Frankreich hat es erst vor wenigen Wochen Razzien wegen Steuerhinterziehung bei Google gegeben.

  32. Gscheithaufen

    Internationale Unternehmen von A(mazon) bis Z(ara) sind territorial weniger gebunden und abhängig und können daher marktwirtschaftlich agieren, indem sie sich jene Steuersitze aussuchen, die für sie optimal sind. Unter diesen Steuersitzen gibt es, man höre und staune, auch Wettbewerb!
    Dieser Wettbewerb ist natürlich innerhalb eines Wirtschaftsraumes wie zB der EU abgemildert, aber trotzdem möglich (siehe Irland, die grüne Apfel-Insel).
    Gegen Unternehmen aufzutreten, die das auf Grund ihrer Größe ausnutzen können, ist aus meiner Sicht ein Anpinkeln der falschen Bäume, oder medizinisch formuliert: ein Krieg gegen Symptome statt gegen die Ursachen der Krankheit. Immerhin liegt Österreich in der Höhe der Abgabenquote an 2. Stelle in der EU, und eine Verbesserung ist seit langem nicht in Sicht! Es tut daher Not zuerst das Kern-Problem lösen anstatt jene anzupöbeln und zu verunglimpfen, die trotz widriger Umstände unternehmerisch handeln.
    Allerdings – und das ist wohl richtig – geht das vorwiegend auf Kosten des Mittelstandes (EU und KMU), und zwar deswegen, weil diese kleinen und mittleren Unternehmen unter verzerrten Bedingungen agieren müssen, da sie zumeist territorial gebunden sind und mit der vollen Härte des kleptokratisch-demagogischen Selbstbedienungssystems namens “Rechtsstaat” ausgebeutet werden können und auch werden. Davonlaufen gilt nur nicht, es ist auch nicht möglich! Spätestens seit dem Theater um die Reform der Immobilienbesteuerung ist das wieder mehr als sichtbar geworden.
    Ein ineffizientes Staatssystem kann sich nur durch legistische und administrative Repressalien “wehren”, sprich die Realität verleugnen. Und in einer grundsätzlich sozialistischen, mit dem Geld anderer Leute agierenden Politgesellschaft ist das nicht nur opportun, sondern auch noch anerkannt und als der einzige Weg als sakrosankt erklärt.

  33. Selbstdenker

    Leute wie Christian Peter unterliegen dem Irrtum, dass ein Ausschalten vom Steuerwettbewerb die Abgabenlast der KMU zu Lasten der Grossen senken würde.

    Das ist ein fataler Irrtum! Die einzige Beschränkung der Abgabenquote kommt durch die Möglichkeit, dass man seine Firma ins nahe oder ferne Ausland verlegen kann.

    Gerade die Drehtüre zwischen der SPÖ (Wien) und dem Siemens-Konzern sowie die sogenannte “Maschinensteuer”-Pläne von Kern – eine zusätzliche Gewinnsteuer, die vorwiegend KMU treffen würde – sollten manchen Naivlingen die Augen öffnen und klar machen, dass Big Business und Big Government besser vertragen als dies manche Kleingeister wahrhaben wollen.

    Gerade der Steuerwettbewerb zwischen den einzelnen Kantonen sowie eine wirtschaftlich vernünftigere Bevölkerung in der Schweiz sind Gründe für niedrigere Steuern.

    Was in Österreich inzwischen auch zum grossen Problem wird: die Politik baut den Rechtsstaat – ob aus Dummheit oder Absicht sei dahin gestellt – in ein Oxymoron um. Gerade unter solchen Bedingungen tun sich “Multis” mit einer eigenen Rechtsabteilung erheblich leichter als KMUs, die von Behörden häufig mit einer unerträglichen Arroganz schikaniert werden.

  34. Fragolin

    @Selbstdenker
    Unser C.P. glaubt allen ernstes, wenn die Obertanen erst Millarden bei amazon abschaufeln würden (was sie nicht tun weil sie es nicht können, international gelten eben andere Gesetze als unsere brutalen Steuerpressen – gäbe es überall solche Gesetze wie hier, gäbe es kein amazon) dann würden sie dem mittelstand sofort Steuererleichterungen schenken. Er begreift leider nicht, dass der Staat genau soviel abpresst, wie ohne Schreien und Widerstand möglich ist. Nicht einen Cent weniger. Es wird keine Rückvergütungen oder Erleichterungen geben, sondern nur Umdeutungen und Umschichtungen (siehe letzte Stuer”reform”).
    Idealist wie die Kommunisten, die glauben, man muss nur alle Menschen aus den Zwängend er kapitalistischen Ausbeutung befreien und schon wären alle Engelchen und es gäbe nur mehr Eiapopeia. Hat noch jedesmal nicht funktioniert, aber die Idealisten träumen eben weiter.

  35. Christian Peter

    @Gscheithaufen

    Multinationale Unternehmen agieren nicht marktwirtschaftlich, sondern kriminell. Mit Steuerwettbewerb hat das gar nichts zu tun, weil Unternehmen dort Steuern zu entrichten haben, wo die Gewinne erwirtschaftet werden, aber dies von Konzernen durch kriminelle Handlungen verhindert wird. Es ist ein völlig unzumutbarer Zustand, dass heimische Unternehmen einer Steuerlast von 53 % unterliegen (Total Tax Rate), währen ausländische Konzerne trotz Milliardenumsätzen und Gewinnen nicht einmal Umsatzsteuer abführen. Ausländische Konzerne hinterziehen etwa 14 Milliarden Euro (!!!) Steuern in Österreich pro Jahr – damit ließe sich die Steuerreform des Jahrhunderts finanzieren. Zum Vergleich : Die von der korrupten Regierung eingeführten Registrierkassen für österreichische Unternehmen werden Einnahmen von etwa 8 – max. 20 Millionen Euro pro Jahr einbringen.

  36. Gscheithaufen

    @cp: Nun, das ist sehr wohl marktwirtschaftlich. Die 150 Jahre alte volkswirtschaftliche Erkenntnis, dass jene wirtschaflich erfolgreicher agieren können, die eine günstigere kostenstruktur aufweisen (Theorie der komparativen Kostenvorteile, nachzulesen bei Ricardo), ist allgemein anerkannt. Wenn ein Unternehmen daher Kosten vermeiden kann, wird es das tun. Wenn diese Kosten in einem konfiskatorischen Staatssystem auftreten, wird es dieses System meiden – Fiskus und Konfiskation sind übrigens etymologisch derselben Herkunft, nämlich lateinisch: fiscus, Körbchen. Und ins Körbchen kommt genau das, was man aufsammelt oder jemand anderem wegnimmt. Ergo: kann ich dem körberl auskommen, werde ich das tun. Es sei denn, die Flucht kostet mehr als der Vorteil. Dann werma halt eher bleiben. Historisch belegt u.a. durch die Steuerpolitik in USA unter Reagan. Das einzige, was es da braucht, is a bissl Gesunder Menschenverstand und die Beherrschung der vier Grundrechnungsarten. Alles andere ist Ideologie.

  37. Christian Peter

    @Gscheithaufen

    Was soll das leere Gerede ? Multinationale Unternehmen handeln kriminell, weil sie geltendes Recht missachten. Kleine und mittlere Unternehmen würden sich aus marktwirtschaftlichen Gründen ebenfalls gerne Steuerleistungen ersparen, müssen diese aber dennoch entrichten.

  38. Gscheithaufen

    @cp: nein mein Lieber. Das ist kein leeres Gerede sondern Faktum. Ich kenne KEINEN Unternehmer, der NICHT nach Möglichkeiten sucht, seine Belastungen zu reduzieren. Das verbrecherische Element sitzt eher auf der gesetzgebenden Seite. Und die schreit immer dann, wenn das, was sie einem wegzunehmen versucht, gar nicht da ist. Das ist wie der Dieb, der sich aufregt, dass in der gestohlenen Handtasche kein Geld drinnen ist.

  39. Sonnenschein

    @Christian Peter
    Sie schrieben u.a.: “Alleine Amazon hinterzieht mehrere hundert Millionen Euro Umsatzsteuer in Österreich, von Unternehmen wie Apple, Google & Co ganz zu schweigen.”

    Ist das der öffentlich gemachte Vorwurf einer schweren, weil systematisch begangenen Straftat?

    Amazon unterliegt in Ö, wie gesagt, keiner Steuerprüfung, ist die in der Regel als Verkäufer aufscheinende Firma „Amazon EU SAR“ doch am Handelsgericht München unter HRB 218574 mit der ebenfalls deutschen Umsatzsteuer-ID DE814584193 registriert. Geprüft wird also einzig in der BRD,- dort muss Amazon auch die eingehobene Mehrwertsteuer in voller Höhe abführen, so das Unternehmen nicht zweifelsfrei nachweisen kann, wonach anteilige Abgaben in Ö oder einem anderen nicht-deutschen Land anfielen und auch an die dortigen Finanzämter überwiesen wurden. Dasselbe gilt, sofern nach Art des Geschäftes, wie etwa für Media-Content oder Marketplace, ein Finanzamt im Luxemburg für die Prüfung zuständig ist. Apple, Google & Co? — Detto!

    Ein heimliches Einbehalten ist aus genanntem Grund daher juristisch und technisch unmöglich und aus einem zweiten hochgradig unplausibel, nachdem die Umsätze aufgeschlüsselt nach Ländern sowohl beim deutschen oder anderwärtig zuständigen Fiskus, wie auch in diversen, öffentlich einsehbaren Geschäftsberichten aufscheinen.

    Wer Konzernen legale Steueroptimierung vorhält, kann das nur, wenn er plausibles Wissen über deren Unsätze hat. Drittens ist die Begehrlichkeit nach Ablieferung anderer Arten der Steuer als der Mwst hochgradig unplausibel, da von Amazon in Ö keine Wertschöpfung stattfindet sondern allein Logistiker beschäftigt werden, die selbst ihre Gewinne versteuern.

    Nicht nur ist der Vorwurf des systematischen Umsatzsteuerbetruges haltlos, er wäre auch angesichts der Einnahmen denkbar gering, setzen doch beispielhaft Lidl und Hofer/Aldi jeweils mehr um, als Amazon weltweit.

  40. Christian Peter

    @Sonnenschein

    Stimmt doch nicht. Umsätze im Online – Handel sind für die Finanz nicht nachvollziehbar, die Steuerbehörden müssen sich dabei auf freiwillige Angaben der Konzerne verlassen. Da mit Luxemburg, dem Firmensitz von Amazon, kein Amtshilfeverfahren – Abkommen existiert, können diese Zahlen von der österreichischen Finanz nicht überprüft werden.

  41. Sonnenschein

    @Christian Peter
    Sie schrieben u.a.: “Umsätze im Online – Handel sind für die Finanz nicht nachvollziehbar, die Steuerbehörden müssen sich dabei auf freiwillige Angaben der Konzerne verlassen.”

    Das ist eine faktenwidrige Behauptung, die nicht nur beamtete und auf Konzerne spezialisierte Steuerprüfer den Kopf schütteln läßt, sondern jeden Wirtschaftstreibenden, der selbst grenzüberscheitend tätig war, die gesetzlichen Bestimmungen kennt und entsprechende Prüfungen über sich ergehen lassen mußte.

    Christian Peter: “Da mit Luxemburg, dem Firmensitz von Amazon, ..”

    Siehe oben: Für den Online-Handel firmiert als Vertragspartner den Endkunden gegenüber die in München registrierte „Amazon EU SAR“ mit einer deutschen UID, dort wird finanztechnisch geprüft, dort werden die Geldflüsse über alle Konten hinweg kontrolliert.

    Christian Peter: ” .. kein Amtshilfeverfahren”

    Speziell in Sachen Mehrwertsteuer sind die europäischen Finanzamter denkbar perfekt koordiniert.

    Christian Peter: ” – Abkommen existiert, können diese Zahlen von der österreichischen Finanz nicht überprüft werden.”

    Die österreichische Finanz verläßt sich darauf, dass die Deutschen und Luxemburger die in Ö angefallene Ust nicht selbst einkassieren. Wer nicht nachweisen kann, die Einnahmen erfolgten im Ausland und wären an die dortige Finanz überwiesen worden, muß die entsprechende Ust hierfür in der Heimat abliefern. So ist das Gesetz.

    Zur Wiederholung: Die landesspezifischen Umsätze sind den zuständigen FAs in der BRD und Luxemburg, sprich dem jeweiligen Firmensitz, bekannt, diese Zahlen scheinen auch in den öffentlichen Geschäftsberichten auf und dienen — ebenfalls zur Wiederholung — Leuten wie Ihnen als Material, wie Profite steuerschonend verschoben würden, zugleich verkennend, wo Wertschöpfung stattfand und wo nicht.

    Sie behaupten nicht nur kriminelles und zugleich dank Vernetzung trivial auffliegendes Vorgehen beim Einbehalten eingehobener Mehrwertsteuer, sondern darüber hinaus noch eine mafiös anmutetende Buchhaltung, damit diese illegalen Profite bilanztechnisch verschleiert und an Aktionäre ausgeschüttet werden können.

  42. gscheithaufen

    Tja, so ist das eben, wenn Wissen durch Ideologie, Fakten durch neidgesteuerte Vorstellungen und Verstand durch Ahnungslosigkeit ersetzt wird. Dabei kann man wahrscheinlich auch feststellen, dass unser Bildungssystem diese Entwicklung systematisch begünstigt.

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