Der Weg in die Stagflation

Von | 28. April 2021

(ANDREAS UNTERBERGER) Es ist absolut verblüffend, wie sehr die täglichen politmedialen Aufregungen über geschmacklose SMS-Nachrichten, falsche Sitzordnungen und jedes winzige Detail der Pandemie von gleich zwei dramatischen und historischen Entwicklungen ablenken können. Diese finden zwar auf scheinbar getrennten Ebenen statt – einer europäischen und einer globalen –, bedeuten aber letztlich das gleiche: einen Raubzug gegen die Bürger, um die schon lange vor Corona hemmungslos gewordene Verschwendungssucht der Regierungen zu überdecken.

Man kann nun spekulieren, wie absichtlich diese Ablenkungen erfolgen. Tatsache ist jedenfalls, dass vielfach die Tragweite dieses Doppelschlags nicht begriffen wird:

Erstens wird jetzt die große Schuldenaufnahme durch die EU schlagend. Damit wird die EU erstmals zum Schuldner. Damit werden vor allem die Bürger der bisher stabilen Länder schwer belastet. Juristische Versuche, vor dem deutschen Verfassungsgericht das Inkrafttreten noch zu verhindern, sind lobenswert (und erwecken im Österreicher Neid), sind aber wohl aussichtslos. Hat doch dieses Gericht zwar schon oft Bedenken über die Entwicklung der EU zum Staat geäußert, aber sich nie klar “Stopp!” zu sagen getraut.
Zweitens hat die neue US-Regierung erstmals Ja zum Plan globaler Mindeststeuern für Unternehmen gesagt, der bisher von den USA immer brüsk abgelehnt worden ist.

Die wahre Ursache des Doppelschlags ist nicht Corona, sondern die Entwicklung der Staatskassen: Diese füllen sich seit 2008 rapide mit Schuldenzetteln, statt mit Geld. Das geht wiederum eindeutig auf die generelle Unfähigkeit der Politik zur Sparsamkeit zurück (will doch jeder Politiker wiedergewählt werden). weiterlesen hier

3 Gedanken zu „Der Weg in die Stagflation

  1. sokrates9

    Wie bekämpft man Stagflation: Mit den Plänen der Grünen.Weniger Arbeit,weniger Konsum,mehr Freizeit, Reduktion des Einkommens heisst weniger Einkommen,weniger Konsum,alles gut für das Klima!90% Reduktion des Verkehrs – jeder Europäe darf alle 3 Jahre einmal mit Flugzeug fliegen, Reduktion des Wohnraums, Reduktion des Fleischkonsums – all das wird von den Grünen in diversen Arbeitspapieren gefordert! -Schafft man es mit den bewährten Methoden der Angst in Sachen Corona diese auf das Klima zu tansferieren – wir müssen die Erde retten, die Erde brennt ist das Problem lösbar. Die Wirtschaft ist czwar auch hin, aber das ist einzelnen Leuten anscheinend egal. Zur Not gibt es noch ein paar schöne Ktriege, wenn mandie außenpolitischen Vorstellungfen dser Grünen in Deutschland liest, wio Sanktionen gegen alle Ländser exekutiert werden sollen die nicht die grüne Ideologie akzeptieren ist auch das nicht unwahrscheinlich!

  2. CE___

    Also bei den wuchtigen Schlägen die gerade unter dem Thema “Impfung” gegen Grund- und Freiheitsrechte des Bürgers geführt werden, mit voller Gutheißung Unterbergers, nimmt die Frage einer Inflation, trotz seiner innewohnenden Gefahren, doch für mich eher zweitrangige Bedeutung ein.

    Was nützt mir “stabileres” Geld, wenn der Staat aber zur gleichen Zeit auf anderem Wege eine Übergriffigkeit bis unter meine Haut erlangt hat.

    Anders gesagt, wie will ich Abwehrrechte auf mein Vermögen argumentieren, und sei es gegen die Enteignung durch Inflation bzw. Stagflation, wenn ich andererseits zulasse dass ich nicht einmal mehr Herr/Frau über meinen eigenen Körper bin, da ich mich willkürlichen bürokratisch verordneten Prozeduren unterwerfen muss, ansonsten mir meine sonstigen Rechte verloren gehen?

    Logisch und auch real absurd.

    Das kann man auch nicht mit einem “…und jedes winzige Detail der Pandemie…” wegbeuteln.

    Und ja, die Ursache für den Doppelschlag IST “Corona”, und ned’ hauptsächlich das was vor 12 Jahren war, dass wurde eh’ schon davor mit Billionen Euros zugeschüttet.

    Einerseits die hirnverbrannten Lockdowns, die die Wirtschaften und damit Steuereinnahmen implodieren haben lassen, und weiters die ganzen mit den Lockdowns verbundenen Ausgaben-Orgien.

  3. Thomas F.

    Stagflation haben wir in Wahrheit seit der Bankenrettung, sorry: “Finanzkrise”, als man den Finanzsektor praktisch verstaatlichte und zu einer geschützten Werkstatt machte. Der Wohlstand ist seit den damaligen “alternativlosen” Maßnahmen deutlich zurück gegangen, insbesondere die Realverdienstmöglichkeiten der jüngeren Generation. Man hat einige Ver-Spekulanten gerettet auf Kosten der Allgemeinheit, die bis heute darunter leidet, unter dem Vorwand, dass sonst totaler Zusammenbruch und Chaos drohen würden. – Erinnert irgendwie an die Prophezeiungen für Schweden, als es bei den aktuellen “Maßnahmen” seinen eigenen Weg zu beschreiten beschloss.
    Was jetzt droht, ist Hyperinflation, wenn der Stein plötzlich ins Rollen kommt. Was sich auf einigen Rohstoffmärkten in letzter Zeit abspielt, könnte womöglich bereits ein Vorbote sein.

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