Der Weg in Richtung Zentralverwaltungs-Wirtschaft

(JOSEF STARGL) Wir sind Zeitzeugen der Entwicklung einer neuen Wirtschaftsordnung Österreichs. Die „Realverfassungsordnung des sonderinteressenorientierten korporatistischen Ersatzsozialismus und des regionalinteressenorientierten (ineffizienten und teuren) Antiwettbewerbsföderalismus” erfährt eine Ergänzung durch die klima- und umweltschutzsozialistischen Planungen der moralisierenden Tugendwächter, die in der „antimarktwirtschaftlichen Koalition“ den Trend in Richtung einer Zentralverwaltungswirtschaft  verstärken.

Die Strukturkonservativen in der ÖVP und deren „Herz-Jesu-Sozialisten“ haben sich mit den (angeblich) „global verantwortlichen Gesinnungsethikern“ (Arroganz des Alleinvertretungsanspruches für die globale Zukunft!) verbunden, die ihre Verbote und Zwangsumverteilungsideen zu Lasten der Bürger einbringen, noch „mehr Staat“ bewirken und auch einen „offenen paternalistischen Versorgungsstaat“ propagieren.

Zwei „Anti-Marktwirtschaftsparteien“ mit zahlreichen marktwirtschaftlichen Analphabeten, die eine Marktskepsis und eine Marktfeindlichkeit pflegen, wollen offensichtlich (immer mehr) auf einen (wirtschaftlichen) Hausverstand und auf dringend erforderliche Strukturreformen verzichten.

Mehr Ausgaben statt Einsparungen sind geplant. Eine Bundesstaats- und Verwaltungsreform, eine Pensionsreform, die Abschaffung „versteckter Steuererhöhungen“ (kalte Progression!) sowie alle Reformen in Richtung subsidiärer Sozialstaat sind unerwünscht.

Mehr staatliche Planung, mehr Dirigismus, mehr Steuerung (durch finanzielle Belastungen), (noch) mehr Interventionismus, (noch) mehr Subventionen, (noch) mehr Regulierung und zahlreiche Verbote stehen am Programm.
Diese „Anmassung von Wissen“ führt nicht nur zu einer größeren Fehlleitung und Verschwendung  von Ressourcen/zu mehr Ineffizienz. Zahlreiche Verbote haben Folgen für die Eigentumsfreiheit, für die Vertragsfreiheit und für andere Grund- und Freiheitsrechte.

Der geldpolitische Sozialismus der EZB mit seiner (Teil-)Enteignung der Sparer zu Gunsten der Staatsverschuldung und die „versteckte Steuererhöhung“ reichen offensichtlich nicht. Die Entrechtung der Bürger schreitet voran. Auch die beabsichtigten Vermögensentwertungen bei privatem Eigentum (Gas- und Ölheizungen) sind als „Angriffe auf das Privateigentum“ zu bewerten.

Österreich braucht keine antimarktwirtschaftliche Koalition, die Wohlstandsverluste für die Bürger bewirkt.

Die permanenten (Macht-)Inszenierungen der Selbstdarsteller, der „Einlullstrategen“, der emotionalisierenden Moralisierer sowie der Desinformations-, der Manipulations- bzw. der Indoktrinationsexperten, der gedankenkontrollierenden Umerziehungs- und der Gleichschaltungsfanatiker, dienen weder dem Wohlstand der Bürger noch der „gemeinsamen Sache“, sondern nur dem Machterhalt und dem Machtausbau derer, die zu Lasten anderer (angeblich) „Gutes“ tun (wollen).

Warum glauben zahlreiche Bürger, dass (nur) die „Techniker der Macht“ und die Sozialtechniker (globale) Probleme lösen können? Warum sorgen sie sich nicht mehr um ihre Freiheit und um ihre Eigenverantwortung?

Dieses Land braucht wieder mehr Bürger, die sich für eine Wettbewerbsordnung/für die Marktwirtschaft engagieren. Österreichs Weg in Richtung Zentralverwaltungswirtschaft ist ein Irrweg.

2 comments

  1. sokrates9

    Wir liegen voll im Trend der EU und Kurz will doch “Musterschüler” sein, da kann man nichts ändern , vor allem wenn alle österreichischen Medien nicht einmal im Ansatz liberal und Marktwirtschaft buchstabieren können.

  2. aneagle

    Traurig aber wahr. Die ÖVP ist voll auf CDU-Kurs. Sie rechnet damit, dass eine starke Antimigrationsrhetorik, samt Lippenbekenntnissen in Vorwahlzeiten bei sonstiger Untätigkeit genügt, um ihre Wählerzustimmung zu erhöhen. Das hat die CDU schon vorexerziert und wo ist sie jetzt? Abraham Lincoln wusste:
    ” Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.”
    Der Kanzler täte gut daran diese Erfahrung zu beherzigen, bevor seine Glaubwürdigkeitskurve Richtung Merkel abdriftet. Österreichische Wählerzustimmung ist ein scheues, schnell flüchtiges Wesen.

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